Vorwärtskalkulation einfach erklärt mit Beispielrechnung JL Education https://www.youtube.com/watch?v=PejuxM8mnOM Transkript (automatisch erstellt) 0:00 im letzten Video hast du die Grundlagen der Kostenträger stückrechnung gelernt insbesondere das einheitliche Kalkulationsschema ist der mittlerweile 0:08 bekannt ich bin Lukas dein Wingman für Wirtschaft und in diesem Video erkläre ich dir die vorwärtskalkulation bekommt ein 0:15 Industrieunternehmen eine Kundenanfrage für einen bestimmten Auftrag muss es oft erst ein verbindliches Angebot abgeben um diesen Auftrag zu erhalten neben den 0:24 voraussichtlich anfallenden Kosten wird auch ein Gewinn in den Angebotspreis ulier werden eine der Art aufgebaute Angebotskalkulation wird auch als 0:35 vorwärtskalkulation bezeichnet dabei werden zunächst die Selbstkosten ermittelt welche voraussichtlich anfallen werden während tatsächlich 0:43 angefallene Kosten auch als Istkosten bezeichnet werden bezeichnet man voraussichtlich anfallende Kosten auch als sogenannte normalkosten die 0:53 tatsächlichen Istkosten eines Auftrags sind folglich immer erst im Nachhinein exakt bekannt und nicht schon bei der wskalkulation Einzelkosten können 1:02 trotzdem relativ genau vorhergesagt werden bei den voraussichtlichen Gemeinkosten müssen sich Unternehmen auf sogenannte normalzuschlagsätze Stützen 1:11 ein normalzuschlagsatz bildet sich aus dem Durchschnitt über zurückliegende ist zuschlagsätze wie du im letzten Video bereits gelernt hast der gewünschte 1:19 Gewinn wird auf die Selbstkosten aufgeschlagen da Vertriebsprovision oder kundenpreisnachlässe diesen Gewinn mindern könnten werden sie einfach in 1:28 den Angebotspreis mit einkalkuliert bei der vorwärtskalkulation wird das Kalkulationsschema einfach von oben nach unten durchlaufen damit dir dabei keine 1:38 leichtzinsfehler passieren rechnen wir jetzt ein Merkur Beispiel zur vorwärtskalkulation eine Maschinenfabrik möchte ein verbindliches Angebot abgeben 1:47 die voraussichtlichen Einzelkosten sind bekannt und auch die normalzuschlagsätze wurden aus den istzuschlagsätzen der Vergangenheit bereits berechnet die 1:56 Maschinenfabrik möchte mit dem Auftrag einen Gewinn von 15% erzielen der Verkauf erfolgt über einen Vertreter welchem hierfür eine Provision in Höhe 2:05 von 7% des zielverkaufspreises zusteht außerdem sind verschiedene Preisnachlässe bei der Kalkulation zu berücksichtigen gesucht ist der 2:14 listenverkaufspreis welcher bei Berücksichtigung aller Kosten und Preisnachlässe zu unserem gewünschten Gewinn führt wir starten zunächst mit 2:22 der Berechnung der voraussichtlichichten Selbstkosten des Auftrags dazu nehmen wir die verschiedenen voraussichtlich anfallenden Einzelkosten und übertragen 2:31 diese in unser Kalkulationsschema mit Hilfe der normalzuschlagsätze berechnen wir im nächsten Schritt die jeweiligen 2:38 voraussichtlich anfallenden Gemeinkosten ab jetzt beginnt also das Prozentrechnen die Materialgemeinkosten betragen voraussichtlich 9% der 2:48 materialeinzelkosten welche als zuschlagsgrundlage damit 100% entsprechen 9% von 17200 € sind 1548 € unsere gesamt Materialkosten 3:00 belaufen sich damit voraussichtlich auf 18748 € der fertigungsgemeinkostenzuschlagsatz beträgt 3:09 110%. er ist auf die fertigungslöhne zuzuschlagen welche als zuschlagsgrundlage folglich 100% entsprechen die voraussichtlichen 3:18 fertigungsgemeinkosten belaufen sich damit auf 23540 € sofern es wie in unserem Beispiel auch sondereinzelkosten der 3:28 Fertigung gibt ist zunächst eine Zwischensumme zu bilden diese Zwischensumme bildet zusammen mit den sondereinzelkosten der Fertigung dann 3:35 die gesamten voraussichtlichen Fertigungskosten des Auftrags Material und Fertigungskosten ergeben in Summe die voraussichtlichen Herstellkosten des 3:45 Auftrags und diese Herstellkosten sind wiederum die zuschlagsgrundlage für die 18% verwaltungsgemeinkosten und die 6% 3:55 vertriebsgemeinkosten mit diesen Herstellkosten als zuschlagsgrundlage ergeben sich da mit verwaltungsgemeinkosten von 4:04 11715,84€ und vertriebsgemeinkosten von 3905,28€ zusammen mit den sondereinzelkosten des Vertriebs müssen 4:13 demnach 16511 € und 12 Cent zu den Herstellkosten hinzugezählt werden um die Selbstkosten zu erhalten welche 4:22 damit 81599,1 Cent betragen auf diese Selbstkosten wird nun der Gewinn 4:30 aufgeschlagen dieser soll 15% der Selbstkosten betragen was einen Betrag von 4:38 12239,87 c€ entspricht bei diesem Gewinn beträgt der Barverkaufspreis folglich 93888,99€ um diesen gewünschten Gewinn zu schützen müssen wir im letzten Teil 4:51 der vorwärtskalkulation noch alles hinzurechnen was später unseren Gewinn mindern könnte für die Reihenfolge der hinzu Rechnung hilft es uns wenn wir 5:01 kurz aus der Sicht des Kunden denken wird dem Kunden der Angebotspreis mitgeteilt ist es wahrscheinlich dass er nach einem Rabatt Fragen wird um den 5:09 Preis zu drücken gelingt ihm das ist der zielverkaufspreis welcher dem Kunden auf der Rechnung ausgewiesen wird niedriger als der kalkulierte 5:17 listenverkaufspreis viele Kunden erwarten außerdem einen weiteren Preisnachlass für das schnelle bezahlen einer offenen Rechnung einen solchen 5:24 nachträglichen Preisnachlass bezeichnet man auch als Skonto aus Kundensicht wird folglich zu erst ein Rabatt gewährt der Preisnachlass aus dem Skonto erfolgt 5:33 erst in einem zweiten Schritt sofern der zielverkaufspreis schnell bezahlt wird da unsere Kalkulation aus Unternehmenssicht erfolgt müssen wir 5:42 ausgehend vom Barverkaufspreis bei der vorwärtskalkulation genau umgekehrt denken daher ist zuerst der Konto und 5:50 dann erst der Rabatt hinzu zurechnen die vertreterprovision wird an der Stelle berücksichtigt an der auch der Skonto berücksichtigt wird wenn die 7% 6:00 vertreterprovision und die 2% kundenskonto jeweils vom zielverkaufspreis ausberechnet werden dann entspricht dieser als Grundwert 6:09 folglich 100%. der Barverkaufspreis welcher nach Abzug von Skonto und Provision vom zielverkaufspreis verbleibt entspricht 6:19 damit aus Sicht des Anbieters nur 91%. da wir bei der vorwärtskalkulation von diesem Barverkaufspreis aus rechnen handelt es sich um eine ung im 100 die 6:31 vertreterprovision beträgt folglich 7218,38ent und der kundenskondto 2062,40 c€ bei beiden Berechnungen 6:43 stehen 91% im Nenner und nicht etwa 100% da es sich um eine Rechnung im 100 handelt der zielverkaufspreis entspricht damit 6:55 103119,77€ bei der Berechnung des kundenrabatts gilt die gleiche Logik wie beim Skonto auch die 10 % Kundenrabatt berechnen sich vom listenverkaufspreis 7:05 aus der zielverkaufspreis von dem aus wir rechnen entspricht Aussicht des Anbieters damit nur 90%. mit diesen 90 % im Nenner erhalten wir einen 7:16 Kundenrabatt in Höhe von 11457,75 c€ der gesuchte netto listenverkaufspreis beträgt damit 7:27 114577,52€ bei Angeboten an Unternehmen wird oft nur ein Nettowert angegeben weil die gezahlte Umsatzsteuer in der Regel vom Finanzamt erstattet wird und 7:35 damit aus Sicht des Käufers keine Rolle spielt bei der vorwärtskalkulation wird das komplette Kalkulationsschema von oben nach unten durchlaufen während du 7:45 im ersten Teil vom 100 rechnest musst du bei der vertreterprovision dem kundenskonto und dem Kundenrabatt aufpassen denn bei diesen Positionen 7:55 rechnest du im 100 und das darfst du im Eifer des Gefechts nicht vergessen falls du sonst auch eher vergesslich bist dann lass mir gerne ein Abo da um meine 8:03 nächsten Videos zur kostenträgerstückrechnung nicht zu verpassen checke immer auch meine Videobeschreibung und mein YouTube-Kanal 8:08 für Tipps und Tricks zu deinem Wirtschaftsunterricht ciao ciao und viel Spaß beim Lernen