Erklaervideo Kinderrechte Mitmischen Deutscher Bundestag https://www.youtube.com/watch?v=4d1878xkAe0 Transkript (automatisch erstellt) 0:11 Jeder Mensch hat Rechte. Die Menschenrechte. Sie leiten sich aus der Würde des Menschen her und stehen allen zu, unabhängig davon, wo sie leben. 0:21 Und unabhängig davon, wie sie leben. Kinder als junge Menschen haben besondere Bedürfnisse. Sie wünschen sich oft etwas anderes als Erwachsene. Und sie brauchen 0:31 häufig andere Dinge als Erwachsene. Weil das so ist, haben die Vereinten Nationen besondere Rechte für Kinder formuliert: Die Kinderrechte. Die Vereinten Nationen 0:42 sind ein Zusammenschluss von 193 Ländern der Welt. Das sind die United Nations, kurz UN genannt. Die Rechte der Kinder sind in der UN-Kinderrechtskonvention 0:54 festgeschrieben. Eine Konvention ist ein Abkommen, ein Vertrag. Die UN-Kinderrechtskonvention gibt es seit 1989. Bis jetzt haben sie schon etwa 190 1:07 Länder unterschrieben. Deutschland trat dem Übereinkommen 1992 bei. Mit ihrer Unterschrift verpflichten sich die Länder, die Rechte von Kindern zu achten, 1:18 zu schützen und zu fördern. In 54 Artikeln der UN-Kinderrechtskonvention steht, was das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen sicherstellen soll. 1:29 Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat die wichtigsten Grundrechte in zehn Punkten zusammengefasst. Es gibt das Recht auf Bildung und Ausbildung. 1:40 Das heißt, jedes Kind hat das Recht, zur Schule zu gehen und zu lernen. Da gibt es das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung. Das bedeutet, 1:51 Kinder müssen alle gleich gut behandelt werden. Kein Kind darf benachteiligt werden, egal wo es wohnt, welche Hautfarbe es hat, wer seine Vorfahren sind 2:01 oder ob es arm oder reich ist. Jedes Kind hat das Recht auf einen Namen und eine Staatsangehörigkeit. Für uns in Deutschland klingt das selbstverständlich. 2:12 Aber es gibt Regionen auf der Welt, in denen der Name eines Kindes nicht offiziell erfasst wird. Damit existieren diese Kinder für Behörden gar nicht. 2:22 Oder ein Land fühlt sich nicht für ein Kind verantwortlich. Dann besitzt es keine Staatsangehörigkeit. In beiden Fällen fehlt Kindern damit der Anspruch auf viele 2:31 weitere Rechte. In Deutschland zum Beispiel wird der Name in der Geburtsurkunde festgehalten. Diese Urkunde garantiert jeder Person 2:41 grundlegende Rechte. Und es ist klar geregelt, welche Staatsangehörigkeit ein Mensch hat. Dann gibt es das Recht auf Gesundheit. Das bedeutet, dass alle Kinder 2:53 einen Zugang zu medizinischer Versorgung und gesunder Ernährung haben müssen. Zudem sollen sie vor Gefahren für die Gesundheit geschützt werden. Es gibt sogar 3:03 ein Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung. Wieso muss man dies explizit festschreiben, mag der eine oder die andere jetzt vielleicht denken? Doch 3:12 es gibt Kinder, die von klein auf arbeiten müssen oder in Not aufwachsen. Für sie sind Spielen und Freizeit nicht selbstverständlich. Dabei ist 3:22 es wissenschaftlich erwiesen, wie wichtig beides für eine gesunde Entwicklung ist. Dann gibt es noch das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört 3:31 zu werden und sich zu versammeln. Das bedeutet, Kinder haben das Recht, bei allen Fragen, die sie betreffen, mitzubestimmen und zu sagen, 3:39 was sie denken. Das Recht, die eigene Meinung zu sagen, bezieht sich nicht nur auf Gespräche mit den Eltern, sondern auch auf die ganze Gesellschaft. 3:49 Mädchen und Jungen dürfen selbst Demonstrationen organisieren oder Petitionen starten. Außerdem haben sie das Recht, sich Informationen 3:58 zu besorgen, etwa über die Medien oder auf Veranstaltungen. Ein weiteres Recht ist das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung. Das bedeutet, 4:09 Kinder dürfen Geheimnisse haben, auch vor den Eltern, und sie haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. Nicht nur körperliche Gewalt ist tabu, 4:19 sondern auch seelische Gewalt, etwa durch Anschreien. Kinder haben zudem das Recht auf sofortige Hilfe bei Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, 4:29 Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung. Das alles ist besonders wichtig, wenn Naturkatastrophen oder Kriege ausbrechen. Kinder können sich 4:38 schwerer als Erwachsene orientieren, versorgen oder die Flucht ergreifen. Deshalb gibt es das Recht auf Hilfe in diesen Notlagen. Ein weiteres Recht ist 4:48 das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause. Dies bedeutet, dass Kinder bei ihren Eltern leben und behütet aufwachsen können 4:57 sollen. Es muss schon etwas ganz Schlimmes passiert sein, damit eine Behörde ein Kind aus einer Familie holen kann. In Deutschland darf das zum Beispiel notfalls 5:08 das Jugendamt, aber eben nur dann, wenn das Wohl des Kindes gefährdet ist. Und dann gibt es da noch das Recht auf Betreuung bei Behinderung. Ob ein Kind 5:19 im Rollstuhl sitzt, blind ist oder etwa eine geistige Behinderung hat: All diese Kinder benötigen besondere Betreuung und Pflege. Diese soll ihnen zukommen, 5:29 egal ob ihre Eltern reich oder arm sind. All diese Rechte gelten weltweit für Menschen, die jünger als 18 Jahre sind. So steht 5:38 es in der UN-Kinderrechtskonvention. Jetzt könnten wir uns freuen und denken: Toll, dann ist ja alles in Ordnung. Ist es aber leider nicht. Denn nicht alle Grundrechte 5:49 sind in allen Mitgliedsländern der Vereinten Nationen vollständig umgesetzt. Es gibt immer noch Länder, in denen Kinder schwer arbeiten oder sogar als Soldaten 5:59 im Krieg kämpfen müssen. Viel zu oft sterben Mädchen und Jungen an Krankheiten. Was nicht passieren müsste, wenn sie ärztlich gut versorgt wären. Damit 6:09 es Fortschritte gibt, sind alle Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet, regelmäßig Berichte über 6:16 die Kinderrechte im eigenen Land vorzulegen. Diese sollen zeigen, wie die Selbstverpflichtungen zum Schutz der Kinder umgesetzt werden. Die Berichte 6:26 gehen an den UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf. Du möchtest mehr über das Parlament und die Arbeit der Abgeordneten wissen? Dann klick 6:36 auf mitmischen.de, das Jugendportal des Deutschen Bundestages.