Warum machen wir Musik? - Die Rolle der Musik für Glauben, Gemeinde und Gesellschaft glaubendenken https://www.youtube.com/watch?v=828F4-AJ5Ps Transkript (automatisch erstellt) 0:00 wenn ich eine Rede halten will dann ist es auch wichtig dass ich verständlich spreche dass die Grammatik stimmt dass die Rhetorik stimmt auch die Tontechnik 0:09 und die Lautstärke wie bei so einer Aufnahme hier aber darüber darf ich nicht die wichtigste Frage meiner Rede vergessen nämlich was 0:18 will ich eigentlich sagen und wenn es stimmt was viele sagen dass die Musik so etwas ist wie eine Sprache 0:25 unseres Herzens dann ist es natürlich wichtig dass wir diese Sprache gut lernen dass wir diese Sprache gut beherrschen dass wir sie behutsam 0:35 pflegen aber entscheidend ist am Ende was wir in dieser Sprache eigentlich sagen wollen 0:49 warum machen wir eigentlich Musik warum machen wir als Christinnen und christenmusik warum machen wir Musik in unseren 0:57 Gemeinden und was ist die Rolle von Musik in unseren persönlichen Leben in unserer Gemeinde in unserem Gemeindeverband 1:09 in unserer Kirche oder auch in der Gesellschaft das ist eigentlich unser Ziel wenn wir Musik machen was möchten wir bewegen was möchten wir anstoßen was 1:19 möchten wir bewirken wenn wir Musik machen das ist eine zentrale Frage die aber zumindest meine Erfahrung nach in vielen 1:28 christlichen Gemeinden relativ selten gestellt wird ich bin ja ab und zu mal unterwegs vor allen Dingen im Bereich Lobpreismusik 1:37 anbetungsmusik ich begleite und berate gerne lobpreisteams in Musikteams von Gemeinden wie man den Gottesdienst gestalten kann und welche Rolle da die 1:47 Musik spielt und meine Beobachtung wenn ich in solchen Gemeinden bin ist auf die wir landen ganz schnell bei solchen Themen und Fragen wie ob die Musik zu 1:58 alt oder zu neues ob die Musik zu laut oder zu leise ist ob die Band oder die Orgel spielen soll welche Lieder wir singen sollen ob man aus einem 2:08 Liederbuch singt oder von einer Leinwand singt ob die Musik gut genug klingt wie man Fehler beim Musik machen vermeiden kann 2:17 und das sind alles natürlich auch wichtige Fragen ich bin ja Mitglied im Arbeitskreis Musik in gnador Verband und wir haben in 2:25 den letzten Jahren im Arbeitskreis eine Arbeitshilfe erarbeitet die ich für sehr hilfreich halte die heißt Musik in der Gemeinschaftsbewegung die kann man auf 2:35 der Webseite des Gnade auf Verbandes herunterladen da wird auf all diese Fragen von Experten ihres Faches und ihres Bereiches jeweils sehr gut 2:43 eingegangen ich empfehle das zum Lesen entweder online man kann es auch im Druck bestellen aber das was ich jetzt sagen möchte das gilt nicht nur für 2:52 nicknador Gemeinschaftsverband sondern für christliche Gemeinden die Musik machen überhaupt denn es geht meines Erachtens ja um all diese Fragen die ich 3:04 gerade genannt habe aber wenn ich in eine Gemeinde komme dann versuche ich immer als allererstes einmal diese Frage zu stellen warum machen wir überhaupt 3:13 Musik wo wollen wir eigentlich hin mit unserer Musik was ist die Rolle von Musik in unserer Gemeinde in unserer Kirche und 3:23 in unserer Gesellschaft vielleicht kann man das mit einem Bild deutlich machen also wenn ich eine Reise mit einem Autounternehmen will dann ist 3:32 es natürlich wichtig dass ich mein Auto vorher technisch durchchecke aber alles funktioniert und es ist auch wichtig dass ich Autofahren gelernt habe dass 3:41 ich weiß wie meine Auto bedient wie man ein Auto steuert aber das alles nützt mir am Ende wenig wenn ich nicht darüber nachdenke wohin 3:51 ich eigentlich reisen will und was das Ziel meiner Reise ist wenn ich eine Rede halten will dann ist es auch wichtig dass ich verständlich 4:00 spreche dass die Grammatik stimmt dass die Rhetorik stimmt auch die Tontechnik und die Lautstärke wie bei so einer Aufnahme hier aber 4:10 darüber darf ich nicht die wichtigste Frage meiner Rede vergessen nämlich was will ich eigentlich sagen 4:17 und wenn es stimmt was viele sagen dass die Musik so etwas ist wie eine Sprache unseres Herzens dann ist es natürlich wichtig dass wir diese Sprache gut 4:27 lernen dass wir diese Sprache gut beherrschen dass wir sie behutsam pflegen aber entscheidend ist am Ende was wir in 4:36 dieser Sprache eigentlich sagen wollen und dazu haben wir als Arbeitskreis in am Anfang unseres arbeitspapiers 4 Dimensionen der Musik definiert 4:48 die vier Begriffe die wir dafür genommen haben die sind wahrscheinlich in allen gut bekannt sind griechische Begriffe Leitungen 4:58 und Diakonie Diakonie also man sagt normalerweise das sind so die Eckpunkte einer guten Gemeindearbeit und wir haben einfach mal versucht das 5:09 durchzugbuchstabieren dass das jetzt eigentlich für den Bereich Musik bedeutet und weil ja bekanntlich Bilder besser 5:17 hängen bleiben als nur Worte habe ich gedacht ich versuche das mal mit vier Bildern klar zu machen also 4 Gesten für diese vier Dimensionen der Musik die 5:29 erste Geste sind die erhobenen Hände und wenn Sie das vielleicht jetzt schauen alleine oder vielleicht sogar in der Gemeinde in einem Gemeindeabend in einem 5:39 Musik Workshop an einem Gemeindetag lade ich Sie ein das mal mitzumachen also die erhobenen Hände Leitung 5:49 hier anbetende Musik das ist vielleicht so die älteste Rolle die Musik in der Bibel spielt und auch die die in der Bibel am breitesten bezeugt ist nur ein 6:02 paar kurze Einblicke in die Bibel die Bibel redet zum Beispiel davon dass schon bei der Schöpfung der Welt alle Morgensterne miteinander sangen als Gott 6:12 die Welt erschuf vier und 38,7 kann man das nachlesen das Flüsse und Bäume zum Lob Gottes in die Hände klatschen davon redet Jesaja und auch Website die Bibel 6:24 berichtet von 4000 Musikern im Tempel von Jerusalem und an einer Stelle auch von 288 Sängern und sie fügt dann noch hinzu allesamt Meister 6:37 die Bibel erzählt davon wie Jesus mit seinen Freunden nach dem letzten Abendmahl Lobpreislieder singt Matthäus 26 Vers 30 30 und im letzten Buch der 6:48 Bibel gibt es dann Einblick in den himmlischen Lobpreis zum Beispiel auf Offenbarung 5 Vers 9 und alle an all dem sehen wir anbetung 6:58 ist zwar irgendwie ein modernes Passwort und Lobpreis auch aber es ist auf jeden Fall keine moderne Erfindung ist auch keine neue Mode sie ist das Kernanliegen 7:08 der Musik schon in der Bibel der griechische Begriff Leitung hier heißt ja nicht Liturgie im Sinne von Gottesdienstordnung und Leitung Bier 7:19 heißt auch nicht wenn etwas eine feste Form hat sondern Leitung hier bedeutet eigentlich übersetzt Anbetung 7:28 was ist damit gemeint es ist die Musik gemeint die sich nach oben wendet die sich zu Gott ausstreckt mit der wir unser Gebet zu ihm ausdrücken 7:38 in alten Kirche war das auch im Gottesdienst die Hauptrichtung der Musik und wenn man in die orthodoxe Tradition schaut und heute in orthodoxe 7:47 Gottesdienste geht dann sieht man das immer noch er ist ein alte orthodoxes Sprichwort dass man sagt Gottesdienst hat keine Liturgie Gottesdienst ist 7:56 Liturgie heilige Göttliche Liturgie Anbetung verehrendes Gebet staunende Begegnung mit einem real Anwesenden Gott warum aber empfinden wir in unseren 8:10 evangelischen Kreisen und Gemeinden dann Anbetung so oft als irgendwas modernes das neumodisches so ein Zeitgeist Trend das hat natürlich zum einen etwas mit 8:22 der Form zu tun weil Anbetung und sehr oft heute im Gewand von Pop oder Rockmusik begegnet aber das ist meiner Meinung nach gar nicht der Hauptgrund 8:31 sondern der Hauptgrund liegt in unserer Geschichte und zwar auch besonders in der Geschichte des Pietismus aber noch davor in der Geschichte der Reformation 8:41 was ist in der Reformationszeit passiert die Reformation hat die Verkündigung des Evangeliums ganz neu ins Zentrum des Gottesdienstes gerückt also die 8:51 Wortverkündigung wurde jetzt zentral und auch die Kirchenmusik war jetzt vor allen Dingen ein Mittel der Verkündigung also wenn man sich Luthers koräne 9:01 anschaut auch die korelle der Folgezeit auch bei Paul Gerhardt dann sind sie mehrheitlich Glaubensverkündigung Trost Zuspruch 9:09 Bekenntnis die Anbetung hatte zwar weiterhin so ihren festen Ort im Gottesdienst aber vor allem in den liturgischen Gesenken 9:19 also dem Gloria dem Kyrie dem Agnes D aber der neue Impuls im Gottesdienst war jetzt die Musik die nicht nach oben gewendet ist sondern nach außen als 9:30 Verkündigung und wenn wir dann weitergehen in den Pietismus hat er diese Akzentverschiebung noch ein bisschen 9:37 weiter befördert denn während die Anbetung also diese liturgische Stücke ja weiterhin ihren Ort im Hauptgottesdienst der Kirchengemeinde 9:46 hatte hat der Pietismus mit seiner Bibelstunde am Nachmittag ja ein ganz eigenes zunächst ergänzendes Format geschaffen das den Gottesdienst ergänzt 9:57 hat und in diesem Bibelstunden stand eben nun die Bibel lesen und Bibel Auslegungen im Mittelpunkt die Lieder waren dazu bestenfalls ein 10:06 Rahmenprogramm und deswegen ist es bis heute so dass wir in vielen unseren Gottesdiensten uns 10:12 eigentlich an dieses Format anhängen also eine Message mit Rahmenprogramm wir haben ein bisschen auch Elemente aus Fernsehen und Eventkultur mit 10:22 hineingenommen also Gottesdienst ist heute ein möglichst buntes Programm aus Wortbeiträgen musikblöcken und dazwischen verbindende Moderation 10:32 also der Pietismus hat zum einen diesen Impuls aus der Reformationszeit aufgenommen die Verkündigung nach außen stärker in den Mittelpunkt zu stellen 10:41 und der Liturgie eher eine Rahmenfunktion für die Verkündigung einzuräumen und er hat sich dann auch in einem zweiten Schritt aus dem 10:51 kirchlichen Gottesdienst mit seiner festen Liturgie mehr und mehr verabschiedet und in eigene Veranstaltungen ausgelagert und da war 11:00 dann auch dieser noch bestehende Restbestand von liturgischen Stücken anbetende Musik am Ende ganz verloren gegangen 11:09 und wenn wir jetzt in die Neuzeit schauen dann ist diese massive Welle der anbetungsmusik die wir in den letzten Jahrzehnten erleben sowas wie eine 11:17 Gegenbewegung gegen diesen Trend also es ist eigentlich gar keine neue Mode sondern eine Wiederentdeckung der altkirchlichen die torischen 11:27 Spiritualität natürlich in neue musikalischen Gewand wenn man so will das ironische daran ist jetzt aber dass in manchen Gemeinden der liturgische 11:37 Gottesdienst und der anbetungsgottesdienst als völlige Gegensätze gegenüberstehen wo doch eigentlich Liturgie nur das griechische 11:47 Wort für Anbetung lässt also wenn wir von der leiturgia Dimension der Musik sprechen dann geht es nicht darum jetzt unbedingt moderne Lobpreislieder zu 11:59 pushen oder zu singen sondern es geht um die tiefergehende Grundfrage hat unser Gottesdienst diese Richtung nach oben diese Ausrichtung der Musik auf Gott hin 12:13 haben wir in unserem Gottesdienst Lieder die Gott staunend verehren und dann ist es egal ob sie alt oder neu sind oder singen wir eben vor allen Dingen über 12:24 Gott und über unseren Glauben also die Frage gibt es in unseren Gottesdiensten Raum und Zeit für diese Ausrichtung nach oben für die Leitung hier Musik 12:37 ist eben nicht nur das Vorprogramm oder das Rahmenprogramm zur Predigt Liturgie ist auch nicht das Fremdwort für das Abarbeiten eines 12:46 minutenplans oder eines Programms sondern Liturgie ist das Wesen von Gottesdienst nämlich Anbetung Gottes und musik ist die Sprache die uns dabei 12:58 hilft dieses Wesen auszudrücken Musik kann uns mitnehmen in diese Bewegung des Herzens nach oben vielleicht können wir noch einmal diese 13:09 Geste der erhobenen Hände zusammen machen Leitung hier die anbetende Musik aber jetzt gibt es eben auch diese zweite Dimension und die ist auch 13:21 wichtig es geht nicht nur darum dass das Pendel in die andere Richtung schwingt und die Anbetung anbetungsmusik jetzt heute wieder alle anderen Dimensionen 13:30 der Musik verdrängt oder ersetzt auch das ist ja etwas was heute in den Gemeinden manchmal passiert da gibt es plötzlich nur noch anbetungsmusik auch 13:40 an Stellen wo sie eigentlich gar nicht hingehört und deshalb ist es auch wichtig dass wir diese anderen drei Dimensionen der Musik 13:47 im Blick behalten und da wo sie vielleicht bei uns in Vergessenheit geraten dass wir sie stärken und auch neu entdecken zum Beispiel die zweite 13:57 Dimension die nennen wir martyria die verkündigende Musik auch hier gibt es eine Geste nämlich die zum Sprachrohr geformten Hände 14:09 martyria die verkündigende Musik also Musik kann tatsächlich auch ein Sprachrohr sein mit dem wir das Evangelium in die Welt hinein vermitteln 14:20 ich habe das ja eben schon beschrieben das war der musikalische Schwerpunkt der Reformationszeit aber er findet sich eben auch schon in der Bibel also es 14:29 gibt in der Bibel zum Beispiel erzählende Loblieder 2 Mose 15 Psalm 103 in denen Gott gepriesen wird aber nicht eben in der Form des Gebets sondern zu 14:41 den Menschen hin die das hören sollen und hier empfehle ich den Gemeinden immer so eine kleine aber wichtige Wahrnehmungsübung nämlich dass man sich 14:51 lieber mal ganz bewusst unter dem Aspekt anhört und anschaut wie unterscheide ich eigentlich Anbetungslieder von verkündigungslieder die Antwort ist 15:01 nicht am Musikstil auch nicht an der Farbe des Gesangbuchs auch nicht eine Jahreszahl der Entstehung nein es gibt ein kleines aber 15:11 tut sicheres Signal wie man das erkennen kann ganz einfach wenn in dem Lied Gott mit Duo angesprochen wird dann ist es vermutlich ein anbetungslied weil es zu 15:22 Gott betet egal ob es in dem Psalmen steht im roten Gesangbuch oder auf YouTube und wenn in dem Lied von Gott mit dem 15:30 Wörtchen er die Rede ist dann ist es vermutlich kein anbetungslied weil es sich gar nicht an Gott richtet sondern an die Menschen die uns zu hören und 15:39 dann ist es auch egal auch wenn es von Albert frei oder der outbreakband kommt das ist ein Lied der Verkündigung und es ist wichtig dass wir das zu 15:47 unterscheiden lernen denn nur dann fangen wir wirklich an uns auch wirklich Gedanken zu machen bei der Liederauswahl warum wir eigentlich ein ganz spezielles 15:57 Lied an dieser Stelle des Gottesdienstes singen also möchten wir dieses Lied singen um uns Gott zuzuwenden oder möchten wir singen um uns andere 16:06 Menschen zuzuwenden beides ist ja wichtig aber genauso wichtig ist es auch tatsächlich zu unterscheiden und bewusst 16:14 ist eine oder das andere zu tun wo kommt also martyria Musik in unseren Gemeinden vor ich habe ja schon gesagt dass eine besondere Stärke des Pietismus 16:25 darin liegt vielleicht ja vor allem aufgrund der Geschichte des missionarischen gemeindeaufbaust des neupierismus dass 16:35 man sagt Musik soll doch hauptsächlich das Evangelium verkündigen aber es gibt auch die Chormusik die auch dazu diente dass man Menschen etwas 16:43 mitteilt es gibt die Jugendchöre die Liedermacher die viele Geschichten erzählen es gibt auch die Kultur der missionarischen Rockkonzerte all diese 16:53 Musikformen Leben vor allen Dingen von der verkündigende Musik diese Musik möchte Menschen erreichen sie möchte Botschaft verbreiten 17:03 aber es gibt auch zum Beispiel den Aspekt der prophetischen Gesellschaftskritik zum Beispiel den Protestlieder 17:11 und das letzte last but not least Botschaft wird ja nicht nur da vermittelt wo man mit Worten singt also auch Instrumentalmusik von 17:22 streichquartet bis zu Musik von posaunenbruch drum and base Musik vermittelt eine Botschaft auch ohne Worte welche Botschaft ist das 17:35 sich spiegelt etwas wieder von der Schönheit des Schöpfers sie kann Emotionen wecken sie kann Trost ausstrahlen sie kann Hoffnung 17:44 ausstrahlen einfach nur durch ihren Klang deswegen lade ich noch mal ein dass wir zusammen diese Geste machen 17:52 martyria verkündigende Musik die dritte Dimension von Musik die ich Ihnen gerne ans Herz legen möchte ist 18:03 kontonia verbindende Musik und je nachdem ob sie das jetzt alleine schauen oder in einer Gruppe wäre die 18:13 Geste fassen sie sich gegenseitig an den Händen links oder rechts wenn niemand da ist machen Sie so kolonia verbindende Musik 18:24 diese Dimension erleben wir zum Beispiel ganz elementar wenn man so am Lage vor Lagerfeuer zusammensitzt und gemeinsam singt wenn man auf der Bierbank 18:33 schunkelt beim Gemeindefest wenn man im Stadion ist und die Fans singen da ist es ja ehrlich gesagt oft eigentlich egal was man singt sondern es geht um das 18:43 gemeinsame Singen als Erlebnis der gemeinsame Rhythmus bringt uns zusammen das Klatschen ist etwas das verbindet und auch das ist eine wichtige Dimension 18:53 der Musik eine Dimension die wir auch im Gottesdienst bewusst entdecken sollten aber eben nicht nur im Gottesdienst sondern auch am Rande unsere kleine 19:01 Veranstaltung vielleicht beim Dorffest wo wir mit dabei sind wir sollten für diese Art von Musik bewusst Freiräume schaffen 19:10 wir lesen zum Beispiel in zweite Chronik 5 dass der erste Gottesdienst der im Tempel von Jerusalem gefeiert wurde und da waren tausende von Menschen zusammen 19:19 und dann heißt es als er Gesang er Scholl und die Instrumente spielen da war es als ob eine Stimme den Herrn loben würde eine Stimme Musik bringt 19:31 Menschen zusammen wo findet das statt in unseren Gemeinden in dem Arbeitspapier hier für den Gnade auch verwandt regen wir an diese 19:41 Dimension zum Beispiel durch das Präludium am Anfang des Gottesdienstes ganz bewusst zu gestalten oder vielleicht auch mal durch meditative 19:50 Musik nach der Predigt so bewusst einen Raum zu schaffen in dem die Gemeinde sich sammeln kann gemeinsam noch mal über das Gehörte nach singen kann 20:02 Gemeinschaft stiften geschieht aber wie gesagt auch am Lagerfeuer vielleicht beim auf der Gemeinde Freizeit aber auch beim einem Flashmob den man als Gemeinde 20:13 im Einkaufszentrum veranstalten könnte mit einem Chor mit einem Orchester da überall zählt nicht nur das was man spielt oder was man singt sondern eben 20:25 auch dass man es zusammen tut und deswegen machen wir noch einmal diese Geste der Gemeinschaft verbindende Musik 20:36 und zum Schluss noch die vierte Dimension Diakonie dienende Musik die Geste dafür sind die zur Welt hin geöffnetem Hände 20:45 können das einmal zusammen machen Diakonie dienende Musik Musik ist ja nicht nur eine christliche sondern eine allgemein menschliche 20:56 lebenshäuserung und deshalb können wir mit Musik und durch Musik auch den Menschen um uns herum dienen und das ist dann auch ganz gleich ob sie Christen 21:06 sind oder nicht und auch das ist wichtig ist auch ganz gleich ob unsere Musik christlich ist oder nicht ob sie christliche Inhalte 21:15 vermittelt oder nicht wir nennen hier in unserem Arbeitsbereich so in unserem Arbeitspapier so Bereiche wie musikalische Früherziehung 21:26 oder eine Musikschularbeit die von einer Gemeinde angeboten wird da geht es ganz konkret darum dass wir Menschen Kinder oder auch Erwachsene in ihrer 21:35 Persönlichkeit stärken dass wir ihre Begabungen fördern aber es kann auch sein dass wir zum Beispiel gemeinsam Konzertaufführungen 21:43 veranstalten und damit Menschen dienen das kann ein Dienst am Menschen sein weil wir Ihnen damit Gutes tun weil wir Schönheit in ihr Leben bringen 21:54 Musik ist auch eine Sprache die interkulturelle Grenzen überwinden kann die sogar sprachliche Barrieren überwinden hilft und daher ist eine 22:05 wichtige Sprache für die Begegnung zwischen Religionen und auch für das Miteinander unterschiedlicher Religionen und Kulturen da kann Musik ein ganz ganz 22:14 wichtiger Brückenbauer sein weil wir Musik eben auch ohne Worte gut verstehen und gemeinsam machen können 22:24 ich möchte Sie einladen und wir möchten sie auch als Arbeitskreis Musik im Gnade auch verbannt einladen ganz gezielt gemeinsam darüber nachzudenken welche 22:35 Rolle Musik im Dienst für andere Menschen auch außerhalb der Gemeinde haben kann und wie man so Musik auch außerhalb der Gemeinde Mauern zum 22:46 Klingen bringen kann das waren also jetzt die vier Dimensionen der Musik in Gemeinde Kirche und Gesellschaft und jetzt ist es ja so 22:57 dass viele Gemeinden so ihre eigenen Traditionen und Prägungen haben und das in der einen Gemeinde vielleicht die eine Dimension sehr stark ist und in der 23:07 anderen Gemeinde die andere Dimension da gibt es eine Gemeinde in der es viele missionarische Konzerte gibt und Aufführungen für andere Menschen und 23:15 dann gibt es vielleicht die Gemeinde wo es ganz viel Lobpreis in Anbetung gibt und in anderen Gemeinden vielleicht ganz viel Musikpädagogik und das ist ja an 23:24 sich auch eine Stärke aber meine Einladung auch unserer Einladung als Arbeitskreis Musik wäre dass wir uns bewusster nach ausstrecken 23:33 dass wir alle vier Dimensionen der Musik in unserer Gemeinde und auch in unserer Gesellschaft zum Klingen bekommen dass wir uns nicht nur auf eine Sache 23:43 konzentrieren sondern dass wir bewusst auch fragen wo haben wir vielleicht Lücken oder blinde Flecken was sind die Bereiche von Musik die wir uns 23:50 vielleicht vom Leibe halten weil wir sie für zu alt oder zu neu halten und dass wir versuchen bewusst diese blinden Flecken auch zu überwinden und darüber 24:00 hinaus zu arbeiten und zum Abschluss lade ich Sie noch mal ein vielleicht alle vier Dimensionen noch einmal auszudrücken und einzuüben 24:10 mit den Gesten die ich vorgeschlagen habe Leitung gear die anbetende Musik 24:26 und Diakonie die dienende Musik falls euch das gefallen hat dann schlage ich vor dass ihr diese Video verlinkt 24:41 vielleicht irgendwo weiter gibt den Link weiter schaltet oder auch in andere Videos hier auf dem Kanal Glauben denken hineinschaut vielen Dank fürs zuschauen