Deutsche Literatur: „Ideal und Wirklichkeit“ – Kurt Tucholsky (mit Sonja „SONNI“ Hubmann) Sonja Hubmann https://www.youtube.com/watch?v=9UNWqpXgf2M Transkript (automatisch erstellt) 0:00 ideal und wirklichkeit von kurz gehäus key unter dem pseudonym theobald tiger seid gegrüßt meine lieben freunde der 0:12 deutschen dichtkunst heute beschäftigen wir uns mit einem gedicht von kurt tucholsky oder sollte 0:20 ich lieber sagen theobald tiger kaspar hauser peter panter kurt tucholsky schrieb unter vielen pseudonymen er war 0:32 schriftsteller kritiker dichter aber vor allem ein pazifist und zeitzeuge der weimarer republik womit die jahre 0:42 zwischen 1918 und 1933 gemeint sind damals endete das zeitalter des deutschen kaiserreichs und jenes der 0:54 republik begann nun aber zurück zu tucholsky der das gedicht ideal und wirklichkeit im jahre 1929 unter dem 1:06 pseudonym theobald tiger veröffentlicht hatte vorgetragen von sommer sonne hubmann in stiller nacht und monogamen 1:16 betten denkst du dir aus was dir am leben fehlt die nerven knistern wenn wir das doch hätten was uns weil es 1:26 nicht da ist leise quält du präpariert die rim gedankengang das was du willst und machen 1:35 kriegst du es nie man möchte immer eine große lange dann kommt man eine kleine pkw 1:47 sie muss sich wie in einem kugellager in ihren hüften biegen groß und blond ein punkt zu wenig und sie mir ihre mager 1:57 wie heiß sie in diesen hahn sich gesund nachher liegst du dem verfluchten hange der eile und der phantasie 2:08 man möchte immer eine große lange dann kommt man eine kleine dicke wie man möchte eine helle pfeiffer kauft und 2:21 kauft die dunkle anderen sind nicht wahr man möchte jeden morgen dauer laufen und tut es nicht einmal 2:36 wir beachten und bei kaiserlichem zwang an einer republik nun ist die man möchte immer eine große 2:49 lange dann bekommt man eine kleine pizza salami als sohn des jüdischen bankiers alex tucholsky wuchs der kleine kurz in 3:06 relativem wohlstand auf mit 15 jahren verstarb jedoch sein geliebter vater und somit war er der erziehung seiner 3:15 gestrengen mutter unterworfen er absolvierte 1914 sein rechtsstudium mit was der heutigen benotung gut 3:26 entsprechen würde den ersten weltkrieg erlebte er in polen an der ostfront stets versuchen nicht 3:35 erschossen zu werden und auf niemanden schießen zu müssen nach kriegsende schrieb er häufig für 3:43 das wochenblatt weltbühne daher beiträge für die unterschiedlichsten rubriken verfasste schien es ihm angebracht sich 3:53 dafür passende app sei dung die mir auszudenken tucholsky litt unter den politischen zuständen wie in deutschland 4:02 herrschten auch seinen bezug zum judentum verlief nicht ohne spannungen ertrag aus dem 4:10 glauben aus und ließ sich zum protestanten taufen ein selbstmordversuch im jahr 1922 4:20 scheiterte sein gedicht ideal und wirklichkeit spiegelt seine ohnmacht wieder war es 4:28 ihm nicht gelingen wollte eine bessere welt herbei zu schreiben es zog ihn nach paris und später nach 4:36 schweden ein ausbruch der wohl typisch für seine zerrissenheit war lautet wenn alle 4:44 stricke reißen dann hänge ich mich auf im übertragenen sinn hatte er dies auch getan wenn er starb an einer überdosis 4:55 schlaftabletten und mit absicht oder aus versehen das wird uns wohl für immer verborgen bleiben 5:05 c'est la vie [Musik] [Musik]