Jom Kippur erklärt Evangelische Zeitung https://www.youtube.com/watch?v=DtopvbhocyA Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Yomkipur istigste Feiertag im Judentum. Wörtlich übersetzt bedeutet er Tag der Sühne. Er wird auch Versöhnungstag genannt und findet jedes Jahr im Herbst 0:09 statt, 10 Tage nach dem jüdischen Neujahrsfest Rosha nah. An diesem Tag geht es darum, Bilanz ziehen. Wo habe ich Fehler gemacht? Wem habe ich 0:16 vielleicht Unrecht getan? Jüen und Juden nutzen Yom Kipur, um sich mit anderen zu versöhnen und um mit einem reinen Gewissen ins neue Jahr zu starten. Vom 0:25 Sonnenuntergang des Vortags bis zum nächsten Sonnenuntergang fasten die Gläubigen an Yomkipur, also rund 25 Stunden lang. Weder Essen noch trinken 0:33 ist erlaubt. Diese Regel gilt für Frauen ab 12 und für Männer ab 13 Jahren. In Israel steht an Yomkipur das öffentliche Leben still. Restaurants sind 0:41 geschlossen, genauso Supermärkte und Flughäfen. Die Straßen sind fast vollständig autofrei. Stattdessen verbringen viele die Zeit in der 0:47 Synagoge, im Gebet und in der Stille. Die Wurzeln des Feiertags werden in der Torah und der Bibel beschrieben. In alter Zeit war es der einzige Tag, an 0:55 dem der Hohepriester das Allerheiligste des Tempels betreten durfte. Das war ein festgelegter Bereich im Tempel, der als Wohnort Gottes galt. Und auch der 1:03 Begriff Sündenbock geht darauf zurück. Ein Ziegenbock, dem die Schuld des Volkes zugeschrieben wurde, wurde in die Wüste geschickt. Heute zünden viele 1:10 Jüden und Juden zu Hause ein Licht für verstorbene Angehörige an. In Deutschland dürfte der Tag auch die Erinnerung an den antisemitischen 1:17 Anschlag auf die Synagoge in Halle wachrufen. 2019 hatte ein rechtsextremer Täter versucht mit Waffengewalt in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen, 1:25 um dort versammelte Menschen zu töten. Blieb damit jedoch erfolglos. Jom Kipur ist damit ein sehr ernster, aber auch ein hoffnungsvoller Tag. 1:34 [Musik]