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Wie sicher sind unsere Daten? | Informatik

TADS Germany5:08 65 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 40 Zeilen
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  1. Datenklau, Hacker, Tracking. Viele kennen diese Begriffe, aber kaum jemand versteht, was dahinter steckt. Ich bin Arthur. Vor mir sitzt Hannes. Er ist
  2. Sicherheitsexperte beim BSI. Schön, dass du da bist. Danke dir. Ich finde es immer gut, wenn man über solche Themen spricht, bevor
  3. irgendwas passiert und nicht erst dann, wenn das Passwort schon irgendwo im Internet rumliegt. Viele werfen Datenschutz und
  4. Datensicherheit durcheinander. Was ist der genaue Unterschied? Ja, das ist tatsächlich einer der einer der Klassiker. Man hört beide Begriffe
  5. ständig, oft sogar im selben Satz und denkt, das sei irgendwie das gleiche. ist es aber nicht. Wenn man das ganz sauber trennen will, dann geht es beim
  6. Datenschutz im Grunde darum, wer darf was mit meinen persönlichen Daten machen. Also eher die rechtliche und gesellschaftliche Seite.
  7. Also sowas wie Gesetze. Genau. Datenschutz sagt z.B.: "Deine Daten dürfen nicht einfach ohne Grund gesammelt werden" oder weitergegeben.
  8. Datensicherheit dagegen ist eher die technische Perspektive. Also wie schütze ich Daten konkret? Also Passwörte und so. Ja, aber auch
  9. viel mehr. Verschlüsselung, sichere Server, Zugriffskontrollen. Man kann sich das so vorstellen. Datenschutz sagt, die Tür muss
  10. abgeschlossen sein und Datensicherheit sorgt dafür, dass das Schloss überhaupt funktioniert und nicht jeder mit einem Dietrich reinkommt.
  11. Das heißt, wenn die Technik schlecht ist, bringt das beste Gesetz nichts. Exakt. Und umgekehrt genauso. Du kannst die beste Technik haben, aber wenn jeder
  12. Zugriff bekommt, bringt dir das auch nichts. Die beiden gehören immer zusammen. Was macht das BSI eigentlich konkret?
  13. Also außer sehr wichtig klingen es fragen sich viele. Also wir sind im Grunde die zentrale Stelle in Deutschland für IT-Sicherheit. Es klingt
  14. erstmal groß, ist aber im Alltag ziemlich konkret. Wir beobachten z.B. ständig, welche neuen Bedrohungen es gibt.
  15. Also beobachten Sie Hacker im Prinzip ja. Wir schauen, welche Angriffsmethoden gerade kursieren, welche Sicherheitslücken entdeckt werden
  16. und versuchen möglichst schnell darauf zu reagieren. Und wie hilft das den normalen Leuten? Indem wir Informationen weitergeben,
  17. z.B. Warnungen, wenn gerade viele Fishing Mails im Umlauf sind oder eine App unsicher ist oder wir geben Empfehlungen, wie man sich schützt.
  18. Also eher so Aufklärung. Aufklärung ist ein großer Teil davon. Absolut. Viele Angriffe funktionieren nicht wegen Super Technik, sondern wenn
  19. Menschen auf etwas klicken, was sie nicht sollten. Und genau da setzen wir an. Dann sag mal ganz konkret, was sollte ich machen, damit mein PC und
  20. mein Handy halbwegs sicher sind? Ich versuche es einfach zu halten, aber es gibt halt Dinge, die wirklich entscheidend sind. Das erste ist, und
  21. das klingt langweilig, Updates, das, was man immer wegklickt, genau das. Updates schließen Sicherheitslücken. Wenn du sie nicht
  22. installierst, ist dein Gerät im Prinzip wie eine Haustür, die offen steht. Dann Passwörter und ich weiß, jeder denkt, sein Passwort ist irgendwie okay.
  23. Ist es aber meistens nicht, oder? Nein, die meisten Passwörter sind viel zu kurz oder werden mehrfach verwendet. Das Problem ist, wenn ein Passwort
  24. einmal geliegt wird, können Angreifer es überall ausprobieren. Deshalb ist zwei Faktorfin so wichtig. Selbst wenn jemand dein Passwort kennt, kommt er nicht
  25. rein, weil er noch ein Code braucht. Also dieses Code aufs Handy. Genau, das nervt ein bisschen, aber es ist extrem effektiv.
  26. Und beim Handy, beim Smartphone denken viele ist automatisch sicher, ist es aber nicht. Apps sind ein großes Thema. Viele
  27. installieren einfach alles, was gut aussieht. Also, ich fühle mich angesprochen. Zurecht. Man sollte Apps nur ausiziellen
  28. Stores laden und schauen, welche Berechtigungen sie verlangen. Wenn eine Taschenlampe App Zugriff auf deine Kontakte will, sollte man kurz
  29. nachdenken. Jetzt kommen wir zu Cookies. Jeder klickt sie weg, kaum jemand kennt sie, manche essen sie sogar. Das ist auch ein bisschen so wollt.
  30. Cookies sind erstmal nur kleine Dateien, die Webseiten speichern, damit Dinge funktionieren. Z.B. Logins.
  31. Genau. Oder Einstellungen. Aber es gibt auch Tracking Cookies, die verfolgen, was du im Internet machst. Also merken Sie sich, wo ich war.
  32. Ja. Und daraus werden Profile erstellt. Z.B. welche Seiten du besuchst, was sich interessiert, wie lange du irgendwo bleibst.
  33. Klingt leicht unangenehm. Ist es auch. Deshalb sollte man nicht einfach alles blind akzeptieren, sondern schauen, was man wirklich zulässt.
  34. Wenn du das alles für Schüler zusammenfassen müsstest, wie würde das aussehen? Ich würde es wirklich simpel halten. Updates machen, starke
  35. unterschiedliche Passwörter Z 2FA aktivieren, vorsichtig bei Links und Downloads sein, die Apps überprüfen, die man downloadet
  36. und die Cookies bewusst wählen. Das sind keine komplizierten Dinge, aber sie machen einen riesigen Unterschied. Also die meisten Probleme entstehen
  37. nicht durch Super Hacker, sondern durch das Verhalten. In vielen Fällen ja, Technik ist selten das größte Problem, sondern das
  38. Verhalten. Das heißt, ein bisschen Aufmerksamkeit reicht schon. Genau. Man muss kein Experte sein, um sicherer zu sein als der Durchschnitt.
  39. Gut, dann haben wir ja alle noch ein bisschen Hoffnung. Danke für das Gespräch. Sehr gerne. Und Ihnen danke ich auch fürs zuschauen.
  40. Schalten Sie das nächste Mal ein bei TDS Datensicherheit und jetzt auf Wiedersehen.

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