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Leserbrief schreiben | EINFACH ERKLÄRT
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 34 Zeilen
- Okay, heute knacken wir gemeinsam den Code für den perfekten Leserbrief. Ich zeige euch alle Tipps und Tricks, damit eurer Lehrer oder eure Lehrerin am Ende
- einfach nichts mehr zu meckern hat. Legen wir los. Ja, wie schreibt man denn nun so einen perfekten Leserbrief? Das ist ja die große Frage, die sich viele
- von euch wahrscheinlich stellen. Und ich verspreche euch, am Ende dieser kurzen Zusammenfassung habt ihr eine glassklare Antwort darauf. So, hier ist unser
- Fahrplan für heute. Wir fangen ganz vorne an bei der Vorbereitung. Dann bauen wir das formale Gerüst auf, schauen uns den Einstieg an, also Anrede
- und Einleitung. Danach kommt das Herzstück, der Hauptteil und zum Schluss natürlich der Abschluss mit Fazit und groß. Gut, starten wir mit Abschnitt 1,
- die Vorbereitung. Denn mal ganz ehrlich, ohne einen guten Plan wird das nichts. Erst denken, dann schreiben. Das ist die Devise. Also, was genau ist denn so ein
- Leserbrief eigentlich? Stellt euch den am besten wie eine Art direkte Antwort auf einen Zeitungsartikel vor. Ihr lest etwas und habt dazu eine klare Meinung.
- Genau die teilt er dann mit. Und weil man dabei super lernt, kritisch zu denken und zu argumentieren, ist das so eine beliebte Aufgabe in der Schule.
- Bevor ihr auch nur ein Wort tippt, geht mal diese Checkliste im Kopf durch. Was ist eigentlich meine Meinung? Hat der Autor vielleicht was Wichtiges
- vergessen? Wer ist denn alles von dem Thema betroffen? Und ganz wichtig, was will der Autor uns überhaupt sagen und wie baut er seine Argumente auf? Wenn
- ihr das geklärt habt, habt ihr schon ein super starkes Fundament. Damit kommen wir auch schon zu Abschnitt 2, dem Gerüst, also dem formalen Aufbau. Das
- sind sozusagen die Spielregeln, an denen ihr einfach nicht vorbeikommt. Jeder Leserbrief hat eine ganz feste Struktur sowie ein Skelett. Und diese fünf Teile
- hier, die sind das Rückrad. Die Reihenfolge ist absolut fix und nicht verhandelbar. Schauen wir sie uns mal kurz an.
- Ganz ganz oben fangen wir an mit der Kopfzeile. Da gehören drei Dinge rein. Euer voller Name, euer Wohnort, also einfach die Stadt und das Datum von
- heute. Kurz und schmerzlos. Der Betreff ist super super wichtig. Warum? Damit die Redaktion sofort weiß, worauf ihr euch bezieht. Da muss immer drin stehen,
- der Titel vom Originalartikel, wo er erschienen ist, also z.B. der Name der Zeitung und an welchem Datum. So ist der Kontext sofort klar. So, jetzt wird's
- ein bisschen kreativer. Wir kommen zu Abschnitt 3, dem Einstieg. Hier bei der Anrede und der Einleitung entscheidet sich, ob die Leute euren Brief überhaupt
- weiterlesen wollen. Bei der Anrede habt ihr in der Regel die Wahl. Wenn ihr den Namen des Autors kennt, könnt ihr ihn direkt ansprechen. Wenn nicht, nimmt ihr
- einfach eine allgemeine Formel wie sehr geehrte Redaktion. Meinte be euch, schaut unbedingt in eure Aufgabenstellung, was da genau gefordert
- ist. Sicher ist sicher. Die Einleitung, das ist euer Köder. Ihr müsst die Leute neugierig machen. Also [räuspern] nehmt noch mal kurz Bezug auf den Artikel,
- haut dann aber auch direkt eure Meinung raus und sagt, aus welcher Perspektive ihr schreibt. Seid ihr z.B. selbst betroffen und vor allem schreibt es so,
- dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Okay, jetzt geht's ans Eingemachte. Wir kommen zum Herzstück eures Lisa Briefs,
- dem Hauptteil. Hier findet die eigentliche die richtige Argumentation statt. Und das hier, das ist der vielleicht wichtigste Punkt überhaupt,
- einfach nur zu schreiben, ich finde den Artikel schlecht, das reicht nicht, das ist zu schwach. Richtig gut wird's, wenn ihr auf die Argumente des Autors
- eingeht, zeigt, dass ihr verstanden habt und erklärt dann, warum ihr anderer Meinung seid oder warum er einen wichtigen Punkt übersehen hat. Eure
- Aufgabe im Hauptteil ist also quasi drei geteilt. Greift die Argumente aus dem Artikel auf, bringt eure eigenen Argumente dafür oder dagegen und wenn es
- passt, bietet vielleicht sogar Lösungsvorschläge an. Und die goldene Regel lautet: Immer sachlich und höflich bleiben, egal wie sehr euch das Thema
- aufregt. Wir sind auf der Zielgeraden. Letzter Abschnitt, der Abschluss. Wie bringen wir die ganze Sache jetzt zu einem runden und vor allem
- wirkungsvollen Ende? Ein perfekter Schluss ist zum Glück einfacher als man oft denkt. Es sind nur drei kleine Schritte. Erstens, fasst euren
- allerwichtigsten Punkt noch mal in einem Satz zusammen. Zweitens, zieht daraus eine klare Schlussfolgerung, euer Fazit und drittens, Unterschrift runter. Das
- war's. Und wie es in der Quelle, die wir uns angesehen haben, so schön heißt, hat man das nun alles geschafft. Unterschreiben und Feierabend machen.
- Das ist doch mal ein motivierendes Schlusswort, oder? Wenn alles steht, könnt ihr wirklich stolz sein. Und jetzt seid ihr dran. Nachdem ihr nun wisst,
- wie der Hase läuft, gibt es irgendein Thema, über das ihr neulich was gelesen habt, wo ihr euch dachtet, boah, da muss ich was zu sagen? Na, dann los. Das ist
- die perfekte Gelegenheit, euer neues Wissen direkt mal auszuprobieren.