Kapitalismus - Einfach erklärt Wirtschaft - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=2Gm3buxyjhw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Wenn wir über Wirtschaftsordnungen sprechen, dann kommen wir nicht herum, um den Kapitalismus 0:05 Den bösen Kapitalismus, wenn es nach vielen geht. Aber bevor ihr jetzt schon auf eurem Brand neuen IPhone7 den Dislike-Button penetriert 0:11 Lasst uns doch erst einmal über das Thema Kapitalismus sprechen. Es ist wohl klar, dass es dabei viele negative Aspekte aber halt auch positive gibt. 0:19 Fangen wir vorne an Man kann den Kapitalismus in drei Phasen einteilen: 0:29 Den aufkommenden Frühkapitalismus von 15./16. Jahrhundert bis zum Anfang des 18. Dann eine sehr bedeutende Phase des Kapitalismus, dem Hochkapitalismus, zur Zeit der Industriellen 0:41 Revolution. Also während des 18. 0:43 Und 19. Jahrhunderts. Und den Spätkapitalismus Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts. 0:50 Besonders eingehen sollten wir auf den Hochkapitalismus. Hier können wir nämlich den Herrn Karl Marx erwähnen 0:56 Herr Marx sieht, wie in der Zeit der Industriellen Revolution ein paar wenige Menschen das Kapital und damit die Macht haben. 1:03 Die Kapitaleigentümer heißen Kapitalisten und besitzen Geld, Maschinen, Anlagen und Fabriken. 1:09 Auf der anderen Seite gibt es die vielen Arbeiter, die nur ihre Arbeitskraft haben. Vermögensgegenstände besitzen die Arbeiter zu dieser Zeit nicht. 1:17 Sie sind also abhängig von den Kapitalisten, die sie beschäftigen. Für die Kapitalisten ein gutes Geschäft, sie können sich die Abhängigkeit zu Nutze 1:25 machen und ihre Profite ausbauen. Von den erwirtschafteten Gewinnen bekommen die Arbeiter nicht viel ab, 1:30 sie werden ausgebeutet. Karl Marx sieht am Ende prophezeite eine Revolution der Arbeiterklasse, 1:36 nachdem die Schere zwischen den Kapitalisten und den Besitzlosen immer weiter auseinandergeht. Die nachfolgende, höhere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung wäre der Sozialismus. 1:45 Ein System, in dem auch soziale Aspekte eine Rolle spielen und ein Rechtsstaat lenkend in die Wirtschaft eingreift. 1:52 So viel zu der kleinen Geschichtsstunde. Mehr Geschichte gibt es auf unserem TheSimpleHistory Chanel! 1:54 Schaut da nach dem Video gerne mal vorbei ☺ Und jetzt back to the future 1:57 Bei Kapitalismus steckt das Kapital schon im Namen. Und darum geht es hier auch 2:01 Das Kapital, wozu Geld, Maschinen, Anlagen und Fabriken zählen, steht im Mittelpunkt! 2:06 Nach dem Motto: It’s all about the money money, machines, facilities and factories Charakterisiert man den Kapitalismus hat man da als erstes die Eigenschaft, dass die Produktionsmittel 2:13 Privateigentum sind. Alle Sachen, die ich zur Produktion von Gütern benötige, also Arbeits- und Betriebsmittel, 2:19 sind in Privater Hand – gehören nicht dem Staat. Der Markt mit dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage steuert Produktion und Konsum. 2:27 Das kennt ihr. Genau wie das berühmt berüchtigte Streben nach Gewinn und immer weiterem Wachstum 2:32 Und das daran angeknüpfte reicher werden der Kapitalisten, die sich gerne mal etwas gönnen, 2:38 von goldener Uhr bis zur super Jacht, Währenddessen die Arbeiter wenig bis nichts von den Gewinnen abbekommt. 2:43 Das Ganze wird auch als Akkumulation des Kapitals bezeichnet. Dabei geht es um den erwirtschafteten Mehrwert oder Profit und wie dieser verwendet wird. 2:52 In dem Zusammenhang ist es auch möglich, dass sich Kapitalisten zusammentun Und so mit mehr Kapital, mehr Möglichkeiten, wie der Massenproduktion, die kleinen Konkurrenten 3:00 platt machen. Das sind zum Teil Punkte, die wir aus unserer Gegenwart kennen. 3:05 Man muss nicht erst die Wirtschaftszeitung mit den Berichten über die Gewinnzahlen der Dax-Unternehmen aufschlagen, 3:09 um zu wissen, dass sich bei uns fast alles um Gewinn und Wachstum dreht. Allerdings beschreibt der Kapitalismus die heute existierende Wirtschaftsordnung westlicher 3:17 Industriestatten nicht richtig. Der Staat hat die wesentliche Rolle, in den Markt, als Schiedsrichter einzugreifen 3:24 Er soll Monopol- und Kartellbildung unterbinden. Und auch soziale Aspekte sind heutzutage stärker verankert. 3:31 Denkt z.B. nur an unser Sozialsystem. Der Kapitalismus wurde überholt. 3:36 Was aber nicht heißt, dass das grundsätzliche Streben nach Gewinn und Wachstum verloren gegangen ist. 3:41 Es geht immer noch um höher, schneller, weiter. Um das neuste Handy für einen Preis, der in Afrika eine ganze Familie Monate lang ernähren 3:47 könnte, die neue trendy Handtasche, auch wenn es die 10te im Schrank ist, 3:52 oder die neue Zahnpasta aus der Werbung, damit man mein Lächeln schon aus 743 Metern Entfernung sehen kann. 3:58 Der Kapitalismus macht uns zu der Konsumgesellschaft, die wir heute sind. Unsere Ressourcen werden immer schneller verbraucht, 4:05 eigentlich bräuchten wir daher noch mindestens eine Erde dazu. Aber leider können wir unseren Planeten nicht einfach klonen oder per overnight shipping 4:12 bei Amazon bestellen. Zudem ist der Klimawandel nicht mehr zu leugnen, 4:16 außer für diesen einen orangenen Amerikaner, aber das ist ein anderes Thema. Die Meere werden immer wärmer, die Polarkappen schmelzen und Naturkatstrophen nehmen zu. 4:25 Und auch wenn Armut und Hunger auf der Welt in den letzten Jahren zurückgegangen sind, gibt es noch zu viele Menschen, die von dem Wohlstand der Industrieländer träumen können. 4:33 Das sind Dinge, die wir in unserem Alltag nicht oft bemerken, die aber einfach angesprochen werden müssen. 4:39 Wo große Gewinner sind, sind meist viele Verlierer. Den Hunger auf der Welt zu bekämpfen sollte weiterhin oberste Priorität haben 4:45 Auf der anderen Seite treiben Wettbewerb am Markt, Kapitaleinsatz und Gewinnstreben aber auch die Entwicklung voran. 4:52 Ihr seht ja selber, wie sehr Fortschritte, in Technik, Medizin und Wissenschaft gemacht wurden. 4:57 Das sind Aspekte von denen alle Menschen auf der Welt profitieren könnten. Gerade wir die westliche Welt profitiert stark, uns geht es gut. 5:04 Aber auch dem Rest der Welt geht es besser. Die Zahl in Armut lebendender Menschen hat abgenommen 5:09 Genau, wie die Kindersterblichkeit. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist gestiegen. 5:14 Gerade die Öffnung der Märkte in China und Indien hat mit dem rasant einsetzenden Wirtschaftswachstum hat Millionen Menschen aus der Armut befreit. 5:22 In Zukunft sollte man allerdings an einer besseren Vermögensverteilung arbeiten. Denn das reichste Prozent der Weltbevölkerung, also rund 70 Millionen Menschen, besitzen 5:31 mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen und das sind mehr als 7 Milliarden Menschen! 5:35 Die Entwicklung, dass die Reichen immer reicher werden, ist sicher nicht die beste Nachricht. Eine gerechtere Verteilung wäre wünschenswert Es stellt sich die berechtigte Frage, wie 5:44 die Zukunft aussieht. Denn irgendwann ist man an dem Punkt, wo weiteres Wachstum nicht mehr möglich ist. 5:50 Es wird an neuen Absatzmärkten oder Ressourcen fehlen. Die Erde ist ein Paradies - unser Paradies. 5:57 Und das sollte Sie auch noch ein paar Jahrhunderte bleiben.