Christoph Magirius über die Friedliche Revolution 1989 Stadt Chemnitz https://www.youtube.com/watch?v=PT1cPcWT-Zk Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Ich brauche bloß die Augen zu schließen, da habe ich die Bilder vor mir. Unbeschreiblich. 0:05 Man wird kaum dafür Worte finden, dass jeder von den Leuten die da waren, 0:11 irgendwie wach im höchsten Maße war. Es ist ein richtiges Privileg, dass Menschen diesen Oktober und dieses Jahr 1989 erlebt haben. 0:25 So einen Umbruch, also so eine Bewegung, die das Volk, die Bevölkerung erfasst, 0:32 durch alle Schichten hindurch, gibt es meiner Ansicht nach nur, naja, aller 500 Jahre. 0:38 Ich habe immer gesagt, die Reformation war die letzte Bewegung, die so Leute auf die Beine gebracht hat, wie 1989. 0:46 Man kann es schwer heute nachvollziehen weil der Unterschied von damals zu heute so gravierend ist. 0:54 Wo sollten sich Menschen versammeln, die sagen wir haben Gedanken zu dieser Gesellschaft und haben auch Überlegungen und auch kritische Punkte 1:02 und wir möchten richtig vorkommen. Es gab keine Versammlungsmöglichkeit für Menschen 1:07 die eigentlich andere Gedanken hatten und andere Vorstellungen von einer Gesellschaft. Und da gab es nun Kirchen, die ein Dach hatten und eine Tür hatten und einen Raum hatten, 1:19 der groß genug war um Menschen da zusammenkommen zu lassen. Ich habe seit 1979 hier so die Gruppen verfolgen können, mit allen Anliegen 1:31 und die haben intensiv gearbeitet, etwa die ganzen Friedensgruppen, die sich hier versammelt haben. Andere Leute, die hat beschäftigt, warum 1:43 man eigentlich verurteilt ist nur parteilinienmäßig zu denken. Diese Gruppen waren nicht sehr angesehen. 1:52 Weil die Gesellschaft wusste genau, was sie tat und die hat gesagt, wir haben sowieso die besten Konzepte, wir brauchen keine Kritik 2:00 und keine neuen Vorschläge. Das können wir alles selber.