Doku: Kunststoff - Recycling in Deutschland | Innovationen und Herausforderungen der Zukunft | BR Bayerischer Rundfunk https://www.youtube.com/watch?v=5WeNv8VKHv4 Transkript (automatisch erstellt) 0:03 Ramadama an der Mangfall in Rosenheim mit Schülern und Schülerinnen und dem Abfallberater des Landkreises Bernhard Bock das sind of die kleinen Dinge die 0:14 hier ziemlich viel Schaden in der Natur verursachen Zigarettenstummel Kunststoffe Bo will den Jugendlichen zeigen welche Probleme 0:24 der falsche Umgang mit Plastik [Musik] verursacht ich finde das total schade weil da liegt ganz viel rum und Leute 0:34 nehmen den Müll nicht wieder mit räumt euren Müll weg und wenn Abfalleimer daneben ist weil wir haben auch Müll direkt neben Abfalleimern gefunden 0:42 schmeißt es doch rein der Abfallberater will auch die Einstellung gegenüber Kunststoffen ändern ich würde mir nur mehr wünschen dass man es nicht als 0:53 Abfall sieht sondern als zukünftigen Wertstoff praktisch leicht vielseitig einsetzbar Kunststoffe lösen viele Probleme und 1:14 schaffen gewaltige neue es werden aktuell pro Jahr weltweit 430 Millionen Tonnen Kunststoff produziert wenn man das ganze mal extrapolieren würde auf 1:23 das Jahr 2050 dann hätten wir ungefähr eine Produktionsmenge von einer gigatonne pro Jahr und dann würden wir 2050 auf dem Planeten mehr Kunststoffe 1:33 als wirklich lebende Tiere Pilze und Menschen haben schon jetzt entsteht in Deutschland ein riesiger Müllberg über 6 Millionen Tonnen jedes Jahr das sind 76 1:45 kg pro Kopf rund die Hälfte sind Verpackungen die sind meist schon nach nur einer Verwendung [Applaus] 1:54 nutzlos dann dürfen wir die nicht einfach wegwerfen nicht einfach irgendwo in den Müll geben wir müssen schauen dass wir unsere 2:03 Rohstoffe so weit wie möglich im Kreislauf fahren im Kreislauf nutzen Kunststoffe werden meist aus Erdöl gemacht landet Plastik in der 2:15 Müllverbrennung geht dieser knappe Rohstoff verloren und CO2 entsteht ein vollständiger Wertstoffkreislauf ist das nicht also es wird sehr wohl sehr viel 2:26 recycelt wir sehen das hier sehr gut wirklich sehr viel Dinge die wir als finalen Müll bezeichnen würden die hier noch mal 2:34 aufbereitet werden ganz ganz wichtig und der Verbraucher kann sehr wohl sehr viel tun was das sollen die Schüler und Schülerinnen des Finsterwalder 2:43 Gymnasiums in Rosenheim heute lernen mit ihrem gesammelten Müll Bernhard Bock zeigt Ihnen wie Sie damit umgehen sollen und welche Verpackungen besonders 2:53 problematisch sind weil das viele Dinge miteinander gemischt sind da ist pl ja und da hab wir ein Papier beide 3:05 Sachen können wir recycel aber wenn sie miteinander zusammen sind wird schwierig was könnte hier Problem es sind zwei verschiedene Arten von Plastik perfekt 3:16 die Kunststoffarten müssen voneinander getrennt werden je Sorten reiner desto besser können sie recycelt werden allerdings nehmen Sammelsysteme wie die 3:25 gelbe Tonne viele sortenreine Kunststoffe nicht an sie auf den Wertstoffhöfen des Landkreises sammeln weil sie sonst im 3:33 Restmüll und damit in der Verbrennung landen aus der kieskanne wird wieder eine geskanne oder eine Box eine Regentonne oder sonstiges somit haben 3:44 wir den Stoffkreislauf viel eher geschlossen wie wenn es wieder in woanders hingerät hier kommen auch die 3:52 Verpackungen zusammen die über den gelben Sack oder die gelbe Tonne gesammelt werden von hier werden sie zur Firma 4:00 prero in eting nordöstlich von München gebracht für die sortierexperten Andreas Schelle und Steffen Schott sind die vermischten Kunststoffarten die die 4:12 Fachleute Fraktionen nennen ein großes Problem wir treffen heute in der Produktion bei uns natürlich noch auf viele Produkte die aus mehreren 4:23 Kunststoffen bestehen die dann unsere Anlagen gar nicht erkennen können Sie erkennen ich ich bin eine Fraktion aber ich bestehe aus einem Kunststoff PE und 4:33 ich bestehe aus dem Pet was soll die Anlage dann entscheiden was ist es jetzt und diese dieses Gemisch von Kunststoffen ist extrem schwierig im 4:42 Recycling hier kommt alles zusammen von Polypropylen über Polyamid bis Pet einzeln und sauber können diese gut wieder verwendet werden aber viele 4:53 Verpackungen bestehen aus mehreren dieser Kunststoffe und sie sind zerknüllt verklebt verschmutzt das macht das Trennen und sortieren und 5:02 damit das Recycling enorm aufwendig am Anfang kommt alles in eine riesige Siebtrommel hier wird der Mischmasch aufgelockert und nach Größe 5:12 sortiert leichte Folien werden abgesaugt und hier werden Getränkekartons sortiert genau hier wieder die 5:25 frequenztitet wir soreret aus Pappe Aluminium und Polyethylen das Aussortieren geschieht durch 5:34 Lichtsensoren den nahinrarot spektroskopiegeräten kurz nir sie senden einen Lichtstrahl auf die Kunststoffe diese reflektieren bestimmte 5:46 Wellenlängen des Lichts das nehmen die Sensoren wahr und können anhand der jeweiligen Wellenlänge erkennen um was für einen Kunststoff es sich handelt das 5:56 geschieht in Sekundenbruchteilen klappt allerdings nicht 6:05 htprzentig Luftdüsen schießen dann den jeweils erkannten Kunststoff in den passenden Schacht die Anlage ist eine der besten Deutschlands aber hat 6:15 trotzdem Probleme deshalb bekommen die sortierexperten heute Besuch von Michael Nase und Lukas 6:23 Großmann die kunststoffwissenschaftler wollen sich über die sortierprobleme informieren und helfen das Recycling zu verbessern der Abfall wird 6:32 weitergeleitet und von weiteren nir analysiert und sortiert 38 dieser nir sind hier nacheinander geschaltet eines der Geräte sortiert kosmetikverpackungen 6:43 nach Farbe und trennt diese in weiß auf dem linken Laufband und in bunt 6:56 rechts aus bundem Material kann man immer nur Bund machen oder grau oder schwarz aus weißem Material hell Material kann man helles Material weißes 7:06 Material strahlendes Material machen und das ist ja das was auch der Verpackungshersteller möchte oder der Kunde dann am Schluss der Verbraucher 7:16 für schwarze Kunststoffe muss noch eine zusätzliche Technik angewendet werden ein Laser ohne ihn würde schwarzes nicht erkannt denn schwarz reflektiert den 7:25 Lichtstrahl der nir nicht sondern verschluckt ihn der ner Sensor bekommt dann kein Signal der zusätzliche Laser registriert zumindest dass ein 7:35 Gegenstand da ist und sortiert ihn auf das linke Laufband ohne diese Technik würde schwarzer Kunststoff im Restmüll landen und verbrannt aber nicht recycelt 7:45 werden wir würden es verlieren und zwar in dem her dass die schwarzen Kunststoffe mit in die Reste landen und dann in die thermische Aufbereitung 7:54 gehen würden so hat man die Chance die schwarzen Kunststoffe zu in denigenkreislauf zu halten und wieder zum Aufbereiter zu schicken ein weiteres 8:04 Problem Lebensmittelverpackungen die aus zwei verschiedenen Kunststoffen Bestehen der Boden und die Deckfolie wenn diese nicht voneinander getrennt im gelben 8:14 Sack landen können sie nicht Sorten rein sortiert werden dann kriegt man es einfach nicht mehr auseinander die Hochschule in Hof hier 8:23 forschen die kunststoffwissenschaftler Michael Nase und Lukas Großmann unter anderem tüftel sie Kunststoffen die besser recycelt werden können 8:32 Kunststoffe lassen sich aus unterschiedlichen chemischen Bestandteilen zusammenbauen wie diese magnetbausteine zeigen sollen ein Stein 8:40 steht für ein Molekül eine einzelne Kohlenwasserstoffverbindung das sogenannte Monomer also Kunststoffe oder besser 8:48 gesagt Polymere erstmal bestehen ja aus Monomeren also aus einzelnen sich wiederholenden Einheiten und wenn man viele Monomere aneinander packt dann hat 8:58 man ein sogenanntes Polymer oder wir nehmen grundsätzlich dazu kommen noch chemische Zusätze die Additive und dann können wir auch noch 9:10 zusätzlich unsere Additive hinzufügen also die wir nutzen um unsere Polymere zu modifizieren z.B könnten das Weichmacher sein das sind letztendes 9:16 meistens recht sperrige Moleküle die sich zwischen die Ketten anlagern bei polythylen z.B bestehen die Monomere aus solchen Molekülen die lange 9:28 Ketten eben Polymere bilden an die Moleküle können nun die Additive angeheftet werden es gibt geschätzt 13 000 verschiedene Additive sie bringen 9:39 dem Kunststoff die gewünschten Eigenschaften wie z.B Dehnbarkeit alternativ könnten wir auch ja kleidmittel haben wir könnten aber 9:49 auch Verstärkungsstoffe haben wir z.B eine naturphase die wir dazwischen legen und die könnte man sich fast vorstellen die würde drüber legen und noch zwischen 9:56 den also dann würde man wahrscheinlich kein Weichmacher verwenden den können wir wieder wegnehmen nehmen den Weichmacher Weg es geht jetzt hier zum 10:02 Glück ganz einfach beim Recycling ist das alles nicht so einfach zu trennen und dann hätten wir unsere Verstärkungsfasern die dazwischen legen 10:10 und quasi ja unseren Kunststoff verstärken die Forscher entwickeln Kunststoffe die mit wenigen Additiven auskommen damit das Recycling einfacher 10:20 wird hier benutzen Sie die Alge Spirulina als Additiv für ein Polymer aus Milchsäure beid ist ungiftig recyclebar 10:31 ohne Erdöl und sogar biologisch abbaubar der Zusatz aus Alge soll den künftigen Kunststoff schön grün einfärben aber nicht nur das wie alle 10:43 Additive bietet er weitere gewünschte Eigenschaften zusätzlich übernimmt die Alge auch stabilisationsfunktionen in unserem Kunststoff das heißt unsere 10:55 Folie wird dadurch stabiler erfüllt eher die Eigenschaften die in der Anwendung werden als wenn wir die spiruline ale nicht einsetzen 11:02 würden in diesem Extruder werden die beiden Komponenten vermischt und durch Hitze 11:11 verschmolzen und kommen als kunststoffwurst aus der Maschine im Wasserbad wird sie gekühlt und zu Granulat 11:19 zerhackt daraus könnte dann nach weiterer Entwicklungsarbeit beispielsweise eine Lebensmittelverpackung 11:28 werden es ist schwierig das zu schaffen muss man ehrlich sagen also es werden mittlerweile sehr sehr viele Anforderungen an eine 11:35 lebensmittelverpackungsfolie oder an eben ein Laminat gestellt warum das so ist zeigen die beiden Forscher an einer typischen 11:45 käseverpackung aus dem [Musik] Supermarktregal wir haben hier eine 11:52 Verpackung die ist zum einen wieder vererschließbar und zum anderen bei solchen Verpackungen brauchen wir eine sogen annte Wasserdampfbarriere meistens 12:01 durch das Polyethylen gegeben und auch eine sauerstoffbarriere und die wird meistens durch eine Kombination aus Polyamid und Ethylen vinylalkohol 12:09 erreicht und diese beiden Stoffe vertragen sich nicht ich Brau noch einen Haftvermittler also zwischen Polyethylen und eben der sauerstoffbarriere und 12:17 dadurch passiert es dass es hier bis zu S oder sogar 11 Schichten sein können eine Mischung verschiedener Kunststoffe und vieler Additive das 12:26 größte Problem beim Recycling [Musik] in der Sortieranlage der Firma prezero 12:37 gibt es aber noch andere Probleme die das Sortieren schwierig machen z.B Fehlwürfe also Abfälle die nicht in den Verpackungsmüll gehören wie Akkus die 12:48 sind besonders gefährlich und das ist halt das ist die größte Brandgefahr da haben wir auch schon einige Anlagen verloren dadurch 12:56 als es ist eine Anlage in Holland eine Anlage in Norddeutschland in Bremen hier in Eiting selber haben wir schon einen Brandschaden 13:03 gehabt und es ist einfach ja unverantwortlich wenn man sowas in gelben Sack schmeißt nen ne 0,0 und ja Litium und Akku größte Brandgefahr 13:14 überhaupt ein weiteres Problem Alltagsgegenstände die keine Verpackungen sind diese Fehlwürfe auszusortieren bedeutet viel Aufwand der 13:24 das Recycling teuer macht hinzu kommt stark verschmutzter Kunststoff oder Verpackungen die so stark zusammengepresst sind dass die nir 13:32 Sensoren sie nicht erkennen können damit das besser wird kann jeder etwas tun ja da sindmer wieder beim Punkt er kann es verhindern in dem Augenblick 13:43 wenn er eben die stürstoffe die nicht in den gelben Sack gehören oder nicht in die wertstofonne gehören da erstmal nicht reinwerfen ordnungsgemäß entsorgen 13:52 das ist das erste und das zweite ist eben versuchen wie gesagt nicht zu viel zu pressen oder ineinander zu drücken plötzlich steht die 14:03 Sortieranlage still das passiert mehrmals täglich manche Fehlwürfe verhädern sich und blockieren die Laufbänder Stillstände Fehlwürfe 14:13 kunststoffgemische all das bedeutet einen enormen Aufwand und macht das Recycling teuer diesmal sind es falsch entsorgte 14:22 Bänder von Videokassetten die Kosten verursachen eins der Kernprobleme was wir aktuell immer noch haben sind eben die Preise 14:33 für rezyklate die in der Regel teurer sind wie Neuware weil der Rohölpreis relativ niedrig ist und durch den niedrigen Rohölpreis die Hersteller 14:43 natürlich versuchen dieses günstige Material einzusetzen sodass immer wieder neuare in den Markt kommt mit dem relativ geringen Recyclinganteil oder 14:51 gar kein neuer Kunststoff aus Erdöl sollte nach Meinung von Experten teurer werden und Recycling Ware billiger um konkurrenzfähig zu sein Peter dol und 15:04 seine Forschergruppe wollen das Recycling effizienter und damit auch günstiger und wettbewerbsfähig machen in ihrem frauenhoferintitut in Alzenau 15:13 steht eine kleine moderne Sortieranlage mit der sie den sortierprozess perfektionieren wollen hier Werken ähnliche Geräte wie in der Anlage von 15:22 prezero ein Rüttler verteilt das kunststoffgemisch auf einem laufbandschließ 15:29 wird es von einem nir Sensor beleuchtet und anhand des reflektierten Lichts identifiziert dabei soll die Anlage immer besser werden ihr hilft ein 15:41 Computer der mit künstlicher Intelligenz arbeitet also ständig dazu lernt die künstliche Intelligenz soll die Sensoren immer genauer machen 15:52 ja können hier aber auch und das ist natürlich eine Besonderheit über bilderkennungsmethoden die Maschine dahingehend trainieren 16:02 sagen wenn du diese Form diese Farbe diese Struktur erkennst dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Polyamid ein aluminiumstück ein Glas ein Keramik 16:16 und das erfordert natürlich einen intensiven Lernprozess was man der Maschine beibringen muss der ner Sensor nimmt das 16:26 von den abfallteilen reflektierte Licht wah das sieht dann so aus das Flackern kommt von den Partikeln im Licht eine Momentaufnahme sieht so 16:36 aus das ist das was der Sensor in Sekundenbruchteilen ausliest von jedem einzelnen Partikel wird dabei sein chemischer Fingerabdruck erfasst 16:46 angezeigt durch so einen Kurvenverlauf diesen zu erkennen und richtig zuzuordnen soll die künstliche Intelligenz lernen und immer besser und 16:55 feiner sortieren [Musik] hier kann natürlich eine künstliche Intelligenz wie wir jetzt beginnen zu 17:06 nutzen helfen wenn ich diese Aufnahmen mache extrahiert sie selbst diese Merkmale die ich dann verwenden kann um praktisch die die verschiedenen Klassen 17:16 zu sortieren in diesem Fall in bunten und schwarzen Kunststoff noch klappt das nicht perfekt aber schon ziemlich gut 17:26 und die künstliche Intelligenz hat ja auch noch nicht ausgelernt zurück an der Hochschule Hof wo die Forscher mit recyclebarem 17:38 Kunststoff aus Spirulina Granulat experimentieren okay dann schauen wir mal ob unser spirulin Pulver so funktioniert wie uns das vorgestellt 17:47 haben daraus wollen Sie jetzt eine Folie herstellen das Problem organische Moleküle sind weniger stabil Biokunststoffe daher schwieriger 17:57 herzustellen deshalb experimentieren Sie mit verschiedenen Temperaturen und Mischungen jetzt kommt die Folie aus der 18:08 Maschine ja wir können jederzeit könnt die folienblase platzen und dann fällt das Ganze zusammen wenn sie hält könnte daraus eine ungiftige voll recyclebare 18:18 Verpackung entstehen noch dazu ohne fossile ruhstoffe wir wechseln jetzt das Material aus probieren noch eine andere Mischung aus mit anderer Zusammensetzung 18:26 und schauen mal wie sich die Folie verhält Lukas Großmann gibt mehr Biopolymer dazu die Folie wirft zwar Blasen aber es sieht okay aus wir sind 18:36 positiv überrascht dass es überhaupt so stabil läuft die Folie hält sie ist nur einer von vielen Prototypen noch nicht endgültig für eine Verpackung geeignet 18:47 aber ein Schritt in diese Richtung erste Tests der Verarbeitbarkeit der Dicke und der Reißfestigkeit laufen zufriedenstellend die Folie könnte eine 18:57 Alternative werden zu schlecht recyclebaren Kunststoffen solche Folien z.B aus weich PVC hier ist ist jede Menge Weichmacher 19:08 auch drin damit die so weich wird die Weichmacher PVC können schädlich sein müssen nicht schädlich sein man weiß es natürlich immer nicht wenn man auch 19:15 gerade im Recycling eine PVC Folie hat und unsere Folie weist eine ähnliche Flexibilität auch auf und könnte durchaus sicherlich im Punkto 19:22 Flexibilität mit PVC hier konkurrieren und unter Umständen an einigen Stellen noch PVC ersetzen also Stoffe die Additive enthalten die den 19:30 recyclingprzess erschweren einen anderen Ansatz verfolgen forschende in achen sie wollen Mischkunststoffe mit chemischen Verfahren zerlegen das wird auch schon 19:41 in geringen Mengen gemacht etwa mit Pyrolyse mit großer Hitze um die 500° werden die Kunststoffe aufgebrochen die Polymere werden dabei wieder in ihre 19:53 Einzelteile aufgespalten und verflüssigen sich sie werden quasi wieder zu Öl das braucht Energie und ein Teil des Materials geht verloren auch 20:03 die in den Kunststoffen gebundene Energie ist weg daher wird intensiv an besseren Verfahren geforscht für eine Demonstration zerkleinern die Forscher 20:13 eine Folie aus Kunststoff Gemisch zusammen mit anderen Kunststoffresten kommt sie in einen Behälter Jürgen klankermeier und sein Team von der 20:23 rinischwestfelisch Technischen Hochschule haben ein neues chemisches Verfahren entwickelt dabei wird das kunststoffgemisch 20:31 zunächst mit flüssigem Stickstoff tief gekühlt und dann zermalen wir haben jetzt die Möglichkeit eröffnet in diesem ganzen Ensemble 20:44 zwischen die unteren Komponenten mit einem Katalysator genau diese Auftrennung nachhaltig wirklich auch zu ermöglichen das kunststoffgemisch ist zu 20:53 einem feinen Pulver geworden dadurch ist seine Oberfläche größer und es kann leichter chemisch 21:01 reagieren dazu kommen dann organische Kohlenwasserstoffverbindungen sowie ein Katalysator der besteht aus einer speziellen 21:11 Metallverbindung die bricht die chemischen Verbindungsstellen von nur einem Kunststoff im Gemisch auf ganz gezielt öffnet der Katalysator diese wie 21:21 ein Schlüssel des schloss zunächst wird also nur dieser eine Kunststoff herausgelöst und dabei dessen Polymere und Additive in ihre 21:30 molekularen Bausteine zerlegt nachdem dieses Produkt abgetrennt ist kommt das zweite 21:38 Verfahren das greift dann den zweiten Baustein an und der Katalysator hier ist wieder mausgeschneidert zerlegt das zweite Polymer und damit kann ich auch 21:46 hier diese Bausteine wieder selektiv in das nächste verfahen einsetzen nach und nach werden mit dem jeweils passenden Katalysator die einzelnen Kunststoffe 21:55 herausgelöst und zerlegt das Ganze geschieht bei deutlich geringerer Temperatur als beim bisherigen chemischen Recycling die masseverluste 22:04 sind ebenfalls geringer am Ende sind oben die flüssigen Polymere das Öl und unten die Additive und Farben die Kunststoffe müssten natürlich auch aus 22:13 meiner Sicht zollbruchstellen wirklich auch eingebaut bekommen die das Recycling auch vereinfachen das heißt wir brauchen jetzt noch sehr sehr viel 22:19 Energie und auch sehr effektive Katalysatoren wenn aber diese Kunststoffe die gleiche in dem Fall Performance hätten aber eine 22:26 Sollbruchstelle ermöglichen würden dann könnte mit Hilfe des Konsumenten erstmal eine Auftrennung ermöglicht werden und dann aus diesem Reststoff wirklich ein 22:34 Wertstoff generiert werden und aus diesem so Jürgen klankermeier können hochwertige und sogar biologisch abbaubare Kunststoffe gefertigt 22:46 werden ein ähnliches Verfahren soll diese abfallschnipsel recyclebar machen das ist ein ganz wildes Gemisch aus verschiedenen Kunststoffen teilweise 22:56 sind diese Folien hier nicht ein Material sondern vier oder fünf Materialien und das zu recyceln über ein einfaches Einschmelzen funktioniert 23:04 überhaupt nicht daher haben wir jetzt seit Jahren daran gearbeitet hier einen Kunststoff rauszugenerieren indem wir spezifisch mit einem Lösemittel den 23:15 hauptkunststoff hier raus das Polyethylen rauslösen das Gemisch kommt in ein Lösemittel woraus das besteht will 23:23 Martin Schlummer nicht verraten Betriebsgeheimnis wie das Verfahren im Prinzip funktioniert zeigt er mit Zucker und Sand diese Mischung gibt er in 23:33 Lösemittel in diesem Fall Wasser der Sand setzt sich ab der Zucker löst sich auf beides kann er jetzt leicht voneinander trennen und genauso holt 23:44 auch sein Lösemittel einen Kunststoff aus dem Gemisch Martin Schlummer will jetzt Polyethylen herauslösen er betont dass 23:59 das Lösemittel ungiftig und unproblematisch im handändling ist das Polyethylen hat sich inzwischen aufgelöst ein Sieb fängt die anderen 24:11 Kunststoffe auf jetzt kommt ein Bindemittel in die Flüssigkeit um den Kunststoff ausflocken zu 24:20 [Musik] lassen und der ist gleich ein Kunststoff ich muss nicht wieder aus Monomeren einen neuen Kunststoff generieren 24:31 sondern der ist gleich ein Granulat gleich verarbeitbar ohne dass ich weitere Prozessschritte durchlaufen muss und das ist aus energetischer Sicht der 24:40 riesengroße Vorteil dieses Verfahrens das polyethylen ist ausgeflockt es muss nur noch gereinigt und getrocknet werden und kann ohne 24:52 großen Aufwand wieder zu einem Produkt geformt werden [Musik] Sorten reiner Kunststoff zurückgewonnen 25:03 aus einem wilden Gemisch der z.B zu einer Folie werden kann in Indonesien wo sonst viele 25:14 Verpackungen im Meer landen wird mit dem Verfahren sagt Schlummer aus Kunststoffabfall eine Verpackung für Waschmittel 25:22 hergestellt solche Verfahren funktionieren natürlich besser und mit weniger Aufwand wenn das Material gut vorsortiert wurde wie bei der Firma 25:31 prezero in Eiting bei München wo jetzt der Sortiervorgang zu Ende geht und die Verpackungen in ihre jeweiligen Kunststoffarten aufgeteilt und auch 25:41 farblich sortiert sind nicht perfekt aber doch ziemlich gut so ein Material ist jetzt wieder Rohstoff und landet z.B bei Richard 25:51 Metzler von der Firma purus in Arzberg in Oberfranken wir ma uns Produkte aus 100% Recycling Material das man aus diesen 26:01 Ballen gewinnen die kunststoffwissenschaftler Michael Nase und Lukas Großmann wollen sich anschauen ob das klappt in dem 26:10 sortierten Material sind noch Störstoffe drin aber auch die werden in weiteren Arbeitsschritten herausgeholt noch einmal scannt ein nir 26:20 Gerät das Material und sortiert es wird gewaschen und getrocknet je nachdem was produziert wird werden die 26:32 herausgefilterten Störstoffe in kontrollierter Menge wieder zugegeben so gibt es noch weniger Abfall das Material wird schließlich 26:41 eingeschmolzen und zu Granulat [Applaus] verarbeitet ausdem dann wieder Produkte 26:53 werden keine Verpackungen zwar aber z.B Paletten und Bodengitter wir haben Kunden mit dem habam ein geschlossenen Pool le 27:09 pfansystem wir produzieren für diese Kunden beispielsweise jetzt Paletten diese Paletten gehen zum Kunden der verwendet die und wenn die in 27:16 irgendeiner Weise nicht mehr brauchbar sind heißt dass defekt sind dann kann er die wieder zurückgeben wir arbeiten die wieder auf für dieses zurückgeben gehen 27:24 wir einen kleinen Obulus den er zurückbekommt insofern hat er keine Aufwendungen für Müllentsorgung es steht kein CO2 wir haben ein Rohstoff mit dem 27:32 wir recyceln können und wiederum neue Produkte draus machen auch wenn hier keine Lebensmittelverpackungen entstehen sind die Wissenschaftler überzeugt von 27:41 diesem Kreislaufsystem wichtig ist zu verstehen dass wir aus Abfall sch Wertstoff als dem wir es ja verstehen wollen hier ein 27:49 Produkt fertigen was 30 Jahre später existiert also eine sehr gute Kaskadennutzung die wird als Endprodukt werden hier Europaletten ECORASTER 27:59 hergestellt die wirklich eine sehr lange Lebensdauer haben sofern ist das sehr sehr sinnvoll ECORASTER sind Einfassungen für 28:08 Dachbegrünungen ein Produkt für den Klimaschutz aus einstigem Abfall noch sind wir weit entfernt von einer echten vollständigen 28:18 Kreislaufwirtschaft aber Beispiele wie diese zeigen wie sie geschaffen werden kann 28:30 [Musik]