Deutsches Steuersystem - Steuerarten - Steuerverteilung -Steuergerechtigkeit? - einfach erklärt! EinfachSchule https://www.youtube.com/watch?v=DXoRBgr6bHQ Transkript (automatisch erstellt) 0:00 wie viel steuern zahlen wir eigentlich wenn wir eine bratwurst essen wie die wurst zum mitnehmen zahlen wir am imbissstand 7 bietet der bistro tische 0:07 und stühle an werden 19 prozent fällig das deutsche steuersystem gilt als hoch kompliziert inhaltlich extrem verschachtelt und wird in der schule 0:15 trotz seiner bedeutung kaum behandelt da wird es zeit dass wir euch in diesem video dessen grundlagen mal erklären welche steuerarten gibt es überhaupt was 0:23 unterscheidet sie von einander welche steuern sind die wichtigsten und mit hilfe welcher prinzipien wird versucht unser steuersystem möglichst 0:29 gerecht zu gestalten das und mehr erfährst du jetzt in diesem video viel spaß steuern werden in deutschland vor allem 0:36 nach zwei aspekten unterschieden der erste und gängigste ist dabei die art der steuererhebung hierbei geht es vor allem um das verhältnis von steuerzahler 0:44 und steuert reger unterschieden wird hierbei zwischen direkten und indirekten steuern direkte steuern sind dabei aldi bei denen steuerzahler und steuert reger 0:53 identisch sind die steuern werden also direkt auf den steuer belasteten erhoben das bedeutendste beispiel ist hierbei die einkommenssteuer welche die lohn- 1:01 und die kapitalertragsteuer einschließt aber auch beispielsweise die erbschaftssteuer und die grund- sowie die grunderwerbsteuer zählen zu den 1:08 direkten steuern sie alle werden durch den staat direkt vom steuer belasteten eingefordert indirekte steuern hingegen werden nicht 1:16 direkt vom steuer belasteten an den staat gezahlt hier sind unternehmen die steuerzahler die privatperson oder endverbraucher 1:22 jedoch die steuer träger da die steuern vom unternehmen auf den endverbraucher um bzw abgewälzt werden ist hier das bekannteste beispiel die sogenannte 1:31 mehrwert oder umsatzsteuer die auf praktisch alle gekauften waren beispielsweise lebensmittel gezahlt werden muss kaufst am kiosk also die 1:38 neueste zeitung dann ist im kaufpreis die mehrwertsteuer mit eingerechnet diese wird vom betreiber an das finanzamt abgeführt das heißt der 1:45 kioskbesitzer ist steuerzahler steuer träger bleibt aber du als käufer da du beim erwerb der zeitung die mehrwertsteuer bereits bezahlt hast die 1:53 zwei bedeutendste indirekte steuer ist die energie steuer die früher als mineralölsteuer bezeichnet wurde aber auch viele weitere kleine steuer 2:01 und etwa die alkohol oder tabak steuer und die kaffeesteuer gehören zu den indirekten steuern sie alle werden zwar vom unternehmen an 2:08 den staat über wiesen jedoch auf den preis darauf geschlagen den der endverbraucher beim kauf einer ware zu bezahlen hat die zweite und besonders 2:15 verwaltungstechnisch bedeutende art der unterscheidung von steuern ist die aufteilung in besitz steuern und in verbrauchs und verkehrssteuern besitzt 2:23 steuern sind dabei steuern die auf jede form von einkommen und besitz erhoben werden beispiele für die besteuerung des einkommens werden dabei die lohn- und 2:30 die kapitalertragsteuer hingegen sind die erbschaftssteuer und grundsteuer klassische beispiele der besteuerung von besitz da sie direkt aus eigentum oder 2:38 vom einmaligen erhalt von dem neuen besitzer hervorgehen auf der anderen seite werden verbrauchs und verkehrssteuern im zusammenhang mit 2:45 abläufen im wirtschaftsverkehr erhoben stehen also direkt mit wird etlichen prozessen und handlungen in verbindung die mehrwertsteuer 2:51 beispielsweise beim prozess des einkaufens erhoben die lotteriesteuer auf die tätigkeit des lotteriespiel auch die kfz steuer gehört zu diesen 2:59 gruppen an steuern da sie zum zusammenhang mit der berechtigung der teilnahme am straßenverkehr gezahlt werden muss die bedeutendste aller 3:05 steuer sind die einkommensteuer sie macht den prozentual größten teil des gesamten steuer volumens in deutschland aus und es auch meistens gemeint wenn 3:13 sie im alltag übersteuern und erhalten wird wer wie viel einkommensteuer zu zahlen hat ist von der höhe des einkommens 3:18 abhängig hierbei kommen in deutschland das prinzip der progressiven und der proportionalen besteuerung zusammen progressiv bedeutet hierbei das höhere 3:27 einkommen prozentual höher besteuert werden der steuersatz also mit dem einkommen steigt proportional hingegen meint dass 3:34 jedes einkommen unabhängig von der höhe mit dem gleichen prozentsatz besteuert wird die verbindung dieser beiden ideen 3:40 resultiert in einem stufensystem den sogenannten steuerklassen je nach verdienst werden die menschen in diese steuerklassen eingeordnet und müssen 3:48 einen bestimmten festen prozentsatz abgeben dazu kommen jedoch noch zahlreiche weitere aspekte wie dem steuerfreibetrag und der möglichkeit des 3:56 aussetzens einige ausgaben wenn euch das ganze jetzt schon interessiert dann schaut gern immer nach dem video in die beschreibung dort findet ihr den link 4:03 zum offiziellen steuerrechner des bundesfinanzministeriums nun stellt sich die frage wie ein steuersystem möglichst gerecht gestaltet werden kann 4:10 in deutschland gelten dabei zwei konkurrierende prinzipien das äquivalenz und das leistungsfähigkeit prinzip das äquivalenzprinzip ist dabei dass ältere 4:19 es verlor aber in den vergangenen jahrzehnten deutlich an bedeutung es besagt dass die steuerbelastung aus der inanspruchnahme staatlicher 4:25 leistungen zum eigenen vorteil entsteht das heißt wenn ich eine arbeit des staates in anspruch nehmen bzw verursache habe ich dafür zu zahlen wie 4:34 für eine dienstleistung je mehr arbeite ich für den staatsapparat verursache desto höher sind meine steuern so kann beispielsweise die besteuerung 4:41 von kraftstoffen damit begründet werden dass menschen die oft tanken und viel auto fahren den größten nutzen von staatlichen autobahnprojekten haben auch 4:49 auf lokaler ebene bei der gewerbesteuer wird das prinzip angewendet dieser wird mit den kosten und aufwendungen einer gemeinde legitimiert 4:55 die aus der ansiedlungen und existenz eines gewerbebetriebes entsteht die gezahlten gewerbesteuer soll die kosten decken 5:02 die durch den gewerbebetrieb vermutlich entstehen werden jedoch entspricht dieses beispiel nicht vollständig dem äquivalenzprinzip daraus der zahlung 5:09 keine unmittelbare leistungen des staates resultiert dass neuere und deutlich längere prinzip ist das leistungsfähigkeit prinzip beispiele für 5:17 dessen anwendungen sind die lohnsteuerklassen wer mehr verdient kann auch prozentual mehr leisten bildlich sollen die starken schultern mehr tragen 5:24 aber auch grund und grunderwerbsteuer sind beispiele für dieses prinzip ein haus und ein grundstück besitzen jene denen es finanziell überdurchschnittlich 5:31 gut geht als ausgleich müssen diese menschen steuern auf ihren besitz zahlen womit ein sozialer ausgleich finanziert werden soll 5:38 zuletzt stellt sich noch die frage wer eigentlich über welche steuern verfügen darf es geht um die sogenannte ertrags kompetenz einerseits gibt es in 5:46 deutschland so genannte gemeinschaft steuern das heißt diese steuern werden nach einem bestimmten prozentsatz zwischen 5:51 bund länder und kommunen aufgeteilt die gesamtheit der einkommenssteuer beispielsweise geht zu 42,5 prozent an den bund zu 42 5 prozent an die länder 6:01 und zu 15 prozent an die kommunen auch andere große steuern wie die umsatz beziehungsweise mehrwertsteuer sind gemeinschaftssteuern jedoch gibt es auch 6:09 sogenannte einzel steuern die nur einer bestimmten staatlichen ebene zur verfügung stehen so sind die bereits erwähnten gewerbesteuern aber auch grund 6:16 und grunderwerbsteuern den kommunen vorbehalten hingegen kommen sämtliche steuern die auch motorisierte verkehrsmittel im 6:22 straßenverkehr erhoben werden wie die kfz steuer vollständig dem bund zugute die erbschaftssteuer wiederum wäre ein beispiel für eine einzel steuer der 6:30 bundesländer dazu kommen als spezialfall noch die kirchensteuer diese wird logischerweise nur von kirchenmitgliedern bezahlt und 6:37 geht direkt an die kirchen in deutschland sämtliche richtlinien zur erhebung und verteilung von steuern sind im grundgesetz artikel 106 und in den 6:45 zahlreichen bundesgesetzen detailliert verankert wenn ihr wissen wollt was genau noch im grundgesetz steht und was das grundgesetz überhaupt ist dann 6:51 klickt einfach mal oben auf das i dort kommt hier zu uns kommen bieten über das grundgesetz das war es auch schon wieder mit dem 6:56 video wir hoffen wir konnten euch das wirklich komplexe thema leicht und verständlich erklären und ihr blickt jetzt einigermaßen durch wenn euch das 7:02 video geholfen hat lasse gerne eine bewertung dar und abonniert unseren kanal um keine weiteren videos mehr zu verpassen