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Vortrag über die Beichte und Eucharistie Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann am 17. Mai 2026 Rott am Inn
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 536 Zeilen
- einen Wunder. Schönen guten Nachmittag beisammen. Eigentlich soll's gehen. Sie müssen noch ziemlich nah zum Mikro
- hier, weil sonst hört man nichts oder ihr müsst einfach gut aufpassen. Schön, dass ihr alle da seid. Ich freue mich, dass unser Pfahrheim so voll ist.
- Ich freue mich, dass ihr alle Lust drauf habt, euch mit dem Thema Beichte und euch zu beschäftigen. Bevor ich unseren Referenten begrüßen
- möchte, noch zwei andere kurze Hinweise rechts hinten, bevor es noch ausgeht, dann ab Bircher aufbaut die könnt nachher oh schauen. Schaut einfach
- vorbei, schaut was da ist. Und ihr habt es bemerkt, dass der Vortrag keinen Eintritt kostet heute. Da, wo die Getränke stehen, steht stehen zwar
- Kastel, da könnt gerne noch ein paar Spenden da lassen. Wir werden es nachher so machen, dass wir paar Euro rausnehmen, damit die Getränke
- abgegoldten sind. An Rest gehen wir unserem Referenten mit. Jetzt aber vor allem ein ganz herzliches Willkommen Ihnen, Herr Professor Weimann. Vergott
- zum einen, dass sie heit die Eucharistie mit uns gefeiert haben. Vergelt Gott vor allem, dass sie jetzt nur zu den Sakramenten der Beichte und der
- Eucharistivas sagen. Sie sind ein Profi auf dem Gebiet. Ich freue mich sehr auf Ihren Vortrag und ich freue mich, dass Sie da sein. Vergelt's gut ihnen.
- [applaus] [applaus]
- Auch ihnen, lieber Mitbruder Fahrer Kolb ganz herzlichen Dank für die Einladung, dass es möglich ist über unseren Glauben hier zu sprechen, denn es gibt nichts
- Größeres und wichtigeres als darüber zu sprechen. Bevor wir jetzt aber anfangen, möchte ich Sie einladen, dass wir den Heiligen Geist herabrufen. Er ist
- derjenige, der uns zu einem tieferen Verständnis führen soll und kann und will. und der möchte kommen gerade jetzt auf Pfingsten hin. Und so wollen wir mit
- einem Gebet beginnen. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Komm Heiliger Geist, erfüre die Herzen
- deiner Deugen und entzünde die das Feuer deiner Liebe. Sende aus deinen Geist und alles wird neu geschaffen
- und du wirst das Angesicht der Erde erneuern. Lasset uns beten. Gott, du hast die Herzen deiner Gläubigen durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes
- gelehrt. Gibt, dass wir in diesem Geist erkennen, was recht ist und alle Zeit sein Trost und seine Hilfe erfahren. Darum bitten wir durch Christus, unseren
- Herrn. Amen. Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist
- gebedeit unter den Frauen und gebedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde
- unseres Todes. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Anfang so jetzt und alle Zeit und in
- Ewigkeit. Amen. Kluge Jungfrau, Mutter der Kirche, bitte für uns im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
- Bitte Platz zu nehmen. Das Thema dieses Vortrags lautet Sakramente
- und zwar die Sakramente der Beichte und der Eucharistie. Ich beginne mit einer kleinen Einleitung in das Thema, damit Sie besser
- verstehen, worum es wirklich geht und damit ich auch versuche, sie da abzuholen, wo sie sind. Wobei das immer schwierig ist, aber ich versuche mein
- Bestes. Zunächst einmal, wir alle brauchen Gottes Segen. Ich vermute, sie alle sind auch deswegen hier, weil sie sich dessen bewusst sind.
- Wir brauchen Gottes Segen. Und genau darum soll es hier gehen in diesem Vortrag um den Segen Gottes. Und sein Segen, der kommt zu uns auf ganz
- besonderer Weise in den Sakramenten. Gott schenkt uns also etwas in den Sakramenten. Und das, was er uns schenkt, das ist etwas unglaublich
- großes, was unglaublich wertvoll ist. Es ist das wirksamste Heilshandeln Gottes, denn in den Sakramenten da handelt Gott
- selber. Deswegen können wir sagen, dass von den Sakramenten eine Kraft ausgeht,
- die den Menschen innerlich heilt, stärkt und erneuert. Und bitte achten Sie einmal darauf, innerlich heilt, stärkt und erneuert.
- Und darum soll es gehen. Wenn wir also versuchen wollen überhaupt die Sakramente zu verstehen, jetzt in diesem Fall nur die Beichte und der
- Eucharistie, dann müssen wir das im Hinterkopf behalten. Gott ist der liebende Vater. Er ist barmherzig und er schenkt uns seine Gnade und will sie uns
- zuwenden. Und er tut das auf geheimnisvolle Weise in den Sakramenten. Deswegen möchte ich gleich zu Beginn ein wenig ausholen, um Ihnen das etwas näher
- zu bringen, worum es hier geht. Die Sakramente werden heute vielfach nicht mehr verstanden. Manchmal werden sie sogar instrumentalisiert, manchmal
- leider auch in der Kirche und manchmal banalisiert. Doch dort, wo das Geheimnis des Glaubens durch menschliche Wilke ersetzt wird,
- verliert der Segen Gottes seine Kraft. noch einmal. Ja, wenn der Lautsprecher dort nicht geht, dann tut's mir leid. Vielleicht
- müssen Sie dann hier etwas besser zuhören und auf der anderen Seite hören. Ja, also gleich zu Beginn möchte ich also
- einmal darauf hinweisen, worum es hier geht. Bei den Sakramenten geht es nicht um menschliches Handeln. Es geht nicht darum, dass es Ihnen
- entgegenkomme, dass ich es so mache, wie Sie es gerne wünschen in den Sakramenten, sondern in den Sakramenten. Da ist Gott, der eigentlich Handel durch
- Menschen, aber es ist Gott, der eigentlich Handel. Deswegen ist es immer dann problematisch, wenn und diese
- Gesellschaft und diese Tendenz hat sich bei uns breit gemacht, auch in der Kirche, wenn wir meinen, die Sakramente sollen mir gefallen, nach meinen
- Vorstellungen sein, so wie ich das gerne wünsche, weil so geht es bei den Sakramenten eben nicht, denn in den Sakramenten da ist Gott der Handel und
- ich darf an dem, was er handelt, teilhaben. Das ist das Große. Und deswegen schreibt schon der Apostel Paulus im ersten Brief an die Korinther
- am Kapitel 4 Vers 2 von Verwaltern, damit meinte er uns Priester, aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen. Denn was wir tun,
- wenn wir Sakramente spenden, wir Priester, ist wir verwalten das, was uns gegeben wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Und
- was wir verwalten, das ist göttlich. ist das, was Gott uns armen Menschen in die Hände gegeben hat, um die Menschen zu heilen, zu stärken und zu erneuern.
- Nicht selten kommt es vor, dass Menschen heute die Sakramente nach persönlichem Vorlieben feiern oder versuchen wollen, eben den Erwartungen der Menschen zu
- entsprechen, möglichst menschlich zu wirken. Es ist eine große Versuchung, die überall zugegen ist. Man möchte ja nicht abstoßen, man möchte ja nett sein,
- aber gerade darin liegt die große Gefahr auch für die Gläubigen, weil je menschlicher ich werde, je mehr lasse ich das göttliche
- Hintergrund treten. Sehen Sie genau umgekehrte Logik als die, die wir in unserer Gesellschaft eigentlich uns so vorstellen.
- Und so ist es problematisch, wenn eben dieses Grundverständnis nicht mehr hat. Es gibt da sehr schmerzliche Fälle, wo das entsprechend negativ aufkommt, aber
- wir wollen uns an diesem Tag heute mit dem Positiven versuchen zu beschäftigen, nämlich mit den großen Dingen, die sich mit den Sakramenten befinden.
- Es geht darum, in den Sakramenten das zu tun, was der Herr uns aufgetragen hat, so wie es dann auch in der heiligen Messe heißt: "Tut dies zu meinem
- Gedächtnis". Denn was im Sakrament geschieht, das ist göttliches Heilshandeln. Und die Kirche bezeugt dies von Anfang
- an, wenn sie sagt, ich zitiere hier die Apostelgeschichte, sie hielten die Apostel und die Christen fest an der Lehre der Apostel und an der
- Gemeinschaft am Brechen des Brotes und der Gebete. Und das muss auch für uns eine Art Grundverständnis sein, dass wenn wir die
- Sakramente feiern, wir nichts persönliches erwarten, was auf mich zugeschnitten ist, weil die Sakramente sind ja auf jeden einzelnen
- zugeschnitten. Deswegen hängen sie eben nicht vom Gusto des Einzelnen ab, sondern wir sollen uns in das große Göttliche hineinfügen.
- Von daher ist es wichtig, in diesem Vortrag den Blick auf das Wesentliche zu richten. Das versuchen wir jetzt zu tun, auch wenn es gerade ein schwerer Moment
- ist. In Italien würde man jetzt von der Siesta sprechen, also der Zeit, wo man technischen Dienst an den Augen macht und die hin und wir mal schließt eben
- nach dem Mittagessen. Aber wir versuchen den Blick auf das Wesentliche zu richten und das eben zu vermeiden. Deswegen wenden wir jetzt den Blick direkt auf
- die Sakramente. In den Sakramenten wirkt Christus selber, ja, der dreifaltige Gott. Er wirkt in den Sakramenten. Lassen Sie sich das bitte
- einmal auf der Zunge zergehen, was in den Sakramenten geschieht. Und darum lehrt die Kirche, die Sakramente sind von Christus
- eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame Zeichen der Gnade, durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Eigentlich könnte man jetzt hier den
- Vortrag beenden, weil in diesem Satz ist fast alles gesagt, aber ich keine Angst, ich werde ihn versuchen, das aufzuschlüsseln und versuchen besser zu
- erklären, damit Sie verstehen, was es eigentlich bedeutet. Aber überlegen Sie mal, denken Sie mal drüber nach, was hier steht. Die Sakramente sind von
- Christus eingesetzt, nicht von der Kirche, auch nicht vom Pahr Gemeinderat, nicht einmal von dem, sondern von Christus. Und was von Christus
- eingesetzt ist, folgt gewissen Regeln, nämlich den göttlichen Regeln. des weiteren der Kirche anvertraut. Uns allen, ihnen wie uns Priestern sind die
- Sakramente anvertraut. Wir sind nicht diejenigen, die darüber verfügen. Ich will das aber so, ich will das so, ich will das so und ich mache das so,
- sondern es ist uns anvertraut und dadurch wird göttliches Leben gespendet. Stellen sich das mal vor. Göttliches Leben. Ich glaube, wir machen uns keine
- Vorstellung, was das wirklich bedeutet. göttliches Leben. Aber vielleicht kann ich Ihnen da etwas weiterhelfen in diesem Vortrag und ein wenig näher
- bringen, was das bedeutet. Noch einmal, die Sakramente sind von Christus selbst eingesetzt. Sie sind deswegen, wir sagen das im
- kirchlichen Sprachgebrauch sind göttlichen Rechts. Göttlichen Rechts. Das heißt, die Sakramente kommen von Gott. Er hat sie selber gewollt, weil er
- in ihnen und durch sie handelt. Und deswegen folgen sie eben der Ordnung, die Christus festgesetzt hat. Die Apostel sind dafür eindrückliche
- Zeugen. Sie finden das immer wieder und sie hören das gerade jetzt in der Osterzeit, wenn es dann heißt: "Ich habe euch mitgeteilt, was ich selber
- empfangen habe." So sagt es z.B. Paulus im ersten Brief an die Korinther im 11. Kapitel. Das heißt, Paulus sagt nicht, ich sage euch das, was ich meine, das
- richtig ist, nein, er sagt, ich gebe euch weiter, was ich von Gott empfangen habe, weil die Sakramente göttlichen Recht sind.
- Sakramente sinden der Gnade. Es sind sichtbare Handlungen. Z.B. es gibt einen Segen. Bei der heiligen Messe
- wird beispielsweise die Hosti erhoben. Der Kelch wird erhoben. Ist ein sichtbare Zeichen. Sie sehen was sichtbar.
- In diesen sichtbaren Dingen geschieht aber viel mehr. Es geschieht unsichtbares und hier wird unsichtbare Gnade den Menschen zuteilt, die dafür
- empfänglich sind, die sich dafür öffnen. Manchmal auch wenn sich nicht ganz zu öffnen, weil Gott so barmherzig ist, schenkt er uns dennoch seine Gnade.
- Durch die Sakramente erhebt uns Gott. Stellen sich das mal vor. Gott kommt in diese Welt und der überlegt, wie kann ich die Menschen zu mir bringen? Was
- kann ich noch tun, damit die Menschen zu mir finden? In den Sakramenten erhebt er uns. Er lässt uns an ihm selber teilhaft werden.
- Das geschieht bei der Taufe, wenn er uns zu Kindern Gottes macht. Das geschieht in der Beichte. Davon werden wir gleich sprechen, wenn er uns von unseren Sünden
- befreit. Das geschieht in der heiligen Eucharistie, wenn er uns Anteilnehmen lässt. an
- seinem göttlichen Leben. Stellen sich das einmal vor, er lässt uns Anteil haben an seinem göttlichen Leben. Sie können sich das vielleicht so
- wie folgt vorstellen. Stellen sich vor, sie sind heute am Sonntag daheim und essen. Und es klopft deiner. Wir würden sie gleich einladen zum Essen?
- Vielleicht würden sie es tun. Vielleicht würden sie es tun, wenn sie groß sind. Früher war es eine alte Tradition. hat noch ein Platz frei,
- aber ihn gleich anteilig haben zu lassen an dem Leben der ganzen Familie, würden Sie das tun in Fremden? Das ist was Gott tut. In der heiligen
- Eucharistie lässt er uns Anteil haben am Leben der göttlichen Dreifaltigkeit. Wir müssen unseren Blick öffnen für dieses große unendlich große Geheimnis,
- dass Gott uns vor unseren Augen eröffnet. Wenn wir das doch nur täten, wie würden wir an den Sakramenten teilnehmen, weil
- sie so groß sind, so erhaben sind, weil sie so göttlich sind. Wenn wir bedenken, wie viele Menschen heute im Innersten, im Innersten, in
- ihrem Geist und in ihrer Seele krank sind, wie viele leiden, innerlich leiden, dann hat das oft auch damit zu tun, dass sich
- viele von den wahren Quellen der geistlichen Kraft entfernt haben. Und diese Gnadenquellen, das ist der göttliche Segen. Es ist das, was Gott
- uns zu Teil werden lassen möchte in den Sakramenten durch die wirksamen Zeichen der Gnade, wie es dort heißt, die wirksamen Zeichen
- der Gnade schenkt Gott göttliches Leben. Göttliches Leben. Er lässt uns Anteil haben an ihm und er stärkt damit unseren
- Geist, unsere Seele. Er verwandelt, er erneuert. Wir alle sind um das Damit schließe ich gleich diese einleitenden Worte und dann
- kommen wir zu den Vorüberlegungen. Sie sehen wir tasten uns nach und nach an das Thema an. Wir alle sind Pilger auf Erden. Pilger.
- Ein Pilger ist auf dem Weg. Unser eigentliches Ziel ist der Himmel, die Gemeinschaft mit Christus. Um dorinzugelangen,
- muss unser Geist gereinigt und geheiligt sein. Er muss gleichsam sich zu Gott erheben, denn so wird der Mensch gesund an seinem Leib und an einer Seele vor
- allem. Und er vereint sich mit Gott. Und so schreibt Jes sagt Jesus Christus im Johannesevangelium Kapitel 10 Vers 10: "Ich bin gekommen, damit sie das Leben
- haben und es in Fülle haben. Dazu ist er auf diese Welt gekommen." Wir müssen uns mal diese Güte Gottes vorstellen. Er kommt auf die Welt, damit
- wir das Leben haben, nicht nur Leben, sondern es in Fülle haben. Das heißt, damit unser Leben an sein Ziel gelangt. Darum sind die Sakramente grundlegend
- für unseren geistlichen Weg. Die Sakramente öffnen uns den Zugang zur Gnade. Sie können sich das vorstellen wie eine Tür durch die Tür, die sie
- gerade reingekommen sind in diesen schönen Saal. Sie treten ein und treten entsprechend in eine andere Welt ein. in diesem Fall in die Welt der Katechese.
- Bei den Sakramenten treten sie ein in die Welt der Gnade. Sie können sich das auch bildlich vorstellen. Wenn Sie in eine Kirche
- eintreten, wie z.B. die schöne Kirche hier in Rott, dann treten Sie nein in die Welt Gottes. Und so ist eigentlich die Kirche gebaut.
- Die Sakramente sind genau das gleiche nur im kleinen. Wer in der Beichte zur Beichte geht, er tritt ein in die Welt Gottes. Erhält Vergebung, Befreiung und
- Heilung. wenn die heilige Eucharistie eintritt, aber sie müssen es richtig verstehen. Es geht hier nicht um ein äußeres Eintreten. Es geht hier vor
- allem ein Eintreten mit dem Geist. Wer so eintritt, der hält Anteil am göttlichen Leben. Die Sakramente öffnen also diesen
- Zugang. Das ist wie eine Tür, die sich öffnet. Man muss nur eintreten und in allen hat es ja freigestanden am heutigen Nachmittag entweder im Bierzelt
- zu sein oder herzukommen. Ihn hat es freigestanden heute morgen zur heiligen Messe zu kommen oder woanders auszuschlafen.
- Wer eintritt in das Tor Gottes, der hält Anteil, der wird unendlich reich beschenkt und das geschieht in den Sakramenten.
- Deshalb werden sie im Mittelpunkt der Ausführung hier stehen und zwar nur zwei der Sakramente, nämlich das Sakrament der Beichte und der heiligen Echaistie.
- Damit wir das aber richtig verstehen, noch zwei Vorüberlegungen. Die Sakramente sind von Christus eingesetzt und damit
- göttlichen Rechts. Ich habe das eben schon kurz betont, kann es aber nicht oft genug wiederholen. Wenn wir jetzt nämlich über die Beichte sprechen und
- über die Euchaistie, dann geht es hier nicht um Meinungen, unterschiedliche Ansichten, sondern es geht darum, das zu verstehen,
- was Gott eingesetzt hat. Verstehen Sie, worauf ich hinaus will? Es geht nicht darum, auch der Fahrer macht es so, der macht es so. Es geht darum, das zu tun,
- was Gott uns aufgetragen hat, zu tun, weil dann wird es wirksam, dann geschieht göttliche Handlung. Und wer eben davon abweicht, der
- entfernt sich von Christus, der das Heil selber ist. Deswegen hat das Konzil von Trient betont,
- dass diejenigen, die sich nicht an diese göttliche Ordnung halten oder sie etwa leugnen oder sie mutwillig verändern, die sich nicht dem göttlichen Gesetz
- beugen, das uns gegeben ist, sondern dass alle Sakramente gebunden sind, dass der sich vom Heilsen Gottes abwendet. Es ist schon verwunderlich, dass in der
- heutigen Zeit, wenn wir Dinge so gestalten, wie wir es wollen, wir gerne anerkannt werden und auf offene Türen stoßen. Dabei fällt es sich eigentlich
- genau umgekehrt. Wir sind Verwalter und wir sollen das verwalten, was Gott uns gegeben hat und er hat uns die größten Geschenke gemacht.
- Das erlaubt uns nun direkt auf die Sakrament zu sprechen zu kommen. Niemand und nichts steht über diesem göttlichen Recht, denn das göttliche Recht ist das,
- was die Sakramente so wertvoll macht, weil Gott in ihnen handelt. Die Sakramente sind deswegen Sakramente der Kirche und Quelle und Herz ihres
- Lebens. Ein weiterer Punkt muss an diesem Moment hinzugefügt werden. Die Sakramente sind alle Sakramente der Kirche. Das bedeutet
- zweierlei. Erstens, sie werden durch die Kirche gespendet. Das heißt, es ist ein Priester in der Regel, der die Sakramente spendet und es
- heißt spenden, weil er verwaltet und schöpft aus dem, was ihm anvertraut ist. Er nimmt nicht sein eigenes Tun zum Maßstab, sondern erschöpft aus dem
- Göttlichen. Das heißt, die Sakramente werden durch die Kirche gespendet. Und zweitens, die Sakramente bauen die Kirche auf. Jedes Mal, wenn wir an der
- heiligen Messe teilnehmen, wenn wir die Sakramente empfangen, dann baut es die ganze Kirche auf. nicht nur uns selber, sondern die ganze Kirche. Die Kirche
- lebt von den Sakramenten. Und in diesem Kontext darf ich noch etwas hinzufügen, weil es ganz grundlegend ist, dass sie verstehen, worum es hier wirklich geht.
- Die Sakramente haben unendlichen Wert. Vielleicht werden sie jetzt denken, dass ich etwas übertreibe und diese Übertreibung anbringe, damit Sie
- wach bleiben nach Möglichkeit zu dieser schwierigen Stunde jetzt der Mittagszeit. Aber dem ist nicht so. Es ist auch keine Übertreibung, wenn ich
- sage, dass die Sakramente unendlichen Wert haben. Die Sakramente haben deswegen unendlichen Wert, weil in ihnen Gott
- selber handelt. Und wenn Gott handelt, hat das, was er handelt, unendlichen Wert, weil es Gott ist, der handelt. Wenn wir handeln, ist
- alles begrenzt. Deswegen einfach, dass sie das mal in den Kontext einordnen können, sind alle guten Werke aller Menschen zusammen,
- alle, die hier sitzen in dem Saal und noch mehr zusammen, sind wie ein Staubkorn gegenüber einem Gebirge. Sie wissen, was ein Gebirge ist. Wir sind ja
- hier im Süden Deutschlands. Sie brauchen nur mal bei gutem Wetter wenigstens rauszuschauen. Sie sehen die ganzen wunderschönen Berge sind wie ein
- Staubkorn gegenüber einem Gebirge. Das sind alle guten Taten der Menschen zusammen gegen das Wirken Gottes, der der Schöpfer des Himmels und der Erde
- ist. Ich muss ih das mal so deutlich und plastisch vor Augen stellen, damit Sie gleich verstehen können, was Großes in den Sakramenten geschieht, was in der
- Beichte geschieht, was in der heiligen Eucharistie gesum sich lohnt morgens aufzustehen, egal wann, egal wie spät der andere Abend war, um dorthinzugehen,
- warum es notwendig ist, dass wir zur Heiligen Beichte gehen, dass wir uns an den Sakramenten geistig gesehen nähern, weil eben nichts größer sein kann als
- das, wenn die Kirche aufhören würde, die Sakramente zu spenden, würde sie den Ast absägen, auf dem sie sitzt. Denn Christus sagt und er sagt dies im
- Johannesevangelium Kapitel 15 Vers 5: "Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen, nichts. Wir meinen heute, ich bin doch ein guter Mensch, ich helf
- doch da." Aber getrennt vom göttlichen Leben können wir geistig gesehen nichts vollbringen.
- In diesem Licht sind auch die Worte eines Heiligen zu verstehen, der in Italien sich großer Beliebtheit erfreut, nämlich dem Heiligen Pater Pio. Der
- hatte nämlich verstanden, das was ich ihnen versuche hier zu erklären auf mystisch geistige Weise natürlich. Und er hat dann gesagt, und
- sie werden verstehen, dass es jetzt keine Übertreibung ist über die Eucharistie. Eher könnte die Welt ohne Sonne
- bestehen, als ohne das heilige Messopfer, weil eben hier Gott selber gegenwärtig ist. So und nicht nur der Schöpfer des Himmels und der Erde,
- sondern der Erlöser der Welt, der hier gegenwärtig ist. Die Sonne ist nur ein Geschöpf. Gott hat es geschaffen. Nur aber ein wichtiges für uns. Die
- Echaistie ist Gott selber, der gegenwärtig ist. Ich hoffe, diese einleitenden Überlegungen helfen Ihnen den Blick zu weiten, zu verstehen, wie
- groß das ist, was Gott uns in den Sakramenten schenkt. Deswegen können wir jetzt noch einen Schritt weitergehen, bevor wir dann auf
- die eigentlichen Sakramente, nämlich die Beichte und der Echadestie zu sprechen kommen. Die Sakramente sind Sakramente des
- Glaubens und diese Aspekte muss ich erwähnen. Andernfalls würden diese Ausführungen nicht richtig verstanden werden können.
- Die Sakramente sind Sakramente des Glaubens. Ohne Glauben werden sie unverständlich. Wenn heute so viele Menschen an der
- Euchaistie nicht mehr hingehen oder davon nicht mehr innerlich angesprochen werden, dann liegt es auch daran, dass uns der Glaube fehlt, dass wir nicht
- mehr an das glauben, weil der Glaube lässt uns erst verstehen. Der Glaube öffnet den Horizont, damit ich das Göttliche erkennen kann.
- Der Glaube ist das Licht des Geistes, um überhaupt die Geheimnisse Gottes verstehen zu können. Wenn wir uns jetzt auf Pfingsten vorbereiten, denn es ist
- genau das, was das Licht des Geistes ist, dass der Heilige Geist uns schenken möchte, dass wir innerlich sehend werden, um auf diese Weise zu erkennen
- und auf diese Weise an Gott Anteil zu halten. Wer ohne Glauben sich den Sakramenten nähert, wer ohne Glauben an der Messe einfach
- nur teilnimmt, oft geschieht das leider, muss man sagen, dass ganze Gruppen einfach da sind. Z.B. bei den traditionellen
- Gottesdiensten, wenn jemand verstorben ist, dann kommen einfach die ganzen Nachbarn, die damit gar nichts mehr anzufangen wissen oder beiner Ehe oder
- sonst was. Das ist ja heutzutage leider. Und dann ist man da sind eines Leute, die gar nicht im tiefsten Sinn des Wortes glauben und dann verstehen sie
- gar nicht, was gefeiert wird und dann haben sie das große Geheimnis, an dem sie teilhaben, an dem sie teilnehmen sollen, aber sie verstehen gar nicht,
- weil sie es nicht sehen. Es ist so wie wenn Sie jetzt vielleicht sind sie alles Mathematiker, aber sagen wir mal, keiner von ihnen hat von Mathematik eine große
- Ahnung und sie müssten einer Vorlesung Mathematik zuhören, würden sie auch nicht viel verstehen. Nun beim Glauben ist es viel einfacher. Glauben heißt,
- ich öffne mein Herz auf Gott und ich nehme Gott an im Glauben. Ich antworte auf die Offenbarung Gottes. Das ist der Glauben. Und wenn ich diesen Glauben
- nicht habe, dann werde ich die Sakramente kaum verstehen. Ich setze jetzt mal voraus, dass sie ein wenig Glauben haben für die weiteren
- Ausführungen. Andernfalls könnte ich da auf ein Buch verweisen, was ich vor kurzem veröffentlicht habe jetzt vor ein paar Monaten. Das heißt Wegweisung zum
- Glauben, wo einmal erklärt wird, was eigentlich der Glaube ist und wie das funktioniert. Wie kann ich eigentlich glauben? Darum kann es hier aber nicht
- gehen, aber was ich erwähnen muss in diesem Kontext ist, der Glaube ist die Voraussetzung, um die göttliche Handlung im Sakrament
- erkennen, nach und mitvollziehen zu können. Sie sehen also hier schon, warum der Glaube so wichtig ist, weil es die Voraussetzung ist, um die göttliche
- Handlung zu verstehen, zu erkennen überhaupt, nachzuvollziehen und dann auch mitzufeiern. Denn angenommen, sie würden einen großen
- Schatz erhalten, den man ihnen zu Teil werden lässt. Und sie wissen nicht, dass es ein Schatz ist. Sie verschenken das vielleicht einfach, geben das weg oder
- sonst was. So fällt es sich auch hier. Ein weiterer Punkt ist wichtig. Der Glaube hier, der lässt uns sehend werden. Der Glaube lässt erkennen. Und
- der Glaube jetzt eine einfache Definition, die ich Ihnen mitgeben möchte. Vielleicht können Sie damit was anfangen. Der Glaube ist die Antwort des
- Menschen auf Gott, der sich offenbart. Also, der Glaube ist meine Antwort auf Gott, der sich offenbart in Jesus Christus natürlich. Das ist der Glauben.
- Und wenn meine Antwort so ist, dass ich morgens nicht aufstehe, weil es noch nichts zur Messe gehe, dass ich nie bete, dann ist eigentlich keine Antwort
- da. Und wenn keine Antwort da ist, werde ich nicht sehen, wer ich nicht erkennen, werde ich nicht mitvollziehen. Und dann werden die Sakramente innerlich leer und
- hohl. Und das ist einer auch der Probleme, warum wir uns so schwer tun mit den ganzen Sakramenten, warum wir nicht mehr hingehen zu den heiligen
- Sakramenten. Ich bringe mal ein Beispiel in diesem Kontext, wel helfen kann. Der eben schon zitierte Pater Pio von Peter Elina, wie auch genannt wird, der hat
- gesagt, wenn die Menschen verstehen würden, was in der heiligen Eucharistie geschieht, da müsste die Polizei den Zugang zu den Messfeiern regeln,
- um nur die durchzulassen, die weil der Andrang so riesig wäre. Aber wir verstehen es nicht, weil uns diese Voraussetzungen oft fehlen. Und wenn wir
- die Kirche, wenn wir uns selber erneuern wollen, dann müssen wir genau hier ansetzen, hier bei dem Glauben, dass wir wieder tiefer verstehen. Und so heißt es
- dann auch im Hebräerbrief. Glaube ist Grundlage dessen, was man nicht sieht. Zu Tagetreten von Tatsachen
- Glaube ist Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutage treten von Tatsachen, die man nicht sieht. Im Sakrament geht es nicht um Hokuspus. Es
- geht nicht um dies oder jenes. Es geht um göttliche Gegenwart. Um göttliche Gegenwart. Wenn im folgenden jetzt über diese
- beiden Sakramente gesprochen wird, nämlich die Beichte und die Eucharistie, da müssen diese Vorausbemerkungen im Hinterkopf bleiben.
- Ohne sie und ohne einen Glauben gibt es keinen Zugang zu einem angemessenen Verständnis der Sakramente. Schon der Blick auf das Wort macht es
- deutlich. Ich wiederhole das jetzt mal, keine Angst, ich stelle jetzt auch keine Fragen an Sie. Hin und wieder tue ich das sonst, was überhaupt ein Sakrament
- ist, nicht? Damit wir uns auf einer Ebene mal beschäftigen und verstehen überhaupt, worum es geht. Aber ganz kurz zur Wiederholung vielleicht.
- Sakrament, das deutsche Wort. Es kommt vom lateinischen Sakrament und das wiederum kommt vom griechischen und heißt so viel wie Mysterium,
- Geheimnis. Das ist ein Sakrament. Ein Sakrament ist ein Geheimnis, ein Mysterium. Ich sagt Ihnen das auch nicht viel
- wahrscheinlich. Keine Angst, ich bringe ein wenig Licht jetzt das Dunkel. Ein Sakrament ist also ein Geheimnis und ein Geheimnis ist eine verborgene Gegenwart.
- Erinnern sich das, was ich ihn gerade gesagt habe? Hebräerbrief Kapitel 11 Vers 1. Glaube ist Grundlage dessen, was man erhofft, ein Zutage treten von
- Tatsachen, die man nicht sieht. In den Sakramenten sind Dinge gegenwärtig, die wir nicht sehen mit unseren Augen. Wenn wir sie sehen
- würden, würden wir von einem Wunder sprechen. Davon sind viele passiert, vor allem eucharistische Wunder. Es geht hier um einen Weitung des Horizontes.
- Also, ein Sakrament ist ein Mysterium, ein Geheimnis. Und zwar dieses Geheimnis ist eine verborgene Gegenwart, eine verborgene
- Wirklichkeit, die unserem natürlichen Auge entzogen ist, aber sie wird im Glauben erkennbar. Das Geheimnis wird im Glauben erkennbar.
- So ist der Weg, der einzige Weg, weil der Glaube das Licht der Seele ist, der Licht des Geistes, wodurch wir erkennen können und zwar das Geheimnis Gottes,
- sofern das uns möglich ist als Menschen, also immer natürlich auf beschränkte Art. Und so wird in gewisser Weise das Sakrament sichtbar und deswegen ist der
- Glaube hier grundlegen. Es handelt sich also um eine übernatürliche Wirklichkeit, über eine Wirklichkeit, die über die Natur der Dinge hinausgeht.
- Das ist es, worum es hier geht. Es überschreitet die Kräfte der Natur. Wissen Sie, was die Kräfte der Natur schon überschritten hat? Der Tod Jesu
- Christi, er ist gestorben, aber er ist auferstanden. Er hat die ganzen Kräfte der Natur erschüttert und überwunden. Er
- hat alles neu geschaffen in seinem Leiden und in seinem Tod. Und so wie er das getan hat, so wie er schon zu Anfang getan hat bei der Menschwerdung, so tut
- er es auch im Sakrament. Das ist gegenwärtig. Es heißt, die Kräfte der Natur werden überschritten in das Übernatürliche hinein. Deswegen ist es
- möglich, das um auf der heilige Eucharistie zu sprechen zu kommen, unter den Gestalten von Brot und Wein, der Leib und das Blut Jesu Christi
- wahrhaft gegenwärtig sind. Um über die geistlichen Wirkungen des Sakramentes sprechen zu können, braucht es daher immer diese Perspektive. Wir
- nennen sie jetzt mal eine Art sakramentale Perspektive, die erlaubt uns die übernatürliche Wirklichkeit zu sehen.
- Auf diese Weise kann ich das Mysterium Gottes erkennen. Ich versuche ihn noch ein wenig zu helfen hier mit einem kleinen Bild, was Ihnen helfen kann, das
- Geheimnis zu verstehen. Das ist das, was in der heiligen Messe gefeiert wird, die übernatürliche Wirklichkeit. Das sehen Sie nicht, wenn sie auf den Priester
- blicken. Das sehen Sie nicht, wenn sie einfach nur nach vorne schauen. Das sehen sie aber im Glauben. Ist das Opfer Jesu Christi am Kreuz, das gegenwärtig
- ist im Moment der Wandlung. Genau das geschieht in der Feier der heiligen Messe. Sie nehmen teil an der Erlösung, die Gott uns wirkt, weil Gott außerhalb
- der Zeit, innerhalb der Zeit wirkt. Das ist das große übernatürliche Geheimnis, um das es hier geht, wenn wir die heiligen Eucharistie fallen, wenn wir
- die Sakramente spenden, was ähnliches geschieht auch bei der Spendung der Heiligen Beichte. Und deswegen sind diese Dinge, diese Sakramente so
- wichtig. Hier hilft keine funktionale Überlegung. Z.B. eine Frau könnte das genauso gut oder könnte es besser. Ja, könnte es vielleicht besser. Also
- menschlich gesehen, aber nicht übernatürlich. Hier geht es aber übernatürlich. Wenn die Leute nicht mehr in die Kirche kommen, dann ist es oft
- auch der Fall deswegen, weil wir zu natürlich geworden, zu menschlich. Wir müssen wieder das Göttliche erkennen, was nicht wir selber machen, sondern was
- uns anvertraut ist und wir den Menschen zuwenden sollen. Aus diesem Grund sind diese Katechesen, wie wir sie heute haben, so wichtig, weil durch die
- Katechese können wir neu das Erkenntnis dafür gewinnen, um was es eigentlich geht. Und das wiederum kann uns helfen, besser
- teilzaben an der Feier der Sakramente. Jetzt sind wir da angekommen, wo wir wirklich auf die Sakramente zu sprechen kommen und zwar ganz konkret.
- Die Sakramente sind keine Magie, kein Hokus Pokus. Übrigens, das Wort Hokus Pokus leitet sich ja von der Eucharistie ab, weil man früher auf Latein die
- heilige Messe gefeiert hat. Das haben die Leute nicht so ganz verstanden. H est hieß es dann die Wandlungsworte und daraus wurde irgendwie Hokus pokus. Es
- ist kein Hokus Pokus. Deswegen möchte ich ihn jetzt kurz die Struktur der Sakramente erklären, dieser zwei Sakramente, damit Sie dann verstehen,
- worum es geht. Drei Elemente, die zur Gültigkeit eines Sakramentes notwendig sind. Es gibt immer drei Elemente. Ich habe ihn eben schon gesagt, dass die
- Sakramente göttlichen Recht sind, also von Gott eingesetzt. Und Gott selber hat alle Sakramente an drei Elemente gebunden. An drei Elemente.
- Das erste und die sozusagen konstituierende Form ist die Form. Sehen das hier z.B. bei der Taufe, da gibt es eine Form und diese Form ist vom Herrn
- überliefert. In der Regel findet sich die in der heiligen Schrift. Es geht also hier nicht um einen Zauberspruch, es geht nicht um Magie, es geht nicht um
- Hokuspus, es geht um ganz konkret das zu tun, was Jesus Christus zum Heil der Menschen uns aufgetragen hat zu tun. So ist die in die Form bei der Taufe. Ich
- taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes bei der Beichte: "Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und
- des Sohnes und des Heiligen Geistes." Beide heiligen Messe, das ist mein Leib, das ist mein Blut. Das heißt, es geht eine ganz spezifische Form, durch die
- göttliche Handlung gegenwärtig wird. Deswegen dürfen wir hier nicht dran rumbauen, das verändern, wie wir wollen, sondern diese Form, die ist uns von Gott
- gegeben und wir müssen sie anerkennen und treu entsprechend anwenden. Das zweite konstituierende Element neben der Form ist die Materie.
- Der Heilige Thomas von der Queen, der hat diesbezüglich gesagt, dass die Gnade das Wirken Gottes die Natur voraussetzt und sie vollendet.
- Das heißt, die Sakramente greifen immer auf etwas Natürliches zurück, führen das natürliche aber zur Vollendung. Sie sehen das hier beim Beispiel der Taufe.
- In der Taufe wird ein Kind, die Materie sagen, zum Kind Gottes zur Vollendung geführt. Nun, bei der Eucheristie wird Brot und Wein in den Leib und das Blut
- Christi verwandelt. Das heißt, hier wieder etwas Natürliches vorausgesetzt und dann entsprechend wird daraus das Z Vollendung geführt. Bei der Beichte
- schauen wir uns gleich an. Und dann drittes konstituierendes Element, das können Sie schon mal merken, weil diese drei immer wichtig sind. Für jedes
- Sakrament ist die Intention, also die Meinung, die man braucht, die Absicht des Spenders. Der Priester oder der jeweilige Spender der Sakramente, er
- muss tun wollen, was die Kirche tut. Das heißt, er darf nicht sagen, aber bei uns machen wir das so oder wir haben hier unsere Eigenart, wie wir das machen,
- sondern es geht darum, das zu tun, was die Kirche tut, weil ich eben aus dem Göttlichen schöpfe und nicht aus dem eigenen. Und wenn ich aus dem eigenen
- schöpfe, mache ich das Göttliche klein. Wenn ich aus dem Göttlichen schöpfe, mache ich das menschliche klein, aber dadurch führe ich die Menschen zur
- Vollendung und zur Fülle. Deswegen gilt es hier zu tun, was die Kirche tut. Man darf also ja nicht den eigenen Vorstellungen folgen, den
- eigenen Ideen und sie in die Sakramente hineinprojizieren. Ich nen mal nettes Beispiel. Zu mir kam ein Ehepaar, die wollten ihr Kind taufen lassen in Rom
- und me eine große Freude, wenn jemand sein Kind taufen lassen möchte und die kamen dann zu mir und haben gesagt, ich hab schon alles vorbereitet, wir machen
- das so und so und so und so. Und dann habe ich dann die Mutter des Kindes gefragt, ja, was machen Sie beruflich? Ich bin Ärztin. Ich muss ehrlich sagen,
- es ist schon paar Jahre her jetzt und es war vor Jet GBT. Ja. Und da habe ich dann sie gefragt, ja, was sagen Sie, wenn jetzt ein Patient zu ihen kommt und
- ich will, dass Sie das und das und das jetzt machen, Frau Ärztin, was würden Sie dann sagen? Er wurd sie ganz klein. Da gesagt, wir machen ja das, was Gott
- möchte, nicht was sie wollen, denn sie wollen ja Anteil an Gott haben und sie wollen, dass ihr Kind Anteil an Gott erhält. Bei uns ist leider dieses
- Mentalität da, dass wir unsere eigenen Ideen reinprüen und das ist genau der Irrtum. Dadurch wird das Göttliche klein gemacht und das menschliche groß und
- menschliches haben wir überall. Dafür brauche ich die Kirche nicht. Wenn ich wirklich das Göttliche möchte, muss ich das Göttliche großhalten. Das Göttliche
- muss im Mittelpunkt stehen. Das heißt nicht, dass das menschliche dann ignoriert wird, sondern das Menschliche wird gerade dann erhoben und
- zu seiner Vollendung geführt. Damit wir jetzt aber nicht ständig zweifeln, tut jetzt der Priester wirklich das, was die Kirche auch tun
- will? hat Gott in seiner Weisheit die Sakramente so
- instituiert, also so ins Leben gerufen, dass sie aus sich heraus ein Stück weit wirken, nämlich Ex Operator wie die Kirche lehrt. Ihre Wirksamkeit hängt
- nicht an der persönlichen Heiligkeit des Spenders. Da brauchen sie keine Sorgen zu haben, sondern wenn vor Materie und Intention gegeben sind, dann tritt das
- Sakrament in Kraft und dann ist das göttliche Heilshandeln gegenwärtig. Müssen Sie auch das mal vorstellen, wie genial Gott ist. Er wusste ja, wie
- schwach wir Menschen sind, auch für Priester. Er wusste, dass der eine fehlen würde. Er wusste, dass Judas dabei war, der ihn verraten wurde. Er
- wusste all das. Er hat ja alles gesehen. Ist doch Gott, der alles gesehen hat. Und um sicherzustellen, dass wir über alle Jahrhunderte hinweg niemals dieser
- großen Gnaden beraubt werden, hat er die Sakramente noch sozusagen eine Garantie gegeben, dass sie auch wirklich zustande tritt. Eben wenn diese drei Dinge
- gegeben sind, wenn Form, Materie und Intention gegeben sind. Schon der Heilige Augustinus hat dies kraftvoll gegen die damalige Ihrlehre der
- Donatisten verteidigt. Die meinten nämlich nur ein moralisch vollkommener und heiliger Priester könne wirklich diese Sakramente, weil sie so heilig
- sind, spenden. Das stimmt aber nicht, denn Augustinus sagte schon, die Sakramente wirken durch Christus, der wenn diese drei Dinge gegeben sind,
- der eben der eigentliche Handelnde ist und nicht der Priester, der lediglich der Verwalter ist. Entscheidend ist also, dass der Spender tun will, was die
- Kirche tut und dass Form und Materie eingehalten werden. Wie sperendwiegend Eingriffe sind in Form und Materie eines Sakraments, das hat zuletzt das
- Dikaserium für die Glaubenslehre betont und zwar am 31. Januar 2024, also noch nicht lange her mit großer Deutlichkeit. Da heißt es dann, ich zitiere das mal,
- so heißt das Schreiben, das brauchen Sie nicht merken, ist auf Latein Justice für Bisque. Daher ist die Änderung der Form eines Sakraments oder seiner Materie
- immer eine schwere, unerlaubte Handlung und verdient deine exemplarische Strafe, gerade weil solche willkürlichen Gesten dem gläubigen Volk Gottes schweren
- Schaden zufügen können. Also wie gesagt, das ist 2024 ist ganz einfach, ganz logisch, in sich stimmig. Einfach, weil wenn ich als Priester
- anfange darum zu doktorn oder wie ich ihn eben das Beispiel genannt habe, da kommt jetzt jemand sag, ich möchte aber bei mir ist die Hochzeit jetzt endlich,
- jetzt will ich das so machen, wie ich will. Machen sie was sie wollen, nicht was Gott will. Und deswegen gibt es hier Dinge, damit eben das göttliche Handeln
- eintritt, die unserer Willkür entzogen sein müssen, damit eben das Göttliche Handeln kann, damit das Göttliche Handeln eintrifft. Und deswegen hat das
- Dikaserium für die Glaubenslehre vor anderthalb Jahren das noch einmal in Erinnerung gerufen, etwas was sie regelmäßig mal tun, aber jetzt hier sehr
- deutlich und sehr klar. Das erlaubt uns jetzt endlich auf das Sakrament der Beichte zu sprechen zu kommen. Die vorausgehenden Überlegungen sollen
- gleichsam den Boden bereiten, um jetzt zu verstehen, was Sakramente sind und wie sie wirken. Mir schien das notwendig, auch wenn wir jetzt ein wenig
- Zeit vielleicht nicht verloren haben, aber doch investiert haben, so würde ich es mal nennen, um eben die Grundlagen zu schaffen, zu verstehen, was diese beiden
- Sakramente sind. auch wenn ich darüber wahrscheinlich viel länger noch sprechen müsste, denn so ganz viel Zeit haben wir nicht, aber ich versuche es in Kürze
- darzustellen. Wir haben jetzt gesehen, was notwendig ist, damit das göttliche Wirken greifen kann und dass Gott im Sakrament wirkt.
- Damit sind wir jetzt bei der Beichte angelangt, jenem Sakrament, das vielleicht am stärksten vernachlässigt wurde, besonders in Ländern deutscher
- Sprache in den letzten Jahrzehnen. Und doch besitzt gerade die Beichte nach der Taufe die größte
- befreiende und heilende Kraft. Stellen sich das mal vor. Wenn man dann sieht, wie viele Menschen krank sind im Geiste, wir nennen das heute psychisch krank, da
- gibt's sehr, sehr viele, die angeschlagen sind. Ich traue keine Statistik, die ich nicht selber gemacht habe, heißt es ja immer. Aber es sind
- sehr viele Menschen, die geistig leiden, die geistig belegt sind, die unterlasten sind, in der Dunkelheit sind, die nicht mehr rauskommen. Und hier haben wir das
- Mittel dagegen, dass Gott uns zur Verfügung stellt, nämlich die Beichte. Und es ist das am meisten vernachlässigte Sakrament. Inzwischen
- gibt es eine ganze Generation von Menschen, die auch gar nicht mehr wissen, selbst Katholiken, wie man überhaupt richtig beichtet. Da müsste
- man wieder Kurse anbieten und das würde ich sehr empfehlen, das zu tun auch als Weiterbildung, um das wieder neu zu lernen und um dann auch von dieser
- befreienden und wirklich heilenden Kraft Gebrauch zu machen. Die Heilige Schrift zeigt mit größter Klarheit, warum Jesus Christus dieses Sakrament eingesetzt
- hat. Wie gesagt, alle Sakramente sind von Jesus Christus eingesetzt. vor seiner Himmelfahrt, das passt genau in die jetzige Zeit, sprach der Herr zu den
- Aposteln: "Empfangt den Heiligen Geist." Überlegen sich mal, was das bedeutet. Empfangt den Heiligen Geist. Nicht macht es aus
- eigener Gewalt. Nein, empfangt den Heiligen Geist. Und dann sagte er kurz vor der Himmelfahrt: "Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen,
- denen ihr sie behaltet, so die neue Übersetzung. sind sie behalten. Diese Worte bezeichnen nichts weniger
- als die göttliche Vollmacht der Sündenvergebung, die Christus seiner Kirche übertragen hat. Darum wird die Beichte zurecht eine Art
- zweite Taufe bezeichnet. Besonders dann, wenn die Seele durch die schwere Sünde geistig gesehen der heiligmachende Gnade beraubt ist und
- geistig gesehen tot ist, denn das geschieht eben durch die schwere Sünde. Heute hört man oft unter Katholiken den Satz, vielleicht geht das ihnen auch so,
- ich habe ja niemanden umgebracht. Ich führe eigentlich ein ganz gutes Leben über meine letzte Beichte. Ja, vielleicht vor 10 Jahren oder so, aber
- ich habe wirklich keinen umgebracht. Herr Pfahrer, brauchen Sie gar nicht mit mir drüber reden. Ich habe niemanden umgebracht. Solche Aussagen zeigen, wie
- sehr das Sündenbewusstsein verloren gegangen ist. Es ist schlichtweg verloren gegangen. Wir wissen kaum mehr, was wirklich Sünde ist.
- Sie offenbaren, wie weit sich viele Christen von der geistlichen Wirklichkeit entfernt haben. Denn die Sünde ist nicht erst dort gegeben, wenn
- jemand einen umbringt, um dieses Missverständnis mal zu verdeutlichen, sondern die Sünde ist das, was uns von Gott entfernt oder bei der schweren
- Sünde von Gott trennt. angenommen und jetzt werde ich mal konkret, damit Sie vielleicht auch ein paar konkrete Dinge mitnehmen aus diesem
- Vortrag. Angenommen jemand von Ihnen, vor allem die Hausfrauen hier, die Männer können jetzt mal kurz weghören, sie würden ihr Haus
- alle Woche einmal reinigen. Die Küche einmal pro Woche. Sie kochen ja jeden Tag vermutlich, aber einmal die Woche heilen. Wie würde das aussehen? Aber
- jetzt stellen s mal vor, sie machen das einmal nur pro Monat, weil dann wachsen wahrscheinlich schon die ersten Tomaten im Haus. Ja, oder einmal im Jahr, einmal
- im Jahr reinigen die Küche. Stellen sich mal vor. Oder angenommen, sie machen das so vielleicht alle 10 Jahre mal. Ihr könnt sie gleich ein Gabelstapler kommen
- lassen. Wahrscheinlich nicht. Also, es ist ja, sie müssen sich erstm vorstellen. Und genau das tun wir geistig gesehen. Das tun wir geistig
- gesehen und wir meinen noch, es sei alles in Ordnung. Ja, natürlich. Wir haben uns so an den Dreck gewöhnt, dass wir gar nicht mal mehr sehen, was da
- überhaupt drum liegt. Uns ist das Sündenbewusstsein der Panken gekommen, weil wir blind geworden sind vor den Stapeln von Tellern, die da rumliegen
- und den dreckigen Sachen, die in der Küche bei uns rumliegen. So sieht unser geistiges Haus dann aus. Die Beichte ist die Reinigung der Seele, der Seele und
- damit des Geistes, der Psyche, wenn Sie so wollen. Das ist, was in der Beichte gereinigt wird. Und deswegen ist es notwendig, diesen
- Schmutz, den wir in uns tragen, wir tragen immer etwas Schmutz in uns. Genauso wie in der Küche ist immer notwendiges, was du putzen oder im Haus
- ist notwendiges. auch in unserem Geist hier ein schlechtes Wort, da eine fehlende Nächsten Liebe, hier die anderen Dinge, da das so tragen wir das
- in uns herum und wenn wir das anhäufen in uns, dann wird es immer mehr und irgendwann werden wir blind dafür und sehen es mehr, aber es drückt uns nieder
- und dann werden die Menschen geistig gesehen krank und davon haben wir so viele Menschen momentan, die gar nicht mehr weiter wissen, die in ihrer
- Dunkelheit befangen sind. Hier ist die Beichte. Die Beichte ist die Reinigung der Seele. Und damit meint man eben die Reinigung von der Sünde. Und wer vor die
- Sünde abgestumpft ist, wer sie gar nicht mehr wahrnimmt, der kennt sie nicht, der wird sie auch nicht beichten. Der sagt dann nachher, ich habe ja niemanden
- umgebracht. Warum soll ich denn von diesem Sakrament entsprechend dann Gebrauch machen? Wenn sie so in ihre Küche umgehen
- würden, dann würde es sicherlich sehr interessant aussehen. Doch das ist ein verhängnisvoller Irrtum. Die Heilige Schrift ist hier
- sehr deutlich. Ich zitiere sie. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünden haben, führen wir uns selbst in die Irre und die Wahrheit
- ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden hingegen bekennen, ist er treu und gerecht. Er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von unserem Unrecht. Sie
- finden das im ersten Johannesbrief im ersten Kapitel Vers 8 bis 9. Ich muss jetzt hier sehr synthetisch werden aufgrund der vorgeschriebenen Zeit.
- Deswegen versuche ich ihn jetzt wirklich konkret ein paar Hinweise zu geben, die ihn hoffentlich auch helfen können, wieder neu Wert zu schätzen, wie groß
- das Geschenk ist, das Gott uns macht in diesem Sakrament. Die Heilige Schrift spricht hier also von einer großen geistlichen Wahrheit. Wir alle sind
- durch die Erbsünde geschwächt. Wir alle haben eine Neigung zum Bösen. Man nennt es auf Latein auch Konkubescenzia. Sehr interessant, nicht? Eigentlich hat jeder
- von Ihnen diese Erfahrung gemacht und macht diese Erfahrung wahrscheinlich jeden Tag. Ich bringe ihn ein Beispiel. Angenommen schlägt ih jemand vor, wie
- ich jetzt z.B. Sie können ja heute Abend mal eine Stunde beten. Eine Stunde beten auf keinen Fall. Stunde Fernsehen, kein Problem. Stunde Internet kein Problem. 2
- Stunden Internet auch kein Problem. Eine Viertelstunde beten, ja, auch schon zu lang. Machen wir lieber 2 Stunden Handyzeit und sonst sowas. Ich meine, so
- sind wir gemacht. Wir haben eine Neigung, dass wir das, was uns wirklich dient für die Seele, das wäre das Gebet z.B. der Rosenkranz, die Andacht, die
- Sakramente, dass wir da eher Schwierigkeiten haben hinzugehen. Wir machen lieber das andere, obwohl wir eigentlich, wenn wir es denn erkennen,
- sehen, dass uns gerade das, was dem Glauben dient, hilfreich ist. Das nennt man Konkubiscenz. Das haben wir alle Menschen. Auch deswegen
- brauchen wir regelmäßig eine Reinigung an der Seele im Geist. Eben aus dem Grund, weil wir alle diese Tendenz haben, dass wir leicht einmal das nicht
- so gute machen. Niemand ist davon ausgenommen, abgesehen von der unbefleckte empfangenen Gottes Mutter Maria. Und die Kirchenväter zählten auf
- etwas andere Weise den Heiligen Johannes Täufer dazu. Über Jesus Christus brauchen wir nicht sprechen. Er ist ja wahrer Gott und wahrer Mensch. Aber alle
- anderen Menschen sind von dieser Verwundung nicht auf. Das ist kein Pessimismus, das ist eine Wirklichkeit. Übrigens, sie sehen das bei kleinen
- Kindern sehr anschaulich. Weiß ob mal drauf geachtet haben. Wenn die was nicht kriegen mit ihrem Dickkopf, dann schreien sie gleich und reagieren so das
- sieht man schon, dass diese Neigung gleich da ist. Und bei uns großen ist es auch nur, wir schreien normal nicht mehr so, sondern wir machen das anders, etwas
- klüger, etwas clever. Nun, traurig ist jedoch, dass eben dieses Sündenbewusstsein verloren gegangen ist, dass wir schwach
- sind, dass wir immer wieder die Vergebung brauchen, dass wir immer wieder die Reinigung brauchen. Uns ist dieser Realismus abhanden gekommen.
- Viele, manchmal sogar Ordensleute, kirchliche Mitarbeiter, die wissen heute gar nicht mal mehr, wie man richtig beichtet. Sie haben überhaupt gar keine
- Ahnung, weil sie es so lange nicht gemacht haben. Ich habe mal einem Fahrer geholfen in der Schweiz, der die Beichte wieder eingeführt hat. Da kamen dann
- einige ältere Leute zu mir so 70 aufwärts und fragten, ich finde das seh schön, dass der Fahr sagt, können uns mal erklären, sie sind ja von auswärts,
- wie man das überhaupt macht. Wir haben das die ganzen Jahrzehnte nie gemacht. Wir wissen gar nicht mehr, wie das geht. Dann haben wir das entsprechend mal
- angeboten. Also, ich kann das jetzt nicht im Detail alles tun, weil das ist aber nett von ihm. Das reicht schon.
- Es ist sogar so eine Art Bierglas, aber ist kein Bier drin. Also, dass sie einfach kurz ein paar Hinweise bekommen, wie wir jetzt aus
- dieser heilenden und befreienen Kraft des Sakramentes schöpfen können, möchte ich Ihnen ein paar Punkte geben, die ihn helfen können. Einige grundsätzliche
- Dinge. Auch bei dem Sakrament der Beichte braucht es wieder diese drei Elemente. Sie erinnern sich noch. Form, Materie,
- Intention. Wir gehen jetzt mal ganz klassisch durch. Das erste, die Sünde, Reue und Vorsatz sind die Materie. Das heißt, wenn Sie zur Beichte gehen und
- wenn Sie beichten wollen, dann müssen sie zunächst Sünden beichten, nicht die Sünden ihres Nachbarn, ihre eigenen. Sie müssen sich auch nicht entschuldigen,
- ich habe das und das gemacht und dies und das war in dem Umstand einfach die Dinge sagen, Gott weiß es. Aber was sie tun müssen ist, es muss
- vollständig sein. Wenn sie etwas mit Absicht verschweigen, ist die Materie nicht gegeben. Und was passiert, wenn ein Ding nicht gegeben ist von diesen
- dreien? Dann ist das Sakrament nicht gültig. Das heißt, sie müssen hier auch den Mut haben, dann komplett das
- Sündenbekenntnis dem Priester durch den Priester Gott vorzutragen. Das ist Teil der Materie. Das heißt, deswegen muss man sich vorher besinnen, innerhalten
- und entsprechend auf das Wesentliche besinnen. Zweitens, ich muss es bereuen, wie im normalen Leben auch. Stellen Sie mal vor, Sie bitten um Entschuldigung.
- Das ist ja, was man da beichte tut bei Gott durch den Priester. Wenn Sie jemanden um Entschuldigung bitten und sie haben nicht die Absicht, das zu
- verändern. Sie haben sich gerade gestritten untereinander, die sagen Entschuldigung und sie streiten sich sofort wieder. Ja, welchen Wert hat dann
- eine Entschuldigung? Genau wie hier. Deswegen gehört zur Materie der Beichte die Reue. Ich muss das bereuen, was ich gemacht habe. Und dann ganz logisch der
- Vorsatz, ich muss den Vorsatz fassen, das besser zu machen. Wenn ich es sofort wieder mache, welchen Sinn hätte dann die Vergebungsbitte? Das ist ja wie im
- Normalleben auch. Genau mit Gott ist es auch so. Es verhält sich ganz realistisch. Das heißt, die Materie bei der Beichte und die können nur sie
- liefern. die ist die Sünde, das Sündenbekenntnis, die Reue und dann entsprechend der Vorsatz, dass ich mich entsprechend
- bessere. Das ist die Grundlage. Und wenn diese Grundlage nicht erfüllt ist, ist das Sakrament kommt nicht zustande. Einfach nur, dass sie wissen, wie es
- fällt, weil es eben kein Hokus Pokus ist, sondern an die göttliche Einsetzung gebunden ist. Deswegen ist die Materie notwendig und deswegen können auch
- natürlich Menschen, die in einer kontinuierlich sündhaften Beziehung leben, z.B. will das Sakrament nicht gültig empfangen. Es ist ganz logisch,
- weil sie eben nicht den Vorsatz haben können eben das zu verändern, außer sie ändern das dann wirklich. Nur dass sie ein verstehen, wie sich das verhält und
- warum das eben einer ganz inneren Logik folgt. Der zweite Punkt ganz einfach die Absolutionsformel. Sie sehen das hier, der Priester, der wird dann die Formel
- sprechen und der sagt dann, ich spreche dich los, weil es Gott ist, der durch ihn spricht. Ist Gott, der durch ihn spricht. Kein Mensch kann Sünden
- vergeben. Kein Mensch. Das wussten schon die Pharisäer, als Jesus die Sünden vergeben hat. Kein Mensch kann das. Nur Gott kann das. Er ist der einzige und in
- der Lossprechungsformel sagt der Priester nicht Jesus spricht dich los, er sagt ich. Er leid Jesus seinen Mund, der durch ihn entsprechend dieses große
- Geschenk wirkt der Sündenvergebung. Das ist die Formel. Zweite Punkt und das Dritte ist die Intention zu tun eben was die Kirche tut, dass ich eben meine
- Sünden bereue und bekenne und nicht die Sünden meines Nachbarn, meiner Ehefrau, meines Ehemannes, meiner Kinder oder sonst was, sondern wirklich meine
- eigenen. Ganz einfach, so verhält sich das bei der Beichte. Damit diese Intention eben besser gelingen kann, möchte ich Ihnen entsprechend eine
- kleine Hilfestellung noch an die Hand geben, nämlich es gibt die sogenannten 5bs. haben Sie vielleicht schon mal gehört.
- Ganz klassisch. Lohnt sich immer wieder zu erinnern. So eine Eselsbrücke. Ja, für unseren Esel, ne? Die Erinnerung ist es hilfreich. 5bs. Ich stell d noch mal
- ganz kurz vor. So besinnt man sich zunächst und macht eine Gewissenserforschung. Ganz einfach. Ich besinne mich. Erste B. Besinnen. Was
- habe ich denn falsch gemacht? Ich muss erstmal schauen, wo muss ich denn aufräumen bei mir in meiner Seele, in meinem Geist? Wo habe ich denn etwas,
- was weg muss? Dazu muss ich mich besinnen und diese Zeit, die müssen wir uns nehmen. Ich empfehle ihn das immer abends zu machen, vorm schlafen zu
- gehen, nicht wenn man schon so müde ist, dass man die Augen schon zu hat, sondern dass man einfach die Zeit kurz nimmt, mal Brücksprache hält. Wie war der Tag?
- Was kann besser sein? Dann macht der Christ sich auf den Weg sein Leben zu verbessern. Besinnen ist wichtig. Zweitens, ich muss es bereuen. Wir haben
- das eben schon gesehen. Es ist Teil der Materie. die bereue, die Reue aufrichtige Reue über die begangenen Sünden. Drittens, bessern. Ich muss den
- Vorsatz haben, mich zu bessern, die Sünde also zu meiden. Wenn man wiederfällt, Gott ist barmherzig, aber ich muss den Vorsatz haben entsprechend
- mich zu bessern. Und dann das Bekenntnis und das Bekenntnis immer das vollständige Sündenbekenntnis, dass ich nichts absichtlich verschweige, wenn ich
- unabsichtlich, ich habe mich nicht dran erinnert, Gott ist barmherzig, aber nichts absichtlich verschweigen, das ist damit gemeint. Und schließlich
- dann die Buße eben die Erfüllung der auferlegten Genugtuchung, weil eben auf diese Weise ich dann geistige Medizin gereicht bekomme, die hilft den Schaden,
- den die Sünde hervorruft zu reparieren. Sie können jetzt auch eben in der Vorbereitung des Besinnens und das sind nur ein paar Hinweise, die ich jetzt
- gebe, ist jetzt ein Crashkurs, der jetzt ganz kurz und intensiv über Sie hereinbricht, wie Sie schon gerade merken.
- Sie können bei dieser Gewissenserforschung sich zum einen an den zehn Geboten orientieren, aber ich weiß nicht, ob sie
- die alle kennen. Ja, äh sie haben werden lachen, aber es gibt da Umfragen, die man gemacht hat, auch auf dem Petersplatz, wo man selbst
- interessanterweise einige Ordensleute und Priester gefragt hat und ähm nicht alle haben sie gekannt, sagen wir es mal so. Ich weiß nicht, ob die Gläubigen sie
- noch kennen, ob sie die kennen, wenn ich jetzt fragen würde, was das siebte Gebot, sie müssen jetzt nicht wegschauen, keine Angst. Ähm, sie können
- es ja nachher danach schauen, aber ich will nur sagen, zehn Gebote ist eine Möglichkeit, an denen kann man sich immer orientieren. Die behalten eine
- grundlegende Gültigkeit. Es gibt aber auch drei andere Punkte, die Ihnen helfen können, wenn Sie zehn Gebote mal nicht mehr auf dem Schirm haben, die
- noch viel einfacher sind. Drei Leitfragen. Erstens, wie ist mein Verhältnis zu Gott? Fragen das mal.
- Da drin ist Gebetsleben. Wie bete ich? Bete ich überhaupt? gehe ich zu heiligen Messe, empfange ich die Sakramente und so weiter und so fort. Zweitens, mein
- Verhältnis zum nächsten. Wie verhalte ich mich da? Ist die nächsten Liebe, das Charakteristikum meines Handelns oder es ist Zorn, Neid, Missgunst, all diese
- anderen Dinge, die wir im Umgang mit dem Nächsten haben und schließlich mein Verhältnis zu mir selbst. Wie lebe ich die Reinheit? Wie lebe ich die Güte? Wie
- gehe ich mit der Zeit um, die mir anvertraut ist, schaffe ich es abends ins Bett zu kommen? Oder hänge ich an meinem Internetfest und meinem Telefon,
- dass ich überhaupt gar nicht mehr ins Bett komme abends, wie es so vielen heute geht? die am nächsten Tag dann durch den Wind sind und den Tag nicht
- mehr richtig leben und so weiter und so fort. Das sind alles ganz wichtige Punkte, die Ihnen helfen können. Wenn Sie einmal so ihr Haus sortieren, ihr
- geistiges Haus, dann werden Sie merken, wie schnell Sie auf dem geistigen Weg vorankommen, wie viel Dinge Sie finden und wie befreiend und heilend dann die
- Beichte ist. Die Beichte. Und damit möchte ich auch dieses Sakrament schon abschließen. Und dann gehen wir noch kurz auf die
- Euchaistie. Die Beichte ist kein nettes Plaudern. Das hat sich bei einigen heute angewöhnt, weil man ja gern so
- menschlich sein möchte. Man setzt sich gegenüber, zwei Stühle, ist ja an gemütlich und entsprechend spricht man miteinander. Doch das ist in mehrer
- Hinsicht ungut, auch für das Sakrament unangemessen, denn das Kirchenrecht schreibt vor, dass die Beichtstühle ein festes Gitter besitzen sollen. Falls ihr
- das nicht glaubt, ja, es findet sich in Kanon 954 Paragraph 2. Außerhalb des Beichstuhls darf eine Beichte nur aus gerechtem Grund angenommen werden. Das
- hat mehrere Gründe. Erstens die Anonymität, dass eben der beichtende auch anonym bleibt, weil manchmal haben die ja Dinge auf dem Kerpholz und Dinge
- vorzubringen, die man nicht so gerne jemanden direkt ins Gesicht sagt und darüber hinaus ist es ein Schutz für den Priester und viele andere Dinge, die da
- einfach wichtig sind. Deswegen sollte das immer auch in dieser Haltung sein. Auch nicht, ich setze mich da nicht hin. Also, wenn ich was in Knien habe, dann
- kann ich schon sitzen, das ist klar. Aber ansonsten sollte die Haltung sein des Kniens, weil ich bereue ja meine Sünden und es muss ja auch äußerlich
- irgendwo zum Ausdruck kommen. Deswegen kann ich mich auch entsprechend hinkn schön ist, dass die Pässt doch immer so schön vorgelebt haben, weil sie sich in
- der Regel dann immer auch natürlich selbst ein Papst, wenn er beichtet, kniet sich hin. Hier lebt das auch in Rom oft, da sieht man auch Bischöfe,
- Priester, Kardinäle, die beichten. Also im Prinzip jeden Tag ist es schön zu sehen, weil wir es alle nötig haben, wie als erste.
- Wie schwerwiegend Eingriffe in Form und Materie sind, haben wir schon gesehen. Also bei der Beichte müssen wir eben darauf achten, dass eben diese Dinge
- gewährt bleiben und dass wir hier auf diese Dinge achten. Eine letzte Sache, das Sündenbekenntnis muss vollständig sein. Keine schwere Sünde darf
- absichtlich verspiegen werden. Wenn man es vergisst, kann man es nachher noch mal bei nächsten beichte entsprechend beichten. Das ist kein Problem, wenn man
- es vergisst. Aber absichtig darf es nicht. Und für die Menschen in deutschen landen ganz wichtig, eine Bußandacht kann eine sinnvolle Vorbereitung sein,
- doch sie ersetzt die persönliche Beichte nicht, weil die Beichte, die Begegnung mit Gottes, wo Gott wirkt, in der Bußandacht sind wir alle zusammen und
- ebenhalt bereiten uns vor als eine Vorbereitung, aber es ist keine Absolution. Das muss man einfach wissen. Und da gab es auch leider eine große
- Verwährung in letzten Jahrzehnten, die auch dazu geführt hat, dass Menschen eben nicht mehr so oft zur Heiligen Beichte kamen. Aber das ist ganz
- wichtig, das wieder zu entdecken. Die Beichte ist, wo Gott wirkt. In der Beichte vergibt Gott die Sünden. In der Beichte befreit Gott von unseren
- Verstrickungen das Böse. In der Beichte heilt er die Seele und erweckt sie wieder neu zum Leben. Das sind die großen Dinge, die in der Beichte
- geschehen. Und in der Beichte ist es Gott selber der Handelt, der uns die Sünden vergibt. Jetzt müsste ich eigentlich einen
- eigenen Vortrag oder zwei der heiligen Eucharistie widmen, aber mir wurde das Thema gestellt beicht und Eucharistie. Deswegen auch hier einen
- kurzen Überblick. Mehr ist leider nicht drin von der Zeit her, um dieses wichtige Thema vielleicht in Grundzügen zu verstehen, aber die Vorbemerkungen
- waren eben wichtig, um überhaupt verstehen zu können, worum es geht. Also, das allererheiligste Altarsakrament, die heilige Eucharistie.
- Die Echaistie ist, so hat es das letzte Konzil betont, Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. Also lassen sich es mal auf der Zunge zergehen.
- Die Eucharistie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. Es ist die Quelle, aus der wir schöpfen.
- Wenn wir deswegen nicht zur heiligen Eucharistie gehen, z.B. dann schöpfen wir nicht aus der Quelle. Dann können sie aus irgendwelchen anderen Quellen
- schöpfen, aber das ist nicht das göttliche Wasser, was Sie empfangen werden. Die göttliche Quelle ist die heilige Eucharistie. Und so hat es das
- zweite Vatikanische Konzil definiert, dass eben die Eucharistie, die Quelle und der Höhepunkt, alles läuft daraus hinaus. Es ist das Sakrament der
- Sakramente, wie es der Heilige Thomas sagte. Das ist die heilige Eucharistie. Wie gesagt, die folgenden Ausführungen jetzt können sich nur eben wie bei der
- Beichte auf das wirklich notwendigste beschränken. Ist vielleicht nur anreißen, deswegen gleich in Mediers. Zunächst einmal, was heißt eigentlich
- Eucharistie? Sie sehen, ich setze nichts voraus hier. Ich setze ihn alles vor. Ich erkläre die Sachen so gut ich das kann. Wie wir eben Sakrament erklärt
- haben, Geheimnis, unsichtbare Wirklichkeit. Das ist auch ein Sakrament, die Eucharistie. So bedeutet das griechische Wort Eucheristie
- Danksagung. Danksagung. In der Eucharistie im deutschen Sprachraum auch als heilige Messe
- bezeichnet, feiert die Kirche das Pass Mysterium Christi. Es heißt, was wir feiern ist Tod und Auferstehung Jesu Christi.
- Ja. Tod und Auferstehung Jesu Christi in der Eucharistie wird die Erlösung gegenwärtig,
- die Christus durch sein Opfer am Kreuz für das Heil der Welt vollbracht hat. Das sind Worte mit deiner großen Tragweite.
- Die Eucharistie ist Danksagung an Gottvater für das Werk der Erlösung und die Erlösung ist gegenwärtig. Gegenwärtig. ist nicht eine
- Wiederholung, ist nicht eine Erinnerung, sie ist gegenwärtig. Die heilige Messe ist daher kein Erinnerungsritual. Wir tun das, was man
- früher getan hat, deswegen gehen wir auch zur Messe, sondern ist Vergegenwärtigung. Gott selber ist in diesem Moment gegenwärtig. Sein Opfer am
- Kreuz. Schon im alten Bund gibt es zahlreiche Vorbilder, denn Gott hat uns im Prinzip vorbereiten wollen auf das, was er uns geschenkt hat, weil er weiß,
- wie beschränkt wir sind von unserer Aufnahmefähigkeit. Und das ist besonders hervorzen, das Paschaj mal, bei dem das Lamm
- geschlachtet wurde, die Speisung mit dem Manner in der Wüste, das Brot vom Himmel, wie im Buch Exodus Kapitel 16 beschrieben, die Opfer des alten Bundes,
- die auf das endgültige Opfer Christi hinweisen. Doch all das vollendet sich in Jesus Christus. Erinnert sich noch daran, was ich zu Anfang gesagt habe,
- alle Sakramente sind von Jesus Christus eingesetzt. Jetzt sind wir bei dem Sakrament angekommen, dass er nicht nur eingesetzt
- hat, sondern dass er mit seinem Leben bezahlt eingesetzt hat. Verstehen Sie, was das bedeutet? Wie wertvoll dieses Sakrament ist?
- Beim letzten Abend mal hat der Herr dieses Sakrament seiner Liebe eingesetzt und der Apostel Paulus beschreibt es im ersten Brief an die Korinther im 11.
- Kapitel Vers 23 bis 24, wenn er sagt: "Denn habe vom Herrn empfangen, was ich euch überliefert habe." Sehen Sie nicht, was ich möchte, ich bin Apostel. Nein,
- nein, er sagt, ich gebe euch weiter, was ich empfangen habe göttlichen Rechts. Und er sagt: "Jesus, der Herr nahm in der Nacht, in
- der er ausgeliefert wurde Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: "Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis."
- Christus gab den Aposteln den Auftrag: "Tut dies zu meinem Gedächtnis." Ein Gedächtnis jedoch nicht im modernen Sinn, so wie ich erinnere mich an etwas,
- sondern im biblischen Sinn. Weil im biblischen Sinn ist das Gedächtnis die Vergegenwärtigung. Es wird gegenwärtig. Das ist, was
- Gedächtnis im biblischen Sinn bedeutet. Schauen wir also auch bei der heiligen Eucharistie nun einmal auf die konstituierenden Elemente. Gleiche
- Struktur wie eben, dass es ganz praktisch für sie wird. Erst einmal haben wir die Materie. Sehen das hier in der Mitte. Die Materie besteht in diesem
- Fall aus Wein und ungesäuertem Brot. Das ist die Materie sowie natürlich dem gültig geweihten Priester. Nur der gültig geweihte Priester kann diese
- entsprechende Opfer Jesu Christi darbingen. Niemand anders vermagt das zu tun. Deswegen ist ein Wort Gottes Feier z.B. Wort Gottesdienst der Unterschied
- zwischen einem Staubkorn und einem Gebirge, um es noch einmal auf den Punkt zu bringen mit den Worten von Pater Pio. Aber ist nicht nur Pater Pio, es hat
- auch das Konzil von Trient gesagt, wo sie das dogmatisch dogmatisch als solches auch verbirgt haben. Diese beiden Dinge sind also die Materie, die
- notwendig sind, damit das Sakrament zustande kommt. Die Wandlungsworte konstituieren die Form. Es sind die
- Wandlungsworte, wo der Priester sagt, das ist mein Leib. Er sagt nicht, das ist der Leib Christi, das sagt er, wenn er die Heilige Kommunion spendet. Er
- sagt aber bei der Wandlungsworten, das ist mein Leib. Es ist mein Leib, das ist mein Blut. Und das bildet die Form des Sakraments. Sehen auch hier wieder die
- gleiche Struktur. Sie finden das bei allen Sakramenten. Wir können das jetzt durchgehen, das tun wir aber nicht, sonst würden wir noch heute Abend da
- sitzen und ich muss meinen Flug noch erreichen. Von daher geht es leider nicht. Wie zuvor gesagt, dürfen diese Worte unter keinen Umständen verändert
- werden. Denn wer diese Worte verändert, der verändert die Form und damit wird das Sakrament ungültig. Eigentlich ganz logisch, weil es eben keine Magie ist,
- sondern weil wir das tun sollen, was die Kirche uns aufgetragen hat zu tun. Der Priester handelt in der Eucharistie in Persona
- Christi. Man sagt sogar auf Lateinisch in Persona Christiis. Das heißt, Christus selbst handelt durch ihn wie in der Beichte.
- Wir haben das eben gerade gesehen. Wir können noch einmal kurz zurückgehen. In diesem Bild ist es einigermaßen erkennbar. Ich spreche dich los von
- deinen Sünden. Christus vergibt durch den Priester die Sünden. Bei der Eucharistie geschieht das gleiche hier. Das heißt, der Priester ist sozusagen
- derjenige, durch den Christus handelt. Der eigentliche Handelne ist Christus. Es ist nicht der Priester. Deswegen kann er nicht frei und nach
- Belieben Dinge verändern, kreative Impulse einfügen, äußere Umstände, jetzt sind wir alle so schön versammelt hier und so weiter, sondern es geht darum,
- das zu tun, was Christus uns aufgetragen hat zu tun. Und mir scheint einer der Probleme, warum wir so eine Schwierigkeit haben, den Glauben
- weiterzutragen, vor allem an die Sakramente darin besteht, dass wir alle so beliebig geworden sind. Und diese Beliebigkeit, die zerstört eigentlich
- das Sakrament, weil das Sakrament in sich nicht beliebig ist. Wenn aber wir alle so gebürstet sind, wir wollen es gerne beliebig, so wie ich
- es möchte, dann reduziert sich ja das göttliche Geheimnis und dann wird's immer unattraktiver. Eigentlich müsste man es heute genau umgekehrt machen und
- das Göttliche wieder neu in den Mittelpunkt drücken. Zunächst muss hier aber noch grundlegend festgehalten werden, dass die Intention
- natürlich auch daran besteht, hier zu tun, was die Kirche tut. Das ist klar. Und dass in der heiligen Messe des Kreuzes Opfer Jesu Christi gegenwärtig
- wird. Das klingt jetzt nach wirklich einer weitreichenden Aussage. Es ist sie auch. Wenn Sie an der heiligen Messe teilnehmen, dann stehen sie oder knien
- sie besser gesagt, denn das ist die eigentliche Haltung, dessen der versteht, worum es geht, durch den Glauben sieht. Dann stehen sie unter dem
- Kreuz. Das tun sie. Sie stehen auf Golgota und sie sind am Kreuzesgeschehen dabei. Das ist das, was geschieht. Das ist in der heiligen Messe
- gegenwärtig, wo Christus für unser Heil, für unsere Sünden am Kreuz stirbt. Und das ist das größte aller Geschenke, das Gott uns macht. Und in der heiligen
- Echadestie ist dieses große Opfer seiner selbst gegenwärtig. Und gerade hier zeigt sich, wie groß das Defizit heute ist. Wenn wir das nicht
- mehr glauben, wenn wir nicht mehr diesen Glauben haben, das zu verstehen, was dort geschieht, dann wollen wir nur, dass es schnell
- durchgeht, dass es schnell zu Ende ist und dass ich irgendwie einfach nachher meine anderen Sachen mache. Wer es aber versteht von innen heraus, der wird
- anteilig, der nimmt Anteil an dem göttlichen Geschehen. Der vereinigt sich mit Gott und der darf sozusagen am Gastmal des Herrn teilhaben. Er tritt
- hinein in das Geheimnis Gottes der heiligsten Dreifaltigkeit. Das geht noch weiter. Es ist nicht nur die Teilnahme an der
- Erlösung, sondern es gipfelt in der heiligen Kommunion. Die Heilige Kommunion ist nicht ein Symbol oder ein symbolisches Stück Brot,
- das uns an Jesus erinnern soll, sondern es ist Gott selbst, der unter den Gestalten von Brot und Wein wahrhaftig gegenwärtig ist. Er ist
- wahrhaftig gegenwärtig. Ist nicht eine Erinnerung. Er ist wirklich da. Er ist wirklich da. Und Kommunion bedeutet Gemeinschaft
- und zwar die innigste Gemeinschaft. Ich habe ihn vorhin schon als Beispiel gebracht mit dem Tisch. Angenommen bei ihm klingelt jemand zur Mittagszeit und
- möchte gerne bei ihm mitessen. Es machen würden, ist eine andere Frage. Eine Sache ist ihn mit teilhaben zu lassen am Essen. Eine andere Sache ist ihn
- einzuladen in die innigste Gemeinschaft der Familie. Das ist was Gott tut. Nicht nur erlöst er uns, nicht nur schenkt er uns alles und lässt uns daran
- teilhaben, sondern darüber hinaus lädt er uns ein in die intimste Gemeinschaft mit ihm selbst. Das ist leider vielen heute kaum mehr
- richtig bewusst. Kommunion ist nicht einfach nur ein Stück Bootempfang. ist nicht nur, ich habe da irgendwas, was ich da nehme oder konsumiere, sondern
- Kommunion setzt wirkliche Gemeinschaft voraus und deswegen setzt der Empfang der Heiligen Kommunion die Gemeinschaft im Glauben und im Leben voraus,
- weil diese Gemeinschaft so intim ist, so inniglich ist, es gibt keine größere Enge oder Nähe zu Gott als in der heiligen Eucharistie. Deswegen ist es
- ganz logisch, dass ich mich innerlich vorbereiten muss. Ich muss innerlich vorbereitet sein, um in diese Gemeinschaft treten zu können. Wenn Sie
- das Intimste mit jemanden teilen, aber gar nicht mal der Freund der Person sind, nicht mal der Freund, sondern vielleicht sogar diese Person noch
- beleidigen, dann wäre das eine Phase. Und deswegen ist hier der sogenannte Stand der Gnade notwendig. Denn wer
- durch eine schwere Sünde von Gott getrennt ist, der darf die heilige Kommunion nicht empfangen, eben, weil er nicht in Kommunion ist. Wie kann ich
- etwas empfangen, was ich gar nicht bin? Das wäre ein Widerspruch in sich selber. Dadurch, dass wir aber heute das Sündenbewusstsein verloren haben, gar
- nicht mehr wissen, was eigentliche Sünden ist, ist das ein ganz großes Problem für unsere heutige Zeit. Und damit werden viele Menschen, die Gnaden,
- die Gott uns ja schenken möchte, die da sind, gar nicht auf diese Weise empfangen. Diese Lehre ist nicht menschliche Stränge, ist nicht
- kirchliche Willkür, sondern ist göttliche Weisung. Göttliche Weisung. Und zwar eine Weisung, die Sie in der Heiligen Schrift finden. Und zwar beim
- Apostel Paulus. Er schreibt im ersten Korintherbrief, Kapitel 11 Vers 29: "Denn wer davon istst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden,
- der zieht sich das Gericht zu, indem er ist und trinkt." Ja, das sind die Worte der heiligen Schrift, denn es scheint schon, dass zur
- Zeit des Apostels Paulus diese Schwierigkeiten da war. Natürlich, weil wir Menschen immer Menschen sind und weil unsere menschlichen Schwächen immer
- auch zu Tage treten. Und so müssen wir uns immer wieder prüfen. Und deswegen hängen diese beiden Sakramente so dicht zusammen, die Beichte und die
- Eucharistie. Wer in der Beichte sich vorbereitet, sich aufräumt, der wird im Stand der Gnade sein und er wird sich vorbereiten, geistig gestärkt an der
- heiligen Euchaistie teilzunehmen und der bleibt dann davor entsprechend bewahrt. Diese Aspekte sind in deutschsprachigen Ländern fast völlig in Vergessenheit
- geraten. Viele treten vor den Altar, als hätten sie ein Recht darauf, die heilige Kommunion zu empfangen. Doch es ist kein Recht,
- es ist Geschenk. Es ist übernatürliche Wirklichkeit. Es ist das größte Geschenk, das Gott uns machen konnte. Das Allergrößte.
- Darumnt der Apostel Paulus unmittelbar. Er sagt vor diesem Satz: "Jeder soll sich selbst prüfen. Erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch
- trinken." Diese apostolische Ermahnung braucht heute dringend eine erneuerte Verkündigung durch die Hirten der Kirche. Denn die Heilige Eucharistie ist
- Arznei der Unsterblichkeit und jede Arznei, jede Arznei kann nur dem nutzen, der bereit ist sie zu empfangen.
- Wenn ich eine Überdosierung von Medizin erhalte, wirkt es nicht zur meinem Heil, sondern es tut mich es nimmt dann nehme ich Schaden. Genauso fällt es sich auch
- hier. Was Gott uns hier schenkt, ist die größte Arznei der Seele, das größte aller Geschenke, weil es er selber ist. Und wenn wir daran anteilig werden
- wollen, dann müssen wir diese Voraussetzung mitbringen. Die Liebe Christi drängt uns diese Wahrheit nicht zu verschweigen, sondern sie zum Heil
- der Menschen neues Bewusstsein zu rufen. Und die Liebe drängt mich auch jetzt zum Ende zu kommen, denn ich habe die Zeit schon ein wenig überschritten. Deswegen
- können wir jetzt direkt zum Schluss kommen von den Sakramenten. Wir haben jetzt diese zwei vor allem nur gesehen, nämlich die Beichte und die Euchaistie.
- Wenn auch in Kurzform geht eine heilende und befreiende Kraft aus, die gerade in unserer Zeit so dringend benötigt wird. Mögen sich alle von diesen göttlichen
- Geschenken reichlich Gebrauch machen, so ihren Glauben stärken, ihre Seelen reinigen und dem geistigen Leben wachsen, dann werden Sie sehen,
- wie groß die Gnade ist. Christ sein zu dürfen, denn wir dürfen Anteile halten an Gott selber. Ich danke für die Aufmerksamkeit.
- [applaus] [applaus]
- [applaus] Lieber Herr Professor Weimann, ich danke Ihnen für Ihre Worte, für Ihren Vortrag.
- Ich glaube, mir alle haben ganz schön früh mit zum nach Hause nehmen heute. Vergels Gott ihnen. Verg, dass wir so viel dazu lernen durften. Verg, dass Sie
- uns hineingeführt haben in die unendliche Größe der Beichte und der Eucharistie. noch mal ganz kurz den Hinweis, wenn Z
- Spende da lassen wollt vor den Kästen sind kleine Körbchen, da schmeißt was nei. Danke, dass Sie da waren, danke, dass sie Interesse daran haben und
- danke, dass Sie sich tiefer auf den Glauben einlassen. Ihnen allen heute noch einen gesegneten Sonntag, ein gutes nach Hause kommen und vor allem Ihnen
- noch mal ganz herzliches Vergeldsgott. [applaus] [applaus]
- So, keine Angst, jetzt kommt kein zweiter Teil, aber wir wollen auch mit einem Gebet noch enden und auch den Segen Gottes noch herabrufen, über den
- wir so lange gesprochen haben. Also wollen wir auch ernst machen, wollen wir uns auch kurz erheben, dann können auch alle wieder aufwachen, nicht? Genau.
- Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Herr, wir danken dir für das Geschenk, dass du uns gemacht hast in den Heiligen
- Sakramenten. Wir bitten dich, führe uns durch sie zu einer immer tieferen Gemeinschaft mit dir. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
- Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und
- in Ewigkeit. Amen. Der Herr sei mit euch und mit deinem Geist. So segnen euch auf die Fürsprache der
- Gottesmutter Maria, der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen. Gelobt sei Jesus Christus
- in Ewigkeit. Amen. Ihn ein Gottessegen auf dem Weg des Glaubens.