Literarkritik WikiTubia https://www.youtube.com/watch?v=ClJz7nZQmTE Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Literarkritik ist ein Werkzeug der historischkritischen Methode der Bibelexegese die Literarkritik untersucht den biblischen Text im 0:08 Hinblick auf seine schriftlichen Vorformen Vorlagen und Quellen standardsicht Hinweise auf schriftliche Vorformen und die Verwendung 0:16 früherquellen sind z.B sprachliche Unstimmigkeiten sachliche Unstimmigkeiten doppelte Überlieferungen Brüche im textduktus ein Beispiel für 0:27 eine weiterhin umstrittene Theorie der Literarkritik ist die zweiquellentheorie der synoptischen Evangelien sie besagt dass Matthäus und Lukas beide unabhängig 0:38 voneinander die gleichen zwei Quellen benutzt haben nämlich das Markus Evangelium und eine hypothetische schriftliche Quelle von Aussprüchen Jesu 0:47 die Logienquelle Q Neuansatz mit seinem Aufsatz Literarkritik von 1988 führte h Schweizer ein präzisiertes Verständnis der Methode ein darin WE 0:59 entwickelnd was we Richter 1971 in Exegese als Literaturwissenschaft damals schon im Kontrast zur standardsicht vorgestellt hatte die Qualifizierung neu 1:11 wird somit zunehmend relativ aber selbst in aktuellen Aufsätzen wird immer noch ratlos zB mit den Begriffen Doppelung Wiederholung operiert zumindest das 1:23 könnte seit 1971 als überwunden gelten der Fortschritt ist eine Schnecke erste Stufe umfassende Sammlung von 1:31 Leseschwierigkeiten in einem Text wichtig man geht sorgfältig in Leserichtung den Text entlang ein Text beansprucht ein Vektor eine gerichtete 1:41 Kraft zu sein das was ihm wichtig ist sequentiell zu entwickeln ein Text ist kein Steinbruch der willkürlich an verschiedenen Stellen gleichzeitig 1:51 ausgebeutet werden kann sachliche Unstimmigkeiten interessieren gerade nicht sondern sprachlich nicht aufeinander abgestimmte Informationen 2:01 Gründe wir können nicht mit der Opposition Sprache vs Sache operieren auch die vermeindliche Sache ist sprachlich vermittelt ein Autor ist frei 2:12 Informationen zu nennen die denen in anderen Texten widersprechen ein solches abweichen wird seinen stilistischen Grund haben den es folglich zu erkennen 2:21 gilt zunächst interessiert die Schlüssigkeit der im einzeltext gebotenen Informationen und zwar die Schlüssigkeit der jeweiligen Lektüre 2:30 Stelle gemessen am Vortext vorgriffe auf die noch nicht gelesenen Passagen erst recht auf andere Texte sind nicht erlaubt abgehobene inhaltliche Kriterien 2:41 aus ganz anderer Quelle stammend als aus dem aktuellen einzeltext bleiben verboten der Autor darf entfalten was ihm wichtig ist er sollte es nur so tun 2:50 dass man als Leser folgen kann die Gedankengänge dürfen auch verschlungen sein nur abbrechen sollte die Kommunikationsbeziehung aufgrund allzu 2:59 Dichter grammatisch stilistischer Störungen nicht dem Aufdecken derartiger Problemstellen widmet sich die Literarkritik als erstes zugelassene 3:08 Kriterien Wiederholung Doppelung eine Information wird zweimal genannt wobei man zB erzählerisch nicht versteht warum das erneute benennen vollzogen wird zu 3:20 beachten die beiden noch unentschieden genannten Begriffe sind nicht austauschbar es wird noch zu klären sein ob der Befund stilistisch legitim und 3:29 akzeptabel ist dann spricht man von Wiederholung oder ob die Irritation bleibt s dass man die erneute Nennung als literarritisch relevante Doppelung 3:39 klassifiziert terminologische Indifferenz hängt mit dem vorigen Gesichtspunkt zusammen mit gleichem Vokabular wird etwas nochmals erzählt 3:48 was man schon kennt terminologische Differenz ein Akteur ein Objekt wird genannt aber mit zwei unterschiedlichen Begriffen klassisch in der Josefs 3:58 Geschichte heißt der Vater nun Israel oder Jakob inhaltliche Spannung auf eine ertinformation folgen weitere die unabgestimmt wirken wie die Faust aufs 4:08 Auge zumindest erzählerisch irritierend unklarer pronominaler Bezug ein Pronomen ist verwendet aber zu dessen Auflösung gibt es meist im textvorfeld mehrere 4:20 Kandidaten unklarer Bezug ohne das Thema der Text dixes eine Aussage benötigt weitere Informationen zum Verständnis der Text bietet im direkten Umfeld aber 4:32 ganz andere dazu kann gehören dass ein unmarkierter subjektwechsel vorliegt das eingeführte Subjekt der vorausliegenden Sätze scheint weitergeführt zu werden 4:43 jedoch dürfte ein Wechsel zu unterstellen sein fragwürdiger Anschluss eine Szenerie war beschrieben worden nun wird hart und ohne akzeptablen Übergang 4:53 eine ganz andere angefügt gestorbene Vater kommt nochmals zu Kräften damit er einen zusätzlichen auf tritt absolvieren kann zweite Stufe nach der Sammlung von 5:04 verstehensschwierigkeiten werden die Passagen markiert die keine Probleme aufgewiesen hatten somit als gooherent betrachtet werden können minimale 5:13 Leseeinheiten wohlgemerkt aus den Beobachtungen von Civ ist noch keinerlei literar kritische Folgerung gezogen auf Hypothesen wird erst Recht verzichtet 5:24 dritte Stufe zwischen benachbarten mlehen wird ausgewertet was zwischen ihnen v elle erste Stufe an Leseschwierigkeiten aufgelistet worden 5:34 war erste nur eine derartige Beobachtung angefallen wird unterstellt dass sie stilistisch legitim ist und interpretiert werden kann ab zwei und 5:43 mehr Beobachtungen ist die Wahrscheinlichkeit groß dass zwischen beiden mleen ein literakritischer Bruch liegt von einem derartigen 5:51 literarritischen Bruch bis zum nächsten ist nun ein Teiltext gewonnen vierte Stufe bis jetzt ist erkannt welche benachbarten teil Texte sich 6:00 ausschließen nun die Frage gibt es zwischen entfernteren teiltexten Unverträglichkeiten sind also weitergreifende Beobachtungen noch 6:09 unberücksichtigt 5 Stufe nun ist es möglich sofern der textzustand es zulässt aus den teiltexten eine koherente Schicht zusammenzustellen 6:20 davon werden die nachträglichen redaktionellen Bearbeitungen abgehoben