Medien als 4. Gewalt - Rechtliche Grundlagen, Aufgaben, Medienmacht, Probleme & Kritik - Politik Die Merkhilfe https://www.youtube.com/watch?v=6r6Ec6jRW2w Transkript (automatisch erstellt) 0:00 hey schon mal darüber nachgedacht dass Medien nicht nur ein fester Bestandteil unseres Alltags sondern auch der Demokratie sind was sind die wichtigsten 0:09 rechtlichen Grundlagen und welche Aufgaben besitzen die Medien diese und weitere Fragen klären wir [Musik] 0:23 jetzt freie Medien sind ein Muss in einem Rechtsstaat deshalb findet man die Meinungs und Informationsfreiheit auch im Grundgesetz in Paragraph 5 Absatz 1 0:34 verankert sie gilt allerdings nicht absolut Persönlichkeitsrechte von jedem einzelnen gegendarstellungsrechte also das Recht 0:42 des Betroffenen einen Bericht über sich selbst oder seine Organisation im gleichen Medium richtig stellen zu können und der Pressekodex schränken sie 0:50 ein die Einhaltung des pressekodizes ist allerdings freiwillig der Presserat kann Verstöße öffentlich und nicht öffentlich sanktionieren 1:01 zu den Aufgaben der Medien gehört die Versorgung der Bevölkerung mit Kultur Unterhaltung und Informationen in Deutschland geschieht dies zum einen 1:10 durch öffentlich rechtliche zum anderen durch private Dienstleister die Information hat dabei einen besonders hohen Stellenwert Medien sollen über 1:19 gesellschaftlich wichtige Themen neutral berichten so sollen sie die verschiedenen Einstellungen zu politischen Sachverhalten vermitteln und 1:28 erklären politische Entscheidungen sollen analysiert aber auch bewertet werden dies allerdings mit möglichst gut begründeten und auf Fakten basierenden 1:38 Argumenten Medien dürfen also durchaus auch Stellung beziehen so bewirkt ihre kritische Berichterstattung auch eine Kontrolle der Politiker man spricht auch 1:48 von den Medien als vierte Gewalt damit ist gemeint dass die Medien neben der Legislative also Gesetzgebung Exekutive also der ausführenden Gewalt und der 1:59 Judikative also den Gerichten eine ganz zentrale Rolle in einer Demokratie spielen da Medien über die verschiedenen Kanäle viele Menschen erreichen haben 2:09 sie sehr viel Macht so kommt der Wähler z.B fast nie direkt mit dem Politiker in Kontakt dies geschieht immer über die Medien diese spielen sozusagen die Rolle 2:20 des Vermittlers durch ihre Berichterstattung schaffen sie entweder Sympathie oder Antipathie für bestimmte Kandidaten dabei geht es nicht nur um 2:29 die direkte Kritik an bestimmten Politikern gerade das was nicht gesagt geschrieben oder gezeigt wird ist manchmal wichtiger als das worüber 2:38 berichtet wird beispielsweise beeinflusst die Auswahl der Beiträge die in der Tagesschau gesendet werden was die Deutschen politisch mitbekommen das 2:48 auf die Tagesordnung setzen nennt man Agenda Setting auch Bilder können Menschen stark beeinflussen selbst wenn 2:56 sprachlich relativ neutral berichtet wird Medien entscheiden also wem sie eine Plattform geben und sind so entscheidend für den wahlkampferfolg von 3:06 Politikern macht ruft natürlich immer auch Kritiker auf den Plan besonders häufig genannte Kritikpunkte an den Medien sind dass Politik inszeniert wird 3:16 und dass das Personal stärker im Vordergrund steht als der Inhalt mit Inszenierung ist z.B gemeint dass Entscheidungen eigentlich in grämien 3:25 getroffen werden und Bundestagsdebatten die Diskussionen nur vorspielen außerdem werden politische Inhalte in den Medien oft stark vereinfacht 3:34 dargestellt das liegt zum einen an der begrenzen Sendezeit bzw artikellänge zum anderen daran dass man den Konsumenten nicht überfordern will wer überfordert 3:44 ist oder sich allzu sehr anstrengen muss einen Beitrag zu verstehen neigt eher dazu umzuschalten oder wegzuklicken das kann aber problematisch 3:54 werden da politische Inhalte komplex sind und sich Debatten kaum auf ein paar Sätze herunterbrechen lassen so kann die Meinung der Bürger beeinflusst werden 4:03 denn die wenigstens suchen sich selbständig Zusatzinformationen ein weiterer Kritikpunkt an der Macht der Medien ist dass Informationen und 4:11 Unterhaltung nicht klar genug getrennt werden beides gehört jedoch zu den Aufgaben der Medien der Aspekt der Unterhaltung an sich ist auch kein 4:20 Problem und niemand kann von früh bis spät nur trockene Informationen aufnehmen wenn allerdings nicht mehr klar zwischen Unterhaltung und 4:28 Information unterschieden wird wird es problematisch Informationen werden nicht mehr an ihrer Bedeutung sondern an ihrem Unterhaltungswert gemessen und nur die 4:37 interessantesten Informationen werden berichtet eine objektive Meinungsbildung ist so kaum möglich auch wird kritisiert dass Extrempositionen in den Medien zu 4:48 stark hervorgehoben werden da die spannerender für die Zuschauer bzw Leser ist und mehr Emotionen hervorruft bindet es die Konsumenten an das Medium die 4:57 politischen Debatten werden damit ver her dargestellt in der Realität findet sich die große Mehrheit der Bürger irgendwo zwischen den 5:06 Extrempositionen okay Medien sind also wichtig für unsere Demokratie aber mit einem kritischen Auge zu betrachten im nächsten Video geht's um 5:15 Interessenverbände und deren Bedeutung für unser politisches System tippe oder klicke einfach hier links mehr politische Grundlagen gibt's in unserer 5:24 Playlist ebenfalls hier verlinkt abonnieren Daumen hoch und Video Teilen freut uns sehr bis bald mach's gut und ciao