Informatik · Klasse 7–10 · aktualisiert
EVA-Prinzip einfach erklärt: Eingabe bis Ausgabe
Du lernst, wie Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe zusammenhängen, ordnest Geräte richtig ein und verstehst, warum ein Gerät zwei Rollen haben kann.
0 von 11 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
EVA steht für Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Das sind die drei Schritte, in dieser Reihenfolge, in der Daten verarbeitet werden. Manche Geräte, zum Beispiel ein Touchscreen, sind Eingabe- und Ausgabegerät zugleich.
Du tippst auf dein Handy, es rechnet kurz und zeigt dir etwas an. Dahinter steckt immer dasselbe Muster aus drei Schritten. Wenn du es kennst, kannst du Geräte und Vorgänge schnell einordnen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
EVA ist eine Abkürzung. Sie kommt von den ersten Buchstaben der Wörter Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe. Das EVA-Prinzip ist ein Grundprinzip der Datenverarbeitung. Die drei Wörter geben die Reihenfolge an, in der Daten verarbeitet werden: erst Eingabe, dann Verarbeitung, dann Ausgabe. Auf Englisch heißt das Prinzip IPO model (Input–Process–Output).
Eingaben sind Signale oder Daten, die ein System empfängt. Ausgaben werden vom System gesendet. Bei der Verarbeitung passiert etwas mit den Daten, zum Beispiel wird eine Berechnung durchgeführt.
Das Prinzip ist aus der Sicht der verarbeitenden Einheit zu sehen. Diese Einheit kann auch ein Mensch sein. Deshalb gilt das Prinzip nicht nur für Maschinen. In einem Zyklus werden zuerst alle Eingaben erfasst, dann wird verarbeitet, zuletzt werden die Ergebnisse ausgegeben. Danach beginnt der Zyklus von vorne.
Definition
EVA-Prinzip
Das EVA-Prinzip beschreibt die Reihenfolge Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe. Es ist ein Grundprinzip der Datenverarbeitung.
Beispiel: Ein Mensch als verarbeitende Einheit (ausgedachtes Beispiel)
- 1Eingabe: Du liest auf einem Zettel die Aufgabe 12 − 5.
- 2Verarbeitung: Du rechnest die Aufgabe im Kopf.
- 3Ausgabe: Du sagst laut: „7“.
Teste dich
Eingabegeräte sind Geräte, über die einem Computer Informationen zugeführt werden können. Dazu zählen zum Beispiel Tastaturen, Mäuse, Scanner und Mikrofone. Ein Grafiktablett ist ein Eingabegerät zum Zeichnen am Bildschirm.
Ausgabegeräte machen das Ergebnis einer Operation oder eines Programms der Außenwelt zugänglich. Der Bildschirm und der Beamer zeigen flüchtig sichtbare Ausgabe. Drucker und Plotter erzeugen permanente sichtbare Ausgabe. Lautsprecher und Headset geben hörbare Ausgabe, eine Braillezeile gibt fühlbare Ausgabe.
Auch Vorgänge kannst du einordnen. Eine Eingabe können Dateien von einem Datenträger sein. Eine Ausgabe kann das Abspeichern auf einen Datenträger sein. Bei Maschinen mit Messfühlern können Sensoren (zum Beispiel für Temperatur, Drehzahl oder Druck) die Eingabe sein. Leistungsregler und Ventilsteuerungen wären dann die Ausgabe.
| Rolle | Beispiele | Art |
|---|---|---|
| Eingabegerät | Tastatur, Maus | Informationen an den Computer |
| Eingabegerät | Scanner, Mikrofon | Informationen an den Computer |
| Ausgabegerät | Bildschirm, Beamer | flüchtig sichtbar |
| Ausgabegerät | Drucker, Plotter | permanent sichtbar |
| Ausgabegerät | Lautsprecher, Headset | hörbar |
| Ausgabegerät | Braillezeile | fühlbar |
Beispiel: Messfühler an einer Maschine (ausgedachtes Beispiel)
- 1Ein Temperatursensor meldet der Maschine einen Wert: Eingabe.
- 2Die Maschine vergleicht den Wert mit einem Ziel: Verarbeitung.
- 3Eine Ventilsteuerung öffnet ein Ventil: Ausgabe.
Teste dich
Ob etwas Eingabe oder Ausgabe ist, hängt davon ab, was das Gerät gerade tut. Ein Touchscreen ist ein kombiniertes Ein- und Ausgabegerät. Du berührst Teile eines Bildes, und so steuerst du den Programmablauf direkt. Wenn du mit dem Finger oder einem Stift tippst, kann der Computer die Koordinaten des Berührungspunktes ermitteln. Das ist Eingabe. Derselbe Bildschirm zeigt dir das Bild. Das ist Ausgabe. Bei Smartphones sind Eingabe (Touchscreen) und Ausgabe (derselbe Bildschirm) nicht klar getrennt.
Auch ein Drucker mit Scan-Funktion lässt sich als Multifunktionsgerät bezeichnen. Multifunktionsgeräte kann man als eine Art der Peripheriegeräte zählen. Peripheriegeräte sind Geräte, die der Ein- und Ausgabe von Daten oder Befehlen dienen.
Bei einem Speichermedium kommt es auf die Richtung an: Wenn ein Programm liest, ist das Eingabe. Wenn ein Programm schreibt, ist das Ausgabe. Im EVA(S)-Prinzip gehört der Speicher entgegen der allgemeinen Meinung nicht zur Verarbeitung. Er hat im EVA-Prinzip eine Art Sonderstellung.
Was die Außenwelt ist, hängt von der Betrachtung ab. Aus Sicht des Computers, der Programme ausführt, sind sogar die Programme Eingaben.
Definition
Touchscreen
Ein Touchscreen ist ein kombiniertes Ein- und Ausgabegerät. Durch Berührung von Teilen eines Bildes kann der Programmablauf eines Geräts, meist eines Computers, direkt gesteuert werden.
Beispiel: Ein Smartphone antippen (ausgedachtes Beispiel)
- 1Du tippst auf ein Symbol auf dem Bildschirm: Eingabe über den Touchscreen.
- 2Das Gerät führt das Programm weiter aus: Verarbeitung.
- 3Derselbe Bildschirm zeigt das neue Bild: Ausgabe.
Merke: Ein Gerät kann mehrere Rollen haben. Entscheidend ist, was es im Ablauf gerade tut: Informationen aufnehmen (Eingabe) oder Ergebnisse zeigen (Ausgabe).
Teste dich
Alles auf einen Blick
EVA-Prinzip
EVA
Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe in dieser Reihenfolge
Verarbeitende Einheit
Das kann auch ein Mensch sein
Eingabegeräte
Zum Beispiel Tastatur, Maus, Scanner, Mikrofon
Ausgabegeräte
Zum Beispiel Bildschirm, Beamer, Drucker, Lautsprecher
Mehrere Rollen
Ein Touchscreen ist Ein- und Ausgabegerät zugleich
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Zwei Zahlen addieren (ausgedachtes Beispiel)
- 1Eingabe: Auf der Tastatur tippst du 3 und 4 in ein Rechenprogramm.
- 2Verarbeitung: Das Programm berechnet 3 + 4 = 7.
- 3Ausgabe: Der Bildschirm zeigt die 7.
- 4Weitere Ausgabe: Speichert das Programm die 7 auf einen Datenträger, ist auch das eine Ausgabe.
Fehler finden
Prüfe die Aussagen zum Fahrkartenautomaten (ausgedachtes Beispiel) In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 4Der Fehler: Dem Touchscreen wird nur eine Rolle zugeschrieben. Richtig: Ein Touchscreen ist ein kombiniertes Ein- und Ausgabegerät. Die Berührung ist Eingabe, das Bild ist Ausgabe.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Eine Berechnung ist ein Beispiel für . Ein Lautsprecher ist ein . Tippt dein Finger auf einen Touchscreen, ist das eine .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback