Nominalisierung von Verben und Adjektiven Studyflix https://www.youtube.com/watch?v=JR1lm8JgfeE Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Mit einer Nominalisierung kannst du andere Wortarten in einen Nomen umformen. Alles weitere über die Bildung 0:06 und die Erkennungsmerkmale lernst du jetzt kennen. Eine Nominalisierung oder auch Substantivierung dient dazu, ein 0:13 Wort zu einem Nomen, also einem Namenwort umzformen. Das kannst du mit Verben, Adjektiven und weiteren 0:20 Wortarten machen. Anschließend schreibst du das nominalisierte Wort groß. Z.B. wird aus dem Verb Lachen durch eine 0:28 Nominalisierung das Lachen. Aber schauen wir uns doch einmal genauer an, wie du verschiedene Wortarten 0:35 substantivieren kannst. Bei einem Verb hast du gleich mehrere Möglichkeiten zur Nominalisierung. 0:41 Die häufigste Form ist es einfach den Infinitiv, also die Grundform als Nomen zu verwenden. So wird z.B. aus dem 0:49 Verben, das Nomen, das Schwimmen. Du kannst aber auch den Wortstamm des Verbs durch eine bestimmte Endung 0:56 erweitern. So wird aus Begleiten etwa die Begleitung. Auf die gleiche Weise kannst du auch 1:03 eine Vorsilbe vor den Wortstamm setzen. Damit kannst du aus Brüllen z.B. das Gebrüll machen. 1:11 Zuletzt kannst du auch Partizip Perfect oder Partizip 2 nominalisieren. Normalerweise brauchst du es zur Bildung 1:18 der Vergangenheitsformen. Du bildest es, indem du die Vorsilbe G und die Endung T an den Stamm des Verbs anhängst. Dann 1:25 wird aus ich habe gesagt einfach das Gesagte. Sehr gut. 1:32 Du möchtest kostenlose Bildung unterstützen? Dann abonniere unseren Kanal. 1:38 Bei der Nominalisierung von Adjektiven sieht es ungefähr genauso aus. Am häufigsten verwendest du ein Adjektiv 1:45 einfach als Nomen. Auf diese Weise wird etwa aus dem Adjektiv grau, das Nomen, das Grau. Du hast aber auch die 1:53 Möglichkeit, eine Endung anzuhängen. So wird aus schön etwa die Schönheit. Neben Verben und Adjektiven kannst du 2:02 auch andere Wortarten nominalisieren. Das gilt etwa für Präpositionen wie in dem Ausdruck das für und Wieder oder für 2:10 Pronomen wie das Ich. Gleiches kannst du auch bei Adverbien wie das Gestern oder Zahlwörtern wie das Erste beobachten. 2:19 Insgesamt sind Nominalisierungen bei diesen Wortarten eher selten. Okay, am besten werfen wir jetzt einen 2:27 Blick auf die Signalwörter. Sie zeigen dir, dass es sich bei einem Wort um eine Substantivierung handelt. 2:34 Artikel wie der, die, das und ein, einer und eine sind ein zuverlässiger Begleiter von Nominalisierungen, wie 2:42 etwa bei dem Ausdruck das Springen. Das gleiche gilt für Pronomen, z.B. hier ihr Lachen. Auch Adjektive stehen oft vor 2:52 Nominalisierungen. Das Wwort dient dazu, das Wort genauer zu bestimmen. Beispielsweise so: Dunkles Grün. 3:00 Ebenso können Präpositionen Signalwörter für Substantivierungen sein, wie etwa bei dieser Aussage: Beim Tanzen habe ich 3:08 Spaß. Zuletzt sind auch Mengenangaben wie viel, wenig, alles oder nichts Anzeichen für eine Nominalisierung. Ich 3:15 esse wenig Süßes. Du solltest aber aufpassen, denn nicht immer folgt auf ein Signalwort 3:23 automatisch eine Nominalisierung. Schau dir z.B. diesen Satz an. Ich wünsche mir ein rotes Kleid. Rotes ist 3:32 hier keine Nominalisierung, sondern ein Adjektiv, weil darauf noch ein Nomen folgt. Es ist also selbst ein 3:38 Signalwort. Auch der nächste Satz ist eine Falle. Mir gefällt das gelbe Auto besser als 3:44 das grüne. Das Grüne ist keine Substantivierung, da es sich auf ein vorheriges Nomen bezieht. Diesen Fall 3:51 kannst du immer überprüfen, indem du das fehlende Wort an dieser Stelle einsetzt. Außerdem gibt es nicht in allen Fällen 3:59 ein Signalwort vor der Substantivierung. Das Wort schreibst du natürlich trotzdem groß. In diesem Fall hilft dir die 4:05 Artikelprobe. Kannst du einen Artikel wie der, die oder das einsetzen, handelt es sich um eine Nominalisierung. 4:13 So kannst du etwa den Satz ich liebe lesen überprüfen, denn du kannst auch einfach sagen, ich liebe das Lesen. 4:19 Lesen ist hier also eine Nominalisierung. Geschafft? Wenn in einem Text besonders 4:26 viele Nominalisierungen vorkommen, nennst du das Nominalstil. Dieser Stil begegnet dir etwa in 4:32 wissenschaftlichen oder sachlichen Texten, denn er wirkt sehr neutral. Allerdings wirken zu viele 4:38 Nominalisierungen teilweise kompliziert und unverständlich. Das Gegenteil davon ist der Verbalstil, 4:45 den du eher im Alltag benutzt. Durch viele Nebensätze wirkt er sehr lebhaft, aber auch sehr umgangssprachlich. Du 4:52 musst also je nach Situation entscheiden, ob du eher im Verbalstil oder im Nominalstil schreiben solltest. 5:00 Perfekt. Die Nominalisierung bereitet dir jetzt keine Probleme mehr. Aber kennst du auch alle weiteren Regeln der 5:06 Groß und Kleinschreibung? Im nächsten Video erfährst du mehr darüber. Dir hat das Video gefallen? Für mehr 5:13 kostenlose Videos komm auf studs.de und hol dir unsere App.