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Höherer Mindestlohn: Der Motor für den Wirtschaftsboom - Reaction auf Marc Friedrich - JmA #35
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 263 Zeilen
- Liebe Grüße aus Glasgow, dem Herzen des Kapitalismus und auch dem Herzen der Ökonomik. Der erste Ökonom Adam Smith war tatsächlich Dozent an der University
- of Glasgow. Ja, wir machen weiter. Heute gibt es eine Reaction zum Thema Mindestlohn. Der Mindestlohn muss unbedingt drauf und ich werde mal
- erklären, warum das der Fall ist. Äh vorweg vielleicht ein paar Informationen dazu und eine kleine Bitte. helften wir gerne auf dem Weg zu den 1000
- Abonnenten. In Zentrum des heutigen Videos ähm werde ich heute stellen, warum ähm
- wenn wir die Nominallöhne steigern durch den Mindestlohn, auch die Real Löhne, also das, was wir davon kaufen können, ähm steigen. Warum beide steigt, warum
- wir uns am Ende insgesamt mehr kaufen können. Wir haben auf diesem Kanal schon häufig darüber gesprochen, dass Lohnniveau und Preisniveau sehr eng
- miteinander verknüpft sind, weil die Löhne der wichtigste Kostenfaktor sind makroonisch. Heute werden wir darüber sprechen, warum
- trotzdem, wenn wir die Löhne erhöhen, äh auch die Real Löhne als also das, was wir davon kaufen können, äh steigen. Ja, wir können also tatsächlich den Realohn
- steigern durch eine gute Lohnpolitik und das ist ganz ganz wichtig zu wissen, denn dann können wir das Nachfrageproblem, was wir schon im
- letzten Video diagnostiziert haben, auch teilweise durch die Lohnpolitik schließen. Also, wir brauchen jetzt ein großes Konjunkturpaket, ein großes
- Staatsdefizit und das können wir super kombinieren mit Lohnpolitik und dann haben wir die Nachfragelücke auch schon geschlossen und ich glaube höhere Löhne
- sind auch insgesamt aktuell was Gutes für die Stimmung in Deutschland, für die Stimmung am Gütermarkt und die gesamtwirtschaftliche Stimmung. Also
- darüber werden wir also heute sprechen. Wir gehen rein in die Materie. War ein Zuschauerwunsch. Ich hatte mich gerade hingesetzt und wollte ein Video
- aufnehmen und dann sehe ich diesen Wunsch da, der vor einer Stunde oder so eingedodelt ist. Ja, äh los geht's. Dann 982,
- dann 12 € und jetzt 12,82 € pro Stunde. Ja, von das rede ich vom Mindestlohn und ab 2026 sogar 13,90 €. Der Mindestlohn in Deutschland steigt und steigt und
- steigt und steigt, genauso wie das Bürgergeld und die Schulden. Klingt ja erstmal gut, denn schließlich will ja jeder, dass jeder Mensch mit seiner
- Händearbeit leben kann und mehr verdient. Aber Moment mal, wenn der Mindestlohn tatsächlich Armut bekämpft, warum dann
- nicht gleich 20 € oder 30 oder 50? Warum nicht einfach reicht durch Mindestlohn? Das kann ich euch auch erklären, warum das nicht geht. Das war sogar meine
- Zuschauerfrage äh extra provokant formuliert. Ich muss vielleicht dazu sagen. Ähm vielleicht ja vielleicht gehe ich da
- schon mal ein bisschen drauf ein ohne und jetzt die gesamte Situation schon zu erklären, weil darauf wir sicherlich auch noch eingehen.
- Wir haben zwei Komponenten, aus denen das Volkseinkommen besteht, also wie viel in Deutschland sozusagen jährlich verdient wird. Das ist der Teil, den die
- Arbeitnehmer verdienen, ne, der sich natürlich aus den Löhen zusammensetzt und der Teil, den die Unternehmer verdienen, Unternehmerlöhne, ja, das
- sind natürlich Gewinne drinne und so weiter. Und der Teil, den die ähm Arbeitnehmer verdienen, liegt ungefähr bei 70%. Ja,
- und jetzt können wir mit einer sehr, sehr klugen Lohnpolitik, ja, indem wir jetzt politisch die äh Löhne anheben, äh dafür sorgen, dass du 71 72 73% vom
- Volkseinkommen zu den Löhnen fließt. Ja, dann können die sich ein bisschen mehr kaufen, sofort ein bisschen mehr kaufen. Ähm und ähm was passiert dann als
- nächstes? Was wie reagieren die Unternehmer darauf? tauziehen. Sie wollen wieder auf ihre 70%, also heben sie ihre Preise an. Aber
- die Wirtschaft spielt sich in echter Zeit ab, in real Zeit, in Tagen. Die Preise steigen nicht gleich gleichzeitig. Wir heben die Löhne sofort
- an und die Preise werden die nächsten Monate langsam angehoben. Sofort steigen also die Rallöhne und das Tauziehen quasi findet mit größerer Bemühung
- erstmal auf der anderen Seite statt. Jetzt sind die Lohnenfänger erstmal zufrieden. Sie haben mehr in der Tasche, sie können mehr kaufen und jetzt legen
- die Unternehmen wieder los und ziehen und ziehen und ziehen und heben die Preise an, damit sie wieder auf ihre wieder auf ihre 30 % vom Volkseinkommen,
- 31 32 % und dann sind die Lohnempfinger wieder an der Reihe. Ja, das bedeutet durch eine kluge Lohnpolitik sorgen wir dafür, dass ein bisschen mehr vom
- Volkseinkommen zu den Arbeitnehmern fließt. Dann können sie sich tatsächlich auch mehr kaufen. Dann sind die Unternehmen wieder dranne, heben die
- nächsten Monate die Preise an. Ja, das passiert natürlich. Natürlich sind Löhne und Preise eng miteinander ver äh verbunden, aber die Wirtschaft spielt
- sich halt in echter Zeit ab. Äh die Preise steigen nicht gleichzeitig mit den Löhnen und deswegen haben wir sofort mehr in der Tasche. Deswegen ähm fließt
- bei dem Volksinkommen erstmal etwas mehr zu den Arbeitnehmern und etwas weniger zu den Arbeitgebern. So, genau diese 2 3 % brauchen wir beim
- Volkeseinkommen, die dann mehr zu den Arbeitnehmern fließt. 2 3%chen vom Volksinkommen. Ja, mehr geht auch gar nicht. Mehr können die Unternehmen geht
- für die Unternehmen gar nicht. Das heißt, mit einem Mindestlohn von 50 € hätten wir maximal den gleichen Effekt, weil mehr ist ja überhaupt gar nicht da.
- Mehr kann die Wirtschaft nicht bieten, mehr können die Unternehmen nicht bieten. Das führt einfach nur zu einem riesigen Chaos. Einem riesigen Chaos.
- Natürlich wird es zu einem riesigen Chaos. Wenn wir den Mindestlohn jetzt auf 50 € stellen, dann weiß keiner mehr, was der richtige Preis ist und alle sind
- komplett überfordert. Das sind keine kleinen Anpassung, es ist kein kleines Tauziehen mehr, dann reißt das Seil und alles ist in einem Riesenchaos. Das
- funktioniert natürlich nicht. Also Lohnpolitik äh geht natürlich in kleinen Schritten äh um wieder ein bisschen den Vorteil zu den Arbeitnehmern äh zu
- bringen, damit die Löhne äh die Geherlöhne auch ein bisschen steigen, ein bisschen mehr in der Tasche ist und dann wie gesagt, dann sind die
- Unternehmen wieder an der Reihe. Hilft der Mindestlohn wirklich den Armen oder ist er in Wahrheit eine gefährliche Illusion der Politik? Eine, die uns
- Wohlstand kostet, eine, die sogar die Politik wieder refinanziert? Und damit herzlich willkommen zu einer neuen spannenden, investigativen Folge
- finanziell Intelligenz. Mein Name ist Mark Friedrich von der Honorarberatung Friedrich und Partnervermögenssicherung. Für viele ist der Mindestlohn ein
- Symbol, ein Symbol für Fairness, Respekt und vor allen Dingen Gerechtigkeit. Genau deshalb fordern viele linke Parteien immer wieder eines: mehr
- Mindestlohn. 15 € Mindestlohn, stabile Renten, die Verlängerung der Mietpreisbremse und sichere Arbeitsplätze. Alles das gibt es
- nur mit einer starken SPD. Wo ist die starke SPD? Ja, so ein paar Minispäße müssen wir manchmal erlauben. Ich versuche ja
- wirklich ähm sachlichen Content zu machen, aber das passt ja aktuell überhaupt nicht überhaupt nicht zu dem, wie sich die SPD verhält.
- Ähm ja, an die Unternehmenssteuer möchte man auf gar keinen Fall ran, ne? Auf gar keinen Fall. Meiner Ansicht nach brauchen wir ganz
- dringend diesen Mindestlohn von 15 €. Der Mindest muss vor Armut schützen. Es kann doch nicht sein. Und vielleicht dazu, ähm, also
- wirtschaftspolitisch finde ich bei den Grünen wirklich so gut wie nichts Linkes. Ähm die Wirtschaftspolitische Ausrichtung von Harbeck ähm hing
- wirklich nur an der Angebotsseite ganz star und den Unternehmen Geld hinterherwerfen, die s so gerade nicht investieren, die Nachfrageproblem haben
- und ihre Kapazitäten gar nicht vergrößern wollen. Das hat ein wirtschaftlichen Effekt von null. würde ich gar nicht bei den linken
- Parteien nennen, also wirtschaftspolitisch nicht. Ja, alles andere könnt ihr gerne diskutieren und das ist links und das ist vollkommen in
- Ordnung. Äh, aber hier machen wir ja eine wirtschaftspolitische Einordnung und da finde ich nun wirklich nichts Linkes bei den Grünen.
- Nein, dass Menschen Vollzeit arbeiten und trotzdem noch ausstocken müssen und ihr damit eurem Steuergeld auch noch Lohndumping subventioniert.
- Aber wir müssen ehrlich hinschauen, was passiert wirklich, wenn wir Löhne per Gesetz erhöhen, unabhängig von Produktivität, Wirtschaftslage oder
- Wettbewerbsfähigkeit? Kurze Frage, ist das nicht Sozialismus und Planwirtschaft? Aber kurze Antwort.
- Nein. Lasst uns gemeinsam kurz in den Rückspiegel der Geschichte schauen. Was ist die Geschichte des Mindestlohn? Den
- flächendeckenden Mindestlohn gibt's bei uns erst seit 2015 und seitdem ging es jedes Jahr mit dem Mindestlohn immer weiter nach oben. Aktuell stehen wir bei
- 12,82 €. Doch die Debatte bleibt zu niedrig, zu hoch oder einfach Fehlerplatz. Und vor allem gibt's ein Konkurrenzprodukt, das Bürgergeld. Viele
- müssen ja gar nicht wollen gar nicht mehr arbeiten, weil es ja nicht mal in diesem Pseudoartikel steht das natürlich drinne. Äh natürlich
- wollen die Leute arbeiten. Äh ja, die Arbeitslosigkeit steigt jeden Monat aktuell in Deutschland. Was bedeutet Arbeitslosigkeit? Das sind Leute, die
- sich gerade arbeitssuchend melden. Was wollen Arbeitssuchende? arbeiten. Ja, schon falsifiziert, Unsinn. Ja, und vor allen Ding geht er
- ja hier noch mit dem Versprecher rein Euro82. Doch die Debatte bleibt zu niedrig, zu hoch oder einfach Fehlern Platz und vor allem gibt's ein
- Konkurrenzprodukt das Bürgergeld. Viele müssen ja gar nicht oder wollen gar nicht mehr arbeiten, weil es sich schlichtwg nicht lohnt. Bis zum Jahr
- 2015 gab es in Deutschland eigentlich überhaupt gar keinen flächenden gesetzlichen Mindestlohn. Stattdessen regelten Tarifverträge die Löhne in
- vielen Branchen, doch Millionen Menschen fielen durch dieses Raste. Ja, also ihr hat's ja eigentlich ihr hat ja das Bürgergeld
- Konkurrenz genannt. Ja. Und warum kann man auch mit dem Bürgergeld einen implizierten Mindestlohn setzen? Ähm ja, natürlich sollten die Löhne über
- dem Bürgergeld legen, das ist logisch. Ähm und äh wenn die Löhne unter dem Bürgergeld legen würden, dann gt's einen riesigen Aufschrei zurecht.
- Äh deswegen äh schafft man mit dem Bürgergeld halt eben auch einen implizierten Mindestlohn, den man nicht mit Zahlen so gut ausdrücken kann, wie
- einen äh expliziten Mindestlohn. Ähm, das äh war trotzdem ein implizierter Mindestlohn auch schon vorher. Die Debatte um einen gesetzlichen
- Mindestlohn spaltete lange die Politik und auch die Gesellschaft. Während Gewerkschaften und Sozialverbände ihn als überfälligen Schutz für Arbeiter
- forderten, waren Wirtschaftsverbände vor Arbeitsplatzverlusten und steigender Bürokratie. Erst durch den Druck der SPD und die Kompromissbereitschaft in der
- großen Koalition wurde er 2015 unter Merkel schließlich eingeführt mit der steigenden Bürokratie. Vielleicht bin ich heute wieder ein
- bisschen zu zu penibel. Ja, aber da hat jetzt ja nur Mark Friedrich einfach nur Argumente wiedergegeben. Manchmal frage ich mich wie das so läuft
- so von neoklassischer liberaler Seite. So, jetzt haben sie irgendwo ein Argument gefunden. Oh, Wettbewerbsfähigkeit haben wir eine
- Riesenangst vor. werden wir gleich auch noch mal drüber sprechen. Äh, aber wir brauchen irwie noch ein Argument. Es ist steht noch gar nicht so
- viel hier an gegen Argumenten. Ah, Bürokratie. Bürokratie, das geht immer seit 100 Jahren. Bürokratie, bestes Argument der Liberalen.
- Äh ganz ganz gruselig, ne? Das ist natürlich wirklich wirklich eine Luftnummer. Steigender Bürokratie. Erst durch den
- Druck der SPD und die Kompromissbereitschaft in der großen Koalition wurde er 2015 unter Merkel schließlich eingeführt mit einem
- Startwert von damals 8,50 € pro Stunde. Seitdem wurde er schrittweise immer weiter erhöht und bis 2027 soll er sogar auf 14,60 € angerufen werden. Viele
- Befürwörder des Mindestlohns sagen: "Hey, hat doch funktioniert, die Jobs sind trotzdem geblieben. Aber wo ist das Problem? Die Wahrheit ist
- übrigens, das ist kein Kensiana, ne? Das ist kein Postkänsaner. So ist es fair. So ist es fair. Ja, also er ist er gehört nicht zu
- meiner zu meiner Denkschule. Das hat nichts damit zu tun. Wir hatten in den letzten Jahren Rückenwind. Die Wirtschaft lief stark,
- der Arbeitsmarkt war stabil. Doch da stellt sich natürlich die Frage, wären ohne Mindestlohn noch mehr Jobs eigentlich de facto entstanden? Das weiß
- niemand. Und heute ist die Lage eine ganz andere. Die Deutsche Wirtschaft steckt im dritten Jahr in der Flaude. Die Produktivität tritt auf der Stelle.
- In so einem Umfeld könnte ein steigender Mindestlohn der nächste Schlag für Unternehmen sein und eine Krise auslösen. Die
- So, also gehen wir hier mal in die Analyse rein. Ähm welche Bedeutung hat Lohnpolitik in der Krise? Ja, die allgemeine Sache habe ich ja gerade eben
- schon erklärt. Da geht's irgendwie um ein um ein Konflikt, um das Volkseinkommen. Okay. Und da kann man die Arbeitnehmerseite natürlich
- unterstützen mit dem Mindestlohn. So, jetzt haben wirskrise. Ja. Äh, was hat die Bank of England z.B. Mitte des Jahres veröffentlicht?
- Wirtschaftswachstum stärker als erwartet. Lohnwachstum stärker als erwartet. H gleichzeitig. Preise stiegen auch etwas stärker als erwartet. Hm.
- Okay. Ähm, wie hängt das Ganze zusammen? Wir haben im letzten Video eine Nachfrageelücke analysiert. Ja, die
- Unternehmen verkaufen zu wenig, das ist das große Problem. Zu wenig Aufträge, zu wenig Absatz. Und in dieser Situation äh sind höhere Löhne natürlich
- hervorragend, weil ich es gerade eben schon erklärt habe. Zunächst einmal steigt der Reallohn. Die Preise ziehen langsamer hinterher. Zunächst einmal ist
- der Vorteil auf der Arbeitnehmerseite und wir können das Problem des Nachfragemangels teilweise durch äh die Lohnmaßnahmen schließen. Die Leute
- kaufen etwas mehr, wenn sie einen höheren Reallohn haben. Die Unternehmen verkaufen jeder etwas mehr. Die Stimmung am Gütermarkt verbessert sich äh und
- insgesamt wirken sich die Maßnahmen also positiv auf die gesamtwirtschaftliche Stimmung aus, weil dieses Abseitsproblem einfach kleiner wird. Es ist also eine
- geeignete Maßnahme ähm in einer Wirtschaftskrise. Jetzt müssen wir noch über Wettbewerbsfähigkeit sprechen. Deutschland ist aktuell immer noch viel
- zu wettbewerbsfähig. Wir haben einen riesigen Leistungsbilanzüberschuss. Das heißt, wir verkaufen viel mehr an das Ausland, als wir vom Ausland kaufen. Per
- Definition sind wir zu wettbewersfähig. ist ja auch klar, wenn wir, wenn unser Kram so billig ist, dass das Ausland ganz viel kauft, äh und wir weniger vom
- Ausland kaufen. Was passiert, wenn wir jetzt also im Inland die Löhne erhöhen? Ja, das Preisniveau dann auch etwas nachzieht natürlich, das hat erstmal gar
- keine Auswirkung auf das Preisniveau äh im Ausland. Die machen eine andere Politik. Ja, das heißt, wir erhöhen hier unsere Löhne. Die Preise im Ausland
- steigen aber nicht gar nicht. Ja, die haben erstmal damit nichts zu tun. Die steigen aus anderen Gründen, aber nicht aus unserer nicht aufgrund von unserer
- Politik. Das heißt, die Realöhne steigen auch teilweise, weil sich das nicht auf die Importe auswirkt und die Importe ja auch ein Teil von dem ausmachen, was wir
- uns kaufen, von unserem Warenkorb. Ja, auch deswegen steigen die Real Löhne also etwas. Was ist jetzt mit den Exporten? Ja, okay, natürlich wird die
- Exportwirtschaft ein bisschen davon getroffen. Das ist ja ganz klar. ähm weil äh die Innlandsäh Löhne steigen, weil das Innlandspreisniveau da
- natürlich nachzieht und das natürlich äh für den internationalen Wettbewerb ähm ein Problem ist. Das Gute ist natürlich, wie
- gesagt, die Binnennachfrage, die steigt, hier ist wieder mehr abzusetzen in Deutschland und das Ziel muss natürlich langfristig eine ausgeglichene
- Leistungsbilanz sein, dass die Deutschen sich ihren eigenen Kram äh quasi wieder kaufen können, dass sie wieder insgesamt quasi eine ausgeglichene
- Leistungsbalance da ist. Klar, wir kaufen auch immer noch vom Ausland ein, wir verkaufen immer noch an das Ausland, aber insgesamt gleich viel eine
- ausgeglichene Wettwerbsfähigkeit, weil jetzt kommt der letzte Punkt, die letzten 20 Jahre sind die Löhne zu langsam gestiegen. Die Löhne sind
- langsamer gestiegen als unsere Arbeitsproduktivität. bedeutet, wir wurden immer produktiver, wir haben immer mehr hergestellt pro
- Stunde, unsere Löhne sind aber nicht gleichermaßen gestiegen. Wir konnten uns unsere eigene Mehrproduktion nicht leisten, weil die Löhne nicht gestiegen
- sind. Wir konnten unseren eigenen Kram nicht leisten. Ja, wer hat's gekauft? Wisst ihr jetzt ist Ausland? Ja, so ist das Leistungs so ist der
- Leistungsfüberschuss entstanden. Äh Löhne in Deutschland niedrig gehalten. Die Leute werden aber produktiver. kauft aus dann den Kram halt. Ja, kauft's aus
- den Kram halt. Genau. Das ist im Grunde genommen die Zusammenfassung. Insgesamt wird die gesamtwirtschaftliche Lage verbessert.
- Das Nachfrage Problem wird gelöst. Das ist das größte Problem der deutschen Wirtschaft. Die Binnennachfrage wird gesteigert. Die Real Löhne steiger
- steigen aus zwei Gründen. Einmal aufgrund Zeitversatz, einmal natürlich aufgrund des äh Effekts äh auf Löhne und Importe. auf diesen Link. Ja, die
- deutsche Exportindustrie ähm die hat auch einen Nachteil. Ja, Wettbewerbsfähigkeit schrumpft sowieso schon unter anderem wegen hoher
- Energiepreise und Löhnen und immer mehr Sozialkosten und Bürokratie, die sich immer weiter der Produktivität abkoppeln. Um das Ganze mal greifbar zu
- machen, schauen wir doch auf ein Beispiel aus der Praxis. Sagen wir z.B. ich hätte eine Bäckerei, die Bäckerei Friedrich. Handwerksbäckerei irgendwo in
- Süddeutschland. Natürlich, wie gesagt, im schönen Schwabenländle und wir machen Priegel, Seelen, Pretzeln und ja, wie gesagt, der Inhaber ein Mann mit besten
- wirtschaftlichen Instinkten und im großartigsten Humor aller Zeiten. Ihr kennt ihn vielleicht. Ja, das bin ich, der Bäckermeister Mark Friedrich. Keine
- Angst, das bin natürlich nicht ich, sondern ein Namensf, der statt Charts zu analysieren lieber Teig knetet. In seiner Bäckerei arbeiten fünf
- Teilzeitverkäuferinnen, alle extrem hot natürlich, die alle den Mindestlohn verdienen. Wenn der nun wie geplant weitersteigt, sagen wir auf
- 13,90 € dann hat das für unseren Bäckermeister Friedrich sehr reale Konsequenzen, denn plötzlich muss er für jede gearbeitete Stunde deutlich mehr
- zahlen. Nicht nur den Lohn an sich, sondern auch natürlich die höheren Sozialabgaben und Nebenkosten, die bringen den Verkäuferinnen gar nichts.
- macht sich der Start die Taschen voll und das sumiert sich schnell zu mehreren 1000 € pro Jahr. War
- natürlich jetzt schon mehrere Fehler drinne. Ähm, also der Stadt macht sich niemals die Taschen voll. Wir leben in einem staatlichen Geldsystem. Wenn der
- Stadt Schulden macht, dann schöpft er Geld. Ähm und dadurch ist jegliches staatliches Geld entstanden. Staatliches Geld entsteht immer, wenn der Staat mehr
- ausgibt, als er einnimmt. Also genau dann, wenn der Staat sich nicht die Taschen voll macht. Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn, was er da gerade gesagt
- hat. Ähm und das zweite ist natürlich in einigen Bereichen, die also sehr lohnintensiv äh äh sind, ist es
- natürlich vollkommen legitim, wenn dann sehr sehr schnell auch die Preise anziehen. Ja, also Bäckereien, Friseure, die können also sehr sehr schnell dann
- auch zurecht die Preise anziehen. gesamtwirtschaftlich ist, aber wie gesagt diese gesamtwirtschaftliche Dynamik in echte Zeit in einen
- historischen Prozess eingebettet und die Preise ziehen langsamer nach. Bedeutet einige Preise ziehen schnell nach, andere Preise ziehen langsamer
- nach und wir haben erstmal mehr in der Tasche. Für eine gesamtwirtschaftliche Analyse sind Einzelbeispiele natürlich vollkommen uns zu reichen. Gerade hier
- diese lohnintensiven äh Einzelbereiche sind also vollkommen äh unzureichend. ähm in Bereichen auch, wo man natürlich die Produktivität überhaupt gar nicht
- steigern kann, äh das äh ist äh ganz ganz ganz schwach. Ähm ja äh in der Industrie äh die Industrie
- ähm zieht die Preise halt eben nicht ganz so schnell nach. Die Industrie reagiert dann auf äh die Mehrnachfrage, die entsteht durch die höheren Realöhne
- auch mit höherer Produktion. Äh, da wird also angeregt die ganze Industrie. Äh, und äh wenn wir das Ganze kombinieren ähm mit einem staatlichen
- Konjunkturprogramm, äh dann können wir Investition in die Produktivität triggern. Ähm dann können wir dafür sorgen, äh, dass insgesamt
- mehr da ist. Ähm ja, steigende Produktivität wirkt immer deflationär, äh weil wir mehr herstellen. Insgesamt werden also mehr Löhne gezahlt, aber
- auch mehr hergestellt. Ähm ja, insofern ganz ganz schlechtes Beispiel. Eine ordentliche Stange Geld für ein
- kleines Unternehmen, das ohnehin schon mit den gestiegenen Energie und Rohstoffpreisen kämpfen muss, als auch mit immer mehr überbordernden
- Bürokratieanforderungen. 2026 soll der Mindest dann auch 13,90 € die Stunde steigen. Das bedeutet für den Backrich, der Stundenlohn steigt damit
- um 1,8 € für eine Teilzeitkraft mit 30 Stunden pro Woche. Bedeutet das 32,40 € mehr Lohn pro Woche. Hochgerechnet auf ein Jahr ergibt das zusätzliche
- Bruttolohnkosten von rund 1685 €. Doch dabei bleibt es natürlich nicht. Der Arbeitgeber muss ja zusätzlich noch Sozialabgaben wie Kranken, Pflege und
- Renten und Arbeitslosenversicherung zahlen und diese liegen zusammen bei etwa 20% des Bruttlohns. Das macht noch mal on top rund 337
- € extra aus und unterm Strich kostet die Anhebung des Mindestlohn von rund 1 € für eine Teilzeitkraft den Betrieb also gut 2020 € mehr pro Jahr. Die Bäckerei
- Friedrich hat insgesamt fünf Verkäuferinnen. Ergo zahlt Mark rund 10.000 1000 € zusätzlich pro Jahr. Bei mehreren Mitarbeitern vervielfacht sich
- also dieser Betrag, ohne dass die Produktivität irgendwie steigt oder automatisch mehr verkauft wird. Und leider backt auch der Umsatz keine
- größeren Brötchen. Die Produktivität seiner Mitarbeiter bleibt nämlich gleich. Niemand verkauft plötzlich doppelt so viele Pretzel nur weil der
- Lohn steigt. Als hat Mark nur eine Lösung. Er steht vor der Entscheidung. Preise erhöhen für den Endverbrauch, also für dich und für mich oder
- Personalabbauen. Heißt konkret, das Brötchen kostet nicht mehr 40, sondern vielleicht 55 Cent, verbunden mit der Gefahr, dass Kunden zum Discounter
- abwandern oder erstreicht eine Verkäuferin, was dann wiederum zu mehr Stress für die übrigen Mitarbeiter führt und natürlich mehr Belastungen, weil
- dann wir als Allgemeinheit dann eventuell mehr Bürgergeld zahlen müssen für die Dame, die dann ausgeschieden ist. Genauso sieht das Dilemma momentan
- in vielen kleinen Betrieben in Deutschland aus. Nicht nur in der Bäckerei Friedrich. Ich spreche in der Honorarberatung mit vielen Unternehmern,
- die genau sich diese Frage momentan stellen. Entlasse ich einfach ein paar aus der Belegschaft oder muss ich die Preise erhöhen? Fakt ist
- ja äh gehen wir hier also noch mal rein. Ähm wir müssen jetzt durch unsere Politik eine gesamtwirtschaftlich gute Situation schaffen. Wir haben ein großes
- Nachfrageproblem in der Wirtschaft. Das haben wir im letzten Video ganz genau analysiert. Schaut euch das gerne mal an. Und dieses müssen wir jetzt also
- schließen. Wir erhöhen die Löhne. Ich habe schon erklärt, warum auch die Real Löhne steigen, ne? Weil die Preise würden langsamer nachziehen und wir
- machen ein großes Konjunkturprogramm und erhöhen die gesamtwirtschaftliche Stimmung. Und wenn wir die gesamtwirtschaftliche Stimmung erhöhen,
- ja, wenn die Stimmung am Güter macht, wenn wir dafür sorgen, dass wieder alles verkauft wird, die Arbeitslosigkeit wieder fällt, äh dann sind wir in einem
- Umfeld, wo natürlich genau diese Bereiche äh die Preise ohne Probleme anheben können. Ja, das heißt, diese Makropolitik müssen wir fahren.
- Lohnpolitik kombiniert mit einem großen Konjunkturprogramm. Äh, lohnintensive Bereiche ziehen die Preise stelle an natürlich als weniger
- lohnintensive Bereiche, das ist vollkommen klar. Äh, aber insgesamt äh kann natürlich in so einem Unfeld können in ein können in einem solchen Umfeld
- die Preise dann in solchen Bereichen halt eben leicht angepasst werden. Wenn die gesamtwirtschaftliche Stimmung gut ist, dafür müssen wir sorgen. Dafür
- müssen wir sorgen. Und in einer Wirtschaftskrise, da wechseln die Leute natürlich von der Bäckerei zum Discounter. Wir sind jetzt in einer
- Wirtschaftskrise. Wir müssen raus aus dieser Wirtschaftskrise schaffen wir, indem wir diesen Nachfragemangel schließen durch
- Lohnpolitik und äh durch ein großes Konjunkturprogramm. Und wenn dann die gesamtwirtschaftliche Stimmung wieder gut ist, dann kaufen die Leute
- sicherlich auch äh wieder in der Bäckerei ein. Die Zeche zahlen immer wir und aber nicht bei Mark Friedrich, ne? würde
- ich nicht machen. Jede Einmischung der Politik in den Arbeitsmarkt oder generell in die Wirtschaftswelt ist immer verbunden mit
- mehr Bürokratie, mehr Kosten und Kollateralschäden. Denn wenn die Löhne gesetzlich steigen, ohne dass die Leistung oder die wirtschaftlichen
- Rahmenbedingungen mithalten, gerät das gesamte System aus dem Gleichgewicht. Am Ende zahlen wir alle drauf, entweder an der Kasse.
- Und das ist halt so ein dummes Argument. Ähm, die letzten 20 Jahre sind die Löhne zu langsam gestiegen. Auch für
- Neoklassiker, für Liberale, egal in welche Theorie man schaut, Löhne sollten immer mit der Produktivität äh steigen. Ja, mit der Produktivität.
- Und die letzten 20 Jahre sind die Löhne langsamer gestiegen. Ja, wir haben also dieses Problem. Die letzten 20 Jahre ging lief es genau umgekehrt. Ja.
- Äh und jetzt müssen die Löhne endlich mal wieder steigen, damit wir uns unseren eigenen Kram kaufen können. Durch teurere Produkte oder durch
- weniger Jobs. Und unser fiktiver Bäckermeister Mark, der denkt sich wohl möglich irgendwann, hätte ich doch lieber YouTube Videos gemacht oder
- NASA. Ich gehe einfach ins ausenb größere Brötchen. An dieser Stelle lohnt sich ein kurzer Blick auf die österreichische Schule der
- Nationalökonomie. Eine Denkrichtung, die oft übersehen wird, aber gerade bei solchen Fragen erstaunlich klare Antworten liefert und auch immer mehr
- durch die Realität eigentlich untermauert wird. Was sagen die Ökonomen wie Ludwig von Mes oder Friedrich? Also meine ist irgendwie jetzt schon zum
- Scheid verurteilt, was Ökonomen sagen, das bring uns erstmal gar nichts. Wir müssen das in irgin Kontext setzen und dann noch historischen Prozess
- einbetten. Aber okay, wie gesagt, die beiden Kollegen kenne ich kenne ich gut sogar. August von Hayek zum Mintestlohn. Sie
- würden sagen, Löhne sind Preise und wie alle Preise entstehen sie nicht durch Gesetze, durch Politiker, sondern durch Angebot und Nachfrage. Wenn der Staat
- künstlich einen Mindestpreis, also ein Mindestlohn festlegt, der über dem liegt, was der Markt eigentlich hergibt, dann entsteht ein gigantisches Problem,
- nämlich ein Überangebot an Arbeitskraft. Sprich, mehr Menschen wollen arbeiten, aber weniger Unternehmen können oder wollen sie einstellen. Das Ergebnis
- Arbeitslosigkeit. Nicht weil die Unternehmer böse sind, sondern weil sich gewisse Jobs schlicht nicht mehr rechnen. Die österreichische Schule
- warnt genau davor und ich kann nur jedem ans Herz legen, die Bücher von Hayek und von Mises zu lesen. Ich werde sie dir unten verlinken, wenn man
- so was sagen die beiden Kollegen makroökonomisch im Kern? Äh, die Löhne müssen mit der Produktivität äh steigen. Also die Produktivität ist das, was die
- Wirtschaft hergibt. Wie gesagt, die letzten 20 Jahre sind die Löhne zu langsam gestiegen. Diese beiden Ökonomen sind also eh schon vollkommen ratlos.
- Die wissen nicht, was die letzten 20 Jahre da los war. Sie sind vollkommen verzweifelt. Äh für sie äh ist die Arbeit so unfassbar billig gerade. So
- unfassbar billig, dass eigentlich gar keine Arbeitslosigkeit da sein kann. Die Arbeit ist ja seit 20 Jahren äh steigen die Arbeitskosten langsamer als der
- Output der Arbeit. Die Arbeit ist unfassverbich. Die können gar keine Arbeitslosigkeit gerade erklären. Ja, die sind völlig verzweifelt. Die wissen
- gar nicht, was los ist. Warum wissen sie das nicht? Weil äh Löhne nicht nur Kosten sind, sondern auch Einkommen und damit Nachfrage. Und
- wenn man die Nachfrage nicht adäquat steigert, ja, dann kann man noch so produktiv sein. Man kann den Kram nicht verkaufen
- und dann hat man genau das ein Nachfrageproblem. Das hat die Wirtschaft. Die beiden Kollegen sind eh schon raus, weil für
- die ist die Arbeit gerade so unfassbar billig, weil seit 20 Jahren die Arbeitskosten langsamer steigen als der Output der Arbeit. Die sind eh schon
- weg. Ja, die übersehen, dass Löhne äh auch Einkommen sind, auch Nachfrage sind und dass diese Nachfrage gerade hat eben viel zu klein ist, weil die Löhne zu
- niedrig sind. Das übersehen die beiden Kollegen und ja, gut, das Markt das jetzt nicht in irgendein Kontext setzt. Äh, die
- beiden Kollegen sind lange tot, die haben nichts mit der aktuellen Situation zu tun. Äh, lass die mal. Aber das in diesen Kontext jetzt hier setzen ähm ist
- natürlich völlig absurd. Man glaubt, man könne Wohlstand einfach verordnen, ohne die Produktivität zu berücksichtigen, dann ruiniert man lang.
- Jetzt sagt er auch noch Produktivität, hast du die beiden Indikatoren mal angeschaut oder was? Ich genau das, was man eigentlich
- schützen will. nämlich Arbeitsplätze. Und genau das ist ja das Problem der Politik. Nicht umsonst sage ich immer und immer wieder, der Weg in die Hölle
- ist gepflastert mit guten Absichten, aber sie können es nicht. Und eigentlich müssten wir aus den Geschichtsbücher lernen, dass Politik es nie besser
- macht. Der Staat und die Politik sind einfach ein schlechter Unternehmer. Deshalb sagen die Vertreter dieser Schule: "Der einzige Weg zu echtem
- Wohlstand führt über Freiheit, Eigenverantwortung und echte Marktpreise auch beim Lohn." Der Markt regelt eben fast alles. Es wird jetzt oft gerne
- behauptet, der deutsche Mindestlohn zeit zu niedrig. Doch ein Blick ins europäische Ausland zeigt ein ganz anderes Bild und der Vergleich lohnt
- sich. Dazu ein paar Beobachtungen von meiner Seite. Wenn man sich das Brutto Inlandsprodukt pro Erwerbstätigen anschaut, steht Deutschland heute ja
- tatsächlich hinterländern wie der Niederlanden, Belgien und Österreich. Und trotzdem ist unser Mindestlohn höher als in vielen dieser Länder. Wie
- erwähnt, der deutsche Mindestlohn liegt bei 12,82 € momentan. In Öland hingegen beträgt er 13,50 €. Das sind 5,3 % mehr als bei uns, obwohl das
- durchschnittliche Einkommen dort um rund 85% höher ist. Luxemburg liegt mit einem Mindestund von 15,25 € deutlich darüber. Das sind 19% mehr als bei uns in
- Deutschland. Aber das durchschnittliche Einkommen liegt dort fast doppelt so hoch, also 85% über dem deutschen Niveau. In den Niederlanden verdienen
- Arbeitnehmer 14,6 Oh, wie kann man eigentlich, wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, so
- viel Gewicht auf Luxemburg zu legen? Das ist ja herrlich. Okay, es ist ein Fachkollege, deswegen darf ich ein bisschen härter sein in
- Drections. Habe ich schon mal gesagt. Okay. Ähm, ihr könnt mir ja mal in die Kommentare schreiben, wie ihr das hier heute findet.
- Was ist der wichtigste Preis in einer Wirtschaft? Okay, das ist der Lohn. Aber welcher Lohn und in welche Relation müssen wir diesen Lohn setzen?
- der Lohn der pro durchschnittliche Produktivität bezahlt wird. Wie hoch ist so der
- durchschnittliche Output in einer Pro Arbeitsstunde in Deutschland? Das ist der entscheidende Preis in der Wirtschaft. Wie viel wird bezahlt für
- die durchschnittliche Produktivität in dem Land pro Stunde? entscheidende Wert und da ist Deutschland gerade unfassbar billig. Ich habe gerade eben schon
- erzählt, okay, die Produktivität ist seit 20 Jahren langsamer gestiegen als die Löhne. Ja, deswegen sind wir so billig. Woran sehen wir, dass wir so
- billig sind? Ja, Deutschland hat einen Leistungswens überschuss. Unsere Produkte sind so billig, dass der Rest der Welt ganz viel davon kauft. Wir
- kaufen weniger aus dem Rest der Welt, weil der Rest der Welt teurer ist. Ja, ganz einfach. Ja, das ist der wichtigste Preis. Das heißt, man muss es in einen
- Kontext einbetten äh und die Produktivität äh in dem Land berücksichtigen. Ähm und äh das ist einfach hier äh also
- eine unfassbar äh ähäh blutlose Analyse ohne irgendeinen Kontext ähm Luft pro Stunde rund 9,7 % mehr als bei uns. Und das entspricht ziemlich genau dem
- dort höheren Einkommensniveau. Ganz anders sieht es aber z.B. in Frankreich aus. Dort liegt der Mindestlohn bei 11,88 € also 7,3 % unter dem deutschen
- Wert. Und in Italien, dort gibt es weiterhin keinen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Stattdessen gelten spezifische Tarifverträge mit
- Stundenlöhnen meist zwischen 7 und 9 € und damit mindestens 30% niedriger als bei uns. Und was heißt es jetzt alles konkret? Trotz unseres vergleichweise
- durchschnittlichen Einkommensniveaus liegt der deutsche Mindestlohn klar im oberen Drittel Europas und ist teilweise sogar höher als in Ländern mit
- vergleichbarer oder besserer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Vor allem der Vergleich mit Irland und Luxemburg zeigt, dort sind die Einkommen
- deutlich höher, aber der Mindestlohn liegt nur moderat über dem deutschen Niveau. Wenn wir jetzt also auf 15 € gehen, wären wir fast europäische Spitze
- beim Mindestlohn. Wenigstens da sind wir noch Numero uno, wenn schon nirgendwo anders mehr. Viele Beförwter des Mindestlohns aus SPD, Grün und Linken
- hatten den letzten Monaten einen Mindestund von mindestens 15 € gefordert. Ich bin mal ehrlich, ich glaube tatsächlich, die bauen vor, falls
- sie dann nicht mehr ins Amt gewählt werden und in der Realwirtschaft irgendwas machen müssen. Das zäht dann nicht mehr Qualifikation, sondern dann
- gibt's halt Mindestlohn. Aber angenomm, wir hätten einen Mindestlund von 15 €. Dann lege nur noch Luxemburg vor uns, allerdings mit einem durchschnittlichen
- Einkommen, das immer noch 85% höher ist als in Deutschland. Klar ist auch, die Gewerkschaften würden versuchen, diesen Lohnabstand aufrecht zu erhalten, was
- den Druck auf alle Löhne erhöhen würde. Und das genau in einer Zeit, in der viele Unternehmen ohnehin schon kämpfen. Ich meine, man muss nur sich mal
- umschauen. Immer mehr pleiten, Insolvenzen, auch Unternehmen, die einfach abwandern. Die Industrialisierung ist im vollen Gange
- und nicht nur das Unternehmen abwandern, nein, es müssen auch Stellen gestrichen werden. 3000 bei Bosch, 5000 hier, 1000 dort, vor allem aus dem produzierenden
- energieintensiven Gewerben. Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Die Aufträg Ja, und was haben die gerade für ein
- Problem? Ein Nachfrageproblem. Ups. Gesinken. Viele Betriebe können
- Preissteigerung nicht mehr an die Kunden weitergeben. Die logische Folge wäre also weniger Arbeitsplätze, mehr Geschäftsaufgaben und eine beschleunigte
- Abwanderung von Produktion ins Ausland. Genau das passiert. Ja, und damit kommen wir zum eigentlichen Problem. Wohlstand entsteht nicht durch staatliche
- verordnete Löhne, sondern durch Produktivität, Innovation und Schaffenskraft. Und die wiederum setzt Investitionen voraus in Technik, in
- Prozesse, in Menschen. Doch dafür braucht es günstige Rahmenbedingungen, wenig Bürokratie, niedrige Steuern, niedrige Abgaben, wettbewerbsfähige
- Energiekosten und eine funktionierende Infrastruktur sowie Planungssicherheit. Nicht dieses ständige Hüh und Hott der Politik, keine ideologischen Gehirnfürze
- von irgendwelchen dogmatischen Fanatikern. und nicht zuletzt bessere Aus und Weiterbildung. Doch genau das spielt in der aktuellen politischen
- Diskussion kaum noch eine Rolle. Im Gegenteil, viele dieser Themen stehen inzwischen unter Finanzierungsvorbehalt oder gelten sogar als politisches Tabu.
- Die Tatsache, dass der Mindestlohn derzeit das größte Streitthema ist, zeigt vor allem eins, die deutsche Politik hat sich längst von der aktiven
- Gestaltung von Wohlstand verabschiedet und lebt in einer Lalawelt. Es ist eigentlich nur noch Umverteilung, Sozialismus und ja, was soll ich sagen,
- spättrömische Dekadenz stattdessen versuch. Okay, das sind wir jetzt auch genug für heute. Ähm gehen wir noch einmal darauf
- ein, warum diese Angebotspolitik vollkommen nutzlos ist. Wir können jetzt die Unternehmenssteuer auf null senken. Es wird nichts passieren. Es wird
- absolut gar nichts passieren. Wann investieren Unternehmen? Wann investieren Sie? Ja, wenn die Kapazität ausgelastet ist,
- es muss überhaupt erstm genügend wirtschaftliche Nachfrage da sein, Dynamik da sein, dass die Nachfrage auch in Zukunft da ist und wächst, damit
- Unternehmen investieren. Äh denn sie investieren natürlich nur, wenn sie mit den vorhandenen Kapazitäten nicht auskommen und erwarten also in Zukunft
- auch mit größeren Kapazitäten hantieren zu können, Gewinde machen zu können. Und dafür brauchen wir die Nachfrage. Das ist der entscheidende Faktor. Daran
- mangelt es aktuell und deswegen müssen wir Maßnahmen einleiten, die Nachfrage zu steigern. Lohnpolitik, großes Konjunkturpaket
- und damit schaffen wir es auch wieder äh, dass die deutsche Wirtschaft äh läuft. Damit schaffen wir es auch wieder, dass Deutschland ein attraktiver
- Standort ist. Äh, das sind äh die entscheidenden Maßnahmen. Äh, ich hoffe, es hat euch gefallen. Ähm,
- Videovorschläge sind sehr gerne erwünscht. Ähm, schickt die mir einfach an. Meine Mail findet ihr in der Kanalbeschreibung. Ansonsten helft mir
- gerne auf dem Weg zu 1000 Abonnenten. Wir sehen uns eines Tages wieder. Adios meine Freunde.