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Englisch · Klasse 8–13 · aktualisiert

Civil Rights Movement: Verlauf, Methoden und Folgen

Verfolge Ursachen, Protestformen und Gesetze der US-Bürgerrechtsbewegung und prüfe, warum rechtliche Gleichheit allein nicht genügte.

0 von 13 Aufgaben gelöst

Civil Rights Movement: Verlauf, Methoden und Folgen

Kurz gesagt

Die Civil Rights Movement kämpfte besonders von 1954 bis 1968 gegen Rassentrennung, Wahlhindernisse und rassistische Diskriminierung in den USA. Gerichtsverfahren, Boykotte und Freedom Rides erhöhten den Druck für neue Regeln; gleiche Chancen im Alltag entstanden dadurch nicht sofort.

Die Civil Rights Movement war eine vielfältige US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung. Besonders von 1954 bis 1968 kämpfte sie gegen die gesetzliche Rassentrennung, die politische Entrechtung und weitere Formen rassistischer Diskriminierung von African Americans. Gerichtsverfahren, Boykotte, Sit-ins, Märsche und Wählerregistrierung veränderten Gesetze und Institutionen. Rassismus und tatsächliche Ungleichheit verschwanden dadurch jedoch nicht automatisch.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Die Sklaverei wurde 1865 durch den 13. Verfassungszusatz abgeschafft. Weitere Verfassungszusätze sicherten Staatsbürgerschaft und das Wahlrecht schwarzer Männer. Trotzdem wurden African Americans vor allem in den Südstaaten erneut systematisch entrechtet und untergeordnet.

Der Supreme Court stützte dieses System 1896 mit „Plessy v. Ferguson“. Die Doktrin separate but equal behauptete, getrennte Einrichtungen könnten gleichwertig sein. Tatsächlich waren Einrichtungen für schwarze Menschen meistens schlechter finanziert und ausgestattet.

Auch außerhalb des Südens bestand Diskriminierung. African Americans konnten dort meist wählen, wurden aber etwa bei Arbeit und Wohnungssuche benachteiligt. Praktiken wie redlining erschwerten ihnen den Zugang zu bestimmten Wohngebieten und Krediten.

Die Bewegung begann deshalb nicht plötzlich in den 1950er-Jahren. Organisationen wie die 1909 gegründete NAACP hatten schon lange Gerichtsverfahren geführt, politische Arbeit geleistet und Betroffene unterstützt.

Ein entscheidender Rechtserfolg war „Brown v. Board of Education“. Am 17. Mai 1954 erklärte der Supreme Court die staatlich angeordnete oder erlaubte Trennung öffentlicher Schulen für verfassungswidrig. Die Entscheidung schwächte die Grundlage von „separate but equal“.

Das Urteil änderte den Schulalltag aber nicht sofort. Behörden verzögerten die Integration oder leisteten massive resistance, also organisierten Widerstand gegen die Umsetzung.

Im Dezember 1955 begann nach der Festnahme Rosa Parks' der Montgomery-Busboykott. Parks war nicht nur eine zufällige müde Fahrgästin, sondern in der örtlichen NAACP aktiv und mit gewaltfreiem Widerstand vertraut. Auch andere Betroffene, darunter die 15-jährige Claudette Colvin, hatten sich zuvor gegen die Bussegregation gewehrt.

Jo Ann Robinson und der Women's Political Council halfen, den Boykott zu organisieren. Von den ungefähr 50.000 Schwarzen Einwohnern Montgomerys blieben am ersten Boykotttag schätzungsweise 90 Prozent den Bussen fern. Nach 381 Tagen wurde die Bussegregation aufgehoben.

Bekannte Persönlichkeiten konnten Protest sichtbar machen. Möglich wurden Erfolge aber erst durch lokale Organisation, lange Vorbereitung und die Beteiligung vieler Menschen.

Definition

Jim Crow

Jim Crow bezeichnet ein System aus Gesetzen, gesellschaftlichen Regeln, wirtschaftlicher Benachteiligung und Gewalt, das die Vorherrschaft weißer Menschen absicherte. Dazu gehörten getrennte Schulen und öffentliche Einrichtungen, Hindernisse bei der Wählerregistrierung sowie Lynchmorde und andere Einschüchterung.

Merke: Die Abschaffung der Sklaverei bedeutete noch keine tatsächliche Gleichstellung. Rechtliche Versprechen wurden durch neue Gesetze, wirtschaftlichen Druck und Gewalt unterlaufen.

Beispiel

  1. 11957 sollten die Little Rock Nine, neun schwarze Jugendliche, die Central High School in Little Rock besuchen. Gouverneur Orval Faubus ließ zunächst die Nationalgarde ihren Eintritt verhindern. Präsident Eisenhower stellte die Garde unter Bundesbefehl und entsandte Truppen zum Schutz der Jugendlichen.
  2. 2Der Fall zeigt die Kette: Rechtssieg → lokale Gegenwehr → Eingreifen der Bundesregierung. Selbst unter Schutz wurden die Jugendlichen weiterhin schikaniert. Ein Urteil allein konnte gesellschaftlichen Rassismus also nicht beenden.

Teste dich

LeichtWas gehörte zum Jim-Crow-System?
MittelWarum war „separate but equal“ irreführend?

Alles auf einen Blick

Civil Rights Movement

  • Ursachen

    Jim Crow, Entrechtung und rassistische Gewalt

  • Vorarbeit

    Gerichtsverfahren, lokale Netzwerke und NAACP

  • Strategien

    Boykotte, Sit-ins, Freedom Rides und Wählerregistrierung

  • Wendepunkte

    Brown, Montgomery, Birmingham und Selma

  • Gesetze

    Civil Rights Act, Voting Rights Act und Fair Housing Act

  • Grenze

    Rechtsgleichheit beseitigte alltägliche Ungleichheit nicht automatisch

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Freedom Rides: Recht und Wirklichkeit prüfen

  1. 1Ausgangspunkt: Entscheidungen gegen Segregation im zwischenstaatlichen Verkehr galten bereits.
  2. 2Beobachtung: Gemischte Gruppen fuhren 1961 durch den Süden und wurden angegriffen; weitere Aktivisten setzten die Fahrten fort.
  3. 3Deutung: Die Fahrten zeigten die Lücke zwischen Rechtsanspruch und Umsetzung und erhöhten den Druck für Regeln gegen Trennung in Busterminals.

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Rechtssieg und Umsetzung unterscheiden In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Das Jim-Crow-System verband mit Wahlhindernissen. Ein Sit-in ist ein . Der Voting Rights Act richtete sich gegen .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Civil Rights Movement

LeichtWelche Aussage beschreibt das Hauptziel der Civil Rights Movement am besten?
MittelWarum war „Brown v. Board“ zugleich Erfolg und Beginn eines weiteren Konflikts?
SchwerIn einer Stadt ist rassistische Wohnungsdiskriminierung verboten, doch Wohnviertel und Schulen bleiben stark getrennt. Welche Bewertung passt?

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