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Biologie · Klasse 8–10 · aktualisiert

Mendelsche Regeln: Kreuzungsschemata verstehen

Die drei Mendelschen Regeln erklären, wie Merkmale vererbt werden. Du lernst Kreuzungsschemata und Verhältnisse wie 3 : 1 zu deuten.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Mendelsche Regeln: Kreuzungsschemata verstehen

Kurz gesagt

Die Mendelschen Regeln beschreiben, wie Merkmale vererbt werden. Uniformitätsregel: Reinerbige Eltern wie GG × gg ergeben eine einheitliche F1 (Gg). Spaltungsregel: Gg × Gg ergibt in der F2 gelb : grün = 3 : 1. Unabhängigkeitsregel: Ungekoppelte Gene werden frei kombiniert, in der F2 gilt 9 : 3 : 3 : 1.

Vor über 150 Jahren kreuzte der Mönch Gregor Mendel im Klostergarten tausende Erbsenpflanzen und zählte gelbe und grüne Samen. Dabei fand er Regeln, nach denen Merkmale weitergegeben werden. Mit ihnen kannst du vorhersagen, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Merkmal bei Nachkommen auftaucht.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Gen ist ein Abschnitt der Erbinformation. In den Körperzellen liegen die Chromosomen paarweise vor, deshalb hat jedes Gen zwei Allele: eins von der Mutter, eins vom Vater. Allele sind Varianten eines Gens. Das dominante Allel schreibt man groß (G), das rezessive klein (g). Keimzellen enthalten von jedem Gen nur ein Allel.

Definition

Genotyp und Phänotyp

Der Genotyp ist die Allelkombination, etwa GG, Gg oder gg. Der Phänotyp ist das sichtbare Merkmal, etwa gelbe oder grüne Erbsensamen.

GenotypBezeichnungPhänotyp (G = gelb, dominant)
GGhomozygot (reinerbig)gelb
Ggheterozygot (mischerbig)gelb
gghomozygot (reinerbig)grün

Teste dich

LeichtG steht für gelb und ist dominant. Was gilt für eine Erbse mit dem Genotyp Gg?

Alles auf einen Blick

Mendelsche Regeln

  • Begriffe

    Genotyp = Allele, Phänotyp = Aussehen

  • Uniformität

    reinerbige Eltern, einheitliche F1

  • Spaltung

    Gg × Gg ergibt 3 : 1

  • Unabhängigkeit

    zwei Merkmale, 9 : 3 : 3 : 1

  • Wahrscheinlichkeit

    keine Garantie für wenige Nachkommen

  • Grenzen

    gekoppelte Gene, viele Gene, Umwelt

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Ein Kreuzungsschema Schritt für Schritt: Gg × Gg

  1. 11. Eltern notieren: beide Gg, also gelb und mischerbig.
  2. 22. Keimzellen ableiten: jeder Elternteil bildet G oder g.
  3. 33. Im Quadrat kombinieren: GG, Gg, Gg, gg.
  4. 44. Zählen: Genotypen 1 : 2 : 1, Phänotypen gelb : grün = 3 : 1.
  5. 55. Deuten: Jeder Nachkomme ist mit 34 gelb und mit 14 grün.

Fehler finden

Die Kreuzung Gg × Gg auswerten In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Kreuzt man zwei reinerbige Eltern mit verschiedenen Merkmalen, ist die F1 . Kreuzt man zwei mischerbige F1-Pflanzen, erhält man in der F2 bei dominant-rezessivem Erbgang das Verhältnis . Das Allel, das sich im Phänotyp durchsetzt, heißt .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Mendelsche Regeln

LeichtWas beschreibt der Phänotyp?
MittelWelche Genotypen entstehen bei Aa × aa und mit welcher Wahrscheinlichkeit?
SchwerReinerbig rote und reinerbig weiße Löwenmäulchen ergeben eine rosa F1. Welches Phänotypverhältnis hat die F2?

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