Evolution [Einführung / Zusammenfassung] [1/2] - Biologie, Oberstufe, Abitur TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=HFCp9hMULR8 Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] dieses Video ist als grundlagenvideo zur evolutionsbestimmung wir sehen sowohl 0:13 zur Einführung in das Thema als auch zur Zusammenfassung des Abitur relevanten Halbjahres in Biologie zwar werden alle 0:18 relevanten Inhalte wie zum Beispiel die Evolutionstheorien Evolutionsmechanismen Ergebnisse von 0:24 Evolutionen thematisiert für eine vertiefen Auseinandersetzung wird allerdings vor allem auch zeitlichen 0:30 Gründen auf weitere Videos verwiesen die ich bereits zu den Einzelthemen gemacht habe die Welt der Organismen unterliegt 0:36 einem stetigen Wandel viele Veränderungen lassen sich in geologischen Zeiträumen von mehreren 0:41 Millionen Jahren nachvollziehen anhand von Fossil belegen manche evolutionäre Veränderung erfolgen jedoch im 0:47 Zeitraffer wie auch die corona-pandemie zeigt in Echtzeit erleben wir wie Corona-Viren ständig und rasch mutieren 0:55 und neue Varianten hervorbringen und Mutationen also dass ich das Erbgut verändert sind ein Antriebsfaktor für 1:03 Evolution man sagt in diesem Zusammenhang die Corona-Viren evolvieren auch die Grippe wären investieren so 1:09 schnell das Grippe Impfstoffe jedes Jahr neu entwickelt werden müssen Impfstoffe des vergangenen Jahres sind nicht mehr 1:15 wirksam gegen den grippestamm des aktuellen Jahres das sind nur zwei Beispiele für Belege evolutionärer 1:22 Veränderungen die Biologen in einem so großen Umfang zusammengetragen haben dass wir mittlerweile von der 1:27 Evolutionstheorie sprechen wenn es um das Verständnis und die Anwendung evolutionärer Veränderung geht im 1:34 Gegensatz zu einer Hypothese oder gar einer Vermutung wird der Begriff Theorie im naturwissenschaftlichen 1:39 Sprachgebrauch nur dann verwendet wenn so umfassende Belege für das jeweilige Phänomen existieren das ist 1:45 allgemeingültig anerkannt ist Evolution ist eine Tatsache die stattfindet und die Stadt gefunden hat und muss dadurch 1:52 trotzdem nicht andere religiöse Vorstellungen über die Entstehung der Erde und des Menschen ausschließen auch 1:59 der Glaube an die Schöpfungsgeschichte hat seine Berechtigung nur kann das religiöse Verständnis über die 2:05 Entstehung des Lebens nicht mit dem folgenden Naturwissen beruflichen Verständnis erklärt werden unter 2:11 Evolution versteht man also die stammesgeschichtliche Veränderung des Erbguts über Generationen weg wenn sich 2:17 die genetische Struktur einer Population verändert dann ändert sich genau genommen die Häufigkeit von 2:23 gen-varianten die man auch als Allele bezeichnet ihr wisst dass ein gehen ein ganz bestimmter Abschnitt auf der DNA 2:30 ist der die Information für die Synthese eines Proteins enthält und dieses kann für Merkmalsausprägung wie zum Beispiel 2:37 die Blütenfarbe verantwortlich sein und solche Merkmalsausprägungen können unterschiedlichen Varianten vorkommen 2:43 die man als Allele bezeichnet beispielsweise kann es ein Allele für die Ausprägung Violetta Blüten und ein 2:50 Allee für die Ausprägung wasserblüten gibt wenn in einer Population über Generationen weckt die Häufigkeit der 2:56 violetten Blütenfarbe in einer Population zunimmt dann findet Evolution statt 3:02 Evolution lässt sich durch die Veränderung der allelfrequenzenden Populationen im Laufe der Zeit berechnen 3:08 es war der englische Biologe und Naturforscher Charles Darwin der 19 Jahrhundert die Evolutionstheorie wie 3:14 wir sie heute kennen entwickelt insgesamt fünf Jahre lang war davon auf einer weltweiten Expedition in der er 3:20 unzählige Tier- und Pflanzenarten untersuchte und anhand seiner vielen Beobachtung postulierte das Arten nicht 3:27 unveränderlich sind und im Laufe der Zeit einem Wandel unterliegen mit dieser Hypothese war Darwin nicht 3:34 allein auch andere sprachen sich bereits dafür aus dass es eine Evolution gebe deutlich revolutionärer war seine zweite 3:42 Hypothese nämlich das verschiedene Arten auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen und sich diese im Laufe der 3:49 Zeit aus diesem entwickelten für beide Hypothesen fehlten jedoch Erklärungsansätze die Erklärung dafür 3:56 dass Individuen bzw Arten ein evolutionären Wandel unterliegenden lieferte er mit seiner dritten Hypothese 4:02 zu natürlichen Selektion demnachweisen manche Individuen eine höhere überlebens- und Fortpflanzung 4:08 Chance auf als andere aufgrund von Variationen im Phänotyp im äußeren Erscheinungsbild die höheren 4:15 Überlebenschancen einiger Individuen begründet darin mit dem Satz survival of the fit ist das Überleben das am besten 4:22 angepassten das Beispiel der Entstehung von Giraffen wie wir sie heute kennen wurde von Darwin für seine Theorie 4:29 herangezogen und dürfte wohl der schulbuchklassiker schlechthin sein Giraffen mit längeren Hälsen kommen 4:34 besser an die Blätter der Bäume dran zum Fressen als Giraffen mit kleineren Hälsen sie sind besser an die Umwelt 4:40 angepasst und haben dadurch einen Selektionsvorteil unter solchen Bedingungen nimmt die Häufigkeit einer 4:46 vorteilhaften Erbanlage wie in diesem Beispiel ein langer Hals in der Population von Generation zu Generation 4:53 zu mit anderen Worten ausgedrückt die genetische Struktur einer Population verändert sich im Laufe der Zeit neben 4:59 Charles darin gibt es einen weiteren Forscher der sich der Frage nach dem Mechanismen der Evolution widmete und 5:05 ebenfalls die giraffenentwicklung zu seinem Erklärungsansatz heranzug John baptistler mag Lamar ging davon aus dass 5:13 Evolution das Ergebnis eines aktiven Prozesses ist bei dem der Gebrauch von Organen diese Stärke ausprägt und 5:20 Organen die nicht oder nur wenig beansprucht werden sich zurück bin ihm zur Folge sind die Giraffen zu ihrem 5:26 langen Hals gekommen weil sie infolge von Nahrungsknappheit am Boden den Hals Strecken mussten um die Blätter von den 5:33 Bäumen zu erreichen als physiologische Reaktion des Körpers auf das verstärkte Strecken des Halses wird dieser ein 5:41 wenig länger und dieses erworbene Merkmal dass der Hals ein kleines bisschen länger ist wird vererbt so dass 5:49 sich der lange Hals über Generationen hinweg entwickeln konnte die Vererbung erworbene Eigenschaften kann durch 5:56 Erkenntnisse der modernen Genetik nicht gestützt und sogar ausgeschlossen werden und trotzdem spielt er mags Theorie aus 6:02 wissenschaftlicher sich deine wichtige Rolle Darwins Annahmen bildendes heute die Grundlage für das Verständnis 6:08 evolutionärer Prozesse und werden durch Erkenntnisse aus vielen weiteren Wissenschaftsbereichen heute als 6:14 synthetische Evolutionstheorie zusammengefasst natürlich ist Selektion ist der wichtigste evolutionsmechanismus 6:20 der zu einer Veränderung der genetischen Struktur einer Population führt aber wie muss eigentlich ein Merkmal ausgeprägt 6:27 sein damit es den Fortpflanzungserfolg eines Individuums begünstigt und natürliches Selektion einwirkt nicht 6:34 selten begünstigt die besondere Ausprägung eines Merkmals den Fortpflanzungserfolg eines Individuums 6:39 wie das Beispiel der Giraffe belegt weil sich ein langer Hals als vorteilhaft erweist und man Nahrung zu gelangen auch 6:46 die langen Hörner der Rinderrasse texanisches Longhorn werden als Merkmal begünstigt weil sich lange Hörner als 6:53 vorteilhaft erweisen um sich vor Angriffen von Fressfeinden zu schützen entsprechend weisen Individuen mit 6:58 langen Hörnern eine höhere Fortpflanzung Chance eine höhere biologische Fitness auf als solche Organismen mit kürzeren 7:06 Hörnern Seiten Individuen mit einer extrem Merkmals Ausprägungen die höchste biologische Fitness aufweisen dann kommt 7:14 es zu einem evolutionstrand hin zu diesem extrem man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer gerichteten 7:20 Selektion dieses Merkmal zum Beispiel langer Hals setzt sich von Generation zu 7:25 Generationen immer mehr in einer Population durch und dominiert das phänotypische Erscheinungsbild eine 7:31 gerichtete Selektion in engem Wechselbeziehungen zwischen Arten kann zu einem Prozess führen den man als 7:36 Koevolution bezeichnet Beispiel die Fähigkeit zur Echoortung erlaubt es Fledermäusen auch in kompletter 7:43 Dunkelheit fliegende Insekten auszumachen und zu erbeuten als Reaktion darauf haben viele Gruppen nachtaktiver 7:51 Fluginsekten wie zum Beispiel Nachtfalter die Fähigkeit entwickelt die Ultraschall Laute von Fledermäusen 7:56 wahrzunehmen um zu vermeiden von ihnen er wollte zu werden Nachtfalter den das am besten gelingt 8:03 die Fledermäuse zu hören und zu meiden haben einen Selektionsvorteil gegenüber ihren Artgenossen und üben gleichzeitig 8:09 einen Selektionsdruck auf die Fledermäuse aus dem Laufe der Evolution wiederum immer effizientere Fähigkeiten 8:16 zum Insekten fangen entwickelten dieses Wechselspiel von Nachtfalter und Fledermaus ist ein Beispiel für ein 8:23 sogenanntes koevolutionäres Wettrüsten bzw qevolution und auch das Wechselspiel zwischen Grippe bzw Coronaviren und 8:33 Impfstoffen ist ein Beispiel dafür in der Natur existieren eine Vielzahl von Beispielen die beweisen dass natürliche 8:40 Selektion auch anders wirksam sein kann zum Beispiel in dem durchschnittlich ausgeprägte Merkmale ein 8:45 Selektionsvorteil haben gegenüber einer extrem Ausprägung des Merkmals hier spricht man von einer stabilisierenden 8:52 Selektion ein Beispiel für die stabilisierende Selektion ist das menschliche Geburtsgewicht trotz enormer 8:59 medizinischer Fortschritte weisen Babys die entweder schwerer oder leichter als das durchschnitts-baby-gewicht sind eine 9:05 deutlich erhöhte sterberater auf bei der stabilisierenden Selektion weisen eher dem Durchschnitt entsprechende 9:12 Individuen die größte biologische Fitness auf die Folge ist dass sich über Generationen hinweg die Variabilität 9:19 erinnert weil extreme Abweichung vom Durchschnitt nicht begünstigt werden infolge der geringeren biologischen 9:26 Fitness Selektion kann aber auch disruptiv aufspalten wirksam sein dann nämlich wenn Individuen beider extreme 9:33 eines phänotypischen Merkmals eine hohe biologische Fitness besitzen sie tragen mehr nachkommt zur nächsten Generation 9:39 bei als solche die er dem Durchschnitt entsprechen wodurch sich die Variabilität in der Population erhöht 9:45 mehr dazu in dem entsprechenden video [Musik]