Relativer Deckungsbeitrag einfach erklärt | Optimales Produktionsprogramm mit Engpass berechnen BWR Berufskolleg Hückeswagen https://www.youtube.com/watch?v=15pGSSdda5c Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hallo zusammen. Stell dir einen Bäcker vor, der sowohl Brötchen als auch Hochzeitstorten backen kann. Klar, an einer Torte verdient er viel mehr als an 0:09 einem Brötchen. Aber heißt das jetzt, dass der Bäcker automatisch nur noch Hochzeitstorten backen sollte? Natürlich nicht, denn eine Hochzeitstorte braucht 0:19 auch deutlich mehr Zeit. Die Arbeitszeit des Bäckers ist knapp, z.B. nur 10 Stunden am Tag. Und deshalb sollte er sich nicht fragen, womit verdiene ich am 0:29 meisten pro Stück, sondern mit welchem Produkt verdiene ich am meisten pro Stunde, also in meiner knappen Zeit. Schauen wir uns das mal an. Eine Torte 0:38 bringt 150 € und dauert 5 Stunden. Pro Stunde erzielt der Bäcker einen Deckungsbeitrag von 30 €. Ein Brötchen bringt zwar nur 1 € an Deckungsbeitrag, 0:50 aber der Bäcker schafft 60 Stück pro Stunde. Das wären also in der gleichen Zeit 60 € und somit doppelt so viel. Somit wäre es aus seiner Sicht viel 1:00 sinnvoller, seine knappe Zeit für Brötchen einzusetzen und nicht für Torten. Du siehst, einfach nur zu schauen, womit man am meisten pro Stück 1:09 verdient, ist keine gute Strategie. Denn Deckungsbeitrag pro Stück bezeichnet man als absoluten Deckungsbeitrag. Den Deckungsbeitrag pro Stunde oder 1:18 allgemeiner pro Engbassinheit, das kann auch ein bestimmtes Material sein, das die Produktion einschränkt, nennt man relativen Deckungsbeitrag. Beim 1:28 Vorliegen eines Engpasses, hier ist es die Zeit, die eingeschränkt ist, sollte man seine Produktionsentscheidung nicht anhand von 1:35 absoluten, sondern anhand von relativen Deckungsbeiträgen treffen. Schauen wir uns eine typische Aufgabe dazu an. Wir haben drei 1:45 Produkte. die alle auf derselben Fertigungsstraße hergestellt werden. Die Fertigungsstraße hat eine monatliche Kapazität von 600 Stunden. Die 1:54 Herstellung eines Stuhls dauert eine halbe Stunde, die eines Tisches eine Stunde und die eines Schranks 2 Stunden. Wenn wir nur wenige Anfragen haben, 2:02 sagen wir jeweils 100 Stück pro Produkt, dann sehen wir direkt, dass wir keinen Engpass haben, also keine Einschränkung. Es werden insgesamt 350 Stunden 2:12 benötigt. Unsere Kapazität reicht vollkommen aus. Wir brauchen nicht großartig zu überlegen, weil wir die volle Menge von jedem Produkt 2:19 produzieren können. Aber im nächsten Monat läuft eine große Werbeaktion und die Nachfrage steigt stark an. 2:29 Wenn wir alles herstellen würden, bräuchten wir 1300 Stunden und somit weit mehr als die verfügbaren 600 Stunden. Es liegt also 2:38 ein Engpass vor und wir müssen uns entscheiden, was sollen wir in welcher Menge herstellen, um das Meister aus unseren 600 Stunden 2:47 herauszuholen. Und hier kommt der entscheidende Schritt, wie beim Tortenbeispiel nicht der absolute, sondern der relative Deckungsbeitrag, 2:56 also Deckungsbeitrag pro Stunde entscheidet. Dazu teilen wir den absoluten Deckungsbeitrag durch die Zeit, die ein Produkt 3:05 benötigt. Wir sehen, dass wir mit Stühlen den höchsten relativen Deckungsbeitrag erzielen. Es folgen die Tische und anschließend die Schränke. 3:15 Wie gehen wir nun konkret vor? Wir starten immer mit dem Produkt mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag und produzieren davon die maximal mögliche 3:24 Menge. 500 Stühle benötigen 250 Stunden. Somit sind noch 350 Stunden übrig. Danach machen wir mit dem zweitbesten Produkt weiter und 3:38 produzieren ebenfalls so viel wie möglich. Es bleiben nur noch 100 Stunden übrig. Auch hier merkt man den Engpass. Die 100 3:51 Stunden reichen bei weitem nicht aus, um die komplette Menge an Schränken herzustellen. Wenn wir 100 Stunden übrig haben und jeder Schrank 2 Stunden 4:04 Fertigungszeit benötigt, dann schaffen wir in diesen 100 Stunden 100 dur 250 Schränke 4:19 herzustellen. Daraus ergibt sich unser optimales Produktionsprogramm. optimal deshalb, weil wir mit diesen Mengen den höchstmöglichen Deckungsbeitrag aus 4:28 unserer verfügbaren Engpassinheit herausholen. Wenn wir stattdessen nach dem absoluten Deckungsbeitrag entschieden hätten und einfach 300 4:36 Schränke produziert hätten, dann sehen wir sofort, das Ergebnis wird viel schlechter. Und bei gleichbleibenden Fixkosten würden wir nicht nur den 4:43 höchsten Deckungsbeitrag, sondern auch den höchsten Gewinn erzielen. Für mehr Übung findest du eine weitere Aufgabe mit Lösung in der 4:54 Videobeschreibung. Wünsche dir noch viel Spaß beim Lernen und bis dann.