Die literarische Erörterung in drei Minuten Bob Blume https://www.youtube.com/watch?v=2zEWK92Oa3I Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wie schreibt man eine gute oder sehr gute literarische Erörterung? In 3 Minuten. 0:09 Einen schönen guten Tag, ihr unfassbar intelligenten Internetmenschen. Beinahe hätte ich das Ganze hier gestartet, 0:15 indem ich gesagt hätte, weiß mich doch bitte nicht darauf hin, dass das Ganze nicht 3 Minuten ist. Das weiß ich, denn 0:22 ich habe ja so eine kleine Einleitung, aber das sage ich nicht. Weist mich sehr gerne darauf hin. Ist gut für den 0:28 Algorithmus. Also eine literarische Erörterung samt möglicherweise Außentext in 3 0:35 Minuten. Gucken wir mal, ob ich das wieder mal hinkrieg. Wenn man eine literarische Erörterung schreibt, sollte 0:41 man im Hinterkopf haben, dass man quasi als Experte auf einer Podiumsdiskussion eingeladen ist. Man ist der Experte über 0:48 das Werk oder die Werke, über die man schreibt und muss sich also damit auseinandersetzen, dass es andere 0:54 Menschen gibt, die eben andere Auffassungen zu dem Werk haben oder eben die gleichen. Diese anderen Auffassungen 1:01 sind quasi die Außentexte. Das erste, was man also tut, wenn es um Einwerk geht, ist, den Außentext so genau zu 1:08 bearbeiten, dass man nicht nur weiß, welche Thesen hier das Wichtigste sind, sondern auch wie diese begründet werden. 1:14 Also die Argumentationsstruktur. Wenn man das gemacht hat, weiß man, wie man seine eigene Erörterung planen kann, 1:20 nämlich abhängig von diesen Thesen, die man dann entweder gut findet, nicht so gut findet oder das eben auch teilweise, 1:28 wie man das Ganze dann aufbaut, das kann man relativ frei entscheiden. Es ist so, dass man eine Hinleitung schreiben kann, 1:35 also quasi ein Aktualitätsbezug oder eine Beschreibung, irgendetwas, was dann hinausläuft zu einer Form von Basissatz. 1:43 Und dann folgt, wenn es denn dann notwendig ist, bitte absprechen, mit dem Lehrer, eine Form von Kontextualisierung 1:49 bzw. Inhaltsangabe, die man im besten Fall möglicherweise schon funktional darauf richtet, was denn im Außentext 1:55 über das Werk gesagt wird. Ab dann kommt das, was man immer so großartig Hauptteil nennt. In diesem Hauptteil 2:02 bespricht man also quasi mit sich selbst die Thesen, die in dem Außentext gegenüber dem Werk erläutert worden 2:10 sind. Mit anderen Worten, der Hauptteil dient dazu zu erklären, warum eine These, eine Behauptung gegenüber dem 2:17 Werk nun der Wahrheit entspricht oder inwiefern diese These eigentlich widerlegt werden müsste. Das Ganze macht 2:25 man am besten, indem man allgemein erklärt, also erklärt, warum gewisse Themen in dem Werk von zentraler 2:33 Bedeutung sind auf der einen Seite oder warum man vielleicht sogar der Auffassung ist, dass ein Thema, das in 2:38 dem Außentext eine Rolle spielt, zwar ähm schon wichtig ist, aber vielleicht auf eine ganz andere Art und Weise. Gut, 2:47 und wenn man das alles gemacht hat, dann kommt man ganz am Ende zu einem Schluss, der dann den Lesenden sagt, warum man am 2:54 Ende der Auffassung ist, dass die Thesen, die im Außentext präsentiert worden sind, nun zutreffen oder nicht. 3:00 Wenn es keinen Außentext gibt, dann ist das Ganze natürlich etwas freier. Mit etwas freier meine ich, dass bei einer 3:07 literarischen Erörterung und einer Erörterungsfrage natürlich dann trotzdem noch darauf geachtet werden muss, dass 3:13 man allgemeine Formulierung macht, trotzdem zum Text geht, an einigen wichtigen Stellen belegt oder sogar 3:18 Zitate bringt und das Ganze dann auf eine höhere Ebene bringt, also Schlussfolgerungen zieht, damit das 3:25 Ganze nicht eine Nacherzählung, sondern wirklich eine Art von Diskussion mit einem Selbst ist. Wie gesagt, wie auf 3:33 dem Podium. Ich habe mich zwischendurch kurz versprochen, das habe ich hier rausgeschnitten. Ich hoffe, dass ich 3:38 trotzdem jetzt genau drauf gelandet bin. Ich hoffe wie immer, dass euch das bei der kurzfristigen 3:44 mentalen Gesundheit vor der Arbeit hilft. Denn einfach nur so helfen, ohne dass ihr was gemacht habt, ist ja 3:51 natürlich immer schwierig. Schreibt es mir gerne in die Kommentare für den Algorithmus, lasst mir ein Abo da und 3:57 verkündet im ganzen Land, dass das hier euer Lieblingsdeutschlehrer YouTube-Kanal ist. Herzlichen Dank und 4:04 denkt wie immer dar dran kritisch bleiben. Bis zum nächsten Mal. Ciao. Eigentlich wollte ich die Welt sehen.