L7V4 Risiko aus natur , ingenieurwissenschaftlicher und sozioökonomischer Sicht | iMooX iMooX at https://www.youtube.com/watch?v=JljEP00XsJE Transkript (automatisch erstellt) 0:08 Natürliche Prozesse oder Ereignisse – im Englischen häufig bezeichnet als natural processes oder events. Dies sind Prozesse, die in einer natürlichen Umwelt auftreten und Wechselwirkungen 0:21 verursachen können, in einer Umwelt, die aber unabhängig von einer Gesellschaft stattfinden. Naturgefahren, im Englischen als natural hazard bezeichnet, sind potenziell schadenbringende 0:37 natürliche Prozesse, die innerhalb einer bestimmten zeitlichen Periode und mit unterschiedlicher Stärke auftreten können. Schäden können den Verlust von Menschenleben, 0:50 Verletzungen oder auch den Tod von Menschen beinhalten. Sie können aber auch gesundheitliche Beeinflussungen, Schäden an der bebauten Umwelt oder auch 1:03 Beeinträchtigung oder Verlust von Existenzen inklusive möglicher Leistungen sozialer, ökonomischer Unterbrechungen oder Umweltschäden beinhalten. Das heißt essenziell hierbei ist, 1:16 dass eine Gesellschaft betroffen sein muss bei Naturgefahren oder natural hazards. Der Begriff exponierte Risikoelemente – oder exposed elements at risk – das sind 1:33 alle Objekte in einer definierten Region mit einem bestimmten Schadenspotenzial, zum Beispiel Verkehrswege, Menschen, Güter, Gebäude. Diese können fix sein, 1:43 zum Beispiel ein Haus, oder sie können mobil sein, zum Beispiel ein Auto. Sie können punktuell sein, zum Beispiel ein Gebäude. Sie können linienhaft orientiert sein, zum Beispiel eine Bahnstrecke. 1:57 Oder sie können eine flächenhafte Ausprägung besitzen, zum Beispiel ein Industriebetrieb oder ein Flughafen. Exponierte Risikoelemente sind dabei einer 2:11 bestimmten Naturgefahr oder einer Kombination von Naturgefahren potenziell ausgesetzt. Ein weiterer wichtiger Begriff ist die Vulnerabilität – im englischen vulnerability. 2:25 Das ist die Charakteristik oder die Umstände einer Gemeinschaft, eines Systems oder eines Gutes, dass die Ausprägungen der potenziellen Folgen durch das Auftreten einer Naturgefahr hervorruft. In 2:43 propabilistischen oder quantitativen Risikoanalysen spiegelt der Begriff Vulnerabilität den Schadensanteil wider, der für ein potenziell betroffenes Risikoelement 2:58 zu erwarten ist. Und dieser Anteil wird häufig ausgedrückt in der Skala von 0 bis 1 oder 0 Prozent, 100 Prozent. Null: Kein Schaden bis Eins: vollständiger Schaden oder Totalschaden. 3:17 Der finale Begriff Risiko – im Englischen risk – wird ganz unterschiedlich definiert und wir fokussieren uns jetzt auf die Ingenieur-wirtschaftliche-mathematische 3:32 Sichtweise. In diesem Sinne ist Risiko definiert als eine Kombination einer Gefahr und seiner Konsequenzen. In den meisten Fällen sind diese Konsequenzen negativer Natur, 3:49 aber sie können natürlich auch als Chance für neue Entwicklungen gesehen werden. Ein weiterer wichtiger Begriff ist das Szenario. Das sind die Möglichkeiten 4:03 einer potenziellen zukünftigen Ausprägung eines Sachverhaltes, sei es eines Naturereignisses, einer Naturgefahren oder eines Naturrisikos aufgrund verschiedener Annahmen. Dies kann in 4:17 qualitativer Form über Einschätzungen zum Beispiel von Experten erfolgen oder in quantitativen Analysen repräsentiert werden. Das Risiko wird hierbei häufig als eine Funktion gesehen, 4:34 eine Funktion der Gefahr, der Risikoelemente und deren Vulnerabilität. Und das wird häufig eben in einer Gleichung dargestellt. In den meisten Fällen wird das Risiko negativ in Bezug gesetzt, 4:55 aber Sie können das Risiko auch als Chance für neue Entwicklungen sehen.