Tagesgeld-Lockangebote: Wo ist der Haken? | 50k HR
ARD Marktcheck
https://www.youtube.com/watch?v=G_ja6xKYf_k
Transkript (automatisch erstellt)
0:00 Die größte und mächtigste Bank der westlichen Welt ist nach Deutschland gekommen.
0:04 Seit Ende Mai können deutsche Sparer bei der amerikanischen Bank JPMorgan Chase Geld anlegen.
0:10 Auf einem Tagesgeldkonto. Da gibt's 4 Prozent Zinsen in den ersten 4 Monaten.
0:16 4 Prozent! Krass, weil vor ein paar Jahren war Tagesgeld ja quasi tot. Das Angebot von JPMorgan Chase
0:22 ist auf den ersten Blick gerade das krasseste auf dem Markt. Aber Spoiler!
0:27 Das ist nicht die einzige Bank, wo die Zinsen verdächtig gut klingen. Irgendwie zu gut?
0:35 Wir sehen momentan einen Riesenwettbewerb zwischen den Banken um das Geld der Kunden.
0:40 Hier sind sehr interessante Angebote. Man muss aber genau hingucken.
0:45 Gerade die tollen Angebote, wo z.B. 4 % aufs Tagesgeld geboten werden, sind ja Optionen, die zeitlich begrenzt sind.
0:58 Ein Tagesgeldkonto ist der perfekte Parkplatz für den Notgroschen. Es ist sicher. Man kann immer rangehen.
1:05 Und es ist alles in allem ziemlich unkompliziert. Einfach ein Konto, wo man für sein Erspartes Zinsen kriegt.
1:12 Zumindest ist es jetzt wieder so. Wer vor 5 Jahren Geld auf einem Tagesgeldkonto hatte,
1:17 bekam oft keinen Cent. Die Zinsen waren quasi bei Null.
1:23 Wenn man jetzt nach Tagesgeldkonten sucht, ist das kaum vorstellbar. Die Banken liefern sich einen Wettbewerb.
1:29 Sie überbieten sich mit immer krasseren Angeboten. Da kann man sich schon fragen, woher kommt dieser krasse Wandel?
1:37 Um den zu verstehen, müssen wir einen kurzen Exkurs machen. In Europa gab es viele Jahre lang eine Niedrigzinsphase.
1:44 Nach der Finanzkrise 2008 und während der Corona-Pandemie hat die Europäische Zentralbank versucht,
1:50 die Wirtschaft mit billigem Geld zu stabilisieren. Mit einem Leitzins, der teilweise unter Null war.
1:56 Die Folge davon war, Banken sind extrem günstig an Geld gekommen und es gab kaum Inflation.
2:01 Die Banken hatten also keinen Anlass, ihren Sparern Zinsen zu zahlen. Aber dann kam die Inflationswelle.
2:08 Energiepreise sind gestiegen, Lieferketten sind zusammengebrochen und dann auch noch der Krieg in der Ukraine.
2:15 Plötzlich lag die Inflation in Europa nicht mehr bei 1-2 Prozent, sondern teilweise bei über 10.
2:21 Um die Inflation zu bekämpfen, hat die EZB zwischen 2022 und 2024 den Leitzins massiv erhöht.
2:28 Auch eine Bank legt Geld an, und das macht sie bei der EZB. Der Leitzins ist der Zins, den die EZB den Banken bezahlt.
2:36 Eigentlich könnten die Banken also diesen Zins durchgeben. Das machen auch einige Banken,
2:43 dass sie dem Kunden 1:1 das zahlen, was die EZB ihnen gibt. Das ist transparent und nachvollziehbar.
2:49 Jeder weiß immer, was er für Zinsen bekommt. Wenn der Zins steigt,
2:53 wenn der Leitzins steigt, was gerade passiert ist, dann bedeutet das für uns Sparer und Sparerinnen,
3:00 dass wir, wenn die Bank das weitergibt, auch mehr Zinsen auf unsere Einlagen bekommen.
3:05 Also, durch den höheren Leitzins hat sich der Sparzins erhöht. Die Banken brauchen wieder unsere Einlagen.
3:12 Deshalb fahren viele Institute so krasse Werbekampagnen. Die Banken konkurrieren da richtig.
3:17 Wir merken: "Cool, unser Geld kann wieder Zinsen bringen." Bei der einen Bank vielleicht mehr als bei der anderen.
3:24 Früher sind Leute ewig bei ihrer Bank geblieben. Inzwischen vergleichen viele Zinsen wie Strom- oder Handyverträge.
3:30 Den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Nicht jedes Angebot, was gut klingt, ist auch langfristig gut.
3:40 Das große Ding im Wettbewerb um die Einlagen sind Lockangebote. Institute zahlen krasse Zinsen, aber nur für kurze Zeit.
3:47 Die höchsten Lockangebote liegen im Moment zwischen 3 und 4 Prozent. Laut dem Vergleichsportal Verivox sind das die Top 5.
3:55 Auf Platz 1 liegt wie gesagt JPMorgan Chase, die US-Bank, die neu in Deutschland ist.
4:00 Da gibt es 4 Prozent für bis zu 4 Monate. Auf Platz 2: Raisin, 3,51 Prozent für bis zu 3 Monate.
4:07 Auf Platz 3: Suresse Direktbank, 3,4 Prozent für bis zu 4 Monate. Platz 4 belegt die Consorsbank, mit 3,4 Prozent für bis zu 5 Monate.
4:16 Auf Platz 5 ist ein schwedisches Institut, die Ikano-Bank, mit 3,36 Prozent für 3 Monate.
4:23 Neben Aktionszinsen werben manche Banken auch noch mit Bonusmodellen, z.B. Geldprämien, Cashback oder Kombi-Angeboten mit Girokonten.
4:32 Solche Angebote sind auch nicht per se unseriös. Einige Banken sagen, wenn du zu uns kommst
4:39 und hier dein Gehaltskonto anlegst, bekommst du einmalig 50 Euro von uns überwiesen.
4:44 Das ist völlig in Ordnung. Ich als Kunde muss mir überlegen, was ich will.
4:48 JPMorgan Chase, also Platz 1 der Verivox-Liste, könnte den Markt ziemlich auf den Kopf stellen.
4:54 Dass die Zinsen gerade da hoch sind, ist kein Zufall. Das ist eine US-Bank,
4:59 die sich gezielt in den deutschen Markt einmischt. Wenn man sparen will, kann man davon kurzfristig stark profitieren.
5:06 Höhere Tagesgeldzinsen, bessere Neukundenangebote, aggressivere Bonusaktionen
5:11 und vielleicht zum ersten Mal wieder dauerhaft höhere Standardzinsen. Den deutschen Banken macht es wahrscheinlich schon Angst.
5:18 Das ist eine Riesensache. Die Banken sind da sehr aufgeregt, und das ist auch richtig so.
5:23 JPMorgan Chase ist eine der größten Banken der Welt. Es ist die größte Privatkundenbank in den USA.
5:29 Und die kommen jetzt nach Deutschland. Die werden hier für Verschiebungen auf dem Markt sorgen.
5:35 Das macht die anderen Banken natürlich nervös Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren sehen,
5:40 dass hier der Konkurrenzdruck unter den Banken größer wird, was für die Kunden nicht das Schlechteste sein könnte.
5:47 In Deutschland ist die Bank ja neu. Sie hat hier eine große Challenge. Außerhalb der Finanzbubble kennt sie niemand.
5:54 Deshalb nutzt sie als Eintrittskarte in den Markt jetzt das Tagesgeld. Die Kunden sollen mit Lockangeboten angezogen werden,
6:01 damit sie später mehr Produkte kaufen. Bei Lockangeboten arbeiten die Banken eigentlich alle gleich.
6:09 Außergewöhnlich hohe Zinsen, aber für einen begrenzten Zeitraum. Es können sogar sechs oder zwölf Monate sein,
6:16 und dann sinkt der Zins richtig stark. Verbraucherschützer sagen,
6:20 der wichtigste Punkt beim Wettkampf rund ums Tagesgeld versteckt sich nicht in der Werbung, sondern im Kleingedruckten.
6:27 Ein typisches Beispiel könnte so aussehen: Eine Bank wirbt mit 3,5 Prozent Zinsen für sechs Monate.
6:33 Klingt erst mal super. Aber nach Ablauf der Frist
6:36 fällt das Guthaben in den normalen Standardzins zurück. Und da gibt es zwischen den Banken echt große Unterschiede.
6:43 Bei manchen Banken gehen die Zinsen nur ein bisschen zurück, z.B. von 3,5 auf 2,2 Prozent.
6:50 Andere Banken reduzieren aber viel stärker, z.B. von 3,5 Prozent auf 0,5 Prozent.
6:56 10.000 Euro werden also nicht mehr mit 350 Euro verzinst, sondern nur noch mit 50 Euro.
7:02 Es ist also wichtig, sich zu merken, nur weil eine Bank starke Aktionszinsen hat,
7:07 heißt es nicht automatisch, dass auch der Standardzins hoch ist. Aus einem Top-Angebot kann innerhalb von ein paar Monaten
7:13 ein schlechtes Tagesgeldkonto werden. Das muss man echt im Blick halten.
7:18 Bei solchen Angeboten spekulieren die Banken darauf, dass man es gar nicht merkt oder zumindest nichts tut,
7:24 wenn die Zinsen plötzlich so niedrig sind. Im Finanzsektor gibt es dafür sogar einen Begriff.
7:30 "Träge Einlagen" oder "träge Gelder". Träges Geld ist Geld, das man irgendwo hingelegt hat
7:36 und dann mehr oder weniger vergessen hat. Geld, das auf dem Girokonto schlummert
7:40 oder um Gottes willen auf dem alten Sparbuch. Das ist natürlich für mich als Privatperson fatal,
7:46 wenn ich eine größere Summe Geld habe und darauf deutlich weniger Zinsen bekomme, als wir Inflation haben.
7:54 Das heißt, Sie haben hier Geld, das von Tag zu Tag weniger wird. Die meisten beschäftigen sich nicht leidenschaftlich gern mit Finanzen.
8:03 Und das wissen die Banken. Für viele ist es ein anstrengendes oder sogar schwieriges Thema.
8:09 Viele bleiben einfach lieber auf ihren "trägen Geldern" sitzen. Vielleicht auch, weil sie gar nicht wissen,
8:15 dass es auch stabilere Optionen gibt. Oder weil es halt mühsam ist, nach kurzer Zeit wieder zu wechseln.
8:21 Dieses System der trägen Gelder kann man zum Beispiel bei der ING oder bei der Consorsbank beobachten.
8:26 Die Banken konkurrieren auf Online-Vergleichsportalen. Da können schon wenige Zehntelprozent darüber entscheiden,
8:33 wer ganz oben als attraktivste Bank erscheint. Nach Ende der Aktion orientiert sich der Zinssatz
8:39 dann meistens am allgemeinen Marktdurchschnitt. Im Vergleichsportal sind sie trotzdem die Sieger.
8:45 Der Kunde denkt: "Nice, ich habe das beste Angebot gekriegt." Anders arbeiten Autobanken wie die Volkswagen Bank.
8:51 Beim Thema Tagesgeld lohnt es sich, auf die noch mal genau zu gucken. Für Autobanken ist Tagesgeld nämlich keine Werbeaktion,
8:59 um Kunden anzulocken, sondern was ziemlich Wichtiges. Autobanken haben die Aufgabe, Autos zu finanzieren.
9:06 Die machen Leasing-Verträge, die machen Kreditverträge für Autos. Für die ist es interessant, wenn sie Einlagen von Kunden bekommen,
9:14 weil sie das 1:1 weitergeben können für die Autofinanzierung. Für Autobanken ist es attraktiv, Einlagen von Kundinnen zu bekommen,
9:24 weil das gut zu ihrem Geschäftsmodell passt. Je mehr Kundengeld die haben,
9:29 desto unabhängiger sind sie von anderen Finanzierungsquellen. Da gibt es zwar weniger spektakuläre Aktionszinsen,
9:36 dafür oft aber stabilere Zinssätze. Die Fragen kann man wie eine Checkliste behandeln.
9:44 Wie hoch ist der Standardzins? Wie oft hat die Bank ihre Zinsen in der Vergangenheit angepasst?
9:49 Gibt sie steigende EZB-Zinsen schnell an Kunden weiter? Arbeiten die hauptsächlich mit kurzfristigen Lock-Angeboten?
9:57 Wenn du die Fragen beantwortet hast, ist es leichter, durchdachte Entscheidungen zu treffen.
10:03 Was man auch machen kann, ist sogenanntes Tagesgeld-Hopping. Das heißt, alle paar Monate die Bank wechseln,
10:09 immer hin und her zum nächstbesten Aktionszins und die höchstmögliche Rendite einsacken.
10:14 Aber das ist Arbeit. Da musst du wirklich Bock drauf haben. Natürlich macht Banken-Hopping total Sinn,
10:22 wenn man eine größere Summe Geld hat und die Zeit und die Lust, regelmäßig die Bank zu wechseln.
10:27 Erfahrungsgemäß schaffen das aber nicht viele. Wir sind einfach faul.
10:31 Das ist es, worauf die Banken wetten. Wenn wir diszipliniert sind und uns in unseren Kalender schreiben:
10:37 "An dem Tag musst du wechseln", kann es sinnvoll sein. Banken wollen Tagesgeld-Hopping natürlich gern vermeiden.
10:45 Deshalb entwickeln auch die Banken langsam neue Strategien, die gar nicht so uninteressant sind.
10:51 Ein Beispiel ist die ING. Zum ersten Mal bieten die auch hohe Aktionszinsen für Bestandskunden an.
10:57 Voraussetzung: die Kunden zahlen Geld von einer anderen Bank bei der ING ein.
11:03 Für die ING ist das ein doppelt guter Deal. Ihre Kunden wechseln nicht,
11:08 sondern bleiben und lagern noch mehr Geld ein. Worauf man auch ein Auge haben sollte, ist das Thema Sicherheit.
11:15 Grundsätzlich gilt: Tagesgeld ist ziemlich sicher. In der EU gibt es pro Kunde eine Einlagensicherung von 100.000 Euro.
11:21 Sollte die Bank pleite gehen, ist das Guthaben bis zur Grenze geschützt. Für die meisten Sparer reicht das locker.
11:27 Weil Einlagensicherung aber national organisiert wird, empfehlen viele Vergleichsportale
11:33 trotzdem Banken aus Ländern mit stabilen Finanzsystemen, wie Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden.
11:39 Unser Experte sieht das lockerer. Es ist tatsächlich so, dass wenn wir speziell in Deutschland gucken,
11:45 die größeren Banken, die zum Teil sehr fremdklingende Namen haben, haben trotzdem eine Lizenz in Deutschland.
11:52 Auch hier greift das deutsche Einlagensicherungsgesetz. Wenn die Bank pleite gehen würde,
11:57 würde das in Deutschland abgewickelt werden. Das bedeutet für die Kunden, das Geld bis 100.000 Euro ist sicher.
12:04 Tatsächlich ist bei den allermeisten Angeboten das Geld sicher und man muss sich da keinen Kopf machen.
12:10 Und noch ein kleiner Hinweis. Extrem hohe Zinsen kann man auch kritisch hinterfragen.
12:16 Wenn eine Bank deutlich mehr zahlt als alle anderen, haben sie vielleicht einen extrem hohen Finanzierungsbedarf.
12:23 Das ist nicht automatisch schlecht, aber es lohnt sich hinzuschauen. Stichwort: Transparenz.
12:28 Man muss sich einfach erinnern, Zinsen sind nie ein Geschenk aus purer Güte.
12:33 Ihr merkt schon, der Markt kann unübersichtlich sein. Da bringen wir mal etwas Klarheit rein.
12:39 Wir haben uns angeschaut, welche Banken langfristig, also ohne Hopping, als Tagesgeldkonto interessant sind,
12:45 weil sie als vergleichsweise stabil gelten. Das sind natürlich nur Beispiele.
12:49 Wir geben keine Empfehlung, hier oder dort ein Konto zu eröffnen. Da ist z.B. der Neo-Broker Trade Republic dabei.
12:56 Der orientiert sich direkt am EZB-Zins und gibt einen großen Teil von dem an seine Kunden weiter.
13:02 Die Zinsen werden oft schneller angepasst als bei klassischen Banken. Dann die Autobanken Renaultbank Direkt und die Volkswagen Bank.
13:10 Traditionell gibt es da solide und wettbewerbsfähige Dauerzinsen. Und es lohnt sich auch ein Blick auf die DKB.
13:17 Aktuell gibt es zwar nur 1 Prozent Zinsen, die Bank gilt laut Finanzportalen aber als stabil und transparent
13:22 und sie positionieren sich als nachhaltig. Sie investieren z.B. in erneuerbare Energien und Kitas.
13:29 Hier noch mal ein kurzer Disclaimer. Die DKB ist nicht die einzige Bank,
13:33 die sich als nachhaltig positioniert. Die Umweltbank z.B. finanziert Projekte wie Windparks.
13:38 Sparkassen sind verpflichtet, in ihre Region zu investieren. Sie zahlen aktuell aber auch weniger Zinsen.
13:44 Die Machtverhältnisse zwischen Verbraucher und Banken haben sich verändert.
13:49 Früher gab es jahrelang keine Zinsen und die Banken haben trotzdem kaum Kunden verloren.
13:54 Jetzt ist der Wettbewerb transparenter geworden. Wir können gute Zinssätze genauso vergleichen,
14:00 wie wir es mit Handyverträgen und Stromanbietern machen. Banken können nicht mehr so gut verstecken,
14:06 wenn sie schlechte Zinsen zahlen. Es beginnt ein echter Wettbewerb um unser Spargeld.
14:11 Und neue mächtige Digitalbanken wie JPMorgan Chase aus den USA könnten diesen Wettbewerb völlig verändern.
14:17 Wenn die Zinsen dort hoch bleiben sollten, müssen deutsche Banken nachziehen.
14:23 Banken standen ja schon unter Druck mit den "Neo-Brokern", also Banken, die es nur im Internet gibt.
14:28 Wenn jetzt eine große Filialbank nach Deutschland kommt, rechne ich damit, dass es zu starker Konkurrenz,
14:36 zu starkem Druck führt. Das ist am Ende des Tages gut für die Kunden.
14:40 Jetzt gerade ist es noch Zukunftsmusik. Was wir aber schon wissen:
14:44 Jahrelang galt in Deutschland, wer aus seinem Geld mehr machen will, kann das nur an der Börse.
14:49 Das kann man so nicht mehr sagen. Wir erleben einen Tagesgeldboom
14:53 und damit die Rückkehr der sicheren Geldanlage. Copyright Untertitel: hr 2026