Musikpsychologie: So beeinflusst Musik dein Gehirn und dein Verhalten | Quarks Dimension Ralph Quarks Dimension Ralph https://www.youtube.com/watch?v=PzVUa-9UE90 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 oh hallo guten Tag wie nett dass wir uns hier schon treffen oh na toll das ist mein persönlicher Albtraum der Aufzug bleibt stecken nichts geht mehr außer 0:12 der Fahrstuhlmusik die hört natürlich nicht auf sondern geht schön weiter auf die Nerven wenigstens seid ihr da das ist der einzige Lichtblick wir machen 0:21 einfach das Beste draus und eine neue Folge mit einer neuen Frage warum kann Musik manchmal die Hölle sein super jetzt habe ich auch noch ein 0:31 Wolfgang Petri uhwurm ja das klingt erstmal nach einer seltsamen Frage weil Musik ja grundsätzlich eher zu den angenehmen schönen Dingen im Leben 0:38 gehört wie sagte schon Johann Gottfried Säume Aufzug Notdienst was ist passiert ne eigentlich sagte er wo man singt da L dich ruhig nieder böse Menschen haben 0:49 keine Lieder hallochuldigung wir stecken fest können Sie vielleicht die Musik im Fahrstuhl ein bisschen leiser machen oder ganz aus 0:58 danke wir verbinden ganz schöne Gefühle und Erinnerungen mit den richtigen Songs und gleichzeitig wenn euer Nachbar die 1:08 technobäse durch die wänd wo man lässt dann kann das echt aufregen und zwar nicht in der guten Art oder wenn das Pärchen in der Wohnung unter euch wieder 1:16 grünemier hört und ihr wisst oh nee jetzt haben die wieder Versöhnungssex grauenhaft und das schimmert auch schon ein bisschen die Antwort auf die Frage 1:24 durch ein und dieselbe Musik kann auf viele Menschen ganz unterschiedliche Wirkungen haben die einen verspüren den Drang sich sehr nahe zu kommen die 1:33 anderen den Drang sehr schnell das weiterzuchen und das ist doch wirklich erstaunlich dass derselbe Song bei unterschiedlichen Gehirnen ganz 1:42 entgegengesetzte Reaktionen auslöst wie Musik das macht ist immer noch nicht komplett erforscht was wir schon wissen ist dass es bei Musikhören in den 1:51 unterschiedlichsten Hirnbereichen neuronale Aktivität gibt und diese Aktivität ist nicht nur abhängig von der Musik die wir hören sondern auch vom kon 1:59 TT indem wir die Musik hören also in welcher Umgebung zu welcher Uhrzeit mit welchen Leuten wie unsere Stimmung ist und so weiter so viele unbestimmbare 2:09 Faktoren machen die Forschung nicht gerade leichter Stefan Kölsch und sein Team z.B haben sich in einer Studie angeschaut was im Gehirn passiert wenn 2:17 wir Musik hören Musik die wir angenehm finden im Vergleich zu Musik die wir unangenehm finden Ausschnitte der Musik hört ihr hier schon untersucht wurden 2:26 fünf Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 20 und 29 sich niemand von denen machte professionell Musik keiner von denen hatte ein besonderes Gehör D 2:36 Tage vor den fMRT Aufnahmen ihrer Gehirne bekamen sie die Musikauswahl vorgestellt D war dabei und Bach im Grunde das Beste aus den letzten vier 2:47 Jahrhunderten diese Stücke gab es zusätzlich auch verändert dass sie so [Musik] K die Probanten bewerteten zuerst wie 2:58 angenehm oder unangenehm Sie die einzelnen Stücke fanden und dann wurden ihnen jeweils drei angenehme und drei unangenehme Musiken vorgespielt während 3:06 sie im fMRT lagen und Aufnahmen von ihren Gehirnen gemacht wurden die sahen so aus das sagt euch jetzt vielleicht nicht so viel aber das Forschungsteam 3:17 konnte sehen dass bei der unangenehmen Musik teilweise komplett andere Hirnbereiche aktiv waren als bei der angenehme Musik und das Interessante 3:25 dabei jetzt kommen die Emotionen in Spiel unangenehme Musik aktiviert unter anderem die amigdala das ist ein Bereich im Gehirn der oft auch als Angstzentrum 3:35 bezeichnet wird angenehme Musik dagegen aktiviert Bereiche die mit positiven Reaktionen in Verbindung gebracht werden wie z.B gesteigerte Aufmerksamkeit oder 3:44 Areale die mit unserer Sprache und mit Bewegungsdrang zu tun haben und als angenehm empfundene Musik kann die Aktivität in der migdala sogar 3:54 verringern Musik kann also unser angstempfinden beeinflussen deshalb hilft wahrscheinlich auch im Dunkeln ein fröhliches Lied zu pfeifen oder zu 4:03 singen das reduziert die Angst und auch unsere Vorliebe für bestimmte Musik oder unsere Abneigung spielt eine große Rolle dabei wie unser Gehirn reagiert das 4:13 wurde in einer Studie von Julia merell Teran akeran und Anna chappel untersucht sie fanden heraus dass Musik die wir nicht mögen Stresssymptome verursachen 4:22 kann also etwa schneller Herzschlag und erhöhte Körpertemperatur und apropos wie uns Musik sonst noch beeinflussen kann auch das Tempo der Musik spielt eine 4:33 große Rolle und kann unser Verhalten verändern z.B beim Einkaufen wenn im Laden schnelle Musik läuft bewegen wir uns zügiger und verbringen weniger Zeit 4:43 vor den Regalen weniger Zeit vor den Regalen heißt weniger Zeit fürs Einkaufen bei langsamer entspannter Musik dagegen bleiben wir länger im 4:52 Laden wir stöbern mehr und kaufen dann auch mehr und in Restaurants steigt mit entspannter Musik der Getränke Umsatz es muss allerdings unauffällige Musik sein 5:03 also Musik die nicht unangenehm auffällt Death Metal Balladen sind also eher ungeeignet diese Effekte von Musik gehen aber noch weiter wir setzen Musik im 5:13 Alltag oft ganz gezielt ein um einen bestimmten Gefühlszustand hervorzurufen oder auch um unsere momentanen Gefühle zu matchen und zu verstärken ihr müsst 5:22 euch nur mal anschauen welche Playlist es bei dem musikstreamer eurer Wahl so gibt von Musik um beim Kochen die Suppe mit Tränen zu salzen bis zu Musik um zu 5:31 tanzen als hätte man alle deadlines eingehalten auch da spielen natürlich die eigenen Vorleben eine große Rolle und alles das könnten Gründe dafür sein 5:41 warum uns Musik von anderen manchmal so extrem auf die Nerven gehen kann auch wenn die Studienlage da noch nicht so eindeutig ist traurige Musik kann uns 5:50 noch trauriger machen wenn wir gerade Liebeskummer haben z.B wenn aber die Musik mit unseren aktuellen Gefühlen absolut gar nicht zusammenpasst dann 6:00 kann sie total nerven vor allem wenn es Musik ist die nicht so dem eigenen Geschmack entspricht Schlager können sich dann ganz schnell anfühlen wie 6:09 Schlager ins Gesicht was in den meisten Fällen nicht für gute Gefühle sorgt und auch nicht für schöne Erinnerungen erinnert ihr euch noch an die hirnbilder 6:18 aus der Studio von Pilz nein Kölsch wo habe ich n meine Gedanken also bei den unangenehmen Musikstücken waren nicht nur die amyktal aktiv sondern z.B auch 6:28 der Hippocampus der ganz zentral für unsere Erinnerung und arbeitet eng mit der amigdala zusammen für das Überleben unserer Art scheint es nämlich von 6:37 Vorteil gewesen zu sein dass wir uns besonders an die Situation erinnern die sehr emotional waren Beispiel wenn unsere Vorfahren nim sbelzahntiger 6:46 gerade noch mal so vom sbelzahn springen konnten es hilft beim weiteren überleben sowas nicht zu vergessen und natürlich auch wie es zu so einer gefährlichen 6:55 Situation gekommen war deshalb ist es nützlich dass amigdala und hippocampus zusammenarbeiten wenn jetzt also Musik genau diese Bereiche im Gehirn anspricht 7:04 die für starke Gefühle und Erinnerungen zuständig sind dann wird auch klar warum Musik so gut starke Gefühle und Erinnerungen auslösen kann deshalb gibt 7:14 es überhaupt Sommerhits sehr viele Menschen verbinden einen Song mit Ferien Strand und Sonnenbrand oder warum es sowas gibt wie 7:22 sie spielen unseren Song Schmacht das ist für viele Paare Musik aus ihrer kennenler Phase als alles noch so richtig neu und aufregend war manchmal 7:35 weiß man auch gar nicht dass ein Song einen sofort auf eine Zeitreise zurückbringt sowie one wild Moment von The pasts im stereol Laab 7:47 Remix g und das geht natürlich auch mit negativen Gefühlen wie Angst oder Horror deshalb wird Musik mit bestimmten Eigenschaften z.B Disharmonien gern auch 7:57 in Horrorfilmen eingesetzt oder auch bei der Brotschneidemaschine beim bcker der Horror hätte ich Psycho mit der Musik von Bernard Herman nicht 8:07 gesehen könnte ich mein Brot auch weiterhin beim Bäcker schneiden lassen ohne einen Schweißausbruch zu bekommen ich muss nämlich immer hart dran 8:14 arbeiten das Lachen zu unterdrücken vor meinem geistigen Auge sehe ich da beim Bäcker nämlich immer eine psychoversion mit Bern das Brot also um die Frage des 8:25 Videos zu beantworten Musik hat eine besondere Wirkung auf unser Hirn Musik kann uns richtig packen nichts macht mir leichter Gänsehaut als die richtige 8:34 Musik im richtigen Moment das ist ohne Frage super der einzige Nachteil ist diese Fähigkeit von Musik kann auch dafür sorgen dass sie total auf die 8:42 Nerven gehen kann vor allem dann wenn wir keine Kontrolle über die Musik haben die wir gerade hören zum Glück gibt es da für die meisten Fälle drei besondere 8:52 Körperteile die helfen zwei Finger für die Ohren und einen Mund um zu fragen ob es noch eine andere Playlist gibt wir sehen uns nächsten Dienstag wieder wenn 9:03 ich hier jemals wieder rauskomme und ihr auch hey aber ich hätte nicht gedacht dass stecken bleiben so nett sein kann