Zellzyklus - Grundlagen und Phasen erklärt Einfach Medizin https://www.youtube.com/watch?v=75dtRN8Pwe8 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 der Körper eines erwachsenen Menschen besteht aus Billionen von Zellen das sind ganz schön viele dabei befinden 0:05 sich viele dieser Zellen einem kontinuierlichen Kreislauf dem Zellzyklus was in den verschiedenen 0:10 Phasen dieses zellzyklusses passiert und welche Veränderung die Zelle währenddessen durchmacht darum soll es 0:16 heute gehen viel Spaß der Zellzyklus gliedert sich in vier Hauptphasen dabei unterscheiden wir die G1 Phase die S 0:24 Phase die G2 Phase und die mitoseephase in der mitthose findet die eigentliche Zellteilung statt das heißt hier 0:30 entstehen aus einer Zelle zwei identische Tochterzellen G1 S und g2 bilden zusammen die Interphase Inter 0:38 bedeutet auch dazwischen und steht für den Zeitraum zwischen zwei Zellteilung bevor wir uns den Zellzyklus jetzt 0:44 genauer anschauen sollten wir einen Blick darauf werfen welche Merkmale der Zelle wichtig sind um die Phasen 0:49 voneinander abzugrenzen dafür schauen wir uns das Erbgut der Zelle an also die DNA die DNA ist ein sehr langes Molekül 0:56 auf dem alle Informationen für unseren Körper gespeichert sind in unseren Zellen befindet sie sich im Zellkern 1:02 insgesamt teilt sich diese lange DNA auf 46 Untereinheiten auf den sogenannten Chromosom ein Chromosom besteht dabei 1:09 immer aus einem kurzen und einem langen Arm den kurzen Arm nennt man auch p-arm den langen q-arm ein P und ein qarm 1:17 bilden zusammen ein chromatit es gibt Phasen im Zellzyklus da liegt eine identische Kopie der gesamten DNA vor 1:24 dann besteht ein Chromosom nicht aus einem chromatit sondern es kommt noch ein zweites dazu auf dem die genetische 1:29 Information ein zweites Mal vorliegt diese beiden identischen Chromatiden nennt man auch Schwesterchromatiden über 1:35 das sogenannte Zentromer welches hier einmal markiert ist sind die beiden miteinander verbunden um die DNA nun 1:41 beschreiben zu können müssen wir zwei Faktoren unterscheiden hierfür müssen wir uns zum einen die Anzahl der 1:46 Chromosomen anschauen und zum anderen wie viele Chromatiden sich gerade in der Zelle befinden schauen wir zuerst auf 1:52 die Menge der Chromosomen im Normalfall befinden sich 46 Chromosomen in einer Zelle dies kann man im sogenannten 1:58 kariogramm sehr gut kennen die eine Hälfte der Chromosomen stammt dabei vom Elternteil a und die andere Hälfte vom 2:05 Elternteil B immer zwei Chromosomen bilden zusammen ein homologes Chromosomenpaar homolog bedeutet in 2:11 diesem Fall dass wir auf beiden Chromosomen die Information zu den gleichen Merkmalen finden schauen wir 2:16 uns das ganze mal an einem Beispiel an bei diesem Chromosomenpaar sehen wir dass sich auf dem Chromosom von 2:21 Elternteil a das geerbte Merkmal Augenfarbe braun befindet auf dem homologen Chromosom von Elternteil B 2:28 befindet sich nun aber das Merkmal Augenfarbe Blau welches dieser Merkmale nun in Erscheinung tritt damit 2:34 beschäftigt sich die Genetik aber darum soll es heute erstmal nicht gehen liegen jetzt alle 46 Chromosomen in der Zelle 2:40 vor nennt man das einen dipluiden oder doppelten Chromosomensatz da wir von allen Merkmalen eine doppelte 2:46 Information haben in der Kurzform schreibt man einen dipluiden chromosomsatz als 2n manchmal kommt es 2:52 dazu dass sich die Zelle aufteilt und dabei werden die homologen chromosompaare aufgetrennt und auf zwei 2:57 neue Zellen aufgeteilt die diese Zellen haben dann einen harploiden oder einfachen Chromosomensatz man schreibt 3:04 das dann als ein N so etwas finden wir z.B bei der maiose in den Keimzellen bei der Menge der Chromosomen können wir 3:11 also unterscheiden zwischen 2n und 1N also zwischen dipluid und harploid wollen wir eine Zelle genauer 3:18 beschreiben müssen wir außerdem angeben wie viele Chromatiden in der Zelle vorhanden sind haben wir z.B also einen 3:24 einfachen also hbluiden chromosomsatz liegt nur das Chromosom eines Elternteils vor ist zusätzlich die DNA 3:31 noch nicht verdoppelt finden wir nur eine einzige Information bezüglich eines Merkmals z.B der Augenfarbe wir sprechen 3:37 dann von ein C da nur ein chromatit Pro Chromosom vorliegt in den meisten Fällen liegt jedoch ein diploider also 3:45 doppelter chromosomsatz vor wir haben also wie gerade besprochen nicht nur von Elternteil a die Information bezüglich 3:51 der Augenfarbe sondern auch von Elternteil B bei nicht verdoppelter DNA gibt es also pro Merkmal zwei 3:57 Chromatiden das nennen wir dann 2c wird die DNA einmal kopiert verdoppelt sich damit auch die Anzahl der Chromatiden 4:04 wir haben damit für ein bestimmtes Merkmal wieder Augenfarbe nun insgesamt vier Chromatiden und das nennt man dann 4:11 4c bei der Menge der Chromatiden müssen wir also zwischen 1 c 2c und 4c unterscheiden jetzt wissen wir auf was 4:19 wir während des zellzyklusses achten müssen machen wir also nun weiter mit den einzelnen Phasen wenn sich die Zelle 4:25 in der G1 Phase befindet durchlebt sie ihren ganz normalen zellaltag das heißt es werden z.B Proteine synthetisiert 4:32 Zellorganellen gebildet und der normale Stoffwechsel findet statt in dieser Phase liegt das erbgutter Zelle als wre 4:39 aufgelockerte Spaghetti im Zellkern damit alle Enzyme gut an die DNA herankommen und ihre Arbeit verrichten 4:45 können wie ist aber jetzt der Chromosomensatz also die genaue Anzahl der Chromosomen unter Chromatiden in 4:50 dieser Phase zum besseren Verständnis schauen wir uns die Chromosomen aber jetzt einmal in ihrer kondensierten also 4:55 kompakten Form an lange Spaghetti lassen sich nämlich nur sehr schwer zählen in der G1 Phase befinden sich insgesamt 46 5:03 Chromosomen in der Zelle also jeweils 23 von Elternteil a und 23 von Elternteil B es liegt also ein dipluider 5:11 chromosomsatz vor die DNA ist allerdings noch nicht verdoppelt und pro Chromosom haben wir nur ein chromatit aus diesem 5:18 Grund können wir in der G1 Phase den chromosomsatz der Zelle zusammenfassen als 2n 2c von der G1 Phase geht die 5:25 Zelle über in die S-Phase oder auch synthesephase aber bevor das passiert muss die Zelle einen Kontrollpunkt 5:31 meistern den G1 Kontrollpunkt nämlich hier wird z.B geschaut ob der Zelle für die nachfolgenden Syntheseschritte 5:38 genügend Nährstoffe zur Verfügung stehen oder ob es DNA Schäden gibt die zuerst noch repariert werden müssen eine 5:45 wichtige Rolle spielt hierbei das Protein p53 es sorgt bei einem Schaden dafür dass der Zellzyklus zunächst 5:51 angehalten wird im Anschluss wird die DNA repariert und falls dies nicht möglich ist wird die Apoptose der Zelle 5:57 eingeleitet also der programmierte zelltot aufgrund dieser wichtigen Kontrollfunktion wird das Protein p53 6:04 auch als Wächter des Genoms bezeichnet wenn kein Schaden zu finden ist oder wenn alles repariert ist geht nun die G1 6:10 Phase weiter in die S-Phase über in der S-Phase oder synthesephase wird jetzt die DNA einmal verdoppelt dabei liegt 6:17 sie ganz W und aufgelockert im Zellkern da so alle Enzyme für die Verdopplung gut an die DNA herankommen wie lässt 6:24 sich die Zelle also jetzt beschreiben wir haben immer noch einen diploiden also doppelten Chromosomensatz jedoch 6:29 haben wir jetzt pro Chromosom zwei Chromatiden da die DNA einmal kopiert wurde am Ende der S-Phase kann man den 6:36 Chromosomensatz also beschreiben als 2n 4c von der S-Phase geht es über in die G2 Phase in dieser Phase dreht sich 6:44 alles um die reparature der DNA die Zelle kontrolliert ob in der synthesephase alles korrekt verdoppelt 6:50 wurde gibt es Fehler werden sie von bestimmten Reparaturmechanismen korrigiert man nennt diesen Vorgang auch 6:55 G2 Kontrollpunkt sind alle Fehler repariert setzt die Zelle den Zellzyklus fort kann ein Fehler nicht korrigiert 7:02 werden kann der Zellzyklus an dieser Stelle auch angehalten werden in der G2 Phase liegt die DNA immer noch als 7:08 wirger spaghettihaufen im Zellkern der chromosomsatz bleibt unverändert 2n 4c gibt es den Daumen hoch dass die DNA 7:17 korrekt verdoppelt wurde geht die Zelle über in die eigentliche Zellteile die sogenannte Mitose dabei teilen sich die 7:23 Chromosomen am Zentrum Meer und die DNA wird gleichmäßig auf beide Tochterzellen aufgeteilt die dabei eh enden 7:29 Tochterzellen sind identisch damit bei der Zellteilung möglichst keine Fehler passieren wird das Erbgut also die DNA 7:36 zu Beginn kondensiert so entsteht zum ersten Mal im Zellzyklus die typische kompakte chromosomenform in den anderen 7:43 Phasen habe ich diese kompakte Form lediglich zum besseren Verständnis gewählt der chromosomsatz teilt sich von 7:49 2n4c gleichmäßig auf in 2n 2c wie genau die Mitose abläuft und welche Phasen dabei durchlaufen werden das werde ich 7:58 dir in einem weiteren Video erklären machen wir nun aber weiter mit der G0 Phase welche wir bisher noch nicht 8:04 besprochen haben befindet sich eine Zelle in der G0 Phase teilt sie sich nicht mehr weiter sondern differenziert 8:10 sich das bedeutet sie übernimmt eine bestimmte Funktion beispielsweise als Muskelzelle man kann die G0 Phase auch 8:17 als Ruhestadium der Zelle beschreiben das bedeutet jedoch nicht dass die Zelle währenddessen nicht arbeitet sondern nur 8:23 dass sie nicht mehr den Zellzyklus durchläuft und sich somit auch nicht mehr teilt dabei gibt es Zellen die für 8:28 immer in dieser Ruhephase verbleiben so z.B Nerven oder Muskelzellen viele andere Zellen wie z.B 8:35 die von der Leber oder den Nieren können auch jederzeit wieder in die G1 Phase zurückkehren und sich erneut Teilen 8:41 fassen wir das Ganze noch einmal kurz zusammen der Zellzyklus gliedert sich in vier Phasen die G1 Phase die S-Phase die 8:49 G2 Phase und die mitoseephase in der G1 Phase findet der Alltag der Zelle statt es werden Proteine synthetisiert und 8:56 Zellorganellen gebildet der chromosomsatz ist ist 2n 2c doch was bedeutet das noch mal 2n bedeutet dass 9:03 wir ein dipluiden also doppelten chromosomsatz haben also pro Merkmal je ein Chromosom von Elternteil a und eins 9:10 von Elternteil B und pro Merkmal gibt es nur zwei chromatide in der sphase wird nun im Anschluss die DNA verdoppelt und 9:18 der chromosomsatz verändert sich zu 2n 4c in der nachfolgenden G2 Phase wird die verdoppelte DNA kontrolliert und 9:25 gegebenfalls repariert der Chromosomensatz bleibt weiterhin bei 2n 4c wenn keine Fehler mehr vorliegen geht 9:33 die Zelle in die eigentliche Zellteilung über die sogenannte Mitose hier wird der Chromosomensatz von 2n 4c gleichmäßig 9:40 auf zwei identische Tochterzellen aufgeteilt die dann ein Chromosomensatz von 2n 2c besitzen befindet sich eine 9:48 Zelle in der G0 Phase teilt sie sich nicht mehr sondern differenziert sich zu einem bestimmten Zelltyp wie z.B einer 9:54 Muskelzelle oder einer Nervenzelle ich hoffe dir hat dieses Video über den Zellzyklus gefallen wenn 10:01 du mehr Videos zu verschiedenen Themen der Anatomie oder Physiologie sehen 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