Mechanische Wellen | STARK erklärt STARK Verlag https://www.youtube.com/watch?v=6jNIZjjoVds Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Protestwellen bei unbeliebten politischen Entscheidungen? Hast du schon einmal davon gehört. Wellen im Verlauf einer Pandemie? Sind mittlerweile Grundwissen. Wellen am Meer? 0:13 Hast du wahrscheinlich selbst schon einmal gesehen. Aber was meint man denn, wenn man in Physik von Wellen spricht? 0:21 Das erfährst du in diesem Video. Wasserwellen, die entstehen, wenn ein Tropfen auf eine Wasseroberfläche trifft, sind ein 0:39 Beispiel für Wellen im physikalischen Sinne. Denn allgemein gilt: Unter einer Welle versteht man die räumliche Ausbreitung einer Schwingung. 0:48 Ok, wahrscheinlich hilft dir das momentan nicht viel weiter, da es ziemlich abstrakt ist. Deshalb schauen wir uns zum besseren Verständnis 0:57 jetzt erstmal eine Simulation an. Wenn man diesen Wasserhahn hier aufdreht, dann fallen Tropfen auf eine Wasseroberfläche. 1:07 Es breiten sich Wasserwellen aus. Die Wellen werden durch die Tropfen, eine äußere Störung, ausgelöst. Die hellen Bereiche sind die sogenannten Wellenberge 1:19 und die dunklen Bereiche die sogenannten Wellentäler. Auf der rechten Seite gibt es zwei Parameter, die man verändern kann. Verringert man die Amplitude, dann nimmt der 1:30 Kontrast ab, das heißt Wellenberge und Wellentäler werden kleiner. Der Tropfen fällt zu Beginn also weniger tief ins Wasser. Erhöht man die Frequenz, dann folgen Wellenberge 1:43 und Täler dichter aufeinander, weil sich die Tropfgeschwindigkeit erhöht. Die Begriffe Frequenz und Amplitude kennst du wahrscheinlich noch von Schwingungen. 1:57 Aber was haben Schwingungen jetzt genau mit Wellen zu tun? Dazu verwenden wir ein Messgerät, das die Wasserhöhe an einem bestimmten Ort gegenüber 2:04 der Zeit misst. Wir wählen einen Wellenberg kurz nach der Störung und ein Wellental am Rand. Die aufgezeichneten Verläufe erinnern stark 2:15 an den Graphen einer harmonischen Schwingung. Da die Abstände zwischen Minima und Maxima für beide Graphen gleich sind, haben beide Schwingungen offensichtlich die gleiche Frequenz. 2:27 Das Maximum der einen Schwingung liegt genau im Minimum der anderen. Das liegt daran, dass einmal in einem Wellenberg und das andere Mal in einem Wellental gestartet wurde. 2:40 Offensichtlich ist der Wellenberg zu Beginn größer als am Rand, da die Amplituden der Schwingungen unterschiedlich hoch sind. Verringert man die Amplitude, dann verändern 2:51 sich die Amplituden beider Schwingungen auf gleiche Weise, das heißt sie sind nicht unabhängig voneinander, sondern beeinflussen sich. In der Physik spricht man von einer Kopplung. 3:03 Die Störung zu Beginn kann sich durch die gekoppelten Wasserteilchen entsprechend fortpflanzen. Man sieht auch, dass die maximale Wasserhöhe an den Messstellen im zeitlichen Verlauf für 3:15 eine vorgegebene Amplitude immer gleich bleibt. Es wird also kein Wasser seitlich weggeschoben. Man sagt auch: Es findet kein Materietransport, sondern nur ein Energietransport statt. 3:30 Ok, dass Wellen etwas mit Schwingungen zu tun haben, hast du jetzt so grob verstanden, aber wie war das mit der räumlichen Ausbreitung? Dazu schaut man sich am besten eine Schwingung, 3:43 das heißt einen einzigen Tropfen und den zeitlichen Verlauf, an. Während man auf der Wasseroberfläche beobachtet, wie sich die Welle im Raum bewegt, sieht man 3:52 auf dem Messgerät eine Schwingung und dann zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine Schwingung. Eben wenn diese sich zwischen den beiden Messpunkten im Raum bewegt hat. 4:05 Die Ausbreitungsgeschwindigkeit c einer Welle lässt sich mithilfe der Frequenz und Wellenlänge berechnen. c ist gleich f mal lambda. 4:17 Puh, das waren eine ganze Menge Infos. Deshalb gibt es jetzt nochmal eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Erkenntnissen. 4:27 Unter einer Welle versteht man die räumliche Ausbreitung einer Schwingung, die sich mathematisch durch eine erweiterte Schwingungsgleichung beschreiben lässt. 4:36 Sie entsteht durch eine äußere Störung, die sich über gekoppelte schwingungsfähige Teilchen fortpflanzen kann. Dabei findet nur ein Energie-, jedoch kein 4:46 Materietransport statt. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Wellen berechnet sich aus dem Produkt von Wellenlänge und Frequenz.