#gis – Einführung in den Generalbass Hochschule für Musik und Theater München https://www.youtube.com/watch?v=JmHambMIPqM Transkript (automatisch erstellt) 0:02 [Musik] Einführung in den Generalbass der Generalbass ist eine 0:15 Kurzschrift er besteht aus einer Bassstimme und ihrer Bezifferung er wird im Moment der Aufführung z.bi an der Orgel auf dem challo oder auch auf der 0:27 Laute in einen mehrstimmigen Satz aus [Musik] gesetzt der Generalbass wird auch Basso 0:42 continuo genannt er bildet die Basis für die Musik in Barock und Klassik die Bezifferung zeigt an welche 0:52 Intervalle man über den Baston spielen soll bei den Ziffern 3 und 5 sind das z.B die Terz und die 1:03 Quinte die Lage in der man die Töne spielt wäht man aber selbst auch komplexere Akkorde kann man allein durch die Intervalle im Bezug zum 1:19 Baston abbilden [Musik] prinzipiell sind alle Ziffernkombinationen möglich man kann 1:36 also im Generalbass auch sehr komplizierte Akkorde [Musik] notieren nicht alle Töne die man spielen 1:50 soll brauchen eine Ziffer unter diesem Baston steht z.B gar keine Ziffer immer wenn es keine Ziffer gibt spielt man eine Terz und eine 2:04 Quinte dadurch entsteht ein Dreiklang in Grundstellung es werden also nur Töne beziffert die eine andere Struktur haben 2:19 sollen schauen wir uns nun einige typische bezifferungen an wenn eine sech notiert ist spielt man nicht die Terz und die 2:30 sondern die Terz und die sechste so entsteht ein Terz sech Akkord weil die Terz nicht beziffert wird heißt dieser meistens nur 2:49 sechstakkord wenn eine vi notiert ist erklingen nicht die Terz und die Quinte sondern die Quarte und die Quinte [Musik] 3:04 wenn vier und sech notiert sind erklingen Quarte und sechte diesen Akkord nennt man Quart sechst [Musik] 3:19 Akkord der wichtigste vierklang ist der septakkord dieser bekommt die Ziffer 7 [Musik] 3:32 schauen wir uns nun die Umkehrungen des setakkordes an in der ersten Umkehrung des setakkordes klingen die Terz die Quint 3:43 und die sech über dem Baston hier ist nur die sechste anders als im Dreiklang in Grundstellung damit man den Akkord vom 3:54 sechstakkord unterscheiden kann muss man auch eine F notieren deshalb heißt dieser Akkord Quint sech 4:05 [Musik] Akkord in der zweiten Umkehrung klingen die Terz die Quart und die sechst man notiert aber nur die Ziffern 3 und 4:19 4 dieser Akkord heißt terzquart Akkord die die dritte Umkehrung besteht aus der Sekunde der Quart und der sechst 4:36 man notiert aber oft nur die zwe in historischen Quellen auch oft 24 deshalb nennt man den Akkord 4:49 [Musik] sekundakkord man kann sich die bezifferungen des setakkords leicht merken die Ziffern ben eine absteigende 5:01 Reihe von 7 bis 2 beim Aussetzen des Generalbasses benutzt man grundsätzlich die Töne der 5:12 vorgezeichneten Tonart als Beispiel in cedur gibt es keine Vorzeichen ein septakkord über dem bason D ist also ein kleiner mollstakkord 5:30 in gidur mit einem Vorzeichen FIS erklingt über dem Baston D ein kleiner dueptakkord also ein dominant 5:45 septakkord in dedur mit den zwei Vorzeichen FIS und ZIS spielt man über dem Baston D als septakkord einen großen duptakkord 5:59 [Musik] wenn man nur einen Ton chromatisch verändern möchte muss man neben seine 6:09 generalbassziffer ein Kreuz ein B oder ein Auflösungszeichen schreiben möchte man die Terz verändern genügt das Vorzeichen ohne die Ziffer 6:24 3 man kann einen Generalbass mit dre [Musik] vier oder noch mehr Stimmen [Musik] 6:42 aussetzen beim Spielen kann sich die Anzahl der Stimmen innerhalb eines Stückes [Musik] 6:55 ändern im musiktheorieunterricht wird der Generalbass meistens vierstimmig ausgesetzt dabei muss man bei einem gegebenen Bass drei weitere Stimmen 7:06 ergänzen also Sopran alt und Tenor leichter für den Anfang sind aber Übungen bei denen basstimme und Sopranstimme bereits gegeben sind diese 7:20 heißen generalbasskorä dabei müssen wir also nur alt und Tenorstimme ergänzen wir fügen als Hilfe eine 7:31 zusätzliche Notenzeile ein hier wollen wir für jeden Akkord alle Töne die gespielt werden könnten notieren dazu schreiben wir den 7:41 jeweiligen Basston und die Töne aus der Bezifferung in enger Lage in die mittlere Notenzeile 7:52 [Musik] im zweiten Schritt ordnen wir die Töne so dass der sopranton der Höchste ist 8:39 die zwei anderen Töne schreiben wir in enger Lage als alt und Tenor darunter jetzt sind wir fast fertig wir müssen nun noch 8:53 satztechnische Regeln beachten Oktaven und Quinten dürfen nicht parallel geführt werden zwischen den beiden sechakkorden am Anfang sind diese 9:05 oktavparallelen [Musik] entstanden die beste Lösung für das Problem den Tenor führen wir nicht nach 9:18 oben sondern nach [Musik] unten dadurch verdoppelt man nicht die 9:29 Terz des cedur Dreiklangs sondern den Grundton bei einer Folge von mehreren Sex Akkorden muss man aufpassen dass keine Oktav oder quintparallelen 9:42 entstehen meistens hilft das Prinzip der Gegenbewegung und der Verdoppelung anderer akkordtöne bei einer Folge von mehreren 9:51 sexakkorden muss man aufpassen dass keine Oktav oder quintparallelen entstehen 9:59 meistens hilft das Prinzip der Gegenbewegung und der Verdoppelung anderer akkordtöne um das Problem zu 10:10 lösen wenn der Generalbass ohne Oberstimme notiert ist kann man selbst entscheiden in welcher Lage man beginnt diese Übung kann in der 10:21 quintlage Oktavlage oder terzlage beginnen innerhalb einer Stimme sollte man keine großen Sprünge zwischen den 10:31 Tönen machen gemeinsame Töne zwischen zwei Akkorden sollte man in der gleichen Stimme liegen 10:39 lassen beginnen wir bei diesem Beispiel in der Oktavlage die Notenzeile dazwischen ist wieder eine Hilfe man sieht dass der 10:50 sopranton C bei den ersten drei Akkorden klingen soll der Ton C kann im Sopran also einfach liegen 11:00 bleiben in den ersten beiden Akkorden ist das C ein konsonanter Ton im dritten Akkord ist das C aber dissonant weil es die Sete eines 11:12 demmolseptakkords ist dis dissonante Töne sollen immer im Akkord davor in der gleichen Stimme erklingen man nennt dies Vorbereitung der 11:24 Dissonanz vom zweiten zum dritten Akkord muss das C im supran also liegen bleiben um die Dissonanz vorzubereiten alt und Tenor bleiben vom 11:36 ersten zum zweiten Akkord liegen danach bewegen sie sich schrittweise ins a und ins D bei dissonanten Tönen ist nicht nur 11:49 die Vorbereitung sondern auch die Auflösung wichtig dafür muss sich die disonante Stimme nach der desonanz schrittweise 11:58 nach unten bewegen wegen das C muss sich hier also zum h auflösen zwischen dem dritten und vierten Akkord kann das D liegen bleiben 12:09 die Altstimme füllt den Akkord mit dem G auf zum letzten Akkord bleibt das G liegen die übrigen Stimmen bewegen sich wieder 12:22 schrittweise und damit sind wir fertig mit diesem Beispiel [Musik] genauso kann man es machen wenn wir in 12:38 quintlage beginnen möchten oder in terzlage fassen wir noch einmal zusammen beim Aussetzen dürfen keine 12:50 Quint oder oktavparallelen entstehen oft können wir die Probleme mit Gegenbewegung lösen normalerweise vermeidet man große 13:01 Sprünge die Stimmen bewegen sich also in kleinen Intervallen wenn möglich bleiben gleiche Töne zwischen den Akkorden 13:13 liegen die Behandlung von dissonanten Tönen ist wichtig man muss Dissonanzen vorbereiten und schrittweise nach unten auflösen