Grundlagen der Netzwerktechnik wie TCP und IP erklaerung-und-mehr https://www.youtube.com/watch?v=-GrX-PweNXw Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Hey Leute und herzlich willkommen. Mal ehrlich, ihr klickt auf ein YouTube Video, schickt eine Nachricht in eurer Chatgruppe und zack, es ist einfach da. 0:08 Aber was genau passiert eigentlich dazwischen? Heute nehmen wir euch mit auf genau diese Reise, die eure Daten in Sekundenbruchteilen zurücklegen. Also, 0:17 habt ihr euch jemals gefragt, was da wirklich abgeht in dem winzigen Moment, indem ihr auf Play drückt, einen Link antippt oder im Game schnell eine 0:25 Nachricht raushaut? Ich kann euch eins sagen, das ist keine Zauberei. Nee, das ist eine echte epische Reise, die eure Daten dahinlegen. Also schnallt euch an. 0:35 Wir verfolgen jetzt mal die Spur von so einem einzigen kleinen Klick. Okay, legen wir los. Also, das Wichtigste zuerst: Jede Reise, egal wohin, braucht 0:46 eine Adresse, ein Ziel. Und klar, im riesigen weltweiten Internet ist das ganz genauso. Wisst ihr, jedes einzelne Gerät, das mit dem Internet verbunden 0:56 ist, euer Handy, die Konsole, der PC, einfach alles, hat eine absolut einmalige Adresse und die nennt man IP-Adresse. Das könnt ihr euch 1:04 vorstellen wie eine Hausnummer, ganz einfach. Ohne die wüsst ihr ja niemand, wohin die Daten überhaupt sollen. Oder um es mal anders zu sagen, für alle 1:13 Zocker unter euch, stellt's euch vor wie euren Gamer Tag. Der ist ja auch einzigartig, oder? Der sorgt dafür, dass die Einladung zum Match auch wirklich 1:21 bei euch ankommt und nicht bei irgendwem anders auf der Welt. Jetzt müsst ihr wissen, früher da gab es die Version IP4. 1:29 Stellt euch vor, die hatte genug Adressen für, sagen wir, eine große Stadt. Hat damals auch gereicht. Tja, aber heute, heute ist ja alles online. 1:39 Eure Smartwatch, vielleicht sogar der Kühlschrank, da sind die alten Adressen einfach ausgegangen, kein Platz mehr. Und deshalb, genau deshalb gibt's jetzt 1:48 IPv6. Das ist die neue Version und damit haben wir so viele Adressen genug für die ganze Galaxie. Ernsthaft, Problem also gelöst. Alright, die Adresse hätten 1:59 wir also, aber wie findet euer Computer jetzt den Weg zu dieser Adresse? Tja, dafür gibt's quasi ein Navi, ein GPS fürs Internet. Und dieses Navi, das ist 2:10 das DNS, das Domain Name System. Stellt euch das vor wie ein gigantisches vollautomatisches Telefonbuch, denn wir Menschen, wir merken uns ja Namen, ne? 2:20 Sowas wie beispiel.de. Aber Computer, die arbeiten mit Zahlen eben mit der IP-Adresse. Und das DNS ist im Grunde nichts anderes als der Übersetzer, der 2:30 aus dem Namen die richtige Nummer macht. Das läuft dann so ab. Ihr tippt eine Website ein, euer Computer fragt dann im Grunde den DNS Server: "Hey du, welche 2:39 Nummer hat den beispiels?de?" Der Server schlägt dann blitzschnell in diesem riesigen Verzeichnis nach, findet die passende IP-Adresse und schickt sie 2:46 zurück und zack, die Verbindung steht. Das Ganze passiert in einem Wimpernschlag, das merkt ihr gar nicht. Okay, check. Wir haben eine Adresse, wir 2:55 haben den Weg. Aber wie genau kommen eure Daten jetzt rüber? Und jetzt kommt die Überraschung. Die reisen gar nicht als ein großes Stück. Stattdessen werden 3:05 sie in ganz viele winzige Teile zerlegt. Das sind die sogenannten Datenpakete. Jedes dieser Pakete könnt ihr euch wie einen kleinen digitalen Briefumschlag 3:15 vorstellen. Innen drin ist ein winziger Teil eurer Nachricht und außen drauf stehen Absender und Empfänger. Ganz klassisch. Das ist so, als würdet ihr 3:24 eine lange Story nicht in einer einzigen Riesennachricht verschicken, sondern in lauter kurzen kleinen Text schnipseln. Warum? Das ist viel stabiler und das 3:33 Leute ist der Grund, warum bei einem kurzen Lag im Game nicht sofort die ganze Verbindung weg ist. Es muss dann nur dieses eine kleine verlorene Paketne 3:41 geschickt werden, nicht gleich die ganze Runde. Ziemlich smart, oder? Aber wer sagt diesen ganzen Päckchen jetzt, wo sie lang müssen? Das sind die Router. 3:50 Die sind quasi die Verkehrspolizisten im Internet. Jeder Router, an jeder Kreuzung schaut sich die Zieladresse auf dem Paket an und sagt: "Ah, du musst 3:59 dahin. Okay, für dich geht's da lang." und schubst es in die richtige Richtung zur nächsten Station. Okay, fassen wir kurz zusammen. Wir haben Adressen, einen 4:08 Weg und lauter kleine Pakete. Aber hey, bei dieser wilden Reise quer durchs Netz, wer passt eigentlich auf, dass da nichts verloren geht oder kaputt 4:16 ankommt? Tja, auch dafür gibt's einen Chef und dieser Chefkontrolleur heißt TCP, das Transmission Control Protocol. Stellt euch TCP vor wie einen echt 4:28 strengen, aber super fairen Teamcaptain. Der hat nur eine einzige Mission. Sicherstellen, dass jedes einzelne Paket ankommt und zwar vollständig und ohne 4:38 Fehler. Wisst ihr, was TCP im Prinzip macht? Es ist wie die Lesebestätigung bei WhatsApp, diese zwei blauen Haken. Für jedes Paket, das heil ankommt, 4:47 schickt der Empfänger einen "Alles klar, hab's bekommen" zurück. Wenn diese Bestätigung aber ausbleibt, weiß der Absender sofort: "Ups, da ist eins 4:55 verloren gegangen. Ich schick es direkt noch mal raus." Und genau das ist übrigens der Grund, warum ein Video manchmal kurz puffert 5:01 oder lädt. In dem Moment wartet es auf ein verlorenes Paket, das TCP gerade neu anfordert. Ziemlich clever, was? Aber bevor auch nur ein einziges Datenpaket 5:10 losgeschickt wird, macht TCP was ganz Wichtiges, den Drewege Handschlag. Das ist im Grunde eine kurze höfliche Begrüßung. Der Sender fragt: "Hey, bist 5:19 du da?" Der Empfänger antwortet: "Jo, bin hier und start klar." Und der Sender bestätigt, perfekt, die Daten sind unterwegs. Erst dann, wenn die Leitung 5:27 quasi offiziell steht, geht's los. Und um sicher zu gehen, dass die Pakete auf ihrer Reise nicht irgendwie, na ja, beschädigt werden, gibt's noch einen 5:36 Trick. Die Prüfsumme. Das ist quasi eine kleine Rechenaufgabe. Der Absender rechnet aus dem Inhalt vom Paket eine Zahl aus und schreibt die mit drauf. Der 5:45 Empfänger rechnet dann noch mal nach. Wenn eine andere Zahl rauskommt, weiß er, ah, das Paket ist kaputt. Dann wird's einfach weggeschmissen und neu 5:53 angefordert. Simpel, aber effektiv. So, und wenn das Paket dann endlich da ist, heil vollständig, bleibt eine letzte Frage. Wohin jetzt genau auf dem 6:03 Computer? Stellt euch das so vor, die IP-Adresse ist die Hausnummer, aber in dem Haus gibt's ja viele Zimmer oder Wohnungen. Und die Ports, das sind die 6:12 Türen zu den einzelnen Apps. Die Portnummer sagt dem Paket also, du gehörst zu YouTube, also klopf an dieser Tür oder du bist für TikTok, also geh 6:21 bitte da. Puh. Okay, jetzt haben wir die ganze Reise von A nach B mal nachverfolgt. Aber wie geht's weiter? Wie sieht die Zukunft dieser ganzen 6:30 Sache aus? Denn eins ist klar, die Technik bleibt ja nicht stehen. Also, es wird schon an neuen Protokollen wie Quick gebastelt, die das alles noch mal 6:38 einen Ticken schneller machen sollen. Dann das große Thema Internet der Dinge, also wenn wirklich alles vom Kühlschrank bis zur Laufuhr ständig online ist. Das 6:46 bedeutet, die Datenautobahn wird noch viel viel voller und logisch, das Thema Sicherheit wird immer krasser. Man muss die Pakete auf ihrer Reise ja immer 6:55 besser von neugierigen Blicken schützen. Was ihr euch also mitnehmen sollt, ist eigentlich ganz einfach. Das Grundprinzip, also das mit den Adressen 7:02 und den kleinen Paketen, das wird bleiben, aber die Reise selbst, die wird in Zukunft einfach nur noch schneller, voller und na ja, noch ein bisschen 7:11 wilder. Und das wirft zum Schluss noch eine echt spannende Frage auf. Oder stellt euch mal vor, euer Kühlschrank fängt an mit eurer Smartwatch zu 7:19 quatschen. Welche neuen Regeln brauchen deren Datenpakete dann eigentlich für ihre Reise? Denk mal drüber nach. Wir sehen uns beim nächsten Mal. Ciao.