Evolutionstheorie nach Charles Darwin [Prinzip der natürlichen Selektion] - [Biologie, Oberstufe] TeacherToby https://www.youtube.com/watch?v=3aNFeml-Hc0 Transkript (automatisch erstellt) 0:01 [Musik] in diesem Video geht es um die vom Naturforscher Scholz Darwin im 19 0:12 Jahrhundert entwickelte Evolutionstheorie die vor allem im schulischen Kontext eine große Rolle 0:17 spielt wir sprechen heutzutage ganz bewusst von dem Begriff Evolutionstheorie dem Begriff Theorie 0:23 verwendet man im naturwissenschaftlichen Sprachgebrauch nur dann wenn so umfassende Belege für das jeweilige 0:29 Phänomen existieren das ist allgemeingültig anerkannt ist Belege für evolutionäre Veränderungen das Arten 0:36 sich also in der Stammesgeschichte verändert haben und auch gegenwärtig Änderungen unterliegen haben Biologen in 0:42 einem so großen Umfang zusammengetragen dass wir mittlerweile von der Evolutionstheorie sprechen es war der 0:47 englische biolog und Naturforscher als da wenn der am 19 Jahrhundert die Evolutionstheorie wie wir sie heute 0:53 kennen entwickelte insgesamt fünf Jahre lang war darin auf einer weltweiten Expedition in der er unzählige Tier und 1:00 Pflanzenarten untersuchte und anhand seiner vielen Beobachtung postulierte das Arten nicht unveränderlich sind und 1:07 im Laufe der Zeit Wandel unterliegen mit dieser Hypothese war Darwin nicht allein auch andere sprachen sich bereits dafür 1:14 aus dass es eine Evolution gebe deutlich revolutionärer war seine zweite Hypothese das verschiedene Arten auf 1:21 einen gemeinsamen Vorfahren zurückgeben und sich diese im Laufe der Zeit aus diesem Vorfahren entwickelten 1:28 für beide Hypothesen fehlten jedoch Erklärungsansätze die Erklärung dafür dass Individuen bzw Arten ein 1:34 evolutionären Wandel unterliegen lieferte er mit seiner dritten Hypothese zur natürlichen Selektion 1:40 demnachweisen manche Individuen eine höhere überlebens- und Fortpflanzung Chance auf als andere aufgrund von 1:46 Variationen im Phänotyp im äußeren Erscheinungsbild die höheren Überlebenschancen begründet Darwin mit 1:52 dem Satz survival Opfers das Überleben das am besten angepassten der schulbuchklassiker dürfte wohl das 1:58 Beispiel mit den Giraffen sein Giraffen mit längeren Hälsen kommen besser an die Blätter der Bäume dran zum Fressen als 2:04 Giraffen mit kleineren Hessen in einer historischen Umgebung die geprägt war durch Nahrungsknappheit und Nahrung nur 2:11 als Blätter an den Bäumen zur Verfügung steht sind diese besser an die Umwelt angepasst und haben dadurch ein 2:17 Selektionsvorteil unter solchen Bedingungen nimmt die Häufigkeit einer vorteilhaften Erbanlage 2:23 wie in diesem Beispiel ein langer Hals in der Population von Generation zu Generation zu mit anderen Worten 2:29 ausgedrückt die genetische Struktur einer Population ändert sich im Laufe der Zeit oder ganz einfach ausgedrückt 2:36 Evolution findet statt die Tatsache dass phaenotypen innerhalb von Populationen variieren sich Merkmals Ausprägungen 2:43 also unterscheiden wie die Länge des Halses bei Giraffen ist nach Darwin auf eine genetische Variabilität innerhalb 2:50 der Population zurückzuführen trotz großer Übereinstimmung im genetischen Material zwischen Individuen 2:56 einer Art ist es nicht identisch punktuell unterscheidet sich die DNA zwischen ihnen die Tatsache dass sie 3:02 sich unterscheidet zwischen ihnen ist auf die zwei Evolutionsfaktoren Mutation und sexuelle Rekombination 3:07 zurückzuführen mehr dazu in dem entsprechenden Video welches sich an dieser Stelle einmal verlinke so viel 3:14 aber vorweg bei der Produktion neuer Zellen muss sich das gesamte genomen das heißt das gesamte Erbgut die gesamte DNA 3:21 eines Organismus replizieren bzw verdoppeln und dieser replikationsvorgang verläuft nicht 3:28 perfekt häufig treten Fehler auf Fehler die dazu führen dass sich das Erbgut minimal verändert und die man als 3:35 Mutation bezeichnet zwei wichtige Eigenschaften von Mutationen sind dass sie meistens 3:41 spontan zufällig auftreten und ungerichtet sind insofern sie nicht durch Umweltfaktoren wie Chemikalien 3:47 oder Strahlung induziert werden erfolgen sie komplett spontan die meisten Mutationen sind entweder neutral das 3:54 heißt ohne Auswirkung oder wirken sich nachteilig auf den Fortpflanzungserfolg aus in nur wenigen Fällen verbessert 4:01 eine Mutation den Fortpflanzungserfolg eines Organismus warum dieses ausschweifen zum einen sind 4:07 Mutationen und sexuelle Rekombinationen die zwei zentralen Evolutionsfaktoren nach Darwins Evolutionstheorie die zu 4:15 einer Veränderung der genetischen Struktur einer Population führen die also verantwortlich dafür sind dass 4:20 Evolution stattfindet wobei Moment ist dafür nicht die natürliche Selektion verantwortlich könnte sich der ein oder 4:27 andere jetzt an dieser Stelle fragen na ja eine durch Rekombination und Mutation erzeugte genetische Variabilität 4:35 verändert zwangsweise die genetische Struktur einer Population die natürliche Selektion wirkt auf die genetische 4:43 Variabilität ein sie führt dazu dass die Häufigkeit einer vorteilhaften Erbanlage von Generation 4:50 zu Generationen zunimmt noch besser lässt sich die Bedeutung von Mutation und Rekombination nachvollziehen wenn 4:56 man sich vorstellt es gäbe bei der Evolutionsfaktoren nicht ohne Mutation und Rekombination gäbe es keine 5:01 genetische Variabilität alle Individuen einer Population wären Klone unter solchen Bedingungen wären alle 5:08 Individuen gleich an die sie umgebenden Umweltbedingungen angepasst und keiner hätte einen Selektionsvorteil oder 5:14 Nachteil natürliche Selektion könnte gar nicht einwirken zum anderen werden durch 5:20 Mutation und Rekombination die Art und Weise wie sich Evolution vollzieht beschrieben und zwar als einen passiven 5:26 Vorgang der zu einer zunehmenden Angepasstheit der Lebewesen an sich ändernde Umweltbedingungen führt das ist 5:33 ein wichtiger Unterschied zu lamax Evolutionstheorie nach der sich Organismen bereits zeitlebens aktiv 5:39 durch den verstärkten Gebrauch von Organen sich an ihre jeweiligen Umweltbedingungen anpassen 5:46 ein weiterer wichtiger Aspekt von Darwins Evolutionstheorie ist dass er beobachtete dass die Individuen deutlich 5:52 mehr nachkommen produzierten als eigentlich zum Überleben notwendig werden dieser Faktor ist durchaus 5:58 relevant für die Theorie der natürlichen Selektion denn durch die vielen nachkommen wird ein struggle for Life 6:04 hervorgerufen einen Wettbewerb um lebensnotwendige Ressourcen der Selektionsdruck auf Individuen ist umso 6:11 höher je geringer ihre Überlebenschance aufgrund ihres Phänotyps ist durch die Überproduktion bei der Fortpflanzung ist 6:18 also bereits die natürliche Selektion wirksam dies trifft auf viele Säugetierarten zu die Überlebensrate von 6:25 Löwen bis zum Erwachsenenalter beträgt ungefähr 25%. in einem Wurf in dem vier 6:30 Nachkommen geboren werden erreicht also durchschnittlich nur eins das geschlechtsfähige Alter die Bedeutung 6:36 der natürlichen Selektion als Evolutionsfaktor schrieb Darwin 1844 in einer langen Abhandlung nieder 6:43 1844 zu einer Zeit in der noch nicht einmal klar war wie die DNA aufgebaut war 6:49 auch wenn molekular genetische Untersuchungsmethoden später Darwins Theorie untermauerten und man sehr 6:55 präzise stammesgeschichtliche Veränderungen im Erbgut zwischen Organismen festhalten konnte Charles 7:01 Darwin fehlten solche Möglichkeiten so dass seine Erkenntnisse vor allem auf Beobachtungen boten super simple 7:07 Beobachtung wie zum Beispiel das Pflanzen und Tierzüchter in ihren Zuchtbeständen eine starke Selektion 7:13 vornehmen über Jahrtausende züchtete man beispielsweise bestimmte Nutzpflanzen und zwar immer nach dem vorhanden sein 7:20 bestimmter wünschenswerter Merkmale und ein wünschenswertes Merkmal ist oft ein Merkmal das den Ertrag steigerte eine 7:28 nahrhafte große gelbe Banane hat heute nichts mehr gemeint mit der ursprünglichen Urform zu tun 7:35 dies nahm Darwin als Ausgangssituation um sich zu fragen ob eine solche allmähliche Auslese nicht auch in 7:43 natürlichen Populationen geschieht dann nämlich wenn die Individuen mit den höchsten überlebens- und 7:48 fortpflanzungschancen sich am besten fortpflanzen und ihre Merkmale an die nächste Generation weitergeben das ist 7:54 im Kern die Evolutionstheorie von Charles Darwin ein junger Brite der trotz seines leidenschaftlichen 8:00 Interesses für Themen der Geologie und der Naturgeschichte auf Anraten seines Vaters plante Arzt zu werden und Medizin 8:07 studierte und erst nachdem er das Medizinstudium abbrach weil ihnen ist abschreckte zu sehen wie Operation ohne 8:13 Narkose durchgeführt wurden und danach noch Theologie studierte ging er seiner Affinität zu den Naturwissenschaften 8:20 nach Darwins Annahmen bilden bis heute die Grundlage für das Verständnis evolutionärer Prozesse und werden durch 8:27 Erkenntnisse unter anderem aus geologischen und molekular genetischen Daten untermauert und heute als 8:33 synthetische Evolutionstheorie zusammengefasst trotzdem ist auch zu erwähnen dass sie 8:39 selektionstheoretisch als unsicher gilt klar weil historisch wirksame Selektionsbedingungen nicht gänzlich 8:46 bekannt sind in der Wissenschaft wird darüber diskutiert inwiefern die langen Hälse von Giraffen ein Produkt sexueller 8:52 Selektion sein könnten demnach könnte ein langer Hals bei Balz kämpfen der Männchen von Vorteil gewesen sein und 8:59 ihre fortpflanzungs-chancen erhöht haben was genau ist jetzt aber der Unterschied zu natürlichen Selektion die natürliche 9:06 Selektion begünstigt Merkmale welche die Überlebenschance ihrer Träger bzw ihrer Nachkommen erhöhen bei der sexuellen 9:13 Selektion steht der Fortpflanzungserfolg im Vordergrund der Lehrbuch Klassiker der Perks formuliert ist ziemlich 9:19 prägnant wenn ein Tier lediglich überlebt und sich aber nicht fortpflanzt dann trägt es auch nicht zur nächsten 9:26 Generation bei somit kann die sexuelle Selektion Merkmale begünstigen welche die Fortpflanzung Chancen eines 9:32 Individuums verbessern auch wenn diese Merkmale seine Überlebenschancen verringert ein entsprechendes Video zur 9:38 sexuellen Selektion findet ihr auf meinem Kanal [Musik]