Ebenbild Gottes BibleProject - Deutsch https://www.youtube.com/watch?v=JKACvwfXD-A Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Schülerin: Wenn du zur Zeit der Bibel gelebt hättest, wärst du ziemlich sicher unter der Herrschaft eines Königs aufgewachsen. 0:07 Lehrer: Viele dieser Könige haben behauptet, Götter zu sein und sich selbst sogar als "Ebenbild Gottes" bezeichnet. 0:13 Schülerin: Das sollte ihnen Autorität geben, um allen zu sagen, was sie tun oder herstellen sollen. Lehrer: Ja, sie haben definiert, was Gut und Böse ist. 0:21 Diese Könige errichteten häufig Standbilder von sich. Das hebräische Wort dafür ist „Tselem“ und bedeutet 'Ebenbild' oder 'Abbild'. 0:28 Schülerin: Die Israeliten sahen ihre Könige allerdings nicht als Götter. Und sie sollten noch nicht einmal ein Abbild von ihrem Gott machen. 0:35 Lehrer: Genau, und das war für die damalige Zeit und Kultur wirklich einzigartig. Israel glaubte nämlich zutiefst, dass man Gott, den Schöpfer, nicht einfach auf irgendetwas 0:46 in der Schöpfung reduzieren kann. Aber es gibt noch einen anderen Grund. 0:50 Die Menschen sollen sich kein Abbild von Gott machen, weil Gott selbst schon Ebenbilder von sich gemacht hat! Schülerin: Wann hat er das gemacht? 0:57 Lehrer: Gehen wir mal auf die erste Seite der Bibel. Die erste Person die wir hier treffen, ist Gott! 1:02 ER ist derjenige, der die Autorität über alles Geschaffene hat. Er spricht und die Schöpfung gehorcht. 1:08 Er definiert was Gut und was Böse ist. Mit anderen Worten: er allein ist König! 1:13 Aber dann schafft Gott als Höhepunkt seiner Schöpfung überraschenderweise die Menschen und nennt sie "sein Ebenbild". 1:19 Schülerin: Und er gibt allen Menschen die Autorität zu herrschen. Lehrer: Ganz genau und das sagt er ihnen dann auch: Die Menschen sollen die Erde in Besitz nehmen 1:26 und über sie herrschen. Und diese große Aufgabe, die einst nur der König tun konnte, 1:31 wird hier zur Aufgabe von jedem einzelnen Menschen. Das war für die damalige Zeit eine revolutionäre Aussage, weil damit alle Menschen 1:38 zum Regieren berufen sind und so Teil des großen Projektes werden. Schülerin: Was bedeutet das? 1:43 Wie können wir denn alle mitregieren? Lehrer: Das Bild in Genesis ist "Gärtnern". 1:48 Schülerin: Gärtnern? Lehrer: Ja, Gärtnern. 1:50 Die Menschen herrschen über die Erde, indem sie sie bebauen, ihr ganzes Potenzial nutzbar machen, und sie immer weiterentwickeln. 1:57 Schülerin: Also, sie produzieren Nahrung füreinander. Lehrer: Ja, aber es bedeutet auch, Familien zu gründen, die als Nachbarn miteinander leben. 2:04 Es bedeutet Gemeinschaften zu schaffen, wo Menschen gemeinsam arbeiten, sich umeinander kümmern und neue Städte, Geschäfte, schöne Orte und andere Dinge entstehen. 2:13 Schülerin: Mit 'regieren' ist also unsere alltägliche Arbeit und Kreativität gemeint? Lehrer: Ja genau, wir sollen aus der Welt etwas machen. 2:20 Das ist unsere göttliche und heilige Aufgabe. Schülerin: Das klingt richtig gut. 2:25 Und Menschen haben ja auch eine Menge genialer Dinge erfunden. Aber genauso oft erfinden wir auch Dinge, die Leid und Ungerechtigkeit verursachen! 2:34 Vielleicht sollten wir doch lieber nicht regieren!? Lehrer: Ja, die Bibel sagt dazu auch etwas: In Genesis stellt Gott die Menschen nämlich vor die Wahl, 2:41 auf welche Art und Weise sie herrschen wollen. Werden sie ihre Autorität so gebrauchen, dass alle Menschen davon profitieren 2:47 - das wäre Gottes Definition von "gut" - oder wenden sie sich von Gott ab, definieren Gut und Böse für sich selbst und nutzen ihre Autorität zu ihrem eigenen Vorteil? 2:56 Schülerin: In der Geschichte entscheiden sie sich, ihrer eigenen Definition von Gut und Böse zu folgen. Lehrer: So beschreibt die Bibel den Zustand von uns Menschen. 3:05 Manchmal erschaffen wir erstaunlich gute Dinge, aber genauso oft handeln wir auch eigensinnig und schaffen Böses in der Welt - trotz aller guten Vorsätze. 3:14 Schülerin: Wir sind bestenfalls mittelmäßige Herrscher, die viel Durcheinander anrichten. Lehrer: Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. 3:21 Die Bibel sagt, dass all diese Probleme gelöst wurden, als sich Gott selbst in Jesus an uns Menschen gebunden hat. 3:28 Er hat uns gezeigt wie es aussieht, wenn man als Mensch wirklich herrscht. Schülerin: Und wie sieht das dann aus? 3:34 Lehrer: Jesus herrscht, indem er anderen dient und ihr Bestes sucht, indem er sich unter andere stellt und nicht nur seine Freunde sondern auch seine Feinde liebt. 3:44 Schülerin: Das ist keine typische Art zu regieren. Lehrer: Nicht nur das! 3:47 Jesus stellte sich auch allen schrecklichen Konsequenzen die wir Menschen durch unsere klägliche Art zu Herrschen verursacht haben. 3:54 Er trägt die Konsequenzen. Er lässt sich deshalb töten. 3:59 Wenn die Autoren des Neuen Testaments über die Auferstehung von Jesus schreiben, sehen sie wie eine ganz neue Zukunft für die Menschheit anbricht. 4:07 Schülerin: Jesus ist der neue Weg, um wirklich Mensch zu sein. Lehrer: Ja, deshalb nennen sie Jesus auch "Ebenbild Gottes" und "den Neuen Menschen". 4:14 Und sie glaubten auch, dass das göttliche Leben und die göttliche Kraft von Jesus uns heilt und verändert und zu unserem Leben und unserer Kraft werden kann. 4:23 Schülerin: Das klingt richtig gut. Aber wie sieht das konkret aus? 4:27 Lehrer: Der Apostel Paulus erklärt es so: Menschen werden mit der Gegenwart und dem Geist von Jesus selbst erfüllt und sind deshalb voller Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, 4:37 Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Das ist die neue Art von Mensch, die Gott in uns schaffen will. 4:44 Wir werden zu Menschen, in denen Gottes Ebenbild wiederhergestellt wird und die den menschlichen Auftrag wieder vorwärtsbringen. 4:52 Und so endet die Geschichte der Bibel dann auch: Mit einer erneuerten Welt, in der Gott auf dem Thron sitzt und all seine Diener um ihn herum versammelt sind 5:00 – und sie sind diejenigen, die über die neue Welt regieren und neue Gebiete entdecken. Alles mit Jesus, ihrem Heiler und ihrem Gott.