Göbekli Tepe: Jenseits von Eden – Lifestyle in der Steinzeit (Arte - 2003) Serdar Günes https://www.youtube.com/watch?v=35WRK5Nb7z8 Transkript (automatisch erstellt) 0:03 jahrtausendeel lang streiften die Menschen der Steinzeit als Jäger und Sammler umher sie lebten von dem was die Natur 0:12 ihnen bot doch dann vor etwa 11000 Jahren entdeckten die Erdbewohner die Landwirtschaft und wurden sesshaft der Anfang einer neuen 0:23 a und näherboden für die Entwicklung einer frühen Kultur leemobjekte rätselhafte Steinreliefs und außergewöhnliche Bauten erste Kunstwerke 0:37 von Menschenhand jüngste Ausgrabungen liefern den Beweis nicht erst die sesshaften Bauern sondern schon die Jäger und Sammler hatten das no-hau 0:47 monumentale kultanlagen zu errichten die Menschheitsgeschichte muss umgeschrieben werden 0:56 [Musik] [Musik] der nabelberg in Ostanatolien der gbikli 1:29 tippe wie ihn die Einheimischen nennen immer wenn Bauer schawak dort seine Felder pflügte machten ihm sperrige Felsbrocken das lebenens schwer 1:39 er ahnte nicht welches Juwel für die Wissenschaft unter seinem Acker verborgen lag 10 Jahre 1:50 später noch bevor der muzin die Gläubigen zum ersten Gebet des Tages ruft machen sich die Männer vom nah gelegenen Dorf auf den Weg zum Nabel 2:01 [Musik] Berg längst ist der Hügel zu ihrem Arbeitsplatz geworden zumindest für zwei Monate im Jahr 2:13 über 80 einheimische schuften in Hitze und Staub für ein spektakuläres Ausgrabungsprojekt was die Arbeiter in schweißtreibender Mühsal Tag für Tag 2:22 freilegen versetzt nicht nur Fachleute in Aufregung als der deutsche Archäologe Klaus Schmidt 1994 das Gelände erkundete 2:33 war ihm sofort klar mit Göbekli tppe hatte er die Entdeckung seines Lebens gemacht unter dem Geröll ein riesiger Ruinenkomplex aus Rundbauten ein 2:43 jahrtausendpund nach und nach förderte das Team vom Deutschen Archäologischen Institut eine Anlage mit rätselhaften Reliefs und überlebensgroßen 2:53 Steinpfeilern zutage die eigentliche Sensation aber ist das Alter der Städte mehr als 11 eine Zeit als die Menschen noch Jäger 3:02 und Sammler waren und nur einfaches Werkzeug besaßen gppe erinnert an das 6000 Jahre jüngere 3:13 stoneheng in England der kreisförmige Kultplatz eine Art kosmischer Kalender um im Sommer und Winter präzise die Sonnenwende 3:25 anzuzeigen für die inselbewohnerams shilfe im Planspiel kultischer [Musik] 3:36 Rituale war die Konstruktion im fernen Anatolien der Prototyp für steinkreisbauten späterer Völker niemand weiß es denn noch stehen die 3:46 Wissenschaftler vom nabelberg am Anfang ihrer Forschung fest steht die meterhohen Erdschichten die den Komplex bis vor 3:55 kurzem bedeckten haben sich nicht durch Erosion und Wind auf die alten gemäer gelegt viel mehr wissen die Archäologen die Anlage wurde vor uhzeiten gezielt 4:07 zugeschüttet einzigartig für jene Epoche die kunstvoll gehauenen Reliefs verblüffend Größe und Genauigkeit der einzelnen 4:18 Abbildungen und das obwohl die Baumeister vom Göbekli TPE weder Metallwerkzeuge kannten noch in der Lage waren Ton zu Keramik zu brennen nur mit 4:28 simplen Hilfsmitteln aus Stein schufen sie imposante [Musik] Bildnisse die realistischen 4:37 Darstellungen geben den Archäologen Rätsel auf noch kennen Sie die Bedeutung nicht auffällig dass keine Menschen sondern ausschließlich Tiere aus dem 4:46 Stein gemeißelt wurden Arten die im Jagdrevier der Steinzeitmenschen lebten Tierdarstellungen von Anbeginn ein beliebtes Motiv 20 000 Jahre alt die 5:03 eiszeitlichen Reliefs in der Höhle von capblan in Frankreich auch in der weltberühmten Grotte von Lasco zieren vorwiegend Tiere 5:13 die Felswände Experten nehmen an dass Schamanen in Trans die Bilder während eines Rituals auf die Flächen 5:24 malten ein übliches Verfahren in alten Naturreligionen eine Tradition die sich über viele Jahrtausende fortgesetzt hat rund um den 5:36 Globus auf dem nabelberg jedoch meißelten die Priester die Reliefs vermutlich nicht selbst sondern gaben sie in 5:46 Auftrag begleitet von rhythmischer Musik und unter Drogen tanzten sich die geweihten Männer bei feierlichen Zeremonien in Ektase so die Vorstellung 5:55 der Fachleute dabei gaben die Reliefs der Fantasie die Bilder 6:03 vor mit Hilfe des Götzen schlüpft der Schamane in die Rolle des jeweiligen Wesens ein Zustand der ihn befähigt mit den Kräften der jenseitigen Welt Kontakt 6:15 aufzunehmen mit Geistern Göttern und Dämonen oder den Ahnen vor den totemartigen Pfeilern baten die weisen alten um den Schutz der 6:29 him m im Kalkboden eine Opferschale welche Gabe wem dar gebracht wurde kann wohl niemand mehr herausfinden doch der 6:40 unscheinbare Fund ein wesentlicher Beleg gbeklippe ist eine steinzeitliche kultanlage der Fuchs als einer der ewigen Hüter des Tempelbezirks vom 6:54 nabelberg des ältesten von Menschen errichteten Heiligtums zeitlich standen die Ruinen von Malta bis jetzt ganz oben auf der Liste 7:06 weltweiter Altertümer vor 5inhalbus Jahren errichteten die Insulaner das megalitische Wunderwerk die jungsteinzeitliche Konstruktion um ein 7:16 Vielfaches komplexer als göbeklite dennoch vergleichbar an beiden Orten bestimmen mächtige Steinblöcke das 7:26 Erscheinungsbild auch auf Malta zeigen einige reliefiefs bekannte Vierbeiner die ersten Haustiere die gläubige für ihre Götter schlachteten Ziegenbock 7:35 Schwein und Widder im Zentrum des Kults stand die große Erdmutter von ihrer kolossalen 7:44 Statue blieb nur der Torso erhalten üppige Frauenfiguren verkörperten damals nicht nur das vorherrschende 7:53 Schönheitsideal sondern vor allem immer währende Fruchtbarkeit die Verehrung der Göttin sollte den Bauern und viehirten gute Ernten und randvolle Speisekammern 8:05 garantieren die tempelvon Malta nahmen vor etwa 5000 Jahren eine herausragende Stellung im gesamten Mittelmeerraum ein doch die Urzelle aller Zivilisation 8:16 liegt auf dem Göbekli tppe in Ostanatolien dort hat alles angefangen bislang ist nur ein Bruchteil der Gesamtanlage ausgegraben 8:30 unter dem 90.000 Quadrat großen Schutthügel erwarten die Experten weitere archäologische Schätze große Steine 8:38 unbedingtinen Großbauten aus dem neolitiikum von unerklärlicher Qualität vor 11000 Jahren errichtet die damaligen Menschen hatten 8:48 alle intellektuellen Fähigkeiten über die wir auch verfügen sie waren keine primitiven Menschen von dieser Vorstellung müssen wir uns frei Maen es 8:55 waren keinesfalls irgendwelche effischen oder Neander hoiden Geschöpfe die ja gerade vom vom Baum herunter gestiegen sind und angefangen haben Zivilisation 9:06 hier zu spielen es waren Menschen wie heute von ihren intellektuellen Fähigkeiten her natürlich hatten sie nicht diesen Erfahrungsschatz wie wir in 9:13 heute haben immerhin brachten sie es fertig riesige Pfeiler in Kreisen von bis zu 20 m Durchmesser 9:22 aufzustellen typisches Merkmal jeweils ein mächtiges pfeilerpar im Zentrum eine technische Spitzenleistung für die es kein Vorbild 9:34 gibt der Steinbruch am Fuße des gwklippel die kalksteinbänke lieferten den ersten Architekten der Menschheit das Rohmaterial für den 9:45 Tempel unvollendet ruht noch immer ein längst verwitterter monolit in der kargenlandschaft vielleicht war das Trump von rund 7 m Länge und 50 Tonnen 9:55 Gewicht während der Bearbeitung gerissen und musste aufgegeben werden weitaus spannender für die Archäologen aber ist die Frage wie die 10:06 Arbeiter der Uhrzeit die Kolosse damals wegschafften die Ausgräber wollen es wissen und Wagen ein Experiment ohne 10:17 Maschinen und nur mit Werkzeugen die auch den Männern vor Jahrtausenden zur Verfügung standen wollen sie einen massiven Brocken aus dem Fels lösen und 10:25 ein Stück weit transportieren vier Stunden gen Sie sich Zeit das ausgewählte Exemplar fällt wesentlich kleiner aus als das Original 10:37 doch es geht um das Prinzip welcher Aufwand und welche Methoden sind nötig damit sich der Block 10:46 bewegt mit Rundhölzern Seilen und Muskelkraft rückt ein Teil der Arbeiter den Stein zu Leibe sie nutzen natürliche Risse und Spalten um den tonnenschweren 10:56 Klotz auszuhebeln andere aus dem Team versuchen eine linienförmige Kerbe in einem Felsblock 11:07 zu hauen die Aufgabe lautet dabei genauso wie die steinklopfer von damals vorzugehen Metallwerkzeuge gab es nicht der Stahl der Steinzeit war der 11:20 Feuerstein hart und scharfkantig ein Job der Ausdauer erfordert uchen die Kollegen den ausgehobenen Brocken auf die Rundhölzer 11:32 zu hiefen für die untrainierten leihen ein kompliziertes Unternehmen gemäß dem Motto Versuch und Irrtum sammeln die modernen Bauleute 11:46 Erfahrung allmählich lernen Sie mit den bescheidenen Hilfsmitteln umzugehen doch Schwierigkeiten tauchen immer wieder 11:56 auf auch die steinmze kommen nur langsam voran nach zwei Stunden monotoner klopferei lässt sich nicht mehr als eine flache Furche 12:10 erkennen die Wissenschaftler gehen davon aus dass zum Bau einer einzigen kreisanlage mehrere hundert Mann über viele Monate Schwerstarbeit 12:22 verrichteten ein Großprojekt das nur gemeinschaftlich von mehreren Stämmen oder Sippen realisiert werden konte von einer Organisation aus 12:33 Spezialisten künstlerisch begabten Handwerkern ebenso wie genialen Architekten und Koordinatoren angeführt von einem Manager wahrscheinlich dem 12:42 religiösen Oberhaupt der damaligen [Musik] Gesellschaft nach vier Stunden Knochenarbeit die stolze 12:53 Bilanz 7 m weit haben die Z Männer den schweren Klotz gezogen nicht schlecht für die Amateure der Neuzeit weniger erfolgreich das Resultat 13:03 der anderen Gruppe nicht einmal 2 cm misst die Kerbe im harten Fels wir können davon ausgehen dass sie ingenieurtechnische Kniffs in weitaus 13:14 besserer Weise beherrschen als wir sie beherrschen wenn es um den Transport von großen Steinen ohne Kran geht sondern nur mit Zeilen und Hebeln oder wenn es 13:23 um steinbrucharbeit ohne Metallwerkzeuge geht sondern eben nur mit Steinwerkzeugen das konn die bestimmt weitaus besser als wir es in unserem 13:31 Experiment nachstellen können vor 11000 Jahren muss auf der Großbaustelle ein regges treiben geherrscht haben doch ob die urweltler 13:41 dort auch lebten lässt sich nicht ohne weiteres belegen denn Siedlungsspuren fehlen nahezu ganz auch Hinweise auf Süßwasser konnten die Forscher auf dem 13:50 Hügel nicht [Musik] finden in der weiten Ebene hingegen gab es alles im Überfluss 13:59 Wildschweine standen als begehrte Leckerbissen ganz oben auf dem Speisezettel die üppig grünen Täler boten den Naturburschen alles was sie 14:09 zum Leben brauchten in jener Epoche herrschten paradiesische Zustände fast wie im Garten 14:18 Eden stattliche gazellenherden streiften durchs Land im Lauf der Jahrtausende wussten die Jäger ihre Techniken zu perfektionieren so die Lehrmeinung 14:30 män erfolgreich be ma Überrest einer neolitischen Mahlzeit das Horn einer 14:43 Gazelle immer wieder stoßen die Ausgräber in dem ausgedehnten Areal auf unterschiedliche Tierknochen umfassende Analysen offenbaren die 14:52 Fleischversorgung bestand ausschließlich aus wild die ideere zu domestien no nicht 15:02 geboren im Camp auf dem nabelberg unter den Zeltdächern laufen die Untersuchungen der Skelettfunde auf Hochtouren akribisch sortieren die 15:13 Forscher selbst kleinste Knochen nach den unterschiedlichen Tierarten neben Gazelle und Wildschweinen halten sie auch die wilden 15:21 Vorfahren von scharf Rind Esel und Hase im Angebot ein lohnendes Puzzle für Zoologen denn so können sie den Köchen der Uhrzeit über die Schulter schauen 15:32 nun sieht man an den Tierknochen regelmäßig Schnittspuren und die sind entstanden weil die Leute mit Steinwerkzeugen die Tierkörper zerlegt 15:39 haben entscheidend ist dass allerdings das Fleisch nicht zubereitet wurde mittels Feuer sondern man hat es nur gekocht und dadurch hat man das Maximum 15:50 an Fett und Fleisch gewonnen die der Kochvorgang ist wahrscheinlich so gelaufen dass man in Lederbeutel die man mit wasserfüle über 16:00 einer Feuerstelle und das ganze aufgeheizt und dadurch konnte sowohl die Brühe als auch das Fleisch anschließend verwendet 16:07 werden Mittagspause die tägliche Verpflegung des großen Teams eine kleine logistische Meisterleistung selbst im 21 Jahrhundert 16:17 in der Nähe eines Dorfes wie schwierig muss erst die Versorgung der Mannschaft in der Uhrzeit gewesen sein die Küchenchefs mussten sich schon etwas 16:25 einfallen lassen um die Belegschaft satt zu kriegen irgendwann haben die Menschen begonnen Wildgräser auf Feldern zu kultivieren 16:37 der entscheidende Schritt hin zur Landwirtschaft Molekularbiologen fanden heraus dass rund um GB TPE der urarn aller Getreidehalme keimte das 16:49 Einkorn die Stadt Urfa kaum 20 km vom Heiligtum entfernt gilt seit Menschengedenken als geweihter Ort seine religiösen Wurzeln reichen zurück bis in 17:01 die Steinzeit der Beleg eine fast lebensgroße Statue geschaffen vor 11000 17:09 Jahren als der Kult auf dem nabelberg in höchster Blüte stand Arbeiter entdeckten das Prunkstück zufällig in einer Baugrube gab es eine Verbindung zwischen 17:20 Urfa und dem nahegelegenen Tempel von gbeklppe bekannt ist Urfa als Geburtsstadt Abrahams des Stammvaters 17:29 der Israeliten eine Legende erzählt er habe während der Herrschaft von König Nimrud alle Götzen verdammt und die Lehre vom einzigen großen Gott 17:40 gepredigt dafür verurteilte der Regent den abtrünnigen zum Tode mit einem Katapult gespannt zwischen zwei Säulen wurde Abraham auf 17:51 einen großen schalterhaufen geschleudert doch sein Gott errettete ihn so heißt es der Allmächtige verwandelte das vol und die holzite in 18:02 Fische der todgeweihte überlebte und führte seine Sippe ins heutige Israel die abrahamsquelle in Urf noch heute ein beliebtes Ziel für Pilger aus 18:16 dem ganzen Land was die Gläubigen nicht wissen das sagen umwobenesserhron die Menschen der 18:27 steinzeitigte JRE bevor der Patriarch aus dem Alten Testament die Weltbühne [Musik] betrat die beiden freistehenden Säulen 18:38 hoch über der modernen Stadt gehörten zu einer Tempelanlage aus der griechischen Antike bei der Auswahl des Platzes hatten die Baumeister von damals 18:47 leichtes [Musik] Spiel sie setzten ihre steingiganten vermutlich an die Stelle die schon in 18:55 der Vorzeit von einem Pfeiler paar gekrönt war wie sie auch in der kultanlage von 19:04 stehen womöglich standen die beiden Orte in enger Verbindung zueinander Kulturen und Religionen wechseln und doch bleiben bestimmte Plätze über Jahrtausende im 19:14 Bewusstsein erhalten unabhängig von dogmatischen Einflüssen auch gppe macht da keine Ausnahme schon seit jeher suchen 19:25 kinderlose Frauen aus der Umgebung ihr Heil auf dem Hügel bei einem einsamen Baum in der Stille hängen sie einen Stoffstreifen an die Zweige und bitten 19:34 um [Musik] Fruchtbarkeit die Sehnsucht nach Hilfe von himmlischen Wesen ist so alt wie die 19:44 Menschheit ein ewiger Traum eine Hoffnung die niemals stirbt naturheiligtümer die ersten weihestätdten bevor die Götter in festen 19:54 Einrichtungen Quartier bezogen der Latmos eine mythenträchtige Gebirgslandschaft an der Westküste der 20:07 Türkei seit Jahren erforscht die Archäologin Annelise peschlo die unzähligen Felshöhlen der Region mit ihren Begleitern folgt sie uralten 20:17 Pfaden sie führen hinauf zu einem heiligen Gipfel dort beteten selbst noch in frühchristlicher Zeit die Einheimischen umregen 20:26 [Musik] eines Tages machte die Wissenschaftlerin eine außergewöhnliche Entdeckung prähistorische 20:35 Felsmalereien einzigartig in Motiv und Formgestaltung sie geben Aufschluss über die Menschen vor rund 8500 [Musik] 20:46 Jahren die Archäologin ist sicher die Künstler jener Bilder lebten bereits in einer Gemeinschaft aus Bauern denn Jäger und Sammler stellten fast ausschließlich 20:57 Tiere da in den latmischen Höhlen jedoch beherrscht der Mensch das Bildprogramm mehr als 115 Fresken konnte die Forscherin bereits aufspüren als 21:09 Farbstoff benutzten die Maler der späten Steinzeit eisenoxidpulver das Sie mit dem Finger autrogen auffällig die Stilisierung der Körper mit stark 21:19 ausgeprägtem Hinterteil präsentieren sich die [Musik] Frauen geometrische Formen 21:26 antennenartige Köpfe und dicke Oberschenkel typische Merkmale der Männer fast immer treten die Figuren in Gruppen oder paarweise 21:40 auf ich verstehe die Fundstellen der Felsbilder das Latmos als Kultplätze hier haben die Menschen nicht gewohnt wir haben bisher dafür überhaupt keine 21:48 Hinweise gefunden sondern das waren kleine naturheiligtümer und aufgrund der Tatsache dass dort nur familienszähen wiedergegeben sind vermute ich dass die 21:58 Menschen damals eben zu bestimmten Anlässen heißt zu Hochzeitsfeiern wahrscheinlich im Frühling dort hochgezogen sind und dann dort Hochzeit 22:05 gefeiert haben und die jungen Mädchen die eben dann in diese rieen eingeführt wurden vermute ich haben dann ihre Hand an der Felswand hinterlassen wir haben 22:16 also insgesamt 30 Abdrücke von Händen und diese Abdrücke sind kleiner als eine normale Hand ich vermute eben dass das die Frauen gewesen sind die jungen 22:26 Mädchen die eben hier nun Hochzeit gefeiert haben die haben ihren Handabdruck an der Wand hinterlassen unter den geweihten Städten 22:34 im Latmos existiert eine Grotte mit Bildern die sich grundsätzlich von allen bisher bekannten Motiven unterscheiden die karadere Höhle sie 22:45 stellte die Forscherin vor ein Rätsel um Licht ins Dunkel zu bringen lässt sie die Malereien sorgfältig kopieren erst der Vergleich mit anderen 22:55 Motiven erlaubt eine historische Einordnung des Fundes charakteristisch für das Szenario überlange gestalten mit stilisierten 23:08 teeköpfen die den Betrachter direkt Anblicken fast bedrohlich überragt die Hauptfigur die Gruppe mit nach oben abgewinkelten Armen und geballten 23:21 Fäusten mehrere kleinere gestalten umringen die dominante Person eine religiöse Zeremonie vor Jahrtausenden auf die Felswand 23:32 [Musik] gebannt die teform der gemalten Köpfe entspricht der teform der meterhohen Pfeiler auf dem 23:42 göbeklippe besteht zwischen karaderehöhle und Tempelberg ein inhaltlicher Zusammenhang opferten die Menschen hier wie dort derselben 23:51 Gottheit an beiden Orten vollzogen die Gläubigen einst rituelle Handlungen so viel steht fest im Fall von Latmos zumindest scheint 24:01 klar zu sein welche überirdische Macht verehrt wurde und da kam mir die Idee dass die vierte Gestalt des felsbilds in der karaderehöhle die zweifelsohne die 24:11 wichtigste ist möglicherweise als Personifikation der Bergspitze das heißt als der Wettergott oder der Berggott beides zusammen zu verstehen ist und die 24:20 übrigen Begleiter auf dem felsbild die übrigen Bergspitzen des latmus wiedergeben und somit verstehe ich die karaderehöle als einen Kultplatz 24:28 eigentlich das Wetter und des berggottes die ich in diesem Falle wirklich als eine Person zusammen sehen möchte von Anbeginn vergöttlichten die 24:37 Erdenbürger voller Respekt die Gewalten der Natur die Wohnung der himmlischen müsse hoch oben auf den Gipfeln der Berge 24:47 liegen so der Glaube auch der Blitz schleudernde Zeus der Griechen tronte dort seine Anhänger Bauten ihm zu Ehren einen Tempel am Fuße des Latmos 25:00 vielleicht ist der populäre Zeus ein Nachfahre des steinzeitlichen Berg und Wettergottes aus der karaderehöhle vielleicht führt die Spur 25:09 noch weiter zurück in seine Urheimat nach Ostanatolien die tepfeiler vom nabelberg nach Ansicht der Archäologen stilisierte 25:20 Menschen oder gottwesen die bandförmigen Reliefs an den Seiten angewinkelte Arme der rechteckige Aufsatz sybolisiert den Kopf die beiden Pfeiler im Zentrum der 25:33 Anlage könnten ein Götterpaar repräsentieren warum aber die ursprünglich freistehenden äußeren Pfeiler später durch Mauerwerk 25:43 miteinander verbunden wurden darauf wissen die Forscher keine Antwort selbst die aufwendigen Reliefs sind halb verschwunden offensichtlich haben 25:52 Tierdarstellungen plötzlich ihre Bedeutung verloren nach und nach fügten die steinzeitarchitekten weitere Ringmauern 26:02 an mit rätselhaften Gängen und Zwischenräumen dass sie die Bauten überdeckten bezweifeln 26:11 Experten die unterschiedliche Höhe der Pfeiler macht eine Dachkonstruktion eher unwahrscheinlich Gewisheit aber wird erst die Freilegung aller kreisanlagen 26:20 auf dem nabelberg bringen bisher ist nur 1% des megafundes ausgegraben [Musik] doch schon jetzt wagen die 26:31 Wissenschaftler die revolutionäre these das erste Gebäude der Welt war ein gigantischer Tempel und kein einfaches Wohnhaus wie bisher 26:42 angenommen als Keimzelle der Zivilisation vermuteten Gelehrte stets den Raum des heutigen Palästina besonders klotzig zeigt sich Jericho die 26:52 Oasenstadt aus der Bibel in der Blütezeit vom GB war Jericho nur ein bescheidenes Lager von Jägern und Sammlern dann eine 27:02 leemhaussiedlung umgeben von einer etwa dreieinhalb Meter hohen Mauer ein Schutzwall gegen Flutwellen oder feindliche 27:12 Stämme den Überraschungsfund aber machten Archäologen in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts sie legten einen fast 9 m hohen turmfrei den Baumeister 27:23 etwa 7500 vor Christus hochgezogen hatten für er ein architektonischer Weltrekord in Schichten aus einer späteren Epoche kamen mysteriöse Objekte 27:40 zutage zahlreiche menschliche Schädel auf einzigartige Weise präpariert Totenköpfe überzogen mit Lehm geformt zu eindrucksvollen plastischen 27:54 Masken mit überaus realistischen Gesichtszügen eine Ahnenverehrung wie sie ähnlich auch in nachfolgenden Kulturen praktiziert 28:03 [Musik] wurde nach der entfleischung trennten die Steinzeitler den Kopf des Toten vom Körper ab aus leem und Kalk rührten sie 28:13 einen Brei an und schmierten ihn auf die Knochen dann fingen sie an die Gesichtsformen [Musik] 28:23 herauszumodellieren so entstanden lebensechte portraits die Hinterbliebenen bewahrten die Reliquien in ihren Behausungen oder 28:31 in eigenen kulträumen auf Ausdruck ihrer Verbundenheit mit den Verstorbenen ursprünglich sahen die Experten im Turm von Jericho ein mächtiges Bollwerk zur 28:43 Verteidigung längst Glauben Historiker die Anlage erfüllte einen kultischen Zweck das heißt schon das vorbiblische Jericho war ein heiliger Ort und der 28:58 eine rituelle Städte vergleichbar mit gbekle in Ausmaß und formweisen beide Bauten erstaunliche Ähnlichkeiten auf wenn wir an die Anlage von außen 29:11 herangraben würden und innen nicht die Verfüllung nicht weggraben würden würden wir ein turmartiges Gebilde freilegen das dem Turm von Jericho ganz ähnlich 29:21 sieht die diese Hypothese die ich jetzt aufstelle dass letztlich der Turm von jerich und nichts anderes wie eine K an Lage ähnlich am göblippe ist die müsste 29:30 man natürlich überprüfen und mal den Turm von Jericho innen in seine inneren Struktur untersuchen vielleicht ist das jüngere 29:39 Jericho eine Kopie von gbek LPE dem nabelberg in Ostanatolien feststeht vor rund 11000 Jahren setzte im Großraum zwischen 29:50 Palästina und der heutigen Türkei ein Prozess ein der die Lebensweise der Nomaden vollkommen veränderte nachdem der Mensch jahrtausendeelang als 30:01 Jäger und Sammler umhergezogen war fing er irgendwann an im Schweiße seines Angesichts Ecker zu [Musik] 30:11 bestellen er zähmte und züchtete Tiere eine epochale Umwälzung die neue Lebensweise basierte auf Vorratshaltung erst häuslebau machte das möglich die 30:24 Gemeinschaft schloss sich in festen Dörfern zusammen einzelne gab es zwar vorher schon doch die nutzten die Stämme nur 30:33 saisonal die Geburtsstunde der Immobilie anfangs bauten die Siedler Runde einräumige Häuser aus statischen Gründen mussten sie eng beieinander 30:45 stehen geglättete Kalkböden eine feste Feuerstelle nah der Tür die sesshaften kleinfilien lebten in bescheidenem Wohlstand den steinmau aber die Pioniere 30:59 der Architektur noch nicht in die Wände eingelassene Rundhölzer sollten den Bau stabilisieren und die Dachkonstruktion 31:10 tragen ganz in der Nähe der antiken Stadt Petra im Süden Jordaniens bida ein rund 9900 Jahre altes Dorf in seiner Art 31:21 eines der ersten der Menschheit ein Leckerbissen für Archäologen das alte BA gilt unter Fachleuten als frühes Beispiel für rechteckige 31:31 raumkonstruktionen eine technische Innovation mit revolutionären Folgen sogar eine Unterfütterung durch Keller vermutlich Werkstätten oder 31:42 Speisekammern gehörten zum steinzeitlichen [Musik] Entwurf die Menschen damals lebten nicht 31:52 schlecht Landwirtschaft und Viehzucht sicherten die Ernährung der Bevölkerung das ganze Jahr über immerhin wohnten rund 400 Einwohner in dem 32:04 Dorf doch dann muss irgendeine Katastrophe passiert sein dem archäologischen Befund zufolge endete die Besiedlung 32:13 [Musik] abrupt mögliche Ursache kriegerische Nachbarstämme auf der Suche nach besseren 32:25 Lebensbedingungen 300 Jahre nach Gründung liegt beder verlassen da die Bewohner sind ausgewandert um sich eine neue Bleibe zu 32:36 sichern vorüber die Zeit der Unschuld des Paradieses als die Menschen noch Jäger und Sammler waren mit der Sesshaftigkeit 32:47 beanspruchten Bauern und Viehzüchter ihr eigenes Land Konflikte brachen auf die es bis dahin nicht gegeben hatte 32:58 der Kampf um das Territorium hatte begonnen und läutete die a jenseits von Eden ein die biblische Episode von Kain und Abel Symbol für den plötzlich 33:10 aufflammenden Streit um Besitz frühmorgens in der jabuebene nur wenige Kilometer nördlich 33:25 von eine gr auf dem Weg nach Bad einer steinzeitlichen Siedlung in den jordanischen 33:35 Bergen der deutsche Teamchef hansgeorg Gebel und seine einheimischen Arbeiter wollen hoch hinaus zu dem Ort an den sich die Bewohner von bida einst 33:45 geflüchtet [Musik] haben vor den Männern liegt ein anstrengender Fußmarsch Ausrüstung 33:53 Verpflegung und jeder Tropfen Wasser müssen mitgeschleppt werden [Musik] der einzige Zugang zur Siedlung führt 34:03 durch eine schmale Schlucht der Weg ist beschwerlich und ohne Leitern nicht zu schaffen durch enge Felsspalten von tosenden Sturzbächen über Jahrmillionen 34:17 in den Stein gefräst führt der Pfad steil nach oben auf 11 Höhe ein einsames 34:30 Plateau umschlossen von Schraffen Wänden ein uneinnehmbares Gelände ideal als Versteck für ein bedrohtes Volk dort gründeten die Flüchtlinge ihr 34:41 neues Zuhause auf einer Fläche von kaum eineinhalb Hektar die 40 m tiefen 34:50 Schluchten rund um schützten ber wie einen Hochsicherheitstrakt typisches Haus verfügte über 80 madr etwa zehn Räume verteilten sich auf zwei 35:03 Geschosse das knapp bemessene Areal machte badas Architekten erfinderisch sie setzten auf Höhe bis zu drei Stockwerke in einzelnen Gebäuden konnten 35:13 die Archäologen feststellen wahrscheinlich waren das zu Beginn einzelstehende Häuser gewesen die in diesen Hanglagen schon terrassiert 35:23 angelegt äh worden sind äh nachher bei der raschen Bevölkerungszunahme jedes Familienmitglied hat neue Familien 35:32 gegründet aber hier in Baja insbesondere ließ sich ja der Platz nicht erweitern es ist ja alles eingeengt man hat also dann durch Aufsetzen weiterer Stockwerke 35:43 und durch die Verdichtung der Bebauung hier eine Siedlung geschaffen die wo regelrecht das ganze Wegesystem und platzsystem aufgefressen worden ist 35:54 durch den Raumbedarf und 600 Einwohner mussten untergebracht werden schon bald gab es keinen freien Zentimeter 36:03 [Musik] mehr die Innenräume der Häuser waren nur noch über Dachluken zu erreichen vor allem auf den flachen Dächern spielte 36:13 sich das tägliche Leben ab mit der Sesshaftigkeit entwickelten sich auch erste Wirtschaftszweige in Baja blühte schon bald eine einträgliche 36:25 Schmuckindustrie kunstvoll gearbeitete sandsteinringe der Exportschlager der 36:34 Höhensiedlung auf die kleinen präziosen stießen Ausgräber sogar im 200 km entfernten 36:43 Jericho eine fein polierte Schale von zeitloser Schönheit design und Ausführung in der Steinbearbeitung glänzten die Handwerker von Baja als 36:55 wahre Meister eine münzgroße Perlmut Rosette entdeckt in einem Grab unter dem Kopf eines 37:05 Neugeborenen Modeaccessoires und Knöpfe das Kurzwaren Sortiment der Jungsteinzeit vor über 9000 37:14 Jahren Handwerkszeug für die Textilverarbeitung selbst die Nähnadel war damals schon erfunden 37:24 [Musik] schimmernde Stücke aus permut der Wunsch sich mit edlem Geschmeide zu schmücken ist so alt wie die 37:36 Menschheit wenn wir Konsumgüter haben wie hier z.B die Herstellung der Steinringe in BA dann werden Werte geschaffen die einen 37:48 die im sozialen Austausch ein Tauschwert haben sie helfen auch soziale Unterschiede zu definieren wer kann sich solche Güter leisten wer stellt sie 38:02 her repräsentative Gebäude fehlen in Bada daraus schließen Wissenschaftler das Leben im Dorf regelten gleichberechtigte Familienclans einen 38:13 gekrönten Herrscher kannten sie nicht allenfalls einen gewählten Häuptling die Verpflegung der 600 Einwohner forderte höchsten Einsatz die 38:25 Felder und weidenlen unten der flachen Ebene das Hauptproblem aber war die Wasserversorgung auf dem Plateau gab es keine zugänglichen 38:38 Quellen die einzige Chance Regen wenn er im Winter in Strömen vom Himmel fiel konnte das kostbare Nass auf dem trockenharten Boden nicht versickern in 38:50 reißenden Sturzbächen schoss es durch die Schluchten die Einwohner von B so die Einschätzung des Experten haben einfache 39:01 Staudämme errichtet um sich so einen Vorrat für längere Zeit anzulegen eine clevere Idee die sich über Jahrtausende hielt Wassermanagement aller 39:12 jungsteinzeiten an diesen Staustellen und hier sind zwei ideale Staustellen können bis zu 250 kubikmer Wasser gestaut werden wenn man dann noch 39:23 hinzurechnet dass äh sich in den Schottern das Wasser befindet wo man dann weiter nach Wasser nachgraben kann dann 39:33 war die Siedlung hier oben blendend mit Wasser versorgt und heute ist hier alles trocken wenn wir das nachweisen können dann haben wir hier die erste 39:43 Wasserbevorratung der Menschheit festgestellt der Alltag auf dem Plateau war perfekt organisiert und dennoch nach 600 Jahren hörte B unvermittelt auf zu 39:57 existieren wie fast alle Siedlungen in Jordanien und Palästina um 6900 vor Christus dr Gebel vermutet dahinter eine 40:07 Veränderung der klimatischen Verhältnisse die Niederschläge verringerten sich eine unmäßige Abholzung der Wälder sowie Überweidung 40:16 und Monokulturen im Ackerbau zerstörten die Böden fruchtbare Täler wandelten sich in karge 40:25 Wüstenlandschaften die erste von Menschen selbst verursachte Ökokatastrophe etwa zeitgleich mit Bajer wuchs 25 km entfernt basta heran eine 40:38 weitere prähistorische Siedlung der Ort damals im Vergleich zu den umliegenden Dörfern bereits eine imposante 40:49 [Musik] steinzeitmetropole während die Naturburschen des europäischen Kontinents noch naackt durch die 40:58 Landschaft stromerten erweiterten die Stämme im östlichen Mittelmeerraum ihre Siedlungen kontinuierlich megörfer kamen auf in nur wenigen Jahrzehnten wuchs die 41:08 bebaute Fläche um das Siebenfache Bastard zählte mehr als 2000 Köpfe die Fortschritte auf dem Agrarsektor erlaubten die Einlagerung 41:19 von Lebensmitteln in großem Stil in guten Jahren musste niemand mehr hungern dieell von Haushaltswaren aus Ton steckte noch in der 41:30 Experimentierphase Versuche mit einer Mischung aus Lehm Kalk und märgel brachten immerhin brauchbare Erfolge in basta aus dem Schutt geborgen 41:43 das älteste Gefäß der Welt ein Produkt aus vorkeramischer [Musik] 41:51 Zeit die Kunst Keramik zu brennen lernten die Steinzeitler erst um 6000 00 vor 42:01 Christ aus Lehm und Kalk modelliert die berühmten Statuen aus ein gasal Boomtown aus dem neoliikum nahe der heutigen Stadt Aman die ausdruckstarken Figuren 42:14 stumme Zeugen eines einzigartigen Ahnenkultes vor fast 100000 Jahren die Skulpturen wurden in einem eigenen Grab beigesetzt so als wäre ein 42:26 nah Verwandter verstorben nach Ansicht einiger Forscher stellten die Angehörigen die Plastiken zunächst in ihrem Haus auf erst später beerdigten 42:36 Sie die Objekte nach einem festgelegten Ritual die bestattungspraktiken in der frühen Jungsteinzeit sind nicht immer 42:46 einheitlich auch nicht in basta nur ausgewählte Personen erhielten eine aufwendige 42:54 Beerdigung die ausgrbertrups ten etwa 60 Skelette zu Tage einige davon lagen in katakombenartigen Gängen direkt unter 43:07 den Häusern die sterblichen Überreste liefern wertvolle Informationen über die Lebensweise der 43:15 urzeitler in der Anatomie an der Universität Göttingen untersuchen paleopathologen die Knochen von basta das Resüme klingt ernüchternd 43:27 haftigkeit brachte nicht nur Vorteile denn das Dorf als Ballungszentrum war eine Brutstätte für Infektionskrankheiten interessanterweise 43:36 ist die Lebenserwartung bei der Bevölkerung von basta niedrig das heißt wenn wir uns nur die Erwachsenen ansehen wir haben zwei Fälle wo jemand mal älter 43:46 als Ende 50 wurde die meisten sind im jungerwachsenenalter oder auch Kindesalter verstorben das zeigt sich auch z.B am Abrieb der Zähne wenn man 43:59 sich mal hier die Zahnoberflächen ansieht dann sehen sie der Abschliff der durch die harte Nahrung verursacht wurde ist hier relativ geringgradig und das 44:08 eigentlich typisch bei der Bevölkerung von basta und zeigt dass die Leute eben nicht sehr alt 44:14 wurden ein früher Tod der bittere Tribut an die Zivilisation damals begruben die Hinterbliebenen ihre Toten nicht 44:25 außerhalb der Siedlung viel mehr wollten sie ihre Ahnen in unmittelbarer Nähe wissen deshalb betteten die Menschen den 44:35 Leichnam in den Fußboden unter den Schlafplätzen chatal hüü in der heutigen Türkei liefert Hinweise auf einen 44:45 besonderen Totenkult das sogenannte geierheiligtum eine Halle mit grausigen Wandbildern überdimensionale Raubvögel 44:56 stürz auf kopflose Menschenleiber herab Indi dafür dass die Körper der Toten zunächst in freihöfen ausgelegt wurden sofort machten sich die asfresser 45:08 über sie her der Geier im wörtlichen Sinne einen Totenvogel chatal hüik die legendäre Steinzeit City im anatolischen Hochland 45:23 rund 2500 Jahre nach gbekli tippe entwickelte sich der Ort zu einer Stadt mit nahezu 10 000 Einwohnern als Archäologen die 45:34 lehenbauten in den 60er Jahren des 20 Jahrhunderts vom Schutt befreiten staunte die [Musik] 45:42 Fachwelt die luxuriösen Gegenstände sprechen für ein hochentwickeltes künstlerisches 45:51 Knowhow berühmt die ersten Objekte aus Keramik vor Jahren war chalhö das kulturelle Zentrum des Vorderen 46:03 Orients viele der Funde verweisen auf einen ausgeprägten [Musik] Fruchtbarkeitskult so auch die weibliche 46:13 Figur auf dem leopardenthron die Statuette aus tonm nur 20 cm mit großer Wahrscheinlichkeit verkörpert sie eine Muttergöttin oder 46:23 eine Herrscherin als gesichert gilt dass die Frauen schattalhöek über lange Zeit eine dominante Rolle gespielt 46:32 haben eine Reihe von kulträumen und farbige Wandbilder geben Einblick in eine ferne Vergangenheit die imposanten Fresken erzählen von eigenwilligen 46:44 jagdritualen ein über 2 m großer Stier umringt von winzigen Jägern es sieht aus als ob sie um das mächtige Tier herumtanzen 46:57 der Stier als Ausdruck männlicher Potenz sagen die einen seine Hörner als Attribut einer weiblichen Gottheit die anderen wem das Heiligtum mit den 47:06 martialisch wirkenden Installationen letztlich gewidmet war bleibt im Dunkel dem Totenkult von Jericho vergleichbar verkleideten die 47:18 Steinzeitler von schattal höig die Schädel verendeter Rinder mit Lehm nur die Hörner ließen sie frei ter schreien zeigt die beiden 47:28 wichtigsten Gottheiten auffällig drei übereinander gesetzte stierkopfmasken bekrönt vom übergroßen Bildnis eines tierähnlichen Wesens es hält die Beine 47:39 weit gespreizt Archäologen zufolge gebiert die große Mutter der Fruchtbarkeit den stiergott ein fast identisches Relief 47:49 taucht bereits 2500 Jahre zuvor in göbeklitepe auf doch keine göttliche Gebärende so die Interpretation muss dem Naach chattalhüig neu gedeutet werden 48:02 jeder ausgeschaufelte Kubikmeter Erde bringt die Wissenschaftler ein Stück weiter doch noch können sie keine abschließenden Aussagen über die 48:12 tatsächliche Funktion der kreisanlage treffen dem Grabungsleiter fehlen im großen Puzzle vor allem Zeugnisse menschlichen Lebens 48:25 endlich ein Kieferknochen 11000 Jahre lag er tief in der Erde verborgen bringt der unscheinbare Fund den 48:34 Durchbruch Mensch eindeutig Mensch zur Frage nach der Funktion dieses Platzes wage ich eine Vorhersage dass es kein Platz für die Lebenden ist 48:48 sondern ein Platz für die Toten hier fügen sich ein mühelos ein die Monumentalität dieser Anlagen und die Grabhügel Versiegelung dieser Anlagen 48:58 hier fügen sich ein verschiedene Indizien die wir sammeln können während der grabungstätigkeiten Menschenknochen 49:05 tauchen immer wieder auf Skelette wirkliche Gräber fehlen bisher noch aber das werden wir in den zukünftigen Kampagnen sicherlich noch vorfinden wir 49:15 werden hier noch auf die wirklichen Grabanlagen stoßen ein gigantischer Friedhof der Zeit die eigentlich Gräber vermutet 49:27 Klaus Schmidt unter den Fußböden zwischen den Pfeilern um sie zu öffnen müsste er jedoch Teile der kalksteinabdeckung 49:37 zerstören bevor dies geschieht soll die Anlage erst einmal in ihrer gesamtererscheinung freigelegt werden das kann noch Jahrzehnte dauern der 49:47 Zauberberg der Steinzeit der erste megabau von Menschenhand gleichzusetzen mit den berühmten Monumenten der Weltgeschichte mit den steingiganten der 49:57 Pharaonen die erst mehr als 6500 Jahre nach göbeklitppe entstanden oder mit dem biblischen Turm zu Babel am efrad errichtet vor 2600 50:13 Jahren mit den Sagen umwobenen monoliten von Stonehenge die bis heute Rätsel aufgeben und der Tempelanlage von Malta 6000 Jahre jünger als das urzeitliche 50:25 Wunderwerk die kreisanlagen auf dem nabelberg vermutlich ein einzigartiger Kultplatz für die Toten erbaut am Ende der 50:36 Altsteinzeit vor 11000 Jahren ein reiner Tempelkomplex irgendwann zugeschüttet und verlassen ein magischer Ort der alte Theorien 50:48 stürzt der urbau auf Erden war ein Heiligtum und kein Wohnhaus Geister Götter und Schamanen fanden dort ihre erste 51:00 Heimstadt vom Göbekli tppe aus nahm die Entwicklung der Menschen und der Kultur ihren Lauf rund um den 51:10 Globus die Wiege der Zivilisation stand weder in Palästina noch in Mesopotamien sondern in Anatolien [Musik] 51:41 [Musik] ه