Artbildung nach der Synthetischen Evolutionstheorie | STARK erklärt STARK Verlag https://www.youtube.com/watch?v=HTw7l7kxMbY Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wusstest du, dass es auf der Erde mehrere Millionen verschiedene Tier und Pflanzenarten gibt? Wie es zu dieser enormen Vielfalt gekommen ist, erfährst 0:08 du in diesem Video. [Musik] Die synthetische Evolutionstheorie ist 0:18 echt eine super Sache. Sie stellt die Erweiterung der Theorien Charles Darwins mit Hilfe der Erkenntnisse aus allen Teilbereichen der Biologie da und kann 0:27 erklären, wie es zur Entstehung neuer Arten kommt. Nach der synthetischen Evolutionstheorie verläuft die Evolution durch die Wirkung der fünf 0:35 Evolutionsfaktoren. Mutation, Rekombination, Selektion, Genrift und Isolation. Bevor wir loslegen, hier erstmal die wichtigsten 0:46 Definitionen. Eine Art umfasst alle Individuen, die sich theoretisch fruchtbar miteinander kreuzen können. Eine Population bilden 0:54 alle Individuen eine Art, die in einem Ökosystem vorkommen und sich daher tatsächlich untereinander fortpflanzen können. Die Mitglieder einer Population 1:02 haben also einen gemeinsamen Genpool. Als Genpool wird die Gesamtheit aller Gene und ihrer Allele in einer Population bezeichnet. 1:11 Schauen wir uns jetzt mal kurz die einzelnen Evolutionsfaktoren an, damit uns klar wird, was die so treiben. Mutation und Rekombination sind 1:19 zufällige Ereignisse. Sie erhöhen die genetische Vielfalt innerhalb des Genpools einer Population. Damit sorgen sie dafür, dass es Individuen mit 1:27 unterschiedlichen Merkmalen gibt. Das ist sehr wichtig, damit der nächste Evolutionsfaktor die Selektion etwas hat, woran er ansetzen kann. Die 1:35 Selektion sorgt nämlich für eine gerichtete, also nicht zufällige Veränderung des Genpools je nach den gerade herrschenden Umweltbedingungen. 1:44 Die jeweils am besten angepassten Individuen können ihre Gene am erfolgreichsten an die nächste Generation weitergeben und tragen damit 1:51 am meisten zu deren Genpool bei. Die Gendrift mischt das Ganze etwas auf. Sie kann vor allem in kleinen Populationen dazu führen, dass zufällige Allele 2:01 Genpool häufiger oder seltener vorkommen, egal ob sie vorteilhafte oder nicht vorteilhafte Merkmale codieren. Durch den letzten Evolutionsfaktor in 2:10 der Runde, die Isolation, wird der Genfluss zwischen verschiedenen Populationen einer Art verhindert, was letztendlich zur Entstehung neuer Arten 2:18 führen kann. So, dann lass uns doch endlich mal anschauen, wie es genau zur Artbildung kommen kann, damit gleich mal keine 2:25 Missverständnisse aufkommen. Neue Arten können immer nur aus bestehenden Arten entstehen und nicht einfach aus dem Nichts. Also werden jetzt zwei 2:34 Populationen einer Art, beispielsweise durch eine Naturkatastrophe räumlich, also geographisch voneinander isoliert, spricht man von Separation. Bleibt die 2:44 Separation dauerhaft erhalten, kann das Wirken der anderen Evolutionsfaktoren dazu führen, dass sich der Genpool der beiden Teilpopulationen 2:51 auseinanderentwickelt und zwei verschiedene Unterarten, manche sprechen auch von Rassen, entstehen. Dauert die Separation noch länger, kann es 2:59 schließlich dazu kommen, dass sich die beiden Gruppen nicht einmal mehr dann kreuzen könnten, wenn die Isolation aufgehoben wird. Sie sind also 3:07 reproduktiv isoliert, was bedeutet, dass aus einer Ursprungsart zwei verschiedene neue Arten entstanden sind. Beruht die Artbildung, wie hier beschrieben, auf 3:16 einer geographischen Trennung, spricht man von allopatrischer Artbildung. Im Gegensatz dazu ergibt sich der seltene Fall der sympatrischen Artbildung nicht 3:26 aus einer geographischen Trennung. Hier führt beispielsweise die Polypluidisierung von Individuen, das heißt die Vervielfältigung des 3:33 Chromosomensatzes zur sofortigen reproduktiven Isolation. Dieser Fall kommt eigentlich fast nur bei Pflanzen vor. Jetzt das Ganze noch einmal im 3:42 Schnelldurchlauf. Die synthetische Evolutionstheorie vereinigt die Theorien Darwins mit den Erkenntnissen aus der modernen Biologie. Nach dieser Theorie 3:50 gibt es fünf Evolutionsfaktoren: Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift und Isolation. Bei der Entstehung neuer Arten wirken die 4:01 Evolutionsfaktoren zusammen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der allatrischen und der sympathischen Artbildung.