'Big Mac Index' einfach erklärt (explainity® Erklärvideo) explainity ® Erklärvideos https://www.youtube.com/watch?v=CQx7oZjbvqg Transkript (automatisch erstellt) 0:07 Fast jeder kennt ihn hier: Den Big Mac! Doch was hat ein Burger mit der Wirtschaft zu tun? 0:14 Schon mal was vom „Big Mac Index“ gehört? Die Grundlage ist die sogenannte „Theorie der Kaufkraftparität“. 0:23 Das bedeutet, dass bei einem vollkommenen Markt ein identisches Gut überall das gleiche kosten würde. 0:30 Da der Markt aber nicht vollkommen ist und sich die Kaufkraft der Länder, beziehungsweise einzelnen Währungen unterscheidet, 0:38 braucht man Vergleichsgrößen, um diese Unterschiede sichtbar zu machen. Und hier eignet sich der Big Mac besonders gut, 0:46 weil er in ungefähr 140 Ländern der Welt erhältlich ist und überall gleich hergestellt wird. 0:54 In den USA kostet ein Big Mac fünf Dollar; das ist der Referenzwert. In Polen kostet der 1:00 gleiche Burger circa zehn Zloty, was in der Umrechnung etwa zwei Dollar fünfzig entspricht. 1:06 Der Big Mac ist in Polen also nur halb so teuer. Damit ist auch die Kaufkraft im Vergleich zu den USA 1:13 nur halb so hoch. Der Big Mac ist jedoch nur ein sehr grober Indikator für den Wert einer Währung. 1:20 Es bleiben zu viele unterschiedliche Faktoren, die zum Preis beitragen, unberücksichtigt. 1:25 Zudem wird in manchen Ländern der Big Mac gar nicht verkauft. Eine Aussage, über die Kaufkraft in diesen Ländern, 1:33 kann man also mit diesem Index nicht treffen. Darum gibt es seit 2013 den „Mini Mac Index“. 1:41 Hierbei wird der Preis eines „iPads mini“ als Vergleichsindikator herangezogen. Dieses Produkt wird weltweit verkauft und gilt deshalb 1:50 als Vergleichswert häufig als zuverlässiger. Daneben gibt es auch noch den „Billy-Index“, 1:55 bei dem das Regal einer großen schwedischen Möbelkette als Kaufkraft-Index herangezogen wird. 2:02 Aber ob nun Burger, iPad oder Regal: Das Index-Prinzip ist immer das gleiche. Man nimmt ein bekanntes Produkt, dass idealerweise weltweit 2:11 verbreitet ist und betrachtet den Preis vor Ort. Den überträgt man in den aktuellen Umrechnungskurs des Dollars. 2:19 Aus den Preisen aller Ländern errechnet man den Durchschnittswert. Das ist der Referenzwert. Den vergleicht man dann 2:26 mit dem Preis in dem entsprechenden Land. Und so misst man die Kaufkraft der Währung eines Landes.