Theodizee verständlich erklärt. Warum lässt Gott Leid zu? | Abitur einfach.religion https://www.youtube.com/watch?v=Ps6oS8qoaBc Transkript (automatisch erstellt) 0:05 Warum lässt Gott das Leid zu? Einleitung Eine uralte Frage, die Philosophen, Gl ubige und Zweifler gleicherma en umtreibt ist: 0:05 Warum l sst Gott das Leid zu? Und um diese Frage geht es in diesem Video. Zun chst pr sentiere ich dir drei m gliche Antworten, die wir gemeinsam auf 0:14 ihre Plausibilit t hin berpr fen. klick Leid als Folge eigener Entscheidungen Erstens: Manchmal ist Leid die direkte Konsequenz unserer Entscheidungen. Stell dir vor, 0:23 jemand raucht jahrelang, und irgendwann diagnostiziert der Arzt Lungenkrebs. Der Zusammenhang zwischen dem Leid und der eigenen Entscheidung ist offensichtlich. 0:33 Aber was ist mit Leid, das uns unverschuldet trifft, das nicht im Zusammenhang mit eigenen Entscheidungen, sondern mit Entscheidungen anderer entsteht? Zum Beispiel, wenn du auf 0:43 dem Fahrrad unterwegs bist und ein unachtsamer Autofahrer dich verletzt. Dein Schmerz ist real, auch wenn du nichts daf r kannst. Warum l sst Gott das zu? klick 0:55 Freier Wille ein zweischneidiges Schwert Ein weiteres Argument: der freie Wille. Gott hat uns nicht als Marionetten erschaffen, sondern als Wesen mit der Freiheit, 1:03 Entscheidungen zu treffen Entscheidungen, die Gutes schaffen k nnen, aber auch Schaden und Leid anrichten. Menschen treffen freie Entscheidungen f r die Gewalt und f r den Krieg. 1:16 Doch was, wenn das Leid berhaupt nicht durch Menschen verursacht wird, sondern durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, berschwemmungen, Fluten? Daf r hat sich niemand 1:26 aus freiem Willen entscheiden. Auch diese Antwort tr gt nur zu einem begrenzten Teil. Leid als Lehrer aber zu welchem Preis? klick Ein drittes Argument lautet, Leid k nne uns 1:35 Mitgef hl, St rke und Durchhalteverm gen lehren. Und manchmal stimmt das. Ein Schicksalsschlag kann Menschen dazu bringen innerlich zu wachsen. Doch was, wenn der Schmerz so berw ltigend ist, 1:47 dass man daran zerbricht, z.B. weil das eigene Kind oder der Ehepartner stirbt. Was, wenn die Lektionen, die das Leben uns lehrt, zu schwer sind, um sie zu tragen? W re es dann nicht 1:58 zynisch zu sagen, das Leiden dient als Lehrer? Es scheint, als m ssten alle intellektuellen Antworten scheitern sie bleiben unbefriedigend. Es geht um Hoffnung, nicht um perfekte Erkl rungen 2:09 Vielleicht geht es weniger darum, bis im Detail zu verstehen warum Leid existiert, sondern darum, wie wir damit umgehen. Denke z.B. an einen Arzt: Wenn wir krank sind, ist 2:22 es f r den Patienten weniger wichtig, jede Ursache unserer der im Detail zu verstehen. Wichtiger ist, dass der Arzt uns helfen kann, dass er Heilung und Hoffnung bringt. 2:34 Mit Leid ist es hnlich. Es geht nicht nur um das Warum , sondern darum, wie wir aus der Dunkelheit herausfinden k nnen und was uns Hoffnung geben kann. 2:44 Das Christentum gibt Hoffnung auf zwei unterschiedliche Wege: Diesseitige Hoffnung 2:49 im Christentum Gott leidet mit Die eine Seite der Medaille lautet: Im Christentum zeigt sich Gott nicht als distanzierter Beobachter. Ganz im Gegenteil: Gott 2:57 selbst kennt das Leid und teilt es. Das Kreuz ist das Symbol daf r. Es erinnert uns daran, dass Gott nicht nur ber unser Leid Bescheid wei , sondern es durchlebt hat. Er kennt das Leid und leidet mit. 3:11 Deshalb d rfen wir klagen, unsere Ohnmacht vor Gott bringen, trauern. Leid zu verdr ngen oder stoisch zu ertragen, w re keine christliche Perspektive. Sondern 3:20 es steht die zentrale Aussage im Zentrum: Gott ist bei uns auch in der Dunkelheit. Jenseitige Hoffnung Leid wird berwunden Die andere Seite der Medaille verweist 3:30 auf die Hoffnung auf eine Zukunft, in der Leid berwunden wird. Im Christentum bedeutet Auferstehung die Verwandlung von Schmerz in Freude, von Dunkelheit in Licht. 3:41 Auferstehung ist die Verhei ung, dass Gott das Leid nicht nur versteht, sondern eines Tages endg ltig beseitigt. Das ist die gro e Hoffnung: Dein Schmerz hat nicht das letzte Wort. 3:54 Fazit Warum l sst Gott das Leid zu? Wir werden diese Frage vielleicht nie vollst ndig beantworten k nnen. Aber im Christentum finden wir 4:01 eine Hoffnung, die ber das Verstehen hinausgeht eine Hoffnung, die uns durch das Leid tr gt. Und vielleicht reicht das: Zu wissen, dass wir nicht allein 4:11 sind und dass das Beste noch kommt. Und Gott wird abwischen alle Tr nen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein. Offenbarung 21,4