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Schnuppervorlesung Geographie - Max Peter Menzel "Humangeographie"

Universität Klagenfurt19:09 12.102 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 114 Zeilen
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  1. [Musik] hallo ich bin professor max peter menzel und ich lehre wirtschaftsgeographie an der universität klagenfurt
  2. es freut mich dass sie die schnuppervorlesungen geografie besuchen und was uns heute anschauen ist wieso unternehmen und ökonomische aktivität
  3. nicht gleich für mit den eltern verteilt ist wieso sich räumliche präsentationen herausbilden hier auf dieser karte sehen sie die bevölkerungen auf der welt
  4. verteilt und sie sehen es gibt regionen mit sehr viel bevölkerung china indien europa ost und westküste der usa und sie sehen auch dass sich in diesen
  5. ort wo halt wirkung ist auch solche spitzen herausheben das sind die großen metropolen tokio mexico city new york und so weiter und man sieht auch dass
  6. viele regionen im prinzip sehr wenig bevölkerten aufzuweisen haben was wir also sehen ist eine große ungleiche verteilung der bevölkerung
  7. über den erdball hinaus diese ungleiche verteilung wird noch ausgeprägter wenn wir uns die bevölkerung anschauen sondern wissen diese karte beschreibt
  8. patente als indikator dafür wo ist eigentlich wissen produziert und hier sehen wir diese diese ungleichheit noch viel ausgeprägter hat ganz wenige
  9. zentren ihren airport korea china europa ost und westküste der usa und in großen teilen der welt sie mir ein geflecht ein paar kleine rote punkt aber halt auch
  10. völlig diese diese großen spitzen das bedeutet wenn es zu wissensproduktion geht ist die globale ungleichheit noch viel ausgeprägter
  11. das bedeutet natürlich im umkehrschluss dennoch versuchen möchte solche räumlichen konzentration zu erklären damit wahrscheinlich das wissen die
  12. produktion eine wichtige erklärung hierfür seien und diese erklärung wollen wir heute in dieser schnuppervorlesungen folgen
  13. ich würde drei punkte in dieser vorlesung ansprechen der erste punkt ist die so integriert man eigentlich und wie wird eigentlich wissen transferiert über
  14. eine interaktion der zweite punkt ist wie unterscheidet sich die wissens der wissenstransfer die interaktion in räumlicher nähe von der wissens von den
  15. wissenstransfer und interaktion in räumlicher distanz zum beispiel über skype e mail telefon und der dritte punkt da geht man zum system wie was
  16. machen eigentlich der business process in regionalen systemen also die interaktion zwischen vielen in regionaler ebene was man diesen prozess
  17. eigentlich bedeutsam für den ersten punkt wieso ist eigentlich interaktionen wichtig da gehen wir aus der georg wie so ein bisschen raus und wir schauen uns
  18. an was michael tomasello dazu sagt tomasello war lange zeit leiter des max planck instituts für evolutionäre anthropologie in leipzig und er hat sich
  19. mit der frage beschäftigt wie sie eigentlich gerade der mensch zu solchen kulturellen errungenschaften fähig ist und dass ich den menschen aber für
  20. andere lebewesen mit dem affen unterscheidet und sein argument ist es ist nicht dass der mensch eben intelligenter ist sondern es ist der
  21. wille zur kooperation zur interaktion die alte menschen besonders macht und hier sehen wir so zum beispiel von den experimenten der macht man sieht eine
  22. spielsituation zwischen einem menschen und einem erwachsenen und der erwachsen hat die anweisungen bisschen ein bisschen dumm zu tun also nicht
  23. unbedingt immer sofort mitzuspielen und man sieht ja eigentlich dass das kind versucht den erwachsen immer wieder zu motivieren mitzumachen mitzuspielen
  24. das kind zeigt dem erwachsenen auch wie man dieses spiel macht hier nimmt das kind erwachsen an die hand für die hand da hin und sagt ja du musst ja
  25. eigentlich auch dieses gerät mit diesem gerät spielen und suchen uns also in diesem prozess zu einer sehr intensiven interaktion auch
  26. viele nonverbal interaktionen wird ausgetauscht es gibt viel feedback zwischen beiden akteuren und letztendlich gibt es einen sehr starken
  27. komplexen informationsaustausch zwischen dem mann und einem kind mit dem ziel dass beide letztendlich zusammen dieses spiel spielen
  28. hier sehen wir eine andere experiment situation auch von michael tomasello mensch und affe und in dieser situation versucht der der mensch den affen zu
  29. motivieren mitzuspielen und man sieht eigentlich dass der affe relativ wenig interesse daran hat mitzuspielen das spiel zwar und sich auch nicht unbedingt
  30. unglücklich aus aber spielt er für sich und irgendwann hat er kein interesse mehr und und verlässt halte ich diese situation dass dieses beispiel
  31. eigentlich zeigt ist das halt interaktionen eigentlich sehr wesentlicher bestandteil ist aber ist natürlich hier natürlich noch keine
  32. explizit geografische aspekte angesprochen aber wenn man das mal aus einer geografischen detektive anschaut dann sieht man natürlich diese
  33. interaktion findet face to face zwischen diesen beiden akteure statt mann ist im gleichen raum man hat einen sehr intensiven austausch und dann stellt
  34. sich natürlich die frage ist dieser austausch zwischen diesen akteuren würde der auf die gleiche art und weise stattfinden können wenn die beiden
  35. akteure auch in distanz zueinander steht oder anders ausgedrückt wird eigentlich in so einer situation wo man beieinander ist anderes wissen ausgetauscht mehr
  36. wissen ausgetauscht alte situationen wo man halt über die distanz kommuniziert über skype e-mail usw hier kommt ein anderer plan ins spiel
  37. nämlich michael pohl anni michael pohl anni war chemiker und er hatte die beobachtung auch in den chemischen labors das die wissenschaftlerin und
  38. wissenschaftler dort in einem kontext wo im prinzip sehr viel auch verschriftlicht wurde sehr viel qualifiziert wurde es wurden
  39. versuchs protokolle angeführt es wurden das was man machen wollte begründet aus der literatur heraus herausgefunden dass in diesem kontext wo halt sehr viel
  40. qualifiziertes schriftliches wissen vorhanden war die wissenschaftler teilweise reagenzien gemixt haben und mit einem positiven
  41. ergebnis und auch nach oben überhaupt nachvollziehen zu können wieso die das jetzt gemacht haben und wieso auch dieses ergebnis dann positiv waren
  42. das bedeutet die chemikerinnen und chemiker haben ausprobiert ohne begründen zu können oder artikulieren zu können wieso sie etwas gemacht haben
  43. das hat ihnen dazu geführt dass im moment das wissen letztendlich unterschiedliche dimensionen hat eine dimension die kann man wo man sich
  44. ausdrücken kann wo man das wissen auch artikulieren kann wohnen das wissen auch über eine sprache über codes transferieren kann und eine andere
  45. dimension nämlich das stillschweigende wissen was auch irgendwie mit fließt was man aber nicht artikulieren kann wie zum beispiel bei den bei den chemikern die
  46. hatten ein gefühl dafür was passiert wenn die zwei reagenzien zusammenpacken sie konnten aber nicht artikulieren was rauskommt das hat ihnen zusammen
  47. berühmten ausspruch gebracht been or more than we can tell wir wissen also mehr als wir überhaupt fähig sind zu artikulieren
  48. und hier kommt dann der aspekt hinein kann man vielleicht dieses wissen was man nicht fähig ist zu artikulieren in welchem kontext kommt übertragen und
  49. hier gibt's das argument dass dieses leichter übertragen werden kann wenn dich die beiden akteure in rom ich an ihr treffen wenn sich face to face sehen
  50. wenn sie direkt miteinander agieren können und die gründe dafür sind unter anderem dass man man verstanden hat zum beispiel nachfragen kann und damit
  51. erklärt dass man also ein schnelles feedback bekommt im prinzip man bei einer face to face interaktion ist eine hochfrequenz
  52. interaktion mit permanent sehr schnell miteinander aufeinander reagieren kann man kann anderes informationen konten transferiert werden den man zum beispiel
  53. über mimik oder gestik informationen wieder gibt man kann zusammen an papieren an gegenständen arbeiten es sind vor wie möglich wie zum beispiel
  54. was man in dem video gesehen hat dass das kind den erwachsenen am arm an der hand nimmt und zeigt okay so musst du das machen und solche sachen sind im
  55. prinzip möglich wenn sich die beiden akteure in räumlicher nähe zueinander befinden und die sachen sind eher schwerer möglich wenn die inflation über
  56. distanz stattfindet über skype und so weiter beispiel für diese kommunikation über distanzen von qualifiziertem wissen ist vielleicht dieses das ist die
  57. bauanleitung eines billy-regal von ikea und diese bauanleitung liegt jedem billy regal bei und hat das ziel dass jeder käufer die käuferin mit dieser anleitung
  58. letztendlich so ein billy-regal aufbauen kann wer jemand wenn jemand zuerst mal so ein ikea regal aufbaut wird man merken dass
  59. das nicht ganz so einfach ist man ist erst mal vor einer ganzen menge von von von von brettern und und schrauben und man wird oft sehr viele
  60. fehler machen mit einer schraube fallen schreinen drehen die eigentlich woanders hin gehören muss man mit einem brett falsche einen fall dass brad benutzen
  61. aber irgendwann wird das regal stehen aber man braucht halt zeit diese kommunikation hat fraktionen und sie ist nicht so effizient wie eine situation in
  62. der jemand anders am helfen würde dieses regal mit erfahrung dieses regal aufzubauen man kriegt es auch über die zeit hin wenn man genug für ikea möbel
  63. aufgebaut hat aber es ist halt ein zeitlicher prozess und der effizientere prozesse ist wenn man jemand hat deren das zeigt die sachen aufzubauen
  64. diesmal als beispiel dafür dass so eine interaktion wo man sich sieht man sich trifft man auch für das miteinander interagieren kann
  65. dass die oft weit effizienter ist als eine solche form der interaktion der nächste punkt ist wie finden solche wissensprozesse interaktive ein bisschen
  66. prozesse wie führen dass die dazu dass sich auch gerade regionen städte usw besser entwickeln und man kann natürlich auch so eine interaktion
  67. wenn man jemanden treffen möchte kann natürlich auch punktuell machen man fährt eine andere stadt trifft diese person
  68. ich hätte wieder zurück aber das erklärt noch nicht wieso sich regionen orte wo halt akteure permanent in räumlicher nähe sich in räumlicher nähe befinden
  69. wieso die sich gerade auch und wo es viele von diesen akteuren gibt wieso gerade die sich so gut entwickeln und die haben wir so einen dritten erklärung
  70. strang und deren uns geliefert von von den rekorden der rekord ist eine ameisen forscherin und sie versucht anhand von ameisen zu erklären wieso sich komplexe
  71. systeme herausbilden und die ameisen sind eigentlich für so was ganz geeignet weil ameisen im prinzip sehr sehr simple wesen sind sie haben
  72. als vergleich einfach 250.000 gehen zählen der mensch hat zehn milliarden und sie können nur relativ einfach aktionen
  73. durchführen sie können sie mal was essen sie können etwas bekämpfen und sie reagieren auf gerüchte eine ameisenkolonie kann aber auch bis zu 100
  74. millionen ameisen bestehen hat ja also eine sehr interessante differenz zwischen einem sehr einfachen medium der ameise oder am sehr komplexen system
  75. diese beiden sachen zusammenhängen dass selbst lässt er sich auch wieder die interaktion hier sehen wir letztendlich hier sehen
  76. wir mal als beispiel ein kameraperspektive aus einem ameisenbau und wir sehen das im prinzip auch dort
  77. interaktion stattdessen lieber über die fühler die ameise warten an dem eingang oder braucht kann dieses baus und tasten letztendlich die anderen ameisen ab die
  78. rein oder raus gehen und die raten da rausgehen ameisen senden duft signal ab über das was sie letztendlich machen und die die ameise die hier wartet die einen
  79. abholt diese duft signale auf man also sehr viele ameisen rein und rausgehen mit dem signal die haben was zu fressen gefunden wird sich diese am altar zu
  80. entscheiden ok schließen uns schließt mit diesem namen an und suche auf was zu fressen oder wenn man solche signale kommen das irgendwie ein feind bekämpft
  81. werden muss dann dann dann wird die ameise das machen das bedeutet das eine sehr einfache interaktionen die vielfach stattfinden
  82. aber die dazu führen dass letztendlich solche sehr komplexen systeme wie ein ameisenhaufen funktionieren durch erkenntnisse kann natürlich auch auf
  83. regionen städte und so weit übertraf auch dort interaktion wichtig natürlich müssen die unternehmen und akteure die müssen nicht zwangsläufig in der
  84. region interagieren aber studien zeigen dass unternehmen mit einem anderen unternehmen interagieren diese wahrscheinlichkeit dass sie das
  85. machen ist höher wenn das andere unternehmen auch in der gleichen region ist also man inter wird er in der gleichen region ist dann gibt es auch
  86. noch weitere erkennen müsse die zeigen wenn man in der region sehr viel interagiert wenn also die akteure sehr viel mit anderen regionalen akteuren
  87. interagieren hat das einen mehrwert für die region die region entwickeln sich also besser hier sehen wir mal ein beispiel aus
  88. einer studie von kollegen die ich der frage gestellt haben wieso sich eigentlich bestimmte lifecycle knast bestimmte clustern life
  89. science bereich herausgebildet haben an orten an dem man nicht unbedingt erwartet hätte und die großen kooperationen zb in
  90. in boston und mir hätte eigentlich erwartet dass solche konstellation eigentlich auch an orten wie york entstanden wären weil es gerade auch in
  91. new york gute universitäten gibt in diesem bereich war es new york sehr viele internationale organisationen im bereich health gibt weil es auch dort
  92. sehr viel kapital gibt und eigentlich auch viele unternehmen aber die der cluster mit mit vielen unternehmen der sehr stark wachsende
  93. unternehmen innovativ sind der ist in boston entstanden und sie haben das versucht damit zu erklären dass sie angeschaut haben wie
  94. interagieren eigentlich die unternehmen miteinander und sie haben das versucht dadurch herauszufinden indem sie versucht haben den netzwerke für
  95. unternehmen nachzuvollziehen und diese grafiken beschreiben letztendlich die unternehmensnetzwerke und die netzwerkverbindung zu anderen
  96. organisation in der region in boston und new york zu drei zeitpunkten 1990 1996 bis 2002 die punkte sind unternehmen oder andere organisationen wie zum
  97. beispiel forschungseinrichtungen universitäten und die linien zu schließen punkten beschreiben eine verbindung zwischen diesen beiden
  98. organisationen und letztendlich bei eine vielzahl von verbindungen kann man letztendlich das netzwerk in diesen beiden regionen beschreiben wenn eine
  99. punkt keine verbindung hat heißt das nicht dass dieser punkt überhaupt keine verbindung hat sondern dieser bindung sind teilt vielleicht zu anderen
  100. organisationen in anderen regionen wenn also ein punkt keine verbindung hat sei das nur aus dieser punkt hat keine anderen verbindung in der region
  101. und was mir eigentlich sehen kann ist oben hat man die netzwerke für boston und unten hat netzwerke für new york das sich über die zeit gerade die
  102. organisationen in boston sehr stark untereinander vernetzt haben aber hatten großen anteil von unternehmen in boston die mit anderen unternehmen und
  103. organisationen boston vernetzt sind und dieser anteil ist new york weit geringer und das war letztendlich eine erklärung dafür gerade wald unternehmen vernetzt
  104. sind weil wissen dort sehr schnell fließen kann zwischen den organisationen weil wird auch sehr viel besser übertragen werden kann auch sehr viel
  105. implizites wissen übertragen kann gerade deswegen entwickelt sich der hat sich der cluster in boston weit besser entwickelt als der cluster in new york
  106. so dies waren so wissensbasierte erklärungen die dazu führen dass wir solche großen solche stark ausgeprägten konzentrationen
  107. weltweit haben das natürlich ein wichtiges thema nicht in der biografie sondern sondern der der der geografie insgesamt werden uns in der vorlesung im
  108. wintersemester aber nicht mit solchen sachen beschäftigen also nicht nur mit formen der regionalen konstellation wäre uns auch beschäftigen mit formen der
  109. globalisierung beginn also weit über die region hinaus und natürlich auch mit formen der globalen ungleichheiten dann wir werden uns auch nicht ökonomischen
  110. aspekten beschäftigt und auch mit formen der migration und dem demografischen wandel das sind eigentlich auch themen die
  111. eigentlich alle betreffen und wir werden uns auch damit beschäftigen dass sich diese prozesse über die zeit verändern gesellschaft bleibe ich mal gleich
  112. sondern verändert sich und mit diesen veränderungen gehen auch sehr viele andere dinge einher wie wir produziert will konsumiert was bedeutet die
  113. erkenntnisse das wissen was präsentiert wird ist immer auch im flug- und finde immer auf ihre neue ausprägung herzlichen dank für die aufmerksamkeit
  114. und das interesse ich habe mich freuen sie im oktober in dieser vorlesung begrüßen sie den vielen dank