Keynesianismus vs. Monetarismus einfach erklärt (explainity® Erklärvideo) explainity ® Erklärvideos https://www.youtube.com/watch?v=B4XzALJqAoA Transkript (automatisch erstellt) 0:07 Wirtschaft – Substantiv (die): Die Gesamtheit aller Einrichtungen, Maschinen und Personen, 0:14 die Angebot und Nachfrage generieren und regulieren. Das ist EINE Definition von Wirtschaft! 0:21 Aber nach welchen Prinzipien wird denn hier generiert und reguliert?! Hierzu gibt es verschiedenen Theorien 0:28 und 2 von den bekannteren schauen wir uns heute einmal an. Da wäre zunächst der Keynesianismus 0:34 benannt nach seinem Begründer John Maynard Keynes. Der Kern von Keynes‘ Theorie: 0:40 Ob es einer Wirtschaft gut oder schlecht geht, kann man an der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage erkennen: 0:46 Ist die Nachfrage hoch, brummt die Wirtschaft! Und das schließt die Nachfrage nach Investitionsgütern mit ein! 0:53 Vereinfacht sieht das so aus: Die Nachfrage nach Investitionsgütern steigt. 0:58 Hersteller von Investitionsgütern stellen neue Mitarbeiter ein, um die Nachfrage decken zu können. 1:04 Durch den neuen Job steigt die Kaufkraft der neuen Mitarbeiter. Diese Kaufkraft setzen sie direkt in den Kauf von Konsumgütern um. 1:13 Dadurch wiederum steigt die Nachfrage bei Herstellern von Konsumgütern 1:17 und der Kreislauf setzt sich fort. Das besondere bei Keynes Wirtschaftstheorie: 1:23 schwächelt die Wirtschaft, soll die Regierung über Staatsausgaben kurzfristig eine „künstliche“ Nachfrage erzeugen. 1:31 Diese, so die Theorie, stabilisiert die Wirtschaft und bezahlt sich über die in Zeiten einer boomenden Wirtschaft 1:37 höheren Steuereinnahmen von selbst. Ein berühmtes Bsp. für Keynesianische Wirtschaftstheorie in der Anwendung 1:45 ist das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz von 1967 mit dem man dem Rückgang von Investitionen nach dem dt. Wirtschaftswunder 1:54 aus den 50er Jahren entgegenwirken wollte. Nun sind nicht alle von dem Zusammenhang zwischen staatlicher Nachfrage 2:01 und gesamtgesellschaftlichem Konsum überzeugt. Einer der größten Kritiker Keynes‘ war Milton Friedman 2:08 mit seiner Theorie des Monetarismus. Friedman sagt: 2:12 Um den gesamtgesellschaftlichen Konsum stimulieren sollte der Staat sich, wenn überhaupt, 2:18 lieber auf die Steuerung der Geldmenge über die Zentralbank konzentrieren. 2:22 Ziel dabei ist es, die Inflation, also die Erhöhung des Preisniveaus, in einem bestimmten Rahmen zu halten. 2:30 Steigen die Preise zu schnell, verringert man den Geldmengenzuwachs. Ist die Inflationsrate zu gering, steigert man den Geldmengenzuwachs. 2:39 Natürlich lässt sich über den Geldmengenzuwachs indirekt auch ein Urteil über den Zustand der Wirtschaft fällen: 2:46 Boomt die Wirtschaft steigen die Preise. Um eine Überhitzung zu vermeiden 2:51 wird dann der Geldmengenzuwachs reduziert. Braucht die Wirtschaft einen „Anstubser“, 2:57 erhöht man den Geldmengenzuwachs und fördert so Investitionen. In der Theorie führen diese, ähnlich wie bei Keynes 3:04 zu einer Steigerung der Nachfrage in der Investitionsgüterindustrie und damit zu höheren Löhnen, weniger Arbeitslosigkeit 3:13 und in den Taschen der Arbeitnehmer zu mehr Geld zum Ausgeben. Welche Theorie richtig ist und welche falsch lässt sich schwer sagen. 3:21 Das liegt vor allem daran, dass sich sowohl pros als auch cons finden lassen. 3:26 Außerdem sind beides letztendlich „nur“ Theorien und die reale Wirtschaft 3:32 hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.