Soziale Marktwirtschaft: Die Jahrhundert-Idee? MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=0mW0uB540lo Transkript (automatisch erstellt) 0:00 In diesem Video erkläre ich euch einen ganz wichtigen Begriff eine 0:03 Sache, die unser Land bis heute prägt. 0:05 Die soziale Marktwirtschaft. Wer sie erfunden hat, welche 0:09 Vorteile sie bietet und ob sie heute noch gültig ist. 0:16 Also worum geht es? Ja, um die Wirtschaft und den Markt. 0:20 Menschen stellen Dinge her und wollen Dinge haben. 0:23 Sie tauschen untereinander oder kaufen Dinge auf dem Markt. 0:27 Eine Wirtschaft braucht aber eine Ordnung. 0:30 Regeln, nach denen alles funktioniert. 0:33 Eine wesentliche Sache bei dem Markt ist der Wettbewerb. 0:36 Unternehmen stellen Produkte her und verkaufen sie an die Verbraucher. 0:40 Wenn zwei Unternehmen das gleiche Produkt verkaufen, dann hat 0:43 natürlich jedes das Ziel, mehr zu verkaufen als andere. 0:47 Wie geht das? Entweder die Produkte sind besser 0:50 und besitzen eine höhere Qualität. Oder aber die Produkte sind billiger 0:53 und haben einen niedrigeren Preis. Konkurrenz belebt das Geschäft, und 0:58 davon profitiert der Verbraucher. Es wäre natürlich einfach, wenn sich 1:02 Unternehmen darauf einigen, dass sie den gleichen Preis für ihre Produkte 1:05 festlegen. Dann kassieren beide. 1:08 Der Wettbewerb wäre also unterbunden zum Nachteil der Verbraucher, die 1:12 jetzt mehr zahlen müssen, aber keine bessere Qualität bekommen. 1:16 Eine Regel lautet also Man darf sich nicht absprechen. 1:20 Man darf keine Kartelle bilden. Wer macht diese Regeln und wer 1:23 kontrolliert, ob sie eingehalten werden? 1:26 Der Staat. Schön und gut, dass es solche Regeln 1:29 gibt, aber trotzdem ist der freie Markt eine harte Angelegenheit. 1:33 Hier wird konkurriert, und es geht nicht zimperlich zu. 1:36 Denn auf dem Markt werden nicht nur Waren gehandelt, auch Arbeitnehmer 1:39 bieten etwas an. Keine Waren, sondern ihre 1:42 Arbeitskraft gibt es viele offene Arbeitsstellen und wenige 1:45 Bewerber. Kann eine Bewerberin zum Beispiel 1:49 mehr Geld verlangen? Es ist umgekehrt, und viele Leute 1:52 bewerben sich auf einer Stelle ist das Unternehmen im Vorteil? 1:55 Wettbewerb bedeutet, dass die, die sich mehr anstrengen, die besser 1:59 sind, die auch mehr verkaufen und sich mehr leisten können. 2:03 Und weil es jeder besser haben will, strengt sich jeder an. 2:06 Und im Endeffekt haben alle was davon. 2:09 Der freie Markt ist effektiv, er bringt Ergebnisse zustande, 2:13 aber er ist kein Ponyhof. Die Stärkeren setzen sich durch, 2:18 knallhart. Damit es gerecht zugeht, könnte 2:21 jetzt der Staat eingreifen Preise oder Löhne 2:25 und Gehälter. Der Staat bestimmt, was hergestellt 2:27 wird, welche Dienstleistungen erbracht werden dürfen. 2:30 Jeder bekommt das Gleiche und gleich viel. 2:34 Das ist das Konzept der Planwirtschaft Das gesamte 2:37 wirtschaftliche Geschehen wird von einer zentralen Stelle geplant und 2:40 gelenkt. Nach politischen Vorgaben 2:43 Die einzelnen Menschen oder Unternehmen haben keine oder nur 2:47 ganz geringe Entscheidungsspielräume. Der Wettbewerb ist ausgeschaltet. 2:51 Es bringt auch nichts, sich zu engagieren, ein Produkt besser zu 2:54 machen, denn die Preise sind ja vorgegeben. 2:57 Es ist außerdem geregelt, wie viel wovon hergestellt werden darf. 3:02 Die Menschen müssen nicht untereinander konkurrieren. 3:04 Jeder bekommt gleich viel oder wenig, denn wenn man nichts davon 3:09 hat, dass man sich anstrengt, wenn der Wettbewerb ausgeschaltet ist, 3:12 dann strengt sich auch niemand an. Die Planwirtschaft ist der freien 3:17 Marktwirtschaft als Ordnungssystem unterlegen. 3:20 Das hat die Geschichte ganz klar gezeigt. 3:23 Aber der freie Markt ist halt auch nur so richtig super für die, die 3:27 mithalten können. Und da kommt jetzt die soziale 3:31 Marktwirtschaft ins Spiel. Die soziale Marktwirtschaft setzt 3:34 auf den Markt, auf Angebot und Nachfrage, also auf Wettbewerb. 3:38 Die Preise entstehen frei. Was und wie viel produziert wird, 3:42 hängt davon ab, was die Menschen kaufen wollen. 3:45 Die Produktionsmittel sind Privateigentum, die Fabrik 3:48 gehört ja irgendjemandem und die Fabrikbesitzer. 3:51 Oder der Unternehmensgründer will natürlich, dass sich sein Besitz 3:53 natürlich, dass sich sein Besitz vermehrt und nicht schrumpft. 3:55 vermehrt und nicht schrumpft. Aber im Grundgesetz steht in Artikel 3:57 Aber im Grundgesetz steht in Artikel 14 Eigentum 3:59 14 Eigentum verpflichtet. 4:01 verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem 4:02 Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. 4:04 Wohle der Allgemeinheit dienen. Da haben wir den entscheidenden 4:06 Da haben wir den entscheidenden Begriff das Allgemeinwohl. 4:07 Begriff das Allgemeinwohl. Auf dem freien Markt sind alle 4:10 Auf dem freien Markt sind alle Teilnehmer frei. 4:12 Teilnehmer frei. In der sozialen Marktwirtschaft wird 4:13 In der sozialen Marktwirtschaft wird diese Freiheit eingeschränkt. 4:15 diese Freiheit eingeschränkt. Aber nur soweit, dass die 4:17 Aber nur soweit, dass die Schwächeren nicht unter die Räder 4:18 Schwächeren nicht unter die Räder kommen. 4:20 kommen. Sie werden vom Staat geschützt. 4:21 Sie werden vom Staat geschützt. Zum Beispiel durch Regeln zum 4:24 Zum Beispiel durch Regeln zum Kündigungsschutz. 4:25 Kündigungsschutz. Eine Firma kann Leute nicht einfach 4:27 Eine Firma kann Leute nicht einfach so entlassen. 4:28 so entlassen. In der freien Marktwirtschaft stellt 4:30 In der freien Marktwirtschaft stellt der Staat grundlegende Spielregeln 4:31 der Staat grundlegende Spielregeln auf, hält sich ansonsten aber aus 4:33 auf, hält sich ansonsten aber aus der Wirtschaft raus. 4:35 der Wirtschaft raus. In der sozialen Marktwirtschaft 4:36 In der sozialen Marktwirtschaft greift der Staat zum Nutzen des 4:38 greift der Staat zum Nutzen des Allgemeinwohls ein. 4:40 Allgemeinwohls ein. Er soll gerecht zugehen. 4:41 Er soll gerecht zugehen. Deshalb nimmt der Staat denen, die 4:43 Deshalb nimmt der Staat denen, die viel verdienen und größeres Vermögen 4:44 viel verdienen und größeres Vermögen haben, mehr weg als denen, die wenig 4:46 haben, mehr weg als denen, die wenig verdienen. 4:48 verdienen. Dazu gibt es unterschiedliche 4:49 Dazu gibt es unterschiedliche Steuersätze. 4:51 Steuersätze. Der Staat hilft in der sozialen 4:52 Der Staat hilft in der sozialen Marktwirtschaft denjenigen, die 4:53 Marktwirtschaft denjenigen, die bedürftig sind. 4:55 bedürftig sind. Er organisiert eine 4:56 Er organisiert eine Arbeitslosenversicherung, damit man 4:57 Arbeitslosenversicherung, damit man nicht plötzlich ohne alles dasteht, 4:59 nicht plötzlich ohne alles dasteht, wenn man arbeitslos wird. 5:01 wenn man arbeitslos wird. Es gibt eine Krankenversicherung, 5:03 Es gibt eine Krankenversicherung, eine Renten und Pflegeversicherung. 5:04 eine Renten und Pflegeversicherung. Den Bürgern, die wirtschaftlich 5:07 Den Bürgern, die wirtschaftlich schwächer sind, wird geholfen, zum 5:09 schwächer sind, wird geholfen, zum Beispiel mit Wohngeld. 5:11 Beispiel mit Wohngeld. Der Staat hilft aber auch, 5:12 Der Staat hilft aber auch, schwächeren Regionen in 5:14 schwächeren Regionen in einer Region mit hoher 5:16 einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit eine Fabrik 5:17 Arbeitslosigkeit eine Fabrik aufmacht. Er bekommt staatliche 5:18 aufmacht. Er bekommt staatliche Unterstützung. 5:20 Unterstützung. Reiche Bundesländer müssen von ihren 5:21 Reiche Bundesländer müssen von ihren Steuereinnahmen etwas an die ärmeren 5:23 Steuereinnahmen etwas an die ärmeren abgeben. 5:25 abgeben. Einige Wirtschaftsbereiche sind 5:26 Einige Wirtschaftsbereiche sind allein staatlichen Unternehmen 5:27 allein staatlichen Unternehmen vorbehalten. 5:29 vorbehalten. Unternehmen, die Privatleuten 5:30 Unternehmen, die Privatleuten gehören, sondern einer Stadt oder 5:32 gehören, sondern einer Stadt oder der Bundesrepublik, zum Beispiel 5:33 der Bundesrepublik, zum Beispiel Wasser Versorgungsunternehmen. 5:35 Wasser Versorgungsunternehmen. Damit soll die Grundversorgung der 5:37 Damit soll die Grundversorgung der Menschen gesichert werden. 5:39 Menschen gesichert werden. Die soziale Marktwirtschaft ist aus 5:42 Die soziale Marktwirtschaft ist aus drei Gründen sozial. 5:44 drei Gründen sozial. Erstens ist ein System, 5:45 Erstens ist ein System, das durch Wettbewerb Wohlstand 5:47 das durch Wettbewerb Wohlstand schafft, und Verbesserung der 5:49 schafft, und Verbesserung der Qualität. 5:50 Qualität. Zweitens Der Staat sichert die 5:51 Zweitens Der Staat sichert die Schwachen gegen die Härten des 5:53 Schwachen gegen die Härten des Marktes ab. Er sorgt für 5:54 Marktes ab. Er sorgt für Gerechtigkeit im Markt. 5:55 Gerechtigkeit im Markt. Und drittens Der Staat 5:56 Und drittens Der Staat ergreift aktiv Maßnahmen, um die 5:59 ergreift aktiv Maßnahmen, um die Bürger abzusichern und den Wohlstand 6:00 Bürger abzusichern und den Wohlstand gleichmäßiger zu verteilen. 6:03 gleichmäßiger zu verteilen. Die soziale Marktwirtschaft bietet 6:05 Die soziale Marktwirtschaft bietet die Vorteile der freien 6:07 die Vorteile der freien Marktwirtschaft und verhindert die 6:08 Marktwirtschaft und verhindert die schädlichen Wirkungen, die sie haben 6:10 schädlichen Wirkungen, die sie haben kann. 6:12 kann. Für den ersten bundesdeutschen 6:13 Für den ersten bundesdeutschen Wirtschaftsminister sorgt sie für 6:14 Wirtschaftsminister sorgt sie für größtmöglichen Wohlstand und 6:16 größtmöglichen Wohlstand und bestmögliche soziale Absicherung. 6:18 bestmögliche soziale Absicherung. Dabei warnt Ludwig Erhard davor, die 6:20 Dabei warnt Ludwig Erhard davor, die Absicherung zu groß zu machen. 6:22 Absicherung zu groß zu machen. Denn dann könnte der Wettbewerb 6:25 Denn dann könnte der Wettbewerb ausgeschlossen werden. 6:26 ausgeschlossen werden. Leistung, so ist das 6:28 Leistung, so ist das Glaubensbekenntnis, muss sich 6:29 Glaubensbekenntnis, muss sich lohnen. 6:31 lohnen. Viel zum System. 6:32 Viel zum System. Jetzt schauen wir es noch mal kurz 6:34 Jetzt schauen wir es noch mal kurz an, wieviel soziale Marktwirtschaft 6:35 an, wieviel soziale Marktwirtschaft eigentlich entsteht. 6:36 eigentlich entsteht. Erfunden hat den Begriff der 6:38 Erfunden hat den Begriff der Wissenschaftler Alfred Müller. 6:40 Wissenschaftler Alfred Müller. Der CDU-Politiker und 6:42 Der CDU-Politiker und Wirtschaftsminister Ludwig Erhard 6:43 Wirtschaftsminister Ludwig Erhard greift den Begriff auf und spricht 6:45 greift den Begriff auf und spricht im Sommer 1948 erstmals 6:47 im Sommer 1948 erstmals bei einer politischen Veranstaltung 6:49 bei einer politischen Veranstaltung von der künftigen Wirtschaftsordnung 6:51 von der künftigen Wirtschaftsordnung aus einer sozial verpflichteten 6:52 aus einer sozial verpflichteten Marktwirtschaft. 6:55 Marktwirtschaft. Die CDU beschreibt damit ihre 6:56 Die CDU beschreibt damit ihre Wirtschaftspolitik, und auch die 6:57 Wirtschaftspolitik, und auch die anderen Parteien akzeptieren mit der 6:59 anderen Parteien akzeptieren mit der Zeit grundsätzlich diese Politik. 7:00 Zeit grundsätzlich diese Politik. Das große Ziel formuliert Erhard so 7:03 Das große Ziel formuliert Erhard so Wohlstand für alle. 7:06 Wohlstand für alle. Super Slogan oder freier Wettbewerb 7:08 Super Slogan oder freier Wettbewerb auf dem Markt? 7:10 auf dem Markt? Eine relativ gesteuerte 7:11 Eine relativ gesteuerte Einkommens und Vermögensverteilung 7:13 Einkommens und Vermögensverteilung und stabile Finanzen. 7:15 und stabile Finanzen. Geld, das etwas wert ist. 7:16 Geld, das etwas wert ist. Für die Deutschen besonders wichtig. 7:18 Für die Deutschen besonders wichtig. Denn nach den Erfahrungen in 7:20 Denn nach den Erfahrungen in der Weltwirtschaftskrise Ende der 7:22 der Weltwirtschaftskrise Ende der 1990er Jahre haben die 7:23 1990er Jahre haben die Deutschen vor wenig mehr 7:25 Deutschen vor wenig mehr Angst als davor, dass ihr Geld 7:27 Angst als davor, dass ihr Geld seinen Wert durch Inflation 7:29 seinen Wert durch Inflation verlieren kann. 7:31 verlieren kann. Nun kann man eine Wirtschaftsordnung 7:33 Nun kann man eine Wirtschaftsordnung nicht einfach am Schreibtisch 7:34 nicht einfach am Schreibtisch entwickeln, schließlich muss sie in 7:35 entwickeln, schließlich muss sie in der Wirklichkeit ja auch 7:37 der Wirklichkeit ja auch funktionieren. 7:37 funktionieren. Deshalb wird an unserer sozialen 7:39 Deshalb wird an unserer sozialen Marktwirtschaft immer wieder 7:40 Marktwirtschaft immer wieder geschraubt. 7:42 geschraubt. In der ersten wirtschaftlichen Phase 7:43 In der ersten wirtschaftlichen Phase der Bundesrepublik, also zwischen 7:44 der Bundesrepublik, also zwischen den Jahren 1948 7:46 den Jahren 1948 1966, wird die Wirtschaftspolitik 7:48 1966, wird die Wirtschaftspolitik von der sogenannten Ordnungspolitik 7:50 von der sogenannten Ordnungspolitik oder Ordoliberalismus geprägt. 7:52 oder Ordoliberalismus geprägt. Das heißt, der Staat sichert den 7:55 Das heißt, der Staat sichert den rechtlichen Rahmen, indem die 7:56 rechtlichen Rahmen, indem die Wirtschaft sich abspielt. 7:58 Wirtschaft sich abspielt. Zunächst ist die Freiheit sehr groß. 7:59 Zunächst ist die Freiheit sehr groß. Es gelten wenige grundlegende Regeln 8:01 Es gelten wenige grundlegende Regeln der Zeit. Aber werden immer mehr 8:04 der Zeit. Aber werden immer mehr Regeln gemacht. 8:06 Regeln gemacht. Weil das Wirtschaftswunder dafür 8:07 Weil das Wirtschaftswunder dafür sorgt, dass es aufwärts geht, will 8:08 sorgt, dass es aufwärts geht, will auch der Staat über die Steuern 8:10 auch der Staat über die Steuern profitieren. 8:12 profitieren. Als der Aufschwung zu schwächeln 8:13 Als der Aufschwung zu schwächeln beginnt, wird natürlich in der 8:14 beginnt, wird natürlich in der Bundeshauptstadt Bonn darüber 8:16 Bundeshauptstadt Bonn darüber diskutiert, wie man die Wirtschaft 8:17 diskutiert, wie man die Wirtschaft wieder flott kriegt. 8:19 wieder flott kriegt. In der Politik gibt es mittlerweile 8:20 In der Politik gibt es mittlerweile einen Wechsel. 8:21 einen Wechsel. Die SPD kommt 1966 8:23 Die SPD kommt 1966 in die Regierung und stellt ab 8:24 in die Regierung und stellt ab dem Jahr 1969 sogar den 8:26 dem Jahr 1969 sogar den Bundeskanzler. 8:28 Bundeskanzler. Die SPD hat sich zwar schon länger 8:29 Die SPD hat sich zwar schon länger zur Marktwirtschaft bekannt, aber 8:31 zur Marktwirtschaft bekannt, aber sie tritt dafür ein, daß der Staat 8:33 sie tritt dafür ein, daß der Staat stärker, regulierend und helfend 8:35 stärker, regulierend und helfend in die Wirtschaft eingreift, als 8:37 in die Wirtschaft eingreift, als das bisher der Fall gewesen ist. 8:39 das bisher der Fall gewesen ist. Zum einen betreibt man nun 8:41 Zum einen betreibt man nun Konjunkturpolitik, das heißt 8:43 Konjunkturpolitik, das heißt die sich abwechselnden Phasen der 8:45 die sich abwechselnden Phasen der Wirtschaft, das Auf und Ab des 8:47 Wirtschaft, das Auf und Ab des Wachstums, das Schwanken der 8:49 Wachstums, das Schwanken der Konjunktur steht aber im 8:50 Konjunktur steht aber im Mittelpunkt, und wenn es 8:51 Mittelpunkt, und wenn es wirtschaftlich bergab geht, dann 8:53 wirtschaftlich bergab geht, dann werden Leute entlassen. 8:54 werden Leute entlassen. Es werden Gehälter gekürzt. 8:55 Es werden Gehälter gekürzt. Das bedeutet wiederum, daß weniger 8:58 Das bedeutet wiederum, daß weniger gekauft wird und somit auch 9:00 gekauft wird und somit auch weniger hergestellt wird. 9:01 weniger hergestellt wird. Und deshalb werden wiederum Leute 9:03 Und deshalb werden wiederum Leute entlassen und so weiter. 9:05 entlassen und so weiter. Damit sich die gesamte Wirtschaft 9:07 Damit sich die gesamte Wirtschaft also nicht immer weiter in die Krise 9:08 also nicht immer weiter in die Krise hinein reitet, hilft der Staat. 9:10 hinein reitet, hilft der Staat. Er kann zum Beispiel Steuern senken. 9:12 Er kann zum Beispiel Steuern senken. Dann bleibt den Leuten von ihrem 9:14 Dann bleibt den Leuten von ihrem niedrigeren Gehalt immerhin mehr im 9:15 niedrigeren Gehalt immerhin mehr im Geldbeutel. 9:17 Geldbeutel. Oder der Staat legt 9:18 Oder der Staat legt Konjunkturprogramme auf, baut 9:19 Konjunkturprogramme auf, baut Straßen und Kraftwerke, 9:21 Straßen und Kraftwerke, damit Menschen in Arbeit kommen. 9:23 damit Menschen in Arbeit kommen. Oder es werden die Sozialleistungen 9:25 Oder es werden die Sozialleistungen erhöht. 9:27 erhöht. So bekommen die Menschen mehr Geld. 9:28 So bekommen die Menschen mehr Geld. Seit der Wiedervereinigung wurden 9:31 Seit der Wiedervereinigung wurden viele Ideen aus Amerika und 9:32 viele Ideen aus Amerika und Großbritannien in die Wirtschaft 9:34 Großbritannien in die Wirtschaft eingeführt. 9:35 eingeführt. Stichworte sind Privatisierung 9:36 Stichworte sind Privatisierung und Deregulierung. 9:39 und Deregulierung. Deregulierung heißt, daß der Staat 9:41 Deregulierung heißt, daß der Staat sich mehr aus der Wirtschaft 9:42 sich mehr aus der Wirtschaft zurückzieht, mehr freie 9:44 zurückzieht, mehr freie Marktwirtschaft und weniger soziale 9:46 Marktwirtschaft und weniger soziale Marktwirtschaft. 9:48 Marktwirtschaft. Mittlerweile, seit der Finanzkrise 9:49 Mittlerweile, seit der Finanzkrise von 2007 und den damit verbundenen 9:51 von 2007 und den damit verbundenen Krisen, werden die Weichen wieder 9:53 Krisen, werden die Weichen wieder mehr in Richtung soziale 9:54 mehr in Richtung soziale Marktwirtschaft gestellt. 9:56 Marktwirtschaft gestellt. Der Grundgedanke, dass ein 9:57 Der Grundgedanke, dass ein geordneter Wettbewerb die beste 9:59 geordneter Wettbewerb die beste Wirtschaftsordnung ist, setzt sich 10:00 Wirtschaftsordnung ist, setzt sich heute in der ganzen Europäischen 10:02 heute in der ganzen Europäischen Union durch. 10:04 Union durch. Da will ich natürlich mal wissen Was 10:06 Da will ich natürlich mal wissen Was denkt ihr denn über die soziale 10:07 denkt ihr denn über die soziale Marktwirtschaft? 10:08 Marktwirtschaft? Oder geht es euch bei uns zu 10:09 Oder geht es euch bei uns zu ungerecht zu? 10:11 ungerecht zu? Sagt ihr, da muss was passieren. 10:12 Sagt ihr, da muss was passieren. Wir brauchen ein völlig neues 10:14 Wir brauchen ein völlig neues Wirtschaftssystem. 10:15 Wirtschaftssystem. Wie könnte das aussehen? 10:16 Wie könnte das aussehen? Gerne unten in die Kommentare. 10:18 Gerne unten in die Kommentare. Lasst uns ein bisschen darüber diskutieren. 10:19 Lasst uns ein bisschen darüber diskutieren. Wenn ihr Fragen zu diesem oder 10:20 Wenn ihr Fragen zu diesem oder anderen Thema habt, dann natürlich 10:21 anderen Thema habt, dann natürlich auch gerne ab damit in die 10:22 auch gerne ab damit in die Kommentare weitere Videos 10:24 Kommentare weitere Videos hier auf den Kanal und ihr schaut 10:26 hier auf den Kanal und ihr schaut euch um, abonnierte den Kanal, wenn 10:28 euch um, abonnierte den Kanal, wenn euch die Videos gefallen, mir ein 10:29 euch die Videos gefallen, mir ein bisschen weiterhelfen. 10:31 bisschen weiterhelfen. Danke euch auf jeden Fall dafür. 10:32 Danke euch auf jeden Fall dafür. Danke fürs Zuschauen. 10:34 Danke fürs Zuschauen. Bis zum nächsten. 10:35 Bis zum nächsten.