Die Geschichte der Germanen MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=5y7Gf7iwF90 Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Die Germanen, da habt ihr wahrscheinlich auch diese Bilder 0:03 hier im Kopf. Archaisch aussehende Männer mit 0:06 wilden Bärten, die sich mutig den römischen Truppen 0:09 entgegengestellt haben. Entsprechend diese Bilder auch 0:13 tatsächlich der Wahrheit. Wie lebten die Germanen wirklich? 0:17 In diesem Video? Hier geht es um die Germanen. 0:20 Wer sind sie? Wie haben sie gelebt? 0:22 Wie haben sie gekämpft? Und sind sie wirklich die Vorfahren 0:26 der heutigen Deutschen? Alle diese Fragen werden genau jetzt 0:29 beantwortet. Germanen Gaius Julius 0:35 Cäsar benutzt diesen Begriff im Jahr 55 vor Christus. 0:39 Es ist ein Sammelbegriff für all die verschiedenen Stämme, die 0:43 östlich des Rheins leben. Cäsar erobert 58 bis 0:47 51 oder 50, so genau weiß man das nicht vor Christus Gallien. 0:50 Und damit er sagen kann, dass er ganz Gallien erobert hat, sagt er 0:53 einfach auf der anderen Seite des Flusses. Keine Gallier, sondern 0:57 Germanen leben. Das ist natürlich nicht richtig. 1:00 Es leben Germanen westlich des Rheins genauso wie Gallier 1:04 östlich des Rheins. Außerdem leben rund um die Donau 1:07 auch Kelten, und slawische Stämme kommen wohl auch noch dazu. 1:11 Aber im Großen und Ganzen kann man schon sagen, dass von den Alpen bis 1:15 ans Meer, vom Rhein bis zur Weichsel germanische Stämme 1:18 leben Friesen, Sugamber, Cherusker, 1:23 Bataver, Vandalen Chatten, Markomannen, 1:29 Langobarden, Hermunduren, Semnonen Burgunder, Franken, 1:35 Alemannen und noch zwei oder drei mehr. 1:38 Ich zähle hier nur die bekanntesten auf, und wer will, kann ja einfach 1:41 mal im Internet die vielen Dutzenden von bekannten Stämmen nachgucken und 1:45 sich ein bisschen schlau machen. Nächste Frage ist Wie leben denn die 1:48 Germanen? Diese Stämme sind meistens relativ 1:51 klein. Also vielleicht ein paar tausend Mann stark, wenn man sich 1:54 vorstellt, dass in der späten Kaiserzeit in der Stadt Augusta Treverorum 1:58 das ist das heutige Trier, die die Römer gegründet 2:02 haben, 100 000 Menschen leben, so groß ist ein 2:06 germanischer Stamm nicht geworden. Die Stämme sind auch nicht in sich 2:10 abgeschlossen, sondern sehr flexible Stämme tun sich zusammen. 2:14 Dann spalten sich wieder welche ab. Die Reiche, die sie gründen, 2:17 halten immer nur kurze Zeit. Das hat auch mit der Lebensweise der 2:21 Germanen zu tun. Sie sind keine Nomaden, aber es 2:24 sind auch nicht alle Stämme richtig sesshaft. Da sie im Vergleich zu den Römern 2:28 eine weniger entwickelte Landwirtschaft pflegen, müssen sie 2:31 schon auch mal umziehen, weil die Böden nicht mehr so fruchtbar sind. 2:35 Manchmal verlassen halbe Stämme ihre Gründe und suchen sich einen neuen 2:39 Platz zum Leben. Zum Beispiel, wenn er schlechte 2:41 Ernten gibt und Nahrungsmittel knapp werden. Die Germanen betreiben Ackerbau und 2:46 Viehzucht, sie pflegen das Handwerk, sie betreiben 2:49 Handel. Aber weil sie nicht sehr viel 2:52 über ihren eigenen Bedarf hinaus produzieren, ist der Handel nicht 2:55 sehr entwickelt. Auf jeden Fall betreiben sie 2:58 Tauschhandel. Die Gemeinwesen sind gegliedert. 3:02 Es gibt Anführer, zu denen mehr oder weniger Männer in einem 3:06 treue Verhältnis stehen. Aber die waffenfähigen Männer 3:09 können sich auch anderen Anführern anschließen. 3:12 Unter den germanischen Stämmen gibt es ständig wechselnde Bündnisse 3:16 und treue Beziehungen. Man kann zwischen Fürsten oder 3:20 Kriegern, größeren und kleineren Bauern und Handwerkern 3:24 unterscheiden. Freie Männer, die auch politisch 3:27 mitbestimmen. Dann gibt es halb freie 3:30 Sklaven. Die Germanen sind natürlich nicht 3:32 nur Männer, sondern auch Frauen. Aber über die Frauen der Germanen 3:36 ist fast gar nichts bekannt. So kann ich euch dazu auch nicht 3:39 wirklich etwas erzählen. Fakt ist auf jeden Fall Die Germanen 3:42 leben in kleinen Siedlungen meistens nicht mehr als ein, zwei, drei 3:47 Dutzend Häuser. Es sind Wohnstil, Häuser 3:50 also, Menschen und Tiere zusammenwohnen. 3:53 Leider müssen wir nur sehr wenig über die Siedlungen. 3:56 Größere, befestigte Anlagen oder Städte wie in Gallien sind nicht 3:59 bekannt. Mehrere Siedlungen oder Dörfer 4:02 bilden dann einen Stamm von kleinen Einheiten, kleine Dörfer, 4:06 die kaum mehr produzieren, als sie selbst zum Leben brauchen. 4:11 Nächste Frage Was wissen wir über die Germanen? 4:15 Vergleichsweise wenig, was wir über die Germanen wissen, wissen wir von 4:18 archäologischen Quellen, also von dem, was ausgegraben wurde, und wird 4:22 ja immer noch Stadt und Aufschriften der Römer, wenn die Germanen selbst 4:27 mit schreiben nichts am Hut. Klar, es gibt die Hunnen, aber das 4:31 sind magische Zeichen. Die eignen sich nicht dazu, längere 4:34 Texte oder auch nur Einkaufszettel zu schreiben, sofern die Germanen 4:38 sich damals welche beschrieben haben. Runen verwendet man, wenn man 4:41 religiöse bzw. heilige Dinge oder Rituale 4:44 darstellen will. Deshalb beziehen wir unser Wissen 4:47 über die Germanen sehr stark aus dem, was römische Schriftsteller 4:50 aufgeschrieben haben. Die Beziehung zwischen Römern 4:54 und Germanen. Ich sag mal, bei Facebook würde man 4:56 schreiben Es ist kompliziert im Beziehungsstatus. 4:59 Wer kennt, bestimmt diesen Mann hier Arminius, Hermann der Cherusker, 5:05 der die imperialistischen römischen Armeen aus den germanischen Landen 5:08 hinauswirft und damit die Freiheit sichert. 5:11 Daran, dass das so ein bisschen übertrieben gesagt hab, erkennt ihr 5:14 schon. An diesem schönen Geschichtsbild ist wenig Wahres 5:17 dran. ÜberhAUPT, unser Bild von den Germanen ist von vielen Klischees 5:21 und falschen Vorstellungen überlagert. 5:23 Nächste Frage Wie ist nun das Verhältnis von Römern und 5:27 Germanen konkret? Naja, die Römer kommen als Eroberer 5:31 rund um die Zeitenwende, also um das Jahr null herum. 5:34 Kommt es zu mehreren Vorstößen römischer Armeen bis an die Elbe? 5:38 Auf der Elbe fahren römische Schiffe Patrouille. 5:41 Die Germanen sind damals eigentlich nicht besonders kriegerisch, sie 5:44 können den Römern auch nichts entgegensetzen. 5:46 Trotzdem fahren die Römer zweigleisig im Umgang mit den 5:50 Germanen. Zum einen ist da die militärische 5:53 Vorherrschaft. Zum anderen versuchen die Römer, die 5:56 Stämme mit Verträgen an sich zu binden, sie abhängig zu machen, 6:00 auch wirtschaftlich. Irgendwann werden sie dann sozusagen 6:04 eingemeindet. Es gibt Stämme, die man ins 6:07 Reichsgebiet holt, damit sie sich dort als Siedler niederlassen. 6:10 Die römische Lebensart annehmen. Es gibt sogar Geldzahlungen an 6:15 Stämme, damit die sich so verhalten, wie die Römer es sich wünschen. 6:20 Und dann gibt es natürlich die römische Armee. 6:23 Die greift meistens dann ein, wenn verbündete Stämme sie zu Hilfe 6:26 rufen. Ziemlich schlauer Trick, oder? 6:29 Also ich wollte ja nicht angreifen, aber unsere Freunde haben uns ja zur 6:33 Hilfe gerufen, da musste ich einmarschieren. 6:37 Daraus werden dann großangelegte Militär. Kampagnen um das 6:41 Jahr 500 nach Christi Geburt ist Germanien bis zur Elbe eine 6:44 römische Provinz. Aber wer lässt sich schon gern von 6:48 seinem großen Nachbarn erobern? Die Germanen leisten auf jeden 6:52 Fall Widerstand. Arminius, der Gruschka, 6:55 gehört zu einem Stamm, der auf der Seite der Römer kämpft. 6:59 Er führt seine Männer unter römischen Befehl als Hilfstruppen, 7:02 hält selbst das römische Bürgerrecht. 7:05 Aber im Jahr neun nach Christus wechselt er die Seiten und 7:09 beginnt den Kampf gegen Rom. Arminius führt eine mal größere, mal 7:14 kleinere Allianz germanischer Stämme, die sich den Römern nicht 7:17 unterwerfen wollen. Er kennt genau die römischen 7:20 Taktiken und ist selbst ein fähiger Befehlshaber. 7:24 Nach einem achtjährigen Krieg verzichten die Römer darauf, 7:26 Germanien zu unterwerfen und als Provinz ins Reich einzugliedern. 7:30 Die Verluste sind einfach zu groß. Die Germanen andererseits können Rom 7:34 nicht wirklich die Stirn bieten. Es ist ein Patt. 7:38 Welche Folgen hat das für die Germanen? 7:41 Die germanischen Stämme werden in der Folgezeit immer kriegerischer. 7:44 Bei überfällen auf das römische Gebiet plündern sie 7:47 die germanische Krieger. Schicht wird reicher. 7:50 Die gesellschaftlichen Unterschiede bei den Germanen nehmen zu. 7:53 Mit den Jahrhunderten bilden sich auch immer größere Stammes Verbände, 7:58 Beute, Zusammenschlüsse, könnte man sagen. 8:01 Diese Verbände führen auch gegeneinander Krieg, 8:05 Vergleiche Situation vielleicht mit der Lage in Afghanistan in den 8:08 1980er Jahren haben wir auch mal wieder darüber gemacht, findet ihr, 8:10 wenn ihr oben aus klickt. Die Supermacht Sowjetunion will das 8:14 Land, in dem verschiedene Stämme untereinander im Streit liegen, 8:17 unter ihre Kontrolle bringen. Aber sie scheitert und 8:21 muss sich zurückziehen. Seitdem herrscht in Afghanistan 8:24 ein ununterbrochener Bürgerkrieg verschiedener Gruppen und Verbände. 8:29 Die Römer sind aber auch nach den Kämpfen gegen Arminius in Germanien 8:33 präsent. Die Grenze des Reichs verläuft an 8:36 Rhein und Donau. Auf der anderen Seite schaffen die 8:39 Römer ein System von Verhältnissen, das heißt 8:43 ein Netzwerk an Stämmen, mit denen man Beziehungen pflegt, 8:46 und Handel. Manchmal werden die Stämme bezahlt. 8:50 Manchmal halten die Römer die Kinder der Stammesfürsten als Geiseln. 8:54 Diese Klientel Stämme sollen die Bedrohung der anderen germanischen 8:58 Stämme abwehren, als so eine Art Puffer an der Grenze 9:02 benötigt. Dann marschieren die Heere nach 9:04 Germanien und brennen ein paar Dörfer nieder. 9:08 Um das Jahr 50 nach Christus herum beginnen die Römer den Limes zu 9:11 bauen, einen Schutzwall gegen die überFälle der Germanen. 9:16 200 Jahre lang hält diese Grenze im Großen und Ganzen. 9:19 Zumindest im dritten Jahrhundert wird sie in einem Teilgebiet 9:22 zurückgenommen. Aber sie hält immer noch einmal 200 9:26 Jahre lang. In Bayern und links des Rheins sind 9:28 die Römer jahrhundertelang zuhause. 9:32 Nächste Frage Wie kommt es dazu, dass die Germanen das Römische 9:36 Reich angreifen? Trier ist im vierten Jahrhundert für 9:39 gut 50 Jahre Regierungssitz des Reiches und hat vielleicht bis 9:42 zu 100 000 Einwohner, wie vorhin schon gesagt. 9:45 Damals eine riesige Metropole mit Bädern und Theatern. 9:49 Im Amphitheater haben 20 000 Besucher Platz. 9:52 Solche Städte und die Kulturlandschaft mit ihren vielen 9:55 landwirtschaftlichen Gütern und dem ganzen Luxus wirken auf die 9:58 Germanen Stämme, denen es nicht so gut geht, mindestens so anziehend 10:02 wie der Geldspeicher von Dagobert Duck auf die Panzerknacker. 10:06 Die germanischen Stämme haben noch andere Probleme, denn die 10:10 Bevölkerung wächst. Am Limes baut sich der 10:13 Bevölkerungsdruck auf. Die Verbände werden größer 10:17 und ihre Anführer wollen eigene Reiche gründen. 10:21 Weil das Römische Reich mit den Sassaniden im Osten kämpft und 10:24 viele römische Bürgerkriege toben, wird die Grenze immer durchlässiger. 10:29 Die Sassaniden sind eine persische Herrscherfamilie, 10:33 die in der Spätantike im persischen Reich geherrscht haben. 10:37 Auch wenn die Kaiser im dritten Jahrhundert das Imperium Romanum 10:40 stabilisieren, müssen sie neue politische Wege im Umgang 10:44 mit den Germanen finden. Nächste Frage Wie reagieren 10:48 die Römer auf den Druck der Germanen? 10:51 Ganze Germanen Stämme werden im Reich angesiedelt, z.B. 10:55 die Franken und die Goten. Die Germanen spielen im römischen 10:59 Heer bald eine immer größere Rolle. Germanische Hilfstruppen rufen 11:04 sogar Kaiser. Aus dem Jahr 375 11:08 beginnt die so genannte Völkerwanderung. 11:11 Diese Völkerwanderung ist ein sehr komplexer Prozess, den ich hier 11:14 leider nicht im Detail erklären kann. Das machen wir an anderer 11:16 Stelle. Aber die Vorstellung, dass da aus dem Osten die wilden Hunnen 11:20 anrücken und die germanischen Stämme dann einer nach dem anderen 11:24 losziehen, um den Hunnen zu entkommen? 11:27 Stimmt jedenfalls so nicht, auch wenn das gerne mal so erzählt wird. 11:30 Mit Sicherheit können wir sagen Es geht nicht ohne Gewalt ab. 11:34 Diese Zeit zwischen dem vierten und dem sechsten Jahrhundert ist eine 11:37 Epoche enormer Umwälzungen. Die Strukturen im Römischen Reich 11:41 lösen sich immer mehr auf. Und das Nutzen einzelner Stämme, 11:46 Teile von Stämmen oder Truppen aus. 11:49 Manche plündern. Manche nehmen sich neues Land, 11:52 manche schneiden sich sozusagen Teile aus dem römischen Kuchen 11:56 heraus und beanspruchen die Herrschaft über ein Gebiet, 11:59 in dem sie vielleicht schon lange gelebt haben. 12:02 Sie sind dort angesiedelt, und irgendwann ruft keiner mehr aus Rom 12:04 oder Konstantinopel an. Vielleicht war das mal mit der 12:07 Vorstellung, euer Vermieter wäre einfach abgetaucht und 12:11 würde sich nicht mehr melden. Als erstes zahlt er dann vielleicht 12:15 keine Miete mehr. Irgendwann sagt er dann eventuell 12:18 Nein. Das ist meine Wohnung. 12:20 Und vielleicht verlangt er von der alten Dame von nebenan, bei 12:24 der sich der Vermieter auch nicht mehr meldet, dass sie ab sofort 12:27 die Miete an euch bezahlt. Bitte denkt auf keinen Fall, dass 12:31 der ganze Völker herumziehen, auch wenn man immer Völkerwanderungen 12:33 sagt. So wie beim Auszug des Volkes Israel aus ägypten. 12:37 Das sind sehr vereinfachende und falsche Vorstellungen. 12:40 Vielleicht sind das mal Heere von 20 000 Mann und nochmal so viel 12:44 Familienangehörigen. Also muss man alles in Relation 12:47 sehen. Wo sind die Germanen denn eigentlich 12:49 heute? Und jetzt merkt ja schon diese 12:52 germanische Stämme, die jetzt im Römischen Reich eigene Reiche 12:56 gründen. Die übernehmen nicht das Land. 12:59 Es handelt sich um eine kleine Herrscher Schicht, die von der 13:02 römischen Bevölkerung ziemlich schnell aufgesogen wird. 13:05 Sie zerstören auch nichts, was an staatlichen Strukturen da ist, 13:08 sondern füllen nur die Positionen aus, die verwaist sind. 13:12 Und mit der Zeit entsteht dann was Neues ein 13:15 neues Herrschafts, Gebilde, ein neues Volk. 13:19 Die Germanen, Römer, Gallier, Kelten und jede 13:23 Menge andere Stämme vermischen sich, und am Ende gibt es dann Franzosen, 13:27 Deutsche, Italiener. Was ist mit den Germanen? 13:31 Die sind irgendwann weg oder noch da in unseren Genen. 13:35 Wie die anderen Stämme und Völker, die in Europa gelebt haben. 13:38 Auch das interessiert sich lange Zeit eigentlich kaum jemanden 13:42 für die Germanen. Erst im 19. 13:44 Jahrhundert, als der Nationalismus hochkommt, da gibt es eine 13:49 Germanen. Begeisterung. Die Deutschen, die einen 13:52 Nationalstaat gründen wollen, graben im Boden nach ihren 13:55 vermeintlichen nationalen Wurzeln. Sie wollen ihr Volk finden. 14:00 Dabei hat es diese Germanen, wie er jetzt ja festgestellt hat, dass 14:02 Einheit nie gegeben. Die Nazis machen trotzdem eine 14:05 riesige Sache daraus, und wie so oft bei den Nazis steht am Ende 14:10 eine Lüge da. Heute wollen einige Leute an das 14:13 germanische Erbe anknüpfen. Wir wissen jetzt, dass uns die 14:17 Germanen nur sehr wenig hinterlassen haben, aus dem wir überhaupt etwas 14:20 über ihre Kultur erfahren können. Deshalb ist es natürlich einfach, 14:23 irgendwas zu nehmen, das irgendwie germanisch wirkt und dann irgendwas 14:27 dazu zu behaupten. Wenn sich heute Leute auf ihr 14:30 germanisches Erbe berufen, wüsste jetzt, dass es das streng 14:34 genommen gar nicht gibt. Oder besser gesagt Es gibt ein 14:37 germanisches Erbe, genauso wie es ein slawischer und keltisches 14:41 Römisches gibt. Die deutsche Kultur entwickelt sich 14:44 nicht aus einer germanischen Kultur heraus, sondern sie hat viele 14:48 verschiedene Wurzeln. Am stärksten hat bestimmt das 14:51 Christentum die Deutschen seit dem Mittelalter geprägt. 14:55 Jetzt interessiert mich natürlich Wie seht ihr denn die Germanen? 14:58 Tapfere, urdeutsche Krieger, die für die Freiheit kämpfen. 15:02 Unzivilisierte Räuber, die plündern und morden. Oder nur 15:06 Menschen, die mit ihrer Umwelt zurechtkommen müssen und irgendwie 15:10 überleben wollen? Ich habe eure Meinung gerne unten in 15:12 die Kommentare, und hier oben findet ihr ein Video aus der Reihe 15:15 Jahrhundert vor den Kollegen von Terex. Da geht es auch nochmal 15:19 genauer um die Germanen und wie sie gelebt haben. 15:22 Hier neben mir weitere Videos, hier vom Kanal, einmal ein Video 15:26 von uns und darunter noch ein Video von Funk. 15:29 Danke euch fürs Zuschauen. Bis zum nächsten Mal.